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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 27. Was bedeutet: „Der Schöpfer ist erhaben, und der Niedrige wird sehen“? – 1

27. Was bedeutet: „Der Schöpfer ist erhaben, und der Niedrige wird sehen“? – 1

Ich hörte am 5. März 1949.

„Der Ewige ist erhaben, und der Niedrige wird sehen.“ Wie kann es eine Angleichung an den Schöpfer geben, wenn der Mensch empfängt, der Schöpfer aber gibt? Darauf bezieht sich der Vers: „Der Schöpfer ist erhaben, und der Niedrige …“ Wenn der Mensch sich annulliert, besitzt er keinerlei Herrschaft, die ihn vom Schöpfer trennt. Dann „wird er sehen“, das heißt, er wird Mochin de Chochma würdig.

Und „der Hohe wird aus der Ferne erkennen“​ (Psalm 138,6). Wer jedoch hochmütig ist, also eine eigene Herrschaft besitzt, entfernt sich, weil ihm die Angleichung fehlt.

Als Niedrigkeit gilt nicht, dass ein Mensch sich vor anderen erniedrigt. Das ist Demut, denn in dieser Arbeit empfindet er eine Form von Vollkommenheit. Niedrigkeit bedeutet vielmehr, dass die Welt ihn verachtet. Gerade wenn die Menschen ihn verachten, gilt dies als Niedrigkeit, denn dann empfindet er keinerlei Vollkommenheit.

Denn es ist ein Gesetz: Was die Menschen denken, wirkt auf den Menschen. Deshalb fühlt er sich vollkommen, wenn die Menschen ihn achten. Und wen die Menschen verachten, der hält sich selbst für niedrig.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026