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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Shamati / Shamati 243. Über die Prüfung des Schattens in der Nacht von Hoshana Rabba

243. Über die Prüfung des Schattens in der Nacht von Hoshana Rabba

Ich hörte am 1. März 1943.

Über den Schatten: Es ist Brauch, dass in der Nacht von Hoshana Rabba1 jeder sich selbst prüft, ob er einen Schatten hat; dann kann er sicher sein, dass ihm alles Gute zuteilwird (Shaar HaKawanot, Drush Sukkot, 6–7). Beim Schatten geht es um das Geheimnis der Einkleidung: In diese Einkleidung kleidet sich das Licht. Ohne Einkleidung gibt es kein Licht, denn es gibt kein Licht ohne Kli (Gefäß). Je nach Größe der Einkleidungen wachsen und vermehren sich die Lichter. Verliert der Mensch eine Einkleidung, fehlt ihm im selben Maß das Licht, das zu dieser Einkleidung gehört.

Dies ist das Geheimnis von Wahrheit und Glaube: Wahrheit nennt man das Licht, und Glaube nennt man das Kli. Dies ist das Geheimnis von „dem Schöpfer und Seiner Shechina (göttlichen Gegenwart)“. Ebenso ist dies das Geheimnis von „Lasst uns einen Menschen nach Unserem Bild machen“​ (1. Mose 1,26) und „Im Bild wandelt der Mensch“​ (Psalm 39,7). Das Voranschreiten des Menschen hängt vom Bild ab, also vom Glauben. Daher muss der Mensch an Hoshana Rabba prüfen, ob sein Glaube vollkommen ist.

Wenn wir in den oberen Welten von Zelem (Bild) sprechen, ist der Glaube oben doch mit keinerlei Schwere verbunden. Vielmehr ist das, was uns als Trockenheit erscheint, oben ein großes Licht. Dennoch verwenden wir dort diese Bezeichnung, weil es sich uns als Zel (Schatten) offenbart; nach dem Unteren benennen wir es auch oben so.

Bina wird Glaube genannt. Dies ist das Geheimnis des Lichts von Osen (Ohr), also des Hörens. Chochma wird Sehen genannt. Dies ist das Geheimnis des Lichts, das in die Empfangsgefäße gelangt, die den Augen entsprechen.

korrigiert, EY, Schreibnorm v1, 12.10.2026


  1. Hoshana Rabba („große Bitten um Rettung“) – der siebte Tag des Sukkot-Festes. ↩