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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 247. Der Gedanke gilt als Nahrung

247. Der Gedanke gilt als Nahrung

Ich hörte am 19. März 1944.

Im Menschen gibt es drei Arten von Körpern:

a) den inneren Körper, der eine Einkleidung für die Seelenstufe Nefesh der Heiligkeit (Kedusha) ist;

b) einen Körper aus Klipa Noga;

c) einen Körper aus Mishcha de Chivia (Schlangenhaut).

Um sich vor den beiden anderen Körpern zu retten und nur den inneren Körper nutzen zu können, gibt es ein besonderes Mittel: Man richtet seine Gedanken ausschließlich auf das, was den inneren Körper betrifft. Das heißt, sein Denken soll stets im Bereich des Einzigen bleiben, wie geschrieben steht: „Es gibt nichts außer Ihm.“ Nur Er vollbringt und wird alle Taten vollbringen (Rambam, 13 Glaubensprinzipien, Prinzip 1), und es gibt kein Geschöpf auf der Welt, das den Menschen von der Heiligkeit trennen könnte. Weil er seine Gedanken nicht auf die beiden anderen Körper richtet, sterben sie; denn sie erhalten keine Nahrung und haben nichts, wovon sie bestehen könnten. Darin liegt das Geheimnis dessen, was der Schöpfer nach dem Vergehen am Baum der Erkenntnis zu ihm sagte: „Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen“​ (1. Mose 3,19). Vor dem Vergehen hing die Lebenskraft (Chajut) nicht vom Brot ab.

Danach jedoch, als er sich infolge des Vergehens an den Körper aus Mishcha de Chivia klammerte, wurde das Leben an das Brot, also an die Nahrung, gebunden. Erhält er keine Nahrung, stirbt er. Dies ist eine große Korrektur, durch die man sich vor den genannten Körpern retten kann. Deshalb muss man sich bemühen und anstrengen, keine Gedanken für sie zu hegen, denn die Gedanken sind ihre Nahrung. Man soll vielmehr nur an den inneren Körper denken, der eine Einkleidung für die Seelenstufe Nefesh der Heiligkeit ist. Das heißt, man soll Gedanken hegen, die jenseits der eigenen Haut liegen – Gedanken an einen Nutzen außerhalb der eigenen Haut, außerhalb des Verlangens zu empfangen. Jenseits der Haut haben die Klipot (Schalen) keinen Halt. Die Klipot halten sich an das, was sich innerhalb der Haut befindet, nicht aber an das, was außerhalb von ihr liegt. Das heißt: An allem, was sich einkleidet, können sie sich festhalten; an allem, was sich nicht einkleidet, können sie sich nicht festhalten.

Wenn der Mensch beharrlich Gedanken hegt, die jenseits seiner Haut liegen, wird er dessen gewürdigt, wovon der Vers spricht: „Und nach meiner Haut ist dies eingeritzt“​ (Hiob 19,26). „Dies“ bezeichnet die heilige Shechina (göttliche Gegenwart), und sie steht jenseits seiner Haut. „Eingeritzt“ bedeutet, dass sie nur jenseits seiner Haut eingerichtet wird. Dann wird er auch des Aspekts „Und aus meinem Fleisch werde ich meinen Gott schauen“​ (Hiob 19,26) gewürdigt. Von diesem Fleisch aus schaut er seinen Schöpfer: Die Heiligkeit kleidet sich in das Innere des Körpers. Dies geschieht gerade dann, wenn er bereit ist, jenseits seiner Haut zu arbeiten, also ohne jede Einkleidung; dann wird er der Einkleidung gewürdigt. Die Frevler dagegen wollen gerade innerhalb einer Einkleidung arbeiten, also innerhalb der Haut. Über sie heißt es: „Sie sterben, doch nicht in Weisheit“​ (Hiob 4,21). Sie erhalten keinerlei Einkleidung und werden keiner Sache gewürdigt.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026