138. Über Ehrfurcht und Angst, die den Menschen manchmal überkommen
Ich hörte im Jahr 1942.
Wenn einen Menschen ein Zustand der Ehrfurcht erfasst, muss er wissen, dass geschrieben steht: „Es gibt nichts außer Ihm.“ Das gilt selbst für Zauberei.
Wenn er sieht, dass die Ehrfurcht ihn überwältigt, muss er sich sagen, dass es, Gott bewahre, keinen Zufall gibt. Vielmehr hat ihm der Schöpfer eine Gelegenheit vom Himmel gegeben. Er muss darüber nachdenken und untersuchen, zu welchem Zweck ihm diese Ehrfurcht geschickt wurde. Wahrscheinlich geschah es, damit er sich überwinden und sagen kann: „Es gibt nichts außer Ihm.“
Wenn Ehrfurcht und Angst selbst nach alledem noch immer nicht von ihm gewichen sind, soll er sich daran ein Beispiel nehmen und sagen: „Im selben Maß wie diese Ehrfurcht muss auch die Arbeit für den Schöpfer sein.“ Das heißt: Die Ehrfurcht vor dem Himmel, deren er würdig werden soll, muss dieselbe Form haben wie die Ehrfurcht, die er jetzt empfindet. So, wie der Körper auf diese äußere Ehrfurcht reagiert, muss er ganz genau in derselben Weise auf die Ehrfurcht vor dem Himmel reagieren.
korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026