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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 137. Zelofhad sammelte Holz

137. Zelofhad sammelte Holz

Ich hörte im Jahr 1947.

Zelofhad sammelte Holz. Im Sohar (Sohar, Shlach, Punkt 11) wird erklärt, dass er abwog, welcher Baum größer ist: der Baum des Lebens oder der Baum der Erkenntnis. Denn ein Gerechter heißt „Baum des Lebens“, weil er ganz auf das Geben ausgerichtet ist. Daran können sich die äußeren Kräfte in keiner Weise festhalten. Die Vollkommenheit jedoch liegt im Baum der Erkenntnis. Er steht für das Herabziehen von Chochma nach unten – das heißt dafür, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Man darf die beiden nicht gegeneinander abwägen; vielmehr müssen sie „eins werden in deiner Hand“​ (Hesekiel 37,17).

Das bedeutet: Das eine ohne das andere ergibt keine Vollkommenheit. Mordechai gehörte zum Aspekt des Baumes des Lebens. Er wollte nichts nach unten herabziehen, weil ihm kein Mangel eigen war. Deshalb musste der Aspekt Haman vergrößert werden, damit Haman die Lichter nach unten herabzog. Als er anschließend den Mangel offenbarte, empfing Mordechai die Lichter in der Form des Empfangens, um zu geben.

Hieraus verstehen wir, warum der König Haman, Mordechais Feind, gerade erst dann erhöhte, nachdem Mordechai zugunsten des Königs gesprochen und ihn vor dem Tod gerettet hatte. Dazu sagten unsere Weisen: „nach dem Willen eines jeden Mannes“1 – nach dem Willen Mordechais und Hamans, die einander hassten.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. Ester 1,8. Wörtl.: „nach dem Willen von Mann und Mann“, was bedeutet: „nach dem Willen eines jeden“. ↩