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120. Der Grund für den Brauch, an Rosch HaSchana (dem jüdischen Neujahrsfest) keine Nüsse zu essen

Ich hörte am 13. September 1942.

Der Grund für den Brauch, an Rosch HaSchana keine Nüsse zu essen, ist folgender: Egos (אגוז‎, „Nuss“) hat nach der Gematria (Zahlenwertrechnung) denselben Zahlenwert wie „Sünde“ – חט ‎(Chet, ohne Alef)1. Er fragte jedoch: Hat Egos nicht denselben Zahlenwert wie טוב ‎(„gut“)?

Und er sagte, dass die Nuss auf den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse hinweist. Solange der Mensch noch keine Umkehr aus Liebe vollzogen hat, ist die Nuss für ihn noch immer „Sünde“. Wer jedoch bereits der Umkehr aus Liebe würdig geworden ist, dem werden seine vorsätzlichen Verfehlungen wie Verdienste. So wird aus „חט‎“ („Sünde“) der Aspekt des Guten. Dann ist es ihm bereits erlaubt, eine Nuss zu essen. Deshalb muss man darauf achten, Dinge zu essen, die keinerlei Hinweis auf Sünde enthalten; sie entsprechen dem Aspekt des Baumes des Lebens. Dinge hingegen, deren Zahlenwert auf Sünde hinweist, deuten auf den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. „Nuss“ Egos (Alef-Gimel-Waw-Sajin) hat den Zahlenwert 17, ebenso wie „Sünde“ Chet (Chet-Tet-[Alef]). ↩