212. Umarmung von rechts und Umarmung von links
Ich hörte am 28. November 1941.
Es gibt eine Umarmung von rechts und ebenso eine Umarmung von links. Beide müssen für immer bestehen. Das bedeutet: Wenn der Mensch sich auf der rechten Seite befindet, soll er in seinem Verstand denken, dass es in der Welt keine linke Seite gibt. Ebenso soll er, wenn er sich mit der linken Seite befasst, in seinem Verstand denken, dass es in der Welt keine rechte Seite gibt. Die rechte Seite bedeutet Persönliche Vorsehung (Hashgacha Pratit); die linke Seite bedeutet die Vorsehung von Lohn und Strafe. Obwohl der Verstand sagt, dass rechts und links unmöglich zugleich bestehen können, muss der Mensch über dem Verstand arbeiten. Der Verstand darf ihn also nicht aufhalten. Das Wesentliche ist das, was über dem Verstand liegt. Seine ganze Arbeit wird daran gemessen, inwieweit er über dem Verstand arbeitet. Auch wenn er später in den Verstand gelangt, bedeutet das nichts. Da seine Grundlage über dem Verstand liegt, nährt er sich immer aus seiner Wurzel.
Anders ist es, wenn er in den Verstand gelangt und sich gerade innerhalb des Verstandes nähren will. Dann verschwindet das Licht sofort. Will er fortfahren, muss er mit der Arbeit über dem Verstand beginnen, denn darin liegt seine ganze Wurzel. Danach gelangt er zum Verstand der Heiligkeit (Kedusha).
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