69. Zuerst wird die Welt korrigiert
Ich hörte im Juni/Juli 1943.
Er sagte, dass zuerst die Welt korrigiert wird und danach die vollkommene Erlösung kommt – das Geheimnis der Ankunft des Messias. Darauf beziehen sich die Worte: „Deine Augen werden deinen Lehrer sehen“ (Jesaja 30,20) und „die Erde wird von Erkenntnis erfüllt sein“ (Jesaja 11,9). Das ist der Sinn dessen, was er schrieb: Zuerst wird die Innerlichkeit der Welten korrigiert und danach ihre Äußerlichkeit. Man muss jedoch wissen, dass die Korrektur der Äußerlichkeit der Welten eine höhere Stufe ist als die Korrektur ihrer Innerlichkeit.
Die Wurzel Israels liegt in der Innerlichkeit der Welten. Darauf beziehen sich die Worte: „Denn ihr seid das kleinste unter allen Völkern“ (5. Mose 7,7). Wenn die Innerlichkeit korrigiert wird, wird dadurch auch die Äußerlichkeit korrigiert, allerdings nur in kleinen Teilen. Mit jeder weiteren Korrektur der Innerlichkeit wird auch die Äußerlichkeit weiter korrigiert – bis sich Münze um Münze zu einer Summe fügt –, bis schließlich die gesamte Äußerlichkeit korrigiert ist.
Der Unterschied zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit lässt sich vor allem an folgendem Beispiel verstehen: Wenn ein Mensch eine bestimmte Mizwa erfüllt, sind nicht alle seine Organe damit einverstanden. Es ist wie bei einem Menschen, der fastet. Dann sagt man, dass nur seine Innerlichkeit dem Fasten zugestimmt hat, während seine Äußerlichkeit dadurch Unbehagen empfindet, denn der Körper widersetzt sich immer der Seele. Nur in Bezug auf die Seele ist daher zwischen Israel und den Völkern der Welt zu unterscheiden. In Bezug auf den Körper sind sie jedoch gleich, denn auch der Körper Israels sorgt nur für den eigenen Nutzen.
Wenn also die Einzelnen in der Gesamtheit Israels korrigiert sind, wird von selbst die ganze Welt korrigiert. Somit werden in dem Maß, in dem wir uns selbst korrigieren, auch die Völker der Welt korrigiert. Darauf beziehen sich die Worte unserer Weisen: „Ist er würdig, neigt er sich selbst und die ganze Welt zur Waagschale des Verdienstes“ (Kidushin 40b). Sie sagten nicht: „Er neigt die Gesamtheit Israels“, sondern: „und die ganze Welt zur Waagschale des Verdienstes.“ Wie oben erklärt, korrigiert die Innerlichkeit die Äußerlichkeit.
korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026