156. Damit er nicht vom Baum des Lebens nimmt
Ich hörte.
„Damit er nicht vom Baum des Lebens nimmt, isst und ewig lebt.“ (1. Mose 3,22)
Mein Vater und Lehrer erklärte: Vielleicht nimmt er aus dem Aspekt der verhüllten Chassadim, der dem Bereich vom Chase aufwärts entspricht. Darin findet er völlige Genüge, sodass die Sünde am Baum der Erkenntnis, der dem Bereich vom Chase abwärts entspricht, nicht korrigiert wird. Demnach wird der Baum des Lebens als Bereich vom Chase aufwärts bezeichnet, wo sich verhüllte Chassadim befinden. So lässt sich meines Erachtens erklären, was wir sagen: „Ein Leben, in dem Ehrfurcht vor dem Himmel herrscht, und ein Leben, in dem Ehrfurcht vor Sünde herrscht.“1
Den Unterschied zwischen beiden erklärte mein Vater und Lehrer so: Wenn der Mensch das Leben aus Ehrfurcht vor Sünde wählt, dann deshalb, weil ihm kein anderer Weg bleibt. „Ehrfurcht vor dem Himmel“ hingegen bedeutet, dass ihm ein anderer Weg offensteht: Selbst wenn er diesen Aspekt nicht wählen würde, würde er dennoch nicht sündigen. Trotzdem wählt er ihn aus Ehrfurcht vor dem Schöpfer.
Daraus darf man nicht schließen, dass verhüllte Chassadim dem Zustand der Katnut entsprechen. Das gilt nur, solange ihm kein anderer Weg offensteht. Wenn er jedoch die offenbarten Chassadim aus dem Aspekt von Rachel erlangt, dann wird auch der Aspekt von Lea, der den verhüllten Chassadim entspricht, als GaR und Gadlut bezeichnet.
Dies heißt „Ehrfurcht vor dem Himmel“: Er verfügt über den Aspekt der offenbarten Chassadim und wählt dennoch die verhüllten Chassadim. Somit gibt es zwei Aspekte der verhüllten Chassadim:
1) Wenn er nicht über den Aspekt von Rachel verfügt, wird dies als WaK bezeichnet.
2) Wenn er über den Aspekt von Rachel verfügt, wird dies als Leah und als GaR bezeichnet.
korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026
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Aus dem Segen für den Neumond. ↩