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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 238. Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Mensch, der sich in Dir stärkt

238. Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Mensch, der sich in Dir stärkt

„Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Mensch, der sich in Dir stärkt“ (Zusatzgebet zum Neujahrsfest)1. Wenn der Mensch im Aspekt des Weißen voranschreitet, muss er stets daran denken, dass ihm alles, dessen er gewürdigt wurde, nur deshalb zuteilwurde, weil er den Aspekt der Schwärze auf sich genommen hat. Und er muss sich gerade im Aspekt „in Dir“ anstrengen. So heißt es: „Und alle glauben, dass Er ein Gott des Glaubens ist.“2 Obwohl er jetzt keinen Ort sieht, an dem er im Aspekt des Glaubens arbeiten müsste, da ihm alles offenbart ist, muss er dennoch im Aspekt „über dem Verstand“ glauben, dass es noch Raum gibt, im Aspekt des Glaubens zu glauben.

Dies ist die Bedeutung von: „Und Israel sah die große Hand … und sie glaubten an den Ewigen“​ (2. Mose 14,31). Obwohl sie also des Aspekts „sah“ gewürdigt wurden, welcher das Sehen bezeichnet, besaßen sie dennoch die Kraft, im Aspekt des Glaubens zu glauben.

Dafür ist besondere Anstrengung erforderlich; andernfalls fallen sie von ihrer Stufe herab – wie bei Libni und Shimei. Das heißt: Andernfalls würde daraus folgen, dass man gerade dann, wenn Weiße vorhanden ist, der Tora und den Mizwot gehorchen kann; dies wäre wie eine Bedingung. Man muss jedoch ohne Bedingungen gehorchen. Deshalb muss man sich zur Zeit der Weiße davor hüten, den Aspekt der Schwärze zu beeinträchtigen. Dem Verständigen genügt dies.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. Mussaf-Gebet zu Rosch HaSchana. ↩

  2. Aus dem Hymnus „WeChol Maaminim“, der im Musaf-Gebet an Rosch HaSchana und Jom Kippur gelesen wird. ↩