Kapitel 6
Erklärt, wie die Sefira Keter zwei Bchinot (Unterscheidungen) enthält: 1. Als Gleichnis die letzte Bchina in Ejn Sof, Malchut de Malchut von Ejn Sof, genannt Atik; 2. Die Wurzel der Geschöpfe, genannt Arich Anpin. Zusammen werden sie Keter genannt. Es enthält vier Punkte:
1. In den zehn Sefirot gibt es nicht mehr als vier Bchinot CHuB TuM, und Chochma ist die erste. 2. Keter wird manchmal zu den Sefirot gezählt, und manchmal nicht, und stattdessen wird Daat dazugezählt. 3. Keter ist die Mitte zwischen dem Maazil (Ausströmender) und dem Geschöpf und enthält zwei Bchinot: A. Die Bchina „Maazil“ (Ausströmender), zum Beispiel Malchut de Malchut de Ejn Sof, genannt Tohu und Atik; B. Die Bchina „Geschöpf“, das die Wurzel der Geschöpfe ist, genannt Bohu, oder AA. 4. Ähnlich ist Malchut de Malchut der Welt Azilut der Atik in der Welt Brija.
Es gibt nicht mehr als vier Bchinot CHuB TuM in jedem Geschöpf, und Chochma ist die erste Sefira im Geschöpf.
1. Wir werden jetzt noch einmal von den Höheren Welten sprechen. Nachdem wir das Gleichnis erklärt haben, werden wir nun die Moral des Gleichnisses erklären. (1) Die Moral besteht ausschließlich aus vier Grundlagen, nämlich den vier Otiot (Buchstaben) HaWaYaH, also Chochma, Bina, Tiferet und Malchut, und deshalb ist Chochma die erste.
Or Pnimi (Inneres Licht)
1. „Die Moral besteht ausschließlich aus vier Grundlagen“ Er möchte sagen, dass man die Moral des Gleichnisses, das er einführte, nicht übernehmen darf, dass zwischen je zwei Bchinot eine mittlere Bchina liegt, denn deshalb gibt es in den Höheren fünf Bchinot, das heißt vier Bchinot und eine mittlere Bchina. Er warnt und sagt, dass die Höheren nicht mehr als die vier Grundlagen ERMA (Esh - Feuer, Ruach - Luft, Maim - Wasser, Afar – Staub, Erde) haben, das sind die vier Otiot (Buchstaben) HaWaYaH.
Es ist so, dass die mittlere Bchina nicht zu den vier Bchinot gezählt wird. Und der Rav kommt zu dem Schluss, „und deshalb ist Chochma der Erste“. Dies zeigt an, dass keine Bchina davor gezählt wird, denn die mittlere Bchina, nämlich der Nizoz (Funke) des Schöpfers, ist Ejn Sof, das in der Stufe nicht mitgezählt wird.
Der Nizoz (Funke) des Geschöpfes, genannt Yechida oder Keter, ist im Grunde nur als die Wurzel der vier Bchinot CHuB TuM (siehe Kap. 5, Punkt 20) erklärt worden. Deshalb ist der Anfang von Yechida auch Bchina Alef, genannt Chochma, weshalb es nur vier Otiot (Buchstaben) im Namen HaWaYaH gibt, und keinen spezifischen Buchstaben für Sefira Keter.
Keter wird manchmal zu den zehn Sefirot gezählt und manchmal nicht, und stattdessen wird dann Daat dazugezählt.
2. Du solltest auch verstehen, was geschrieben steht, (2) dass Keter immer die höchste Bchina ist, die nicht in dieser Welt enthalten ist. Es ist wie die Krone eines Königs; sie ist über seinem Kopf, aber kein Teil von ihm. Daher wird sie nicht als ein Teil der Sefira betrachtet, und Daat, das im Sefer Yezira (Buch der Schöpfung) erwähnt wird, wird stattdessen mitgezählt.
Aber manchmal zählen wir es doch zu den zehn Sefirot. Dies wird durch unsere früheren Worte erklärt, dass es zwischen je zwei Bchinot eine mittlere Bchina gibt. Es ist ähnlich wie das, was Naturwissenschaftler geschrieben haben, und der Ramban am Anfang des Verses schrieb: „Doch die Erde war Tohu (ungeformt) und Bohu (leer)“.
Er schrieb auch im Sefer HaBahir (Buch der Helle), dass Er, bevor Er die vier Grundlagen erschuf, eine Substanz erschuf, die Hijuli (uranfänglich, formlos) genannt wird. Das ist etwas, das darauf vorbereitet ist, später die Form der vier Grundlagen zu erwerben, aber es nimmt keinerlei Form an. Weil es dem Tohu vorausgeht, wird es „Null“ genannt, und „sie werden von Ihm als Dinge des Nichts und der Eitelkeit betrachtet“.
Or Pnimi (Inneres Licht)
2. „dass Keter immer die höchste Bchina ist“ Dies bezieht sich auf den Nizoz (Funke) des Schöpfers, der in Keter eingekleidet ist, die Ejn Sof ist, was überhaupt nicht der Parzuf selbst ist.
Ejn Sof heißt Null, danach kommt Keter, welche Tohu heißt, und danach Bohu, bestehend aus fünf Grundlagen.
3. Die Sache ist die, dass Ejn Sof „Null“ genannt wird, weil es keine Wahrnehmung darin gibt. (3) Es hat keine Substanz (4) und keine Form. Danach kommt (5) Tohu, das ist Keter, und danach Bohu, das aus den vier Grundlagen CHuB TuM besteht.
Or Pnimi (Inneres Licht)
3. „Es hat keine Substanz“ (Siehe Tabelle der Fragen, Teil 2, Punkt 26). Der Wille zu empfangen im Geschöpf ist das Licht, das grob wurde, und es ist die gesamte Substanz des Geschöpfes, aus der seine Gefäße des Empfangens gebildet wurden. Es ist sicher, dass dieser Wille zu empfangen in Ejn Sof überhaupt nicht vorhanden ist (siehe Or Pnimi (Inneres Licht), Teil 1, Kap. 1, Punkt 50).
Der Rav schrieb: „Ejn Sof wird „Null“ genannt, weil es keine Wahrnehmung darin gibt. Es hat keine Substanz.“ Dies ist aus der Perspektive des Willens zu empfangen. Es ist bekannt, dass es im Licht ohne ein Kli keine Erkenntnis gibt.
4. „und keine Form“ Die vier Bchinot CHuB TuM werden „Vier Formen“ genannt, weil sie vom Maß der Stufen kommen, eine unter der anderen, und in der Substanz des Geschöpfes erscheinen (siehe Or Pnimi (Inneres Licht), Teil 1, Kap. 1, Punkt 50), aber all dies ist nicht in Ejn Sof.
5. „Tohu, das ist Keter“ Das bedeutet die mittlere Bchina zwischen dem Maazil (Ausströmender) und dem Geschöpf, weil sie die Wurzeln der vier Formen des Geschöpfes im Potenzial, aber nicht in der Realität enthält.
Tohu enthält die vier Grundlagen des Geschöpfes - potenziell, aber nicht tatsächlich.
4. Die Erklärung: Es ist notwendig, eine mittlere Stufe zwischen dem Maazil (Ausströmender) und dem Geschöpf zu haben, denn der Abstand zwischen ihnen ist wie zwischen Himmel und Erde. Wie kann das eine im anderen scheinen und das andere erschaffen, wenn sie zwei Enden sind, wenn es nichts in der Nähe des Maazil (Ausströmender) und in der Nähe des Geschöpfes gibt, das zwischen ihnen ist und sie verbindet?
Diese Bchina ist Keter, genannt (6) Tohu, denn sie enthält keine Grundlage und wird daher im Namen HaWaYaH überhaupt nicht angedeutet, nur in der Spitze des Yud, allerdings als mittlere Bchina. Dies ist so, weil Keter wie die Substanz des Siegels, genannt Hijuli, ist, die die Wurzel aller vier Grundlagen potenziell, aber nicht in Wirklichkeit, enthält.
Es wird daher Tohu genannt, weil es die Gedanken der Menschen verwirrt, und sie sagen „Wir sehen, dass es formlos ist, (7) und doch sehen wir, dass es ein Geschöpf ist (8) und es in ihm alle vier Formen gibt“.
Or Pnimi (Inneres Licht)
6. „Tohu“ Dies bedeutet, dass die vier Bchinot CHuB TuM auch „die vier Grundlagen“ genannt werden, denn es gibt keine Bchina von ihnen in Tohu.
7. „und doch sehen wir, dass es ein Geschöpf ist“ Dies bedeutet, dass es bereits den Maazil (Ausströmender), Ejn Sof, genannt „Null“, verlassen hat – und verstehe dies.
8. „und es in ihm alle vier Formen gibt“ Gemeint sind die vier Bchinot CHuB TuM, auch „Vier Formen“ genannt. Sie sind jedoch nur potenziell vorhanden, aber nicht in Wirklichkeit. Bohu ist der Nizoz (Funke) des Geschöpfes, der die Wurzeln der eigentlichen Bchinot enthält, und dies ist die Ausdehnung von Ejn Sof zur Erschaffung der Kelim durch das Schlagen (Hakaa) auf den Massach (siehe Teil 3, Kap1, Punkt 1).
Die vier Bchinot des Or Yashar, die sich von Ejn Sof aus ausdehnten, sind in das Or Choser eingekleidet, das von unten nach oben steigt, und das Wesen (Azmut) von Ejn Sof ist in diesem Or Choser als Rosh der Stufe eingekleidet. Diese Kelim werden jedoch „die Wurzeln der Kelim“ genannt, die nicht vollendet werden, sondern das erst nach ihrer Ausdehnung unterhalb des Massach.
Keter könnte, bezogen auf Ejn Sof, als ein Geschöpf, und, bezogen auf die Geschöpfe, als der Maazil (Ausströmender), beschrieben werden.
5. Es stellt sich heraus, dass wir sie Ejn Sof und Maazil (Ausströmender) nennen können, wie es auch die Meinung einiger Kabbalisten ist, dass Ejn Sof Keter ist, aber wir können es auch Geschöpf nennen, denn Ejn Sof ist sicherlich größer als sie. Aus diesem Grund warnten die Weisen in dieser Hinsicht: „Frage nicht nach dem, was jenseits von dir ist.“
Aber es ist alles, worüber wir sprechen können, denn Keter ist die mittlere Bchina zwischen dem Maazil (Ausströmender) und dem Geschöpf. Der Grund dafür ist, dass sie die letzte Bchina in Ejn Sof ist. (9) Es strahlte eine Bchina aus, die die Wurzel der gesamten zehn Sefirot im Verborgenen und in großer Dünne enthält. In der Tat kann das Geschöpf nicht dünner sein als das, (10) denn Tohu, das über ihm ist, ist nicht mehr, sondern die absolute Null.
Or Pnimi (Inneres Licht)
9. „Es strahlte eine Bchina aus“ Genannt Bohu, denn dies wird bereits der Rosh der Stufe genannt.
10. „denn Tohu, das über ihm ist, ist nicht mehr, sondern die absolute Null“ Bezieht sich auf den Anfang der Dinge, was bedeutet, dass die allerletzte Bchina in Ejn Sof Tohu genannt wird.
Keter enthält zwei Bchinot: die letzte Bchina von Ejn Sof, die eine zweite Bchina ausstrahlte, die die Wurzel der Geschöpfe ist.
6. Diese Bchina hat also zwei Stufen: Die erste ist die niedrigste von allen Bchinot von Ejn Sof. Zum Beispiel ist es so, als hätten wir gesagt, dass es Malchut in Malchut ist, auch wenn es nicht so ist. Das liegt daran, dass es dort überhaupt keine Erscheinung oder Sefira gibt; wir sagen das nur aus Gründen der Klarheit. Diese unterste Stufe in Ejn Sof enthält alles, was oben steht, und empfängt von allen, wie man weiß, dass Malchut von allen empfängt.
Diese unterste Stufe brachte die zweite Bchina hervor, die die höchste Stufe in den Geschöpfen ist. Sie enthält die Wurzel aller Geschöpfe und sie gibt allem. So strahlte das Kleinste des Maazil (Ausströmender) das Beste aller Geschöpfe aus, und es gibt keine andere Stufe zwischen ihnen, denn nach diesem Maazil (Ausströmender) gibt es kein Geschöpf, das Ihm näher und ähnlicher ist als dieses.
Die Bchina des Maazil (Ausströmender) in Keter wird Atik genannt und die Bchina der Wurzel (Shoresh) der Geschöpfe in Keter wird Arich Anpin genannt.
7. Diese beiden Bchinot sind eigentlich eine Bchina, die Keter genannt wird. Die Kabbalisten bezeichneten sie als Ejn Sof in Bezug auf eine Bchina in ihr, und einige Kabbalisten nannten sie Keter in Bezug auf eine zweite Bchina in ihr, die zu den zehn Sefirot gezählt wird.
Wie auch immer, wir denken wie keins von beiden, sondern dass sie eine mittlere Bchina zwischen Ejn Sof zu den Geschöpfen ist und eine Bchina von Ejn Sof und eine Bchina von den Geschöpfen hat. Diese beiden Bchinot werden Atik und Arich Anpin genannt, und sie werden beide Keter genannt.
Die letzte Bchina von Azilut, Malchut de Malchut de Azilut, wurde Atik in der Welt Brija und kleidete AA in Brija ein.
8. An anderer Stelle steht geschrieben, dass Malchut in Malchut der Welt Azilut den Rosh von Brija einkleidet, also Keter, genannt Arich Anpin. Sie ist Atik von der Welt Brija.