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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 173. Warum sagt man „LeChaim“?

173. Warum sagt man „LeChaim“?

Ich hörte im Jahr 1949.

Er sagte über den Brauch, beim Weintrinken „LeChaim“ (auf das Leben) zu sagen, dies folge dem Ausspruch unserer Weisen: „Wein und Leben den Weisen und ihren Schülern.“​ (Schabbat 67b) Auf den ersten Blick ist es schwer zu verstehen: Warum gilt dies gerade den Weisen usw.? Und warum nicht den Ungelehrten?

Vielmehr soll der Ausspruch „LeChaim“ auf das Höhere Leben hinweisen. Wenn man Wein trinkt, soll man daran denken, dass der Wein auf den „Wein der Tora“ hinweist. Man soll daran denken, den Aspekt des Lichts der Tora heranzuziehen, der „Leben“ genannt wird. Das materielle Leben hingegen wird in den Worten unserer Weisen so bezeichnet: „Die Frevler werden zu ihren Lebzeiten Tote genannt.“​ (Brachot 18b)

Deshalb kann man gerade zu den Weisen sagen: „Wein und Leben.“ Das heißt, nur sie sind dazu befähigt, spirituelles Leben heranzuziehen. Bei den Ungelehrten dagegen, die dafür keine Gefäße besitzen, kann man [nicht] sagen, dass sie es heranziehen1. (Vielleicht bedeutet „den Weisen“ auch: entsprechend der Auffassung der Weisen. Das heißt, das Leben, das bei ihnen „Leben“ heißt, ist spirituelles Leben.)

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. Im Hebräischen ohne Verneinung; ergänzt nach dem Sinn. ↩