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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 168. Die Bräuche Israels

168. Die Bräuche Israels

Ich hörte.

Die Bräuche Israels sind so wichtig, dass man sagen kann: Sie verleihen dem Menschen mehr Spiritualität als die Mizwot selbst. Wer gegen Bräuche verstößt, wird zwar nicht bestraft; wer jedoch gegen Gesetze verstößt, wird bestraft. Wenn es aber darum geht, dem Menschen Nutzen zu bringen – das heißt, ihn zur Ehrfurcht vor dem Himmel zu führen –, vermitteln die Bräuche mehr Spiritualität. Denn die großen Weisen, die diese Bräuche einführten, richteten es so ein, dass durch sie Spiritualität leuchtet.

Deshalb sagte er: Es ist Brauch, am Schabbat Fleisch und Fisch zu essen. Wer darauf verzichtet, enthält sich selbst Spiritualität vor. Dies gilt jedoch gerade für einen Menschen, der noch nicht zur Vollkommenheit gelangt ist – der also noch nicht erkennt, was er tut. Das heißt: Solange er noch nicht der Geschmäcker der Mizwot würdig geworden ist, muss er die Bräuche einhalten.

Ein Apfel beispielsweise verdirbt, bevor er verfault. Ist er erst verdorben, ist das Verfaulen gewiss. Ebenso verhält es sich mit dem Menschen: Bevor er von religiöser Bindung frei wird, lehnt er sich gegen die Bräuche auf. Nach dieser Auflehnung wird entweder er selbst von religiöser Bindung frei, oder seine Kinder werden es.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026