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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 189. Die Handlung wirkt auf das Denken

189. Die Handlung wirkt auf das Denken

Ich hörte.

Es gilt, den Grund für die Schärfe, die Begeisterung und den Einfallsreichtum zu verstehen, mit denen alle Organe ordnungsgemäß und in vollem Tempo arbeiten, wenn der Mensch an materielle Erwerbungen denkt. Anders verhält es sich bei Angelegenheiten der Seele: Bei jedem Erwerb für die Bedürfnisse der Seele arbeiten der Körper und alle Sinne des Menschen schwerfällig.

Der Sinn ist: Der Intellekt und das Denken des Menschen sind nichts anderes als ein Abbild seiner Handlungen, die sich wie in einem Spiegel zeigen. Wenn daher die meisten Handlungen des Menschen materiellen Bedürfnissen dienen, zeigt sich dies im Spiegel des Intellekts. Das heißt, sie sind in dem nötigen Maß in den Intellekt aufgenommen worden, sodass der Mensch den Intellekt für alles einsetzen kann, was er will. Denn das Gehirn erhält seine ganze Lebenskraft (Chajut) aus materiellen Dingen. Daher dient der Intellekt dem Bereich, aus dem er seine Lebenskraft empfängt. Von den Bedürfnissen der Seele gibt es im Gehirn dagegen noch nicht genügend Reshimot (Aufzeichnungen), aus denen es Lebenskraft empfangen und einen Eindruck aufnehmen könnte. Daher ist das Gehirn nicht bereit, ihm für die Bedürfnisse der Seele zu dienen.

Deshalb muss der Mensch sich überwinden und viele Handlungen und Taten vollbringen, bis sie sich dem Gehirn einprägen. Dann wird sein Verstand gewiss zunehmen, und der Intellekt wird ihm in vollem Tempo und mit noch größerer Schärfe dienen als bei materiellen Bedürfnissen. Denn der Intellekt ist eine Einkleidung, die der Seele nahe ist.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026