48. Die wichtigste Grundlage
Ich hörte am 8. November 1952.
Die wichtigste Grundlage ist der allen bekannte Weg. Vorsicht und Wachsamkeit in Bezug auf Mocha (Verstand) sind nötig, weil es auf einer Frage gründet. Wenn ihm die bekannte Frage begegnet, muss er gerüstet und gefestigt sein, Wache zu halten und auf der Stelle die bekannte Antwort zu geben.
Mit anderen Worten: Das ganze Gebäude wird auf Fragen und Antworten errichtet. So geht er den Weg des Schöpfers und wird dessen würdig, das Gebäude der Shechina (göttliche Gegenwart) zu errichten. Wenn er jedoch keinen Raum mehr für Fragen und Antworten hat, gilt er als „stehend“.
Auch denen, die bereits würdig geworden sind, dass sich die Shechina beständig in sie kleidet, und die bereits den Weg der Stufen gehen, sodass für sie kein Raum mehr für die oben genannte Arbeit besteht, hat der Schöpfer einen Ort bereitet. Dort haben sie eine freie Grundlage, auf der der Glaube ruhen kann. Obwohl schwer zu verstehen ist, wie so etwas auf höheren Stufen möglich sein kann, kann der Schöpfer selbst so etwas bewirken.
Darum geht es bei der Korrektur der Mittleren Linie: Aus der Linken Linie darf man nicht empfangen. Zugleich sehen wir, dass Chochma sich nur in Malchut enthüllt. Obwohl Malchut eine Chochma entgegengesetzte Eigenschaft ist, ist gerade Malchut der Ort, an dem Chochma enthüllt wird.
Darauf bezieht sich der Vers: „Und dieses Hindernis sei unter deiner Hand.“ (Jesaja 3,6) Unsere Weisen erklärten: „Ein Mensch gelangt zu keinem Verständnis einer Halacha, wenn er nicht zuvor an ihr gescheitert ist.“ Als „Halacha“ wird Malchut bezeichnet. Dies hängt mit Kalla, „Braut“, zusammen1: Wenn man zur Braut geht, wird dies Halacha genannt. Und sie wird nur auf Hindernissen errichtet, nämlich in einer Zeit der „Fragen“. Wenn er keine Fragen hat, trägt sie weder den Namen „Glaube“ noch „Shechina“.
korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026
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Im Hebräischen besteht Halacha (הלכה) aus denselben Buchstaben wie HaKalla (הכלה), „die Braut“, in anderer Reihenfolge. ↩