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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 167. Der Grund für die Bezeichnung „Schabbat Teshuwa“ (Schabbat der Umkehr)

167. Der Grund für die Bezeichnung „Schabbat Teshuwa“ (Schabbat der Umkehr)

Ich hörte im Jahr 1948.

Der Grund, weshalb dieser Tag „Schabbat Teshuwa“ heißt, liegt darin, dass man während der Zehn Tage der Umkehr – an deren Ende, an Jom Kippur (Versöhnungstag) – das Sündenbekenntnis Al Chet („Für die Sünde …“)1 spricht. Jeder, der Al Chet aufmerksam betrachtet, findet sich mit Sicherheit bei sechzig Prozent der darin genannten Sünden nicht wieder. Bei vierzig Prozent kann er die Sache vielleicht noch erklären und rechtfertigen: Möglicherweise findet er sich dort nur zweifelhaft wieder, weil er die Sünde nicht empfindet. Bei sechzig Prozent aber findet er sich unter keinen Umständen wieder.

Darin liegt die besondere Kraft des Schabbat: Mit dem Licht des Schabbat kann es dem Menschen aufleuchten, sodass er erkennt, dass er sich in allen hundert Prozent des Al Chet wiederfindet. Dieses Bekenntnis wurde nur für ihn selbst eingerichtet und nicht für andere. Ohne Licht empfindet man das nicht. Deshalb heißt dieser Tag „Schabbat Teshuwa“. Der Schabbat hilft bei der Umkehr, denn durch ihn kann man die Sünde empfinden. Man muss die Sünde eingestehen; dann kann man um Vergebung bitten. Wenn jemand Al Chet spricht, die Sünde aber nicht empfindet, was für ein Bekenntnis ist das? In seinem Herzen sagt er doch, dass er nicht gesündigt hat. Was er mit dem Mund sagt, während sein Herz nicht dabei ist, ist gewiss ein wertloses Bekenntnis.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. Das Gebet „Widui“ – ein Gebet, das die Sünden aufzählt, für die wir um Vergebung bitten. ↩