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Innere Betrachtung (Histaklut Pnimit)

Die Sefirot von Akudim, umfasst sechs Kapitel

Erklärt sechs Themen: 1. Die Themen von Siwug de Hakaa und Bitush. 2. Das Thema von Or Choser. 3. Das Thema der Reshimot. 4. Das Thema der Kelim. 5. Das Thema des Massach. 6. Das Thema des Or Yashar.

 

1.   Alle Worte des Rav hier sind elementar, da die gesamte Grundlage der Weisheit auf ihnen aufgebaut ist. Es gibt keine einzige Angelegenheit in den ganzen Welten ABYA, die nicht im Allgemeinen und im Besonderen, die Ergebnisse aller Angelegenheiten haben wird, die hier in den zehn Sefirot von Akudim vorerwähnt werden. Darüber hinaus verzweigt sich jede kleine Veränderung und winzige Neuerung hier in den Parzufim von ABYA in zahlreiche tieferführende Angelegenheiten.

Es ist bekannt, dass alle Kräfte und erneuerten Formen in den Höheren auch in jedem Unteren sein müssen, kein einziger Punkt darf fehlen. So verhält es sich in der ganzen Verkettung der Parzufim und der Welten bis zum Sof (Ende) von Assija. Noch mehr gilt dies hier, wo es sich noch um den ersten Kav handelt, der sich von Ejn Sof bis zum Platz des Zimzum ausbreitet und der erste Parzuf von Adam Kadmon ist.

Daher ist jedes einzelne Wort hier ein kostbares Juwel, das in seiner ganzen Weite und wahren Bedeutung verstanden werden muss. Man muss es auswendig lernen und sich an die gesamte Weisheit erinnern.

So bin ich dazu übergegangen, die Themenüberschriften, die in diesem Teil vorkommen, in einer für das Gedächtnis sinnvollen Reihenfolge zu ordnen, jedes Thema der primären Unterscheidungen, die der Rav hier bringt, zu unterscheiden und jede Angelegenheit so weit wie möglich zu definieren. Der Zweck ist, dass der Leser in der Lage sein wird, sich davor zu hüten, ein Thema aus seinem wahren Kontext herauszunehmen, da ein kleiner Fehler an diesen Stellen das Verständnis für den Rest der Weisheit gänzlich zum Erliegen bringen wird.

 

Kapitel 1 

Die fünf Arten von Siwug de Hakaa und Bitush

2.   Es gibt fünf Arten von Siwug de Hakaa und Bitush, die wir hier in den Worten des Rav in der Ersten Ausbreitung (Hitpashtut Alef) von AK vorfinden, welche sind:

1)   Histaklut Alef (Erste Betrachtung), das ist der Siwug de Hakaa des Höheren Lichts im Massach des Kli Malchut für die Kelim des Rosh (siehe Teil 3, Kap. 12, Punkt 4).

2)   Hakaa und Bitush des Or Pnimi und Or Makif miteinander, und wie sie den Pe von AK verlassen, die der Rav hier einführt (Kap. 1, Punkt 3).

3)   Histaklut Bet (Zweite Betrachtung), das ist der Siwug de Hakaa des Höheren Lichts im Massach des Kli Malchut, um die Kelim für den Guf zu machen (siehe Teil 3, Kap 12, Punkt 5).

4)   Hakaa und Bitush der Reshimo und des absteigenden Or Choser miteinander (siehe hier Kap. 3, Punkt 9).

5)   Der Bitush des Or Malchut mit dem absteigenden Or Choser (siehe hier Kap. 4, Punkt 3).

 

Der erste Siwug de Hakaa erschafft nur die Wurzeln der Kelim. Beim zweiten werden das Kli und das Licht gemischt, und der dritte erschafft vollständige Kelim.

3.   Die Wurzel von allem ist der Siwug, der Histaklut Alef (Erste Betrachtung)  genannt wird. Das gesamte Licht im Parzuf breitet sich von ihm aus, und diese Angelegenheit wurde in den Worten des Rav gründlich erklärt (Teil 3, Kap. 1, Punkt 1 und Kap. 12 Punkt 2 und 3). Es reicht jedoch nur aus, um die Wurzeln für die Kelim zu erzeugen, die „Potentielle Einkleidung“ genannt werden, nicht „Tatsächliche“, denn hier kleidet das Or Choser von unten nach oben, was bedeutet, dass es der Einkleidung der Awiut des Kli widersteht, daher der Name der zehn Sefirot des Rosh - Ejn Sof, oder Keter (Teil 3, Kap. 6, Punkt 7). Darüber hinaus werden die zehn Sefirot aus Malchut de Rosh auch danach, wenn sie sich durch den Tabur bis in den Guf ausbreiten, nicht als Kelim an und für sich unterschieden. Vielmehr ist es so, als ob das Licht und die Kelim miteinander vermischt sind, wie der Rav hier schrieb (Kap. 6, Punkt 1). Die Enthüllung der HaWaYoT (Plural von HaWaYaH) der Kelim beginnt in erster Linie in der Histaklut Bet (Zweite Betrachtung), die während der Verfeinerung des Massach im Kli Malchut auftritt, d. h. die vier Stufen, die in den Stufen ihrer Verfeinerung entstehen.

 

Der dritte Siwug de Hakaa wird durch das Or Makif und das Or Pnimi ausgeführt. Das Or Makif verfeinert den Massach und das Höhere Licht paart sich durch den Hakaa auf dem Massach in den Stufen seiner Verfeinerung und erzeugt die vier Stufen TuM (Tiferet und Malchut).

4.   Diese Angelegenheit der Verfeinerung geschieht durch den Hakaa (Schlag) des Or Pnimi und des Or Makif miteinander, wie der Rav hier geschrieben hat (Kap. 1, Punkt 3, und siehe dort in Or Pnimi). Er erklärt dort, dass das Or Makif die Awiut im Massach verfeinert, bis sie so fein (sach) wird wie der Massach in Malchut de Rosh.

In der Tat wird diese Verfeinerung augenblicklich und auf einmal ausgeführt, wie der Rav sagt (Kap. 1, Punkt 9). Jedoch hört das Höhere Licht nicht auf zu leuchten, nicht einmal für einen Augenblick. So paart sich das Höhere Licht mit ihm in den vier Ebenen, die der Massach durch seine Verfeinerung durchquert. Es erzeugt dort vier Ebenen der zehn Sefirot - Chochma, Bina, SA und Malchut (siehe Or Pnimi, Kap. 1, Punkt 7).

 

Die Vollendung der Enthüllung der Kelim geschieht nur durch Histaklut Bet (Zweite Betrachtung)

5.   Der Unterschied zwischen den drei Arten von Siwug de Hakaa ist erklärt worden: Histaklut Alef, obwohl sie die Wurzel und der Ursprung aller Lichter und der Kelim im Parzuf ist, gibt es noch keine Fähigkeit, sich tatsächlich zu enthüllen. Die gesamte Enthüllung erfolgt nur durch die Histaklut Bet, die während der Abstufungen der Verfeinerung des Massach ausgeführt wird. Diese Verfeinerung wird durch Hakaa und Bitush von Or Pnimi und Or Makif miteinander ausgeführt.

 

Die letzten beiden Siwugim de Hakaa sind für den nachfolgenden Parzuf

6.   Alle diese drei Arten von Hakaa sind der Zweck des Parzuf selbst, obwohl der Hakaa und der Bitush der Reshimo mit dem Or Choser, für die Kelim des folgenden Parzuf sind (siehe Or Pnimi Kap. 2, Punkt 3). Ebenso ist der Hakaa  des Or Malchut auf die Reshimo für den Zweck des Kli Malchut des folgenden Parzuf. Somit ist geklärt, wie die ersten drei Arten von Hakaa für die Bedürfnisse des Parzuf selbst sind und die letzten beiden Schläge für die Bedürfnisse des folgenden Parzuf.

 

Kapitel 2 

Zwölf Arten von Or Choser

 

Das allgemeine, aus Malchut zurückgewiesene Or Choser wird zum Or Makif

7.   Wir finden zwölf Arten von Or Choser in den Worten des Rav vor; hier sind sie:

Die erste ist das aus der Bchina Dalet zurückgewiesene Or Choser während der Histaklut Alef (Erste Betrachtung), wenn der Massach das Höhere Licht aufhält und es sich dort nicht ausbreiten lässt. Das Licht kehrt zurück und kleidet die zehn Sefirot des Or Yashar ein.

Hier sind zwei Arten von Or Choser zu unterscheiden: Die erste ist die Gesamtheit des Lichts, das nach der Einkleidung in das Kli Malchut zurückgewiesen wird. Davon gibt es ein großes Maß, besonders im ersten Parzuf von AK, mit dem wir uns beschäftigen. Es besteht aus dem gesamten Unterschied zwischen Ejn Sof, das die gesamte Realität erfüllte, und dem Parzuf AK, der nur ein dünner Kav des Lichts ist, verglichen mit Ejn Sof. Wisse, dass dieses Or Choser das gesamte Or Makif für alle Welten enthält.

 

Das Or Choser, das das Or Yashar einkleidet, ist ein Ergebnis des ersten Or Choser, das komplett von Malchut zurückgewiesen wurde.

8.   Die zweite Art von Or Choser, die hier enthalten ist, ist das Or Choser, das von unten nach oben aufsteigt und die zehn Sefirot des Or Yashar einkleidet. Darin liegt eine große Tiefe, denn in diesem Or Choser, das von Bchina Dalet zurückgewiesen wird, muss man eine Existenz verstehen, d. h. eine Wirklichkeit des Lichts, die von dort zurückgewiesen wird.

Wir müssen die Eigenschaft der Verneinung darin erkennen, die die Kraft des Schlagens (Hakaa) selbst ist, die ein großes Licht hervorbringt, weil auf das Licht verzichtet wird. Es ist eine Verbindung zwischen dem Licht, das zurückgewiesen wird, und der Bchina Dalet, die von diesem Licht leer zurückgelassen wird.

Dieser Or Choser, das durch den Verzicht auf das Licht geboren wird, ist die zweite Art von Or Choser, das aufsteigt und die zehn Sefirot des Or Yashar einkleidet. Daher wird es als eine Folge der ersten Art von Or Choser betrachtet, im Wesentlichen aus der Eigenschaft der Verneinung heraus, aber durch die Verbindung, wie oben erwähnt.

 

Es gibt zwei Arten von Or Choser: Or Pnimi und Or Makif. Sie unterscheiden sich sehr von CHuB TuM (Chochma, Bina, Tiferet, Malchut) des Or Pnimi

9.   Die oben genannten zwei Arten von Or Choser werden als Or Pnimi und Or Makif der zehn Sefirot des Rosh betrachtet. Dies ist so, da das Or Choser, das die zehn Sefirot des Or Yashar einkleidet, ein sehr kleiner Teil des allgemeinen, zurückgewiesenen Or Choser ist, da es nur ein Ergebnis und eine Verbindung des Kli Malchut und des zurückgewiesenen Lichts ist.

Du weißt bereits, dass es vier Bchinot von Or Yashar gibt, eine über der anderen, genannt CHuB (Chochma, Bina), SA und Malchut, und Keter ist ihre Wurzel. Die Unterschiede zwischen ihnen sind in der Tat groß. Daher ist das Ergebnis der Verbindung des zurückgewiesenen Lichts mit Malchut nicht wie das Ergebnis der Verbindung zwischen dem zurückgewiesenen Licht und SA. Umso mehr gilt dies für die Bchinot oberhalb von SA.

 

NaRaNCHaY entstehen aus der Verbindung zwischen dem zurückgewiesenen Or Choser und KaCHaB TuM des Or Yashar

10. Jetzt kannst du die Geburt der fünf Lichter verstehen, genannt: Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida. Das Ergebnis der Verbindung zwischen Or Choser und Malchut wird Or Nefesh genannt. Das Ergebnis der Verbindung zwischen Or Choser und SA wird Or Ruach genannt. Das Ergebnis der Verbindung zwischen Or Choser und Bina wird Or Neshama genannt. Das Ergebnis des Or Choser mit Chochma wird Or Chaja genannt und das Ergebnis des Or Choser und Keter wird Or Yechida genannt.

 

Wenn das Or Choser, das einkleidet, ein Ergebnis der Verbindung zwischen dem zurückgewiesenen Or Choser und Malchut ist, wird es als Or Nefesh bezeichnet

11. Nun war das Or Choser, das die zehn Sefirot des Or Yashar einkleidet, ein Ergebnis des Or Choser mit Malchut. Daher wird das Licht, das sich in diese zehn Sefirot ausbreitet, Or Nefesh genannt. Es ist das Or Pnimi dieser zehn Sefirot, und das allgemein zurückgewiesene Or Choser ist das Or Makif dieser zehn Sefirot. So haben wir zwei Arten von Or Choser erklärt.

 

Das dritte Or Choser ist das, das in Malchut de Rosh eingekleidet ist. Es ist der Ursprung und Keter sowohl für die zehn Sefirot des Or Choser im Rosh, als auch für die zehn Sefirot im Guf

12. Die dritte Art von Or Choser ist das Or Choser, das dauerhaft in Malchut de Rosh bestehen bleibt, als Ursprung und Maazil (Ausströmender) aller Lichter und Kelim im Guf. Du hast nichts im Guf, was sich nicht von dieser Quelle ausbreitet, denn Malchut de Rosh kleidet alle Bchinot in die Menge des Or Choser ein, das sie aufbringt.

Daher gilt sie also als Keter und die Wurzel sowohl für die Lichter des Rosh, als auch für die Lichter des Guf. Es gibt kein Festhalten am Licht ohne ein Kli, und da sie das Or Choser erzeugt, das die Lichter einkleidet, wird sie auch als Stammvater der Lichter selbst angesehen.

 

Das vierte Or Choser breitet sich von Pe bis Tabur aus und wird zu den Kelim des Or Yashar, wenn auch unvollständig

13. Die vierte Art ist das Or Choser, das das Kli von Malchut zu den zehn Sefirot von ihr und in ihr von oben nach unten ausbreitet, genannt von Pe zu Tabur. Malchut de Rosh wird Pe genannt, und Malchut de Guf, die zehnte Sefira von Malchut de Rosh, wird Tabur genannt. In der Tat wird dieses Or Choser zu den eigentlichen Kelim für die zehn Sefirot des Or Yashar, die in ihm von oben nach unten absteigen. Deshalb werden diese zehn Sefirot „Guf des Parzuf“ genannt, doch sie werden nicht in dieser Weise wahrgenommen, und das liegt an der großen Bedeutung der Awiut, die in ihnen enthalten ist. (siehe Or Pnimi Kap. 6, Punkt 5).

 

Das fünfte Or Choser ist das Or Choser in Malchut de Guf namens Tabur

14. Die fünfte Art ist das Or Choser in Malchut de Guf, genannt Or Nekewa (Weibliches Licht). Dies ist ein echtes Licht, der aus dem Or Yashar stammt, aber es ist ein kleines Licht, das nur den Aspekt des Empfangens hat, ohne jegliche Kraft des Gebens, daher der Name Or Choser, und merke dir das.

 

Das sechste Or Choser ist dasjenige, das sich von Tabur aus nach unten ausbreitet

15. Die sechste Art von Or Choser ist all das, was sich von Tabur aus unterhalb des Guf ausbreitet. Es ist ganz und gar Malchut des Guf allein, da die ersten neun der zehn Sefirot, die sich vom Pe zum Guf ausbreiten, am Tabur enden. Malchut nimmt in ihnen den gesamten Platz von Tabur bis zum Sium des Parzuf ein, und obwohl sie nur Malchut ist, wird sie dennoch als sich in die zehn Sefirot ausbreitend betrachtet. Das kommt von dem Aspekt des Sium in jeder einzelnen Sefira, der an diesem Platz unterschieden wird.

 

Was im Siwug de Hakaa im Rosh austritt, wird nicht unterschieden, außer im Guf. Die Ausbreitung zu Malchut ist von Pe bis Tabur, und die Zurückweisung von Malchut ist von Tabur an abwärts

16. Du musst hier verstehen, dass wir keine Wahrnehmung in den zehn Sefirot de Rosh haben. Dies ist so, weil sie Ejn Sof sind, und alles, was wir in den zehn Sefirot des Rosh wahrnehmen, ist nur ihre Ausbreitung in den Guf, und der Höhere wird aus dem Unteren studiert.

Wir sagen, dass das Höhere Licht sich bis zu Malchut ausbreitete und der Massach im Kli Malchut das Licht schlug und es nicht in das Kli Malchut eintreten ließ und es zurückstieß, sodass dieses Or Choser die zehn Sefirot des Or Yashar einkleidete. Diese Einkleidung der ersten neun Sefirot und diese Zurückweisung von der Ausbreitung in Malchut werden von uns wahrgenommen, weil sie im Guf auf dem Tabur so eingeprägt sind.

Die ersten neun Sefirot von Tabur aufwärts werden empfangen und innerhalb des Or Choser gekleidet, und das Licht, das zur Sefira Malchut gehört, wird zurückgewiesen. Es wird nicht in Malchut de Guf empfangen, welche der gesamte Raum von Tabur an abwärts ist.

Da jene Malchut alle zehn Sefirot eingekleidet hatte, als sie vor dem Zimzum in Ejn Sof war, füllte das Licht die gesamte Realität, wie ausführlich geschrieben steht (Histaklut Pnimit, Teil 1, Kap. 1 und Kap. 2). Aus diesem Grund erkennen wir auch zehn Hohlräume in der eingeschränkten Malchut, d. h. vom Platz von Tabur an abwärts, die von ihrem Licht entleert sind, welches sie in Ejn Sof hatten. Jetzt befindet sich nur noch Or Choser in ihnen.

Daher erkennen wir in Malchut de Guf die zehn Sefirot an und für sich, da sie den gesamten Mangel tragen, der aufgrund des Zimzum erschienen ist. Aus diesem Grund wird der Platz von Tabur an abwärts Achoraim genannt, wegen des Mangels an Or Yashar. Der Platz von Tabur an aufwärts wird Panim des Parzuf genannt, weil er der Platz des gesamten Lichts im Parzuf ist.

 

Das siebte Or Choser ist das, was im Parzuf verbleibt, nach dem Verschwinden des Or Yashar aus ihm.

17. Die siebte Art ist das Or Choser, das im Guf unten verbleibt, nach dem Verschwinden des Or Yashar von dort. Das geht aus den Worten des Rav hervor (Kap. 2, Punkt 10). Wenn das Or Yashar zu seiner Wurzel zurückkehrt, steigt das Or Choser mit ihm auf, da die Essenz des Or Choser das Verschwinden des Lichts ist.

Es wurde oben in Punkt acht erklärt, dass es aus dem Rückzug der Bchina Dalet kommt, die das Licht nicht empfängt, wegen der Kraft des Zimzum und des Massach, der sich auf ihr befindet, und von ihrem Ursprung her als Awiut und Din betrachtet wird. Wenn sie zu einem Kli wird, das das Höhere Licht ausbreitet und kleidet, werden diese Awiut und Din umgewandelt in vollständige Feinheit (Sakut) und Barmherzigkeit (Rachamim), bis sie im Vergleich zu dem in sie eingekleideten Höheren Licht nicht mehr als niedrig und dunkel erkennbar sind (siehe Punkt 14).

Doch während des Verschwindens, wenn sich das Höhere Licht aus ihm ausbreitet und sich zu seiner Wurzel erhebt, erlischt seine Bedeutung und nichts bleibt mehr von ihm übrig als sein eigenes Wesen, was Awiut, Zimzum und Din bedeutet. Es ist daher klar, dass während des Verschwindens, als das Or Yashar zu seiner Wurzel zurückkehrte, das Or Choser nicht mit ihm aufsteigen konnte. Außerdem hat sich nun sein Abstieg nach unten manifestiert, d. h. das Din und die Awiut wurden offensichtlich, wie es durch sein eigenes Wesen ist, weswegen es Or Aw (grobes Licht) genannt wird.

Von nun an wird der Unterschied im Voraus berechnet zwischen den Kelim, die das Licht kleideten, also dem Or Choser, und dem darin eingekleideten Licht, das vor dem Verschwinden überhaupt nicht offensichtlich war (siehe Punkt 13). Deshalb sagt der Rav dort, dass dieses Or Aw der Aspekt der Kelim des Parzuf ist.

 

Das achte Or Choser ist das oben erwähnte Or Choser, nachdem es zu seiner eigenen Awiut zusätzliche Awiut erworben hat

18. Die achte Art ist das oben erwähnte Or Choser aus der Perspektive seines Empfangens von zusätzlicher Awiut zu seiner eigenen Awiut, wie der Rav sagt (Kap. 6, Punkt 2). Dies ist so, weil neben der Awiut, die in ihm erschienen ist, von dem, was es in sich selbst ist, der Abdruck eines neuen Din hinzukommt, das durch das aktuelle Verschwinden erworben wurde, das es im Dunkeln beließ. Deswegen ist es in doppelter Vergröberung (Hitabut).

 

Das neunte Or Choser erhebt sich aus dem Siwug de Hakaa auf dem Massach während der Stufen seiner Verfeinerung

19. Die neunte Art ist das aufsteigende Or Choser, das durch den Siwug de Hakaa entsteht, der auf dem Massach auf den Stufen seiner Verfeinerung ausgeführt wird. Die Stufen, die aus diesen Siwugim austreten, werden allgemein als Or Choser angesehen, sogar das Or Yashar in ihnen. Das liegt daran, dass die Siwugim während des Din hervorkommen, also während des Verschwindens des Lichts zum Maazil (Ausströmender).

20. Wir könnten fragen: Aber es gibt doch eine Ausbreitung des Or Yashar von oben nach unten in den Guf auf jeder einzelnen Ebene, und es ist bekannt, dass alles, was sich von oben nach unten ausbreitet, Rachamim ist? Die Sache ist die, dass es sich hier in der Tat um nichts anderes als um die Verfeinerung handelt. Sogar jene Siwugim, die aus dem Höheren Licht gemacht sind, sind ebenfalls in der Verfeinerung des Lichts enthalten, da dies das Verhalten der Verfeinerung ist. Es muss während seiner Verfeinerung die vier Bchinot passieren und durch sie hindurchkommen, da das Höhere Licht nicht einmal für einen Augenblick stoppt und sich auf seinem Weg mit ihm paart. Es ist wie bei einem Menschen, der aus dem Haus geht: Auch wenn er z. B. vier Schritte auf seinem Weg aus dem Haus macht, betrachten wir sie dennoch nicht als vier Pausen in seinem Gang; dies ist völlig undenkbar. Es ist für ihn unmöglich, das Haus zu verlassen, außer durch Schritte, denn das ist das Verhalten des Gehens. So liegt das Problem vor uns: Auch wenn der Massach während des Verschwindens die vier Bchinot passiert, in denen sich das Höheres Licht auf seinem Weg mit ihm paart, wird dies dennoch nicht als Ausbreitung des Höheren Lichts in den Parzuf, als Rachamim, betrachtet. Vielmehr wird es als Din betrachtet, weil es sich um eine Zeit des Verschwindens handelt, die auch die Ausbreitungen auf ihrem Weg beinhaltet, da dies der übliche Weg des Verschwindens ist, und erinnere dich daran.

21. Es wurde erklärt, dass, obwohl es in jedem einzelnen Siwug, der während der Verfeinerung des Massach austritt, eine vollständige Stufe von RaTaS (Rosh, Toch, Sof) gibt, sie dennoch nicht als Or Yashar und Rachamim, sondern als Or Choser und Din betrachtet werden. All dies bezieht sich jedoch auf das Wesen des Parzuf im Allgemeinen, der unter dem Verschwinden des Lichts aus seinem Inneren leidet. Daher wird den Stufen, die während der Verfeinerung und des Verschwindens des Lichts austreten, wenig Beachtung geschenkt. Nichtsdestotrotz haben wir in Bezug auf die Werte der Stufen, d. h. wie die Stufen an und für sich sind, den umgekehrten Wert: jede Stufe, die durch einen Siwug, der näher beim Maazil (Ausströmender) ist, austritt, ist besser (siehe Punkte 9, 10). Das liegt daran, dass in Bchina Dalet nur das Or Nefesh austritt, und wenn es in Bchina Gimel verfeinert wird, kommt Or Ruach heraus. Wenn es in Bchina Bet verfeinert wird, kommt Or Neshama heraus usw.

22. Diese oben erwähnte, im Gegensatz stehende Angelegenheit muss gründlich und klar verstanden werden, denn sie ist die ganze Verbindung und der ganze Unterschied zwischen dem Licht und dem Kli. Dies nicht zu wissen, würde uns daher bei jedem Schritt in der vor uns liegenden Weisheit im Stich lassen. Die Sache ist die, dass es den Aspekt eines Kli für das Empfangen des Höheren Lichts durch das Or Yashar gibt, das sind die fünf Bchinot KaCHaB SoN oder NaRaNCHaY, und es gibt ein Kli für das Empfangen durch das Or Choser, das sind die Stufen, auch KaCHaB, SA und Malchut genannt. Sie sind völlig gegensätzlich zueinander, denn derselbe Siwug, der die Ebene Keter de Or Choser, also das größte Kli, erzeugt, erzeugt auch Bchina Nefesh de Or Yashar, was das kleinste Licht ist.

23. Der Ursprung dieser beiden Werte wurde bereits erklärt. Der Wert der vier Bchinot des Or Yashar breitet sich so von Or Ejn Sof aus. Die ersten drei Bchinot werden noch nicht als Gefäße des Empfangens betrachtet, da die Unterscheidung von der Veränderung der Form her in ihnen noch nicht ersichtlich ist. Der Unterschied zwischen ihnen und dem Höheren Licht besteht nur darin, dass sie die Ankettung der Bchina Dalet bewirken, die bekanntlich der Aspekt des absoluten Empfangens ist. Jede feinere Bchina gilt daher als größer, weil sie mit dem in sie eingekleideten Höheren Licht eine größere Anhaftung (Dwekut) hat. Daher ist Keter, die eine weiter entfernte Ursache von Bchina Dalet ist, die Wurzel der gesamten Ausbreitung. Bchina Alef, die eine nähere Ursache für Bchina Dalet ist als Keter, wird als ein kleineres Licht als Keter betrachtet. Sie ist nicht nur eine Folge und ein Ergebnis von Keter, sondern sie unterscheidet sich auch leicht von dem darin eingekleideten Licht, in dem Sinne, dass sie eine zweite Ursache ist, die näher an Bchina Dalet liegt. In der Bchina Bet, die als dritte Ursache noch näher an Bchina Dalet liegt, ist das dort eingekleidete Licht kleiner, und so weiter in ähnlicher Weise. Schließlich hat Bchina Dalet selbst kein Licht, wegen der Veränderung der Form in ihr, denn der Zimzum war auf ihr, wie wir in den vorherigen Teilen gelernt haben und es ist nicht nötig, das weiter auszuführen.

24. Die Unterschiede in den Werten der oben genannten Bchinot werden mit den Namen bezeichnet: Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida. Es gibt einen großen Unterschied zwischen ihnen, der in erster Linie die Entfernung von und die Nähe zu Bchina Dalet ist, über der es die Kraft des Zimzum gibt. Es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen ihnen, den von Ursache und Folge. Keter ist die Ursache von Chochma; Chochma von Bina und so weiter. Der Verdienst der Ursache für ihre Folge ist in der Tat groß im Spirituellen, anders als jede Ursache und Folge in der Körperlichkeit. Es ist so, weil hier alles ewig ist und alle Lichter, die durch die Folge erreicht werden, über ihre Ursache dorthin kommen. Außerdem verbleibt der Hauptteil dieses Lichts, das hindurchgeht, in der Ursache, und nur ein kleiner Zweig davon wird ausgegossen und kommt zum daraus resultierenden Unteren, obwohl das Licht allein zur Folge gehört, und es gibt auch viele andere Unterscheidungen. So ist der Abstand zwischen der Ursache und ihrer Folge unermesslich groß. Neben all dem gibt es einen großen Unterschied zwischen der Art des Lichts im Wesen dieser vier Bchinot. Auch wenn das Höhere Licht völlig gleichmäßig ist, gibt es hier eine Sache der Verbindung zwischen dem Höheren Licht und der Bchina von Or Yashar, in die es eingekleidet ist. So ist das Or Chaja der Aspekt des Wesens, und das Or Neshama ist in erster Linie Or Chassadim, und es gibt weitere Veränderungen, die an ihrem Platz erklärt werden.

25. Wisse, dass alle oben genannten Werte in den vier Bchinot des Or Yashar sich so von Ejn Sof ausbreiten. Weil sie von dem Zimzum und unterhalb leuchten, wirken alle diese oben genannten Unterscheidungen auch in den zehn Sefirot der Igulim. Es ist so, dass sie auf diese Weise von Ejn Sof kommen, bevor sie in den Siwug de Hakaa und die Einkleidung von Or Choser eintreten. Du weißt bereits, dass der ganze Unterschied zwischen den zehn Sefirot der Igulim und den zehn Sefirot von Yosher nur in Bezug auf den Siwug de Hakaa besteht, der in den Igulim nicht durchgeführt wird.

26. Nun werden wir den zweiten Begriff erklären, der die fünf Stufen des Or Choser bedeutet, was eine ganz andere Sache ist. Es wurde bereits in Histaklut Pnimit Teil 2 (Kap. 6) erklärt, dass vom Zimzum an abwärts das Or Choser das Empfangsgefäß für das Höhere Licht anstelle von Bchina Dalet wurde (siehe dort Kap. 2). Dies liegt daran, dass jenes Or Choser, das von Malchut zurückgewiesen wurde, das Malchut aufgrund der Behinderung durch den Massach nicht empfängt, ein Kli und ein Aufnahmegefäß für das Licht wurde, wie es Bchina Dalet in Ejn Sof war. Es gibt also kein Licht, das in den Welten empfangen wird, außer auf dem Weg über das Or Choser, siehe dort.

27. Daher, der Siwug de Hakaa, der auf dem Massach von Bchina Dalet ausgeführt wird - die das hauptsächliche Gefäß in Ejn Sof ist, das das gesamte Licht bis hin zu Keter einhüllte - hat die Bedeutung, dass das Licht die gesamte Realität ausfüllt. Nun aber, wenn all dieses große Maß von ihr zurückgewiesen wurde und sich als Or Choser erhoben hat, kleidet dieses Or Choser auch die gesamte Höhe des Lichts bis hin zu Keter in sich ein. Wenn jedoch zu Bchina Gimel verfeinert worden ist und die Eigenschaft von Bchina Dalet von dort verschwindet, dann weist der Massach, der das Höhere Licht von der Einkleidung in sie zurückweist, nur das Maß von drei Bchinot zurück. Also selbst wenn das Licht dieses Kli von Bchina Gimel eingekleidet hätte, würde sie von ihm nur bis Chochma empfangen. Daher ist die Stufe des zurückgewiesenen Or Choser auch kurz und kleidet nur bis Chochma ein, und im Weiteren ist es ähnlich.

28. So wie der Unterschied zwischen Keter und Chochma des Or Yashar in der Tat groß ist, genau so ist der Unterschied zwischen der Stufe Keter und Chochma des Or Choser, unermesslich groß. Auch wenn das Grobe im Or Choser größer ist, bezieht es sich auf die Gefäße des Heranziehens, also den Massach und die Malchut, in denen der Siwug de Hakaa ausgeführt wird. Allerdings brauchen sie die reineren Kelim für die Einkleidung des Lichts, da es für das Licht notwendig ist, die Gleichheit der Form mit dem Kli zu haben. Das Licht ist in den Bchinot des Or Yashar größer, weil es feiner (sach) ist (siehe Punkt 22). Es ist daher offensichtlich, dass, wenn es dazu kommt, in das Kli von Or Choser eingekleidet zu werden, dieses Kli mit ihm gleichwerden muss. Folglich ist es notwendig, dass, wenn die Ebene von Or Choser Keter erreicht, dann gibt es dort ein feines (sach) und ein klares Kli, passend, um dieses große Licht von Keter einzukleiden. Doch die Stufe der Bchina Gimel, die nur bis zu Chochma reicht, welche das Kli ist, das das Or Chochma einkleidet, ihr Verdienst ist viel geringer als das Kli von Keter auf der Stufe der Bchina Dalet usw. ähnlich.

29. Wir könnten fragen: Wenn nur die Awiut von Bchina Gimel übrigbleibt, wenn die Awiut von Bchina Dalet verfeinert wurde, dann stellt sich heraus, dass Malchut von dort verschwunden ist und nur die ersten drei Bchinot KaCHaB und SA übriggeblieben sind. In diesem Fall hätte dieselbe Ebene von Malchut abgeschnitten werden müssen, denn das ist das Stück von Or Choser, das fehlt. Warum wurde dann das Or Choser von der Einkleidung von Keter abgeschnitten, während diese Bchina dort nicht fehlt? Die Sache ist die, dass dies mit den zwei Richtungen in den zehn Sefirot bereits in Histaklut Pnimit Teil 2 (Kap. 9) erklärt wurde. Die zehn Sefirot des Or Yashar werden von oben nach unten wahrgenommen, und beim Or Choser ist es das Gegenteil, es wird von unten nach oben wahrgenommen. So befindet sich unten, am Platz von Malchut de Or Yashar, das Keter de Or Choser, und am Platz von SA de Or Yashar befindet sich Chochma de Or Choser usw. Schließlich gibt es am Platz von Keter de Or Yashar die Malchut de Or Choser.

30. Jetzt kannst du verstehen, was im Sefer Yezira (Buch der Schöpfung) geschrieben steht: „Sein Ende ist in seinen Anfang eingebettet und sein Anfang in sein Ende.“ Bchina Dalet, die Malchut ist, ist das Ende aller Sefirot, und durch das Schlagen (Hakaa) des Höheren Lichts auf den Massach in ihr, breitet sie das Or Keter in sich aus, d. h. bindet es, um im Parzuf zu leuchten. So ist sie buchstäblich in dessen Anfang eingebettet, was Keter bedeutet, den Anfang aller Sefirot. Da sich Keter bis zum Or Choser der Bchina Dalet ausbreitet, breiten sich alle zehn Sefirot mit ihr aus, da Keter sie alle enthält. So wird Malchut als Keter de Or Choser bezeichnet, was das eigentliche Maß von Keter bedeutet. Bchina Gimel wird SA de Or Choser genannt, die ihr nachgeordnet ist. Sie wird nur der Sefira Chochma zugeschrieben, da sie an der zweiten Stelle des Siwug auf der Ebene von Keter steht und eine Stufe feiner (sach) ist. Ähnlich geht es weiter, bis Keter in ihr, die die fünfte vom Platz des Siwug aus ist, und als bloße Malchut angesehen wird. So ist das Ende (Sof) des Or Yashar, nämlich die Sefira Malchut, in den Anfang des Lichts, nämlich Keter de Or Choser, eingebettet.

31. Jetzt kannst du die Frage, die wir aufgeworfen haben, einfach verstehen: Wenn bis zu Bchina Gimel verfeinert wurde, dann fehlt ihm nur Malchut. Warum wurde dann das Or Choser so verkürzt, dass es nicht bis zu Keter kleiden kann, sondern nur von Chochma an abwärts? Nun ist klar, dass es hier einen entgegengesetzten Wert gibt: Bchina Dalet gilt hier als Keter, Bchina Gimel als Chochma und so weiter, das vollständige Gegenteil des Or Yashar.

32. Wir müssen jedoch noch das Maß des Empfangens des Or Yashar berücksichtigen, das oben erklärt wurde (Punkte 22, 24). Obwohl sein Ende in seinen Anfang eingebettet ist und Malchut das Or Keter für sich selbst ausbreitet und die Sefira Keter wird, bedeutet das nicht, dass Malchut tatsächliches Or Yechida für sich selbst ausbreitet. Es ist völlig unmöglich, dass Or Yechida durch das Heranziehen des Kli Malchut kommt, sondern nur durch das Heranziehen des Kli Keter von Or Yashar. Außerdem, wie kann sich das Verhältnis der Bchinot des Or Yashar mit dem Höheren Licht, das sich so von Ejn Sof aus einkleidet und ausbreitet, ändern? Der Unterschied von Oben und Unten in ihnen ist unermesslich groß, wie wir oben (Punkte 23, 24) erklärt haben, aber sie werden in völliger Präzision gehalten und jede Bchina bewegt sich nicht einmal ein bisschen vom Wert ihres Verdienstes weg.

33. Die Angelegenheit, dass ihr Ende in ihren Anfang eingebettet ist, bedeutet, dass das Or Nefesh von Malchut, das ihr vom Or Yashar zugeschrieben wird, wächst und seine eigene Bchina erreicht, die in Keter enthalten ist. Es ist so, dass Keter alle zehn Sefirot bis Malchut enthält, und die Lichter in ihnen werden als die fünf Teile von Yechida betrachtet, die NaRaNCHaY de Yechida genannt werden. Daher erlangt das Or Nefesh von Malchut nun die Wurzel, die sie in Keter hat, genannt Nefesh de Yechida. In der Tat erlangt sie nichts über ihre eigene Bchina hinaus.

34. Du kannst sehen, dass, obwohl zwischen den zehn Sefirot de Or Choser und den zehn Sefirot de Or Yashar ein entgegengesetzter Wert besteht, sie sich dennoch nicht gegenseitig aufheben und vermindern, nicht einmal ein bisschen. Das eine berührt das andere nicht, obwohl sie gleichzeitig aus einem einzigen Siwug hervorgehen. Die Ebene der zehn Sefirot bis zum eigentlichen Keter geht aus dem Siwug von Bchina Dalet hervor, allerdings nur bis zu Nefesh de Yechida. Die zehn Sefirot auf der Ebene von Chochma gehen aus dem Siwug von Bchina Gimel hervor, allerdings nicht bis zu Chochma, genannt Chaja. Dies ist so, weil Bchina Gimel SA ist, die Or Ruach de Or Yashar ist, und Or Chochma wird nur durch Chochma de Or Yashar ausgebreitet. Stattdessen erlangt es seinen eigenen Aspekt, der in Chochma verwurzelt ist und Ruach de Chaja genannt wird. Die anderen tun es ähnlich; jeder erreicht und breitet nur seine eigene Bchina im Or Yashar aus. Doch die Ebene des Or Choser veranlasst sie, ihre Bchina von einem hohen Platz zu nehmen, nach dem Maß der Ebene.

35. Wir könnten dementsprechend fragen, wie wird das Or Ruach, dessen Verdienst um ein Vielfaches größer ist als Nefesh (siehe Punkte 23, 24), auf einer niedrigeren Ebene als Nefesh eingekleidet? Immerhin wird das Or Nefesh von Bchina Dalet ausgebreitet und kleidet sich in die Ebene von Keter ein, und das Or Ruach muss von Bchina Gimel ausgebreitet werden und wird lediglich in die Ebene von Chochma eingekleidet vorgefunden, die viel niedriger ist als Keter. In der Tat, in der Welt der Korrektur, wenn die Kelim richtig korrigiert wurden, finden wir immer, dass, obwohl Or Ruach von Bchina Gimel herangezogen ist, es dennoch nur in die Ebene von Keter eingekleidet ist. Das liegt daran, dass dann Nefesh von der Ebene von Keter absteigt und sich in die Ebene von Bchina Gimel einkleidet, und Or Ruach in der Ebene von Keter eingekleidet ist. Genauso ist es mit allen anderen, obwohl sie hier, bevor die Kelim korrigiert wurden, nur durch die Verfeinerung austraten. Als Bchina Gimel austrat und das Or Ruach ausbreitete, existierte das Kli auf der Ebene von Keter in Wirklichkeit nicht mehr, da der Massach dort bereits verschwunden war. Daher war er gekommen und eingekleidet in ein niedrigeres Kli als das Kli de Nefesh, und deshalb konnte der Parzuf nicht das gesamte Maß an Leuchten von ihm empfangen.

 

Das zehnte Or Choser ist dasjenige, das von den vier Ebenen, die während der Verfeinerung des Massach austreten, in das leere Kli unter ihnen absteigt

36. Die zehnte Art ist das Or Choser, das von den vier Ebenen, die durch die Verfeinerung des Massach austreten, vom Platz des Siwug in das Kli darunter absteigt, das leer von Licht ist. Es wird hier in den Worten des Rav (Kap. 4, Punkt 3) erwähnt, dass, als Bchina Dalet zu Bchina Gimel verfeinert wurde, und das Licht von Bchina Dalet verschwand, auch die Ebene von Keter verschwand. Dann wurde der Siwug auf Bchina Gimel ausgeführt und die Ebene von Chochma kam heraus. In diesem Zustand steigt das Or Choser von dem Leuchten des Siwug in Bchina Gimel ab und kommt in das Kli von Bchina Dalet, das leer von ihrem eigenen Licht ist. Als der Platz des Siwug von Bchina Gimel verschwand und zu Bchina Bet aufstieg und Bchina Gimel ebenfalls von ihrem Licht entleert wurde, stieg das Leuchten des Siwug von Bchina Bet in das leere Kli von Bchina Gimel ab, usw. in ähnlicher Weise.

 

Es gibt zwei Verluste in diesem Or Choser: einen, der aus der Verfeinerung des Massach kommt, was Din ist, und einen anderen, der sich unter Tabur ausbreitet

37. Dieses Or Choser hat zwei Verluste:

1) Wenn es von dem Siwug kommt, der während der Verfeinerung ausgeführt wird, wird diese Stufe allgemein als Or Choser und Din betrachtet, wie bei der achten Art von Or Choser.

2) Der zweite Verlust ist, dass es Heranziehen aus der Bchina unterhalb von Tabur ist. Als der Massach sich zu Bchina Gimel verfeinerte, stieg Malchut de Chotem zu Chotem auf, das dann als Pe de Rosh angesehen wurde. Von dort steigt das Licht ab und breitet sich von oben nach unten in den Guf aus und erreicht die Bchina Gimel des Guf, die nun als Malchut von Malchut de Rosh, genannt Tabur, angesehen wird. Auch wenn es sich zu Bchina Bet verfeinert hat, wird Bchina Bet de Guf als Bchinat Tabur angesehen, usw. ähnlich. So wird das Or Choser, das von dem Leuchten des Siwug von Bchina Gimel aus dem Guf zu Bchina Dalet des Guf absteigt, als von Tabur herabkommend betrachtet. Es wurde bereits erklärt, dass dieses Or Choser der Aspekt von Achoraim und Din ist (siehe Punkt 15, 16).

 

Das elfte Or Choser ist das aus dem Hakaa der Reshimo und dem nach und nach absteigenden Or Choser geborene Or Choser, genannt Nizozot (Funken)

38. Die elfte Art ist das aus dem Siwug de Hakaa der Reshimo und dem nach und nach absteigenden Or Choser geborene Licht, es wird in den Worten des Rav erwähnt (Kap. 3, Punkt 9), und wird dort das vierte Licht genannt. Das liegt daran, dass die Reshimo und das Or Choser natürlich nicht übereinstimmen und somit einander schlagen. Infolgedessen breiten sich Funken aus dem von oben absteigenden Or Choser aus und kommen in das leere Kli unterhalb der Stelle des Siwug.

 

Das zwölfte Or Choser ist das oben erwähnte Or Choser nach dem Aufhören des Siwug, als es gelöscht und verdunkelt wurde

39. Die zwölfte Art ist dasselbe Or Choser wie die elfte Art, aber nachdem sie ausgelöscht wurde. Nachdem das Leuchten des Siwug von Bchina Gimel erloschen ist, hört z. B. auch das Leuchten des Siwug auf, der sich von dort aus in Bchina Dalet mit ausgebreitet hat. Daher werden die Funken, die gefallen sind und zu Bchina Dalet kamen, gelöscht, d. h. ihr Leuchten wird verdunkelt, wie auch der Rest der Funken aus den restlichen Bchinot.

 

Kapitel 3  

Zwölf Arten von Reshimot

Die Reshimo des Heranziehens (Hamshacha) und die Reshimo der Einkleidung (Hitlabshut)

40. Die erste Art ist die Reshimo, die von den Lichtern nach ihrem Verschwinden übrigbleibt, die vom Aspekt der Einkleidung kommt. Die zweite Art ist die Reshimo, die von den Lichtern nach ihrem Verschwinden bleibt, die aus dem Heranziehen kommt. Du weißt bereits, dass die Größe der Stufe an der Menge der Awiut im Massach gemessen wird, wobei je gröber sie ist, sich eine größere Stufe ausbreitet. Es ist auch bekannt, dass wir immer zwei Enden darin unterscheiden sollten, die sich von einem Menschen zum anderen ausbreiten. Es ist so, dass je größer die Ebene ist, desto weiter entfernt sind die Enden zu finden. Die größere Ebene erfordert eine größere Awiut im Massach und im Kli Malchut, und auch feinere Gefäße des Empfangens. Zum Beispiel ist die Bchina Dalet die Gröbste, und sie zieht die Ebene Keter heran, braucht aber gleichzeitig das feinste (sach) Kli, passend, um das gesamte Or Keter in sich zu empfangen (siehe Histaklut Pnimit Teil 2).

 

Die Reshimot des Heranziehens (Reshimot de Hamshacha) bleiben in den Kelim des Heranziehens und die der Einkleidung (Reshimot de Hitlabshut) bleiben in den Kelim des Empfangens

41. So kommen wir nach jedem Verschwinden dazu, zwei Arten von Reshimot zu notieren: die erste verbleibt im Kli des Heranziehens dieses Lichts, und die zweite ist die Reshimo, die im Kli des Empfangens dieses Lichts verbleibt. In der Tat, wenn wir nach der Reshimo für sich selbst urteilen, sind sie fast eins, obwohl sie vom Ursprung her so weit voneinander entfernt sind, wie der Osten vom Westen. Die Reshimo des Heranziehens ist von der niedrigsten Awiut, die es gibt, und die Reshimo des Empfangens ist von der höchsten Feinheit (Sakut), die es gibt. Es ist so, weil die eine Bchina Dalet ist und die andere Bchina Shoresh.

 

Die Reshimo de Hitlabshut (Einkleidung) ist Sachar (männlich) und die Reshimo de Awiut ist Nekewa (weiblich)

42. Wisse, dass sie sich zueinander als Sachar (männlich) und Nekewa (weiblich) verhalten. Es ist so, weil in der Tat beide die gleiche Stufe des Lichts haben, d. h. das Licht eingekleidet in ein genau passendes Kli. Doch nachdem das Licht dort verschwunden ist und die Awiut im Kli als Niedrigkeit wahrgenommen wird (wie der Rav hier in Punkt 18 sagt), erscheint jene große Distanz zwischen diesen beiden Reshimot. Dennoch, da sie zunächst eins sind, werden sie deshalb als Sachar und Nekewa angesehen.

 

Von der letzten Bchina (Phase) nach der Verfeinerung gibt es keine Reshimo de Awiut mehr

43. Wisse, dass diese Reshimo der Nekewa nach dem Verschwinden des Lichts (Histalkut Or) nicht dort übriggeblieben ist. Auch wenn sie nicht verloren ist, da es keine Abwesenheit im Spirituellen gibt, bleibt sie still und unwirksam bis zum Ende der Korrektur.

In Kapitel 2, Punkt 6 schreibt der Rav, dass die letzte Bchina keine Reshimo hinterlässt, und nur die Reshimo des Aspekts des Männlichen (Sachar) dort verbleibt. In Kapitel 2, Punkt 4 schreibt der Rav, dass, wenn Keter aufsteigt, er während seines Verschwindens eine Reshimo an seinem Platz in diesem Kli zurücklässt, um von dort zu Chochma nach unten zu leuchten, nachdem er aufsteigt und verschwindet.

 

Reshimot, die sich in ihre Kelim einkleiden

44. Die dritte Art sind Reshimot, die sich am Platz des allgemeinen Lichts, das verschwunden ist, einkleiden, d. h. im Or Choser und Kli Malchut, die sich von ihr und in ihr zu zehn Sefirot ausbreiteten. Diese kleideten die zehn Sefirot des Or Yashar ein, und so war auch jede einzelne der Reshimot eingekleidet, die nach ihrem Verschwinden verblieben, entsprechend ihrer Bchina und ihrem Anteil.

Zum Beispiel war Keter de Or Yashar während der Ausbreitung in Nefesh de Or Choser eingekleidet. Danach, als sie von dort wegging, wurde die Reshimo an ihrem Platz eingekleidet, d. h. Nefesh de Or Choser und auch die Reshimo von Chochma in Ruach de Or Choser usw. Jedoch brauchten sie sicherlich nicht das gesamte Maß des Kli, da die Reshimo ein kleiner Teil des austretenden Lichts ist und ein gewisses Maß des Kli nahm, entsprechend seinem Anteil. Dies wird in den Worten des Rav hier erläutert (Punkt 18).

 

Reshimot, die sich nicht in ihre Kelim einkleiden, sondern die über ihren Kelim sind

45. Die vierte Art sind die Reshimot, die sich nicht in ihre Kelim einkleiden. Stattdessen befindet sich jede einzelne von ihnen über ihrem bestimmten Kli, als Tagin (Kronen) über den Otiot (Buchstaben) (wie der Rav in Kap. 4, Punkt 4 sagt). Der Grund für ihr Austreten aus ihren Kelim ist dieser: Wegen des Hakaa (Schlagen) des absteigenden Or Choser und der Reshimo aufeinander, da das Or Choser aus dem Leuchten des Siwug stammt, überwiegt es die Reshimo, die als ein Überbleibsel des Verschwindens des Siwug betrachtet wird. Da das Or Reshimo dem im Kli absteigenden Or Choser gegenübersteht, können sie nicht zusammen, im selben Träger, also in einem Kli sein. Aus diesem Grund heraus war die Reshimo gezwungen, von ihrem Kli abzusteigen und oberhalb ihres Kli auszutreten.

 

Reshimot, die zu ihren Kelim zurückkehrten

46. Die fünfte Art sind die Reshimot, die in ihre Kelim zurückkehrten, nachdem sie diese verlassen hatten. Infolge des Austretens des Siwug aus der höheren Bchina ging auch das Leuchten des absteigenden Or Choser weg, und die Funken, die in das Kli darunter fallen, wurden ausgelöscht. Dann kehrte die Reshimo in ihr eigenes Kli zurück, wie zuvor, denn nun gibt es keinen Widerstand mehr vom Or Choser in seinem Kli, denn auch sein Siwug ist inzwischen verschwunden. Folglich überwältigt die Reshimo das Or Choser erneut. Der Grund, dass das Verschwinden des Siwug „Auslöschen der Funken“ genannt wird, liegt darin, dass das Leuchten des Or Choser Funken (Nizozin) genannt wird. Daher wird die Unterbrechung seines Leuchtens als „Auslöschen“ bezeichnet, was ein Begriff ist, der für Feuerfunken verwendet wird.

 

Eine Reshimo besteht aus Or Sach (feines Licht) und Or Aw (grobes Licht). Reshimo des Lichts der Feinheit (Or Sach). Reshimo des Lichts des Groben (Or Aw)

47. Die sechste Art ist eine Reshimo, die aus dem Or Sach (feines Licht) und dem Or Aw (Licht der Grobheit) besteht. Die siebte Art wird Or Sach (feines Licht) genannt, die der Rav hier erwähnt hat (Kap. 2, Punkt 10). Die achte Art wird Or Aw (grobes Licht) der Reshimo genannt.

 

Wie in den Lichtern der Hitpashtut Alef (Erste Ausbreitung) das Or Sach (feines Licht) vermischt ist mit dem Or Aw (grobes Licht), so ist es in der Reshimo, die die Hitpashtut Alef zurücklässt

48. Erläuterung der Worte: Alles, was im Licht gefunden wird, ist auch in der Reshimo, die von diesem Licht übrigbleibt. Daher wird die Reshimo Stempelabdruck genannt (siehe Teil 2, Or Pnimi, Punkt 3).

Aus diesem Grund heraus enthalten die Reshimot, die von den Lichtern der Ersten Ausbreitung (Hitpashtut Alef) übrigbleiben, das Licht und das Kli, wie die Lichter, aus denen sie stammen (siehe Punkt 44). Solange die Reshimo jedoch in ihrem Kli eingekleidet ist, gibt es keine Unterscheidung zwischen dem Licht und dem Kli, ähnlich wie bei den Lichtern der Ersten Ausbreitung (Hitpashtut Alef), wo das Licht und die Kelim vermischt sind (siehe die Worte des Rav Kap. 6 Punkt 2 und Or Pnimi Punkt 6). So gibt es auch in der nächsten Reshimo nach ihnen keine Unterscheidung zwischen dem Licht und dem Kli, sondern sie werden miteinander vermischt. Das ist die oben genannte sechste Art, also die Reshimo, die das Or Sach (feines Licht) und das Or Aw (grobes Licht) enthält, obwohl das Or Aw in ihr nicht ersichtlich ist, sondern in ihr vermischt ist.

 

Die Awiut im Kli manifestiert sich nach dem Verschwinden der Reshimo aus dem Kli

49. Nun wirst du die oben erwähnte siebte und achte Art verstehen. Es wurde oben (Punkt 45), bezüglich der vierten Art der Reshimo, erklärt, dass aufgrund des Hakaa des absteigenden Or Choser auf die Reshimo, die Reshimo ihr Kli verlässt und austritt, indem sie sich als Tagin (Kronen) über die Otiot (Buchstaben) erhebt. Jetzt, aufgrund des Verschwindens der Reshimo aus dem Kli, manifestiert sich der Unterschied zwischen dem Kli und der Reshimo, da nun die Awiut im Kli sichtbar wird. Sie wird nun als Or Aw (grobes Licht) betrachtet, wie das Licht von Hitpashtut Alef, der Ersten Ausbreitung (Kap. 6, Or Pnimi, Punkt 7). Außerdem weißt du bereits, dass alles, was in den Lichtern üblich ist, ebenso in den Reshimot, die von ihnen kommen, durchgeführt wird.

50. Es wurde erklärt, dass sich nach dem Verschwinden der Reshimo aus dem Kli der Unterschied zwischen dem Licht der Reshimo und dem Kli der Reshimo manifestierte. Das Kli wird nun das grobe Licht (Or Aw) der Reshimo genannt, und du solltest wissen, dass die Kelim des Männlichen der Hitpashtut Bet (Zweite Ausbreitung) aus dem groben Licht der Reshimo gemacht wurden. Das Licht der Reshimo wird nun das feine Licht (Or Sach) der Reshimo genannt, aus dem die Lichter des Männlichen der Hitpashtut Bet gemacht werden, und das solltest du wissen.

 

Die Reshimo de Hitlabshut (Einkleidung), die in Malchut verbleibt

51. Die neunte Art ist die Reshimo von Or Malchut, die durch die Worte des Rav hier erwähnt wird (Kap. 6, Punkt 20). Wisse, dass diese Reshimo von der oben erwähnten siebten Art ist, genannt Or Sach (feines Licht). Das bedeutet, dass sie kein Kli hat. Es steht oben geschrieben (Punkt 45), dass die Reshimo aus dem Heranziehen verschwunden ist. Dies bedeutet, dass das grobe Licht dieser Reshimo, die die achte Art der Reshimo ist, aber das feine Licht in ihr, ohne Kli verblieb, und die sich deshalb über ihr eigenes Kli erhob, d. h. zu Jessod (Kap. 4, Punkt 2, 3).

 

Die im Massach enthaltenen Reshimot nach seiner Verfeinerung

52. Die zehnte Art sind die Reshimot, die im Massach bei seinem Aufstieg zum Maazil (Ausströmender) enthalten sind. Das Or Malchut, das der Massach und das Or Choser in ihr ist, verfeinert sich und steigt von Bchina zu Bchina auf, bis es den Maazil erreicht, was Pe de Rosh bedeutet. Während sie sie durchquert, wird sie mit den Reshimot, die die Lichter dort nach ihrem Verschwinden hinterlassen hat, vereint. Daher wurde sie, als sie den Pe erreichte, mit allen drei Bchinot der Reshimot vermischt, über denen der neue Siwug ausgeführt wurde, aus dem die neuen Kelim und Lichter der Hitpashtut Bet (Zweite Ausbreitung) kamen (siehe Or Pnimi, Kap. 4, Punkt 4).

 

Die Reshimot, die von den vier Stufen übrigblieben, die während der Verfeinerung (Hisdakchut) austraten

53. Die elfte Art sind die Reshimot, die von den vier Ebenen übrigblieben, die während der Verfeinerung aus den höheren neun Sefirot austreten. Hier spricht der Rav nur von den Reshimot, die von den Höheren Neun der Ersten Ausbreitung (Hitpashtut Alef) übrigblieben, bevor sie sich zu verfeinern begann, genannt das erste Licht, wie der Rav hier sagt (Kap. 3, Punkt 8). Doch auch die vier Ebenen, die danach, während der Verfeinerung, entstanden sind, hinterließen nach ihrem Verschwinden Reshimot in ihren Kelim, also auch von den ersten neun Sefirot in ihnen, da bekanntlich die letzte Bchina keine Reshimo hinterlässt.

 

Die Reshimot de Hitlabshut (Einkleidung), die von den letzten Bchinot in den oben genannten vier Stufen übrigblieben

54. Die zwölfte Art sind die Reshimot, die von den letzten Bchinot in den oben genannten vier Ebenen übriggeblieben sind, die während der Verfeinerung ausgetreten sind, d. h. nur das feine Licht in diesen Reshimot. Das grobe Licht in diesen Reshimot ging von den letzten Bchinot verloren, wie es bei den letzten Bchinot der Reshimot, die vom ersten Licht übriggeblieben sind, aufgezeigt wurde (siehe oben Punkt 29 und 51).

55. Nun haben wir die zwölf Arten von Reshimot geklärt, welche sind:

1) Die Reshimot, die aus der Hitlabshut (Einkleidung) stammen, erklärt in den Punkten 40, 41, 42, 43.

2) Die Reshimot, die aus dem Heranziehen (Hamshacha) kommen, erklärt in den oben erwähnten Punkten.

3) Die Reshimot, die innerhalb ihrer Kelim eingekleidet sind, erklärt in Punkt 44.

4) Die Reshimot, die sich nicht in ihre Kelim einkleiden, sondern als Tagin über den Otiot sind, erklärt in Punkt 45.

5) Die Reshimot, die zu ihren Kelim zurückkehren, nachdem sie diese verlassen haben, erklärt in Punkt 46.

6) Die Reshimot, die Or Sach (feines Licht) und Or Aw (grobes Licht) enthalten, und das Or Aw ist in ihnen nicht ersichtlich, erklärt in den Punkten 47, 48, 49.

7) Das Or Sach (feines Licht) der Reshimot, aus dem die Lichter des Männlichen der Hitpashtut Bet gemacht wurden, erklärt auch in den oben erwähnten Punkten.

8) Das Or Aw der Reshimot, aus dem die Kelim für das Männliche der Hitpashtut Bet gemacht wurden, erklärt auch dort, sowie in Punkt 50.

9) Die Reshimo des Or Malchut, die nur aus dem Licht dieser Reshimo ist, weil die letzte Bchina keine Reshimo hinterlässt, erklärt in Punkt 51.

10) Die Reshimot, die in den Massach bei seinem Aufstieg zum Maazil (Ausströmender) integriert wurden, wo sie im Siwug für die Hitlabshut Bet erneuert wurden, erklärt in Punkt 52.

11) Die Reshimot, die von den ersten neun Sefirot der vier Ebenen, die während der Verfeinerung austraten, übrigblieben, erklärt in Punkt 52.

12) Die Reshimot der letzten Bchinot aus diesen Ebenen, erklärt in Punkt 54.

 

Kapitel 4 

Zehn Arten von Kelim

Die Wurzel aller Kelim ist Bchina Dalet

56. Die erste Art ist die Bchina Dalet der vier Bchinot des Or Yashar, die die Wurzel aller Kelim in den Welten ist. Dies ist Malchut de Ejn Sof, wo der Zimzum Alef ausgeführt wurde. Vor dem Zimzum kleidete sie alle vier Bchinot des Or Yashar ein, was bedeutet, dass das Höhere Licht die gesamte Realität erfüllt hat und es keine andere Bchina des Empfangens außer ihr gab. Nachdem sie mit dem Massach eingeschränkt und korrigiert wurde, paarte sie sich mit dem Höheren Licht im Siwug de Hakaa, der das Or Choser hervorbringt. Dieses Or Choser wurde nun das Gefäß des Empfangens anstelle von ihr, wie der Rav sagt (Teil 3, Kap. 1, Punkt 1, 2, 3 und Kap. 12, Punkt 4).

 

Nach dem Zimzum wurde Bchina Dalet in den Massach integriert und das Or Choser wurde zum Kli anstelle von ihr

57. Wisse, dass die oben genannte Bchina Dalet auch nach dem Zimzum das Wesen des Kli ist, also die Awiut in ihr. Allerdings ist diese Awiut ab dem Zimzum nicht mehr empfangsfähig, es sei denn, sie wird in den Massach aufgenommen. In diesem Zustand wird das Or Choser, das sie erhebt, tatsächlich durch die Awiut in ihr gemessen, und entsprechend dem Maß der Awiut in ihr, so ist auch das Maß des Lichts, das sie erhebt. Dieses Or Choser wurde zum Empfangsgefäß für das Maß der Höhe der Ebene des Höheren Lichts (siehe Histaklut Pnimit Teil 2).

 

Die Ausbreitung des Lichts und sein Verschwinden verursachten die Existenz der Kelim

58. Hier stellt der Rav eine große Regel für uns auf: „Die Ausbreitung (Hitpashtut) des Lichts und sein späteres Verschwinden (Histalkut), sind der Grund für die Entstehung des Kli.“ (siehe hier Kap. 1, Punkt 9) Allerdings sollten wir seine Worte verstehen. Für die Hitpashtut Alef brauchen wir auch ein Kli, noch bevor es verschwunden ist, da es kein Licht ohne Kli gibt. Wir sollten seine Worte gemäß dem, was er oben (Kap. 6, Punkt 2) geschrieben hat, erklären, dass, als die Erste Ausbreitung (Hitpashtut Alef) aus Pe de AK austrat, es alles zusammen gemischt austrat. Mit anderen Worten, das Licht und das Kli wurden vermischt, und das Kli war vor dem Verschwinden nicht zu unterscheiden, obwohl es notwendigerweise da ist.

 

Die Ausbreitung und das Verschwinden sind die gleichen Ursachen für die Entstehung des Kli

59. Diese Erklärung ist ein wenig weit hergeholt, denn der Begriff „die Ursachen für die Entstehung des Kli“ passt nicht gut, da er scheinbar bedeutet, dass es vor dem Verschwinden überhaupt keine Existenz des Kli gibt, aber wir müssen tiefer in seine Worte eintauchen. In der Tat sind seine Worte klug, denn er sagt nicht, dass der Grund für die Entstehung des Kli das Verschwinden des Lichts ist; vielmehr sagt er, dass die Ausbreitung des Lichts und sein Verschwinden die Entstehung des Kli verursacht haben. Dies bedeutet, dass sowohl die Ausbreitung als auch das Verschwinden gleichwertige Faktoren bei der Entstehung des Kli sind.

 

Die erste Substanz des Kli ist die Bchina Dalet

60. Seine Worte werden durch das oben Erklärte (Punkt 56 und 57) deutlich, nämlich dass die erste Substanz des Kli die Bchina Dalet ist, über der es den Zimzum Alef gab, was bedeutet, dass der große Wille zu empfangen im Or Ejn Sof “Malchut de Ejn Sof” genannt wird. Sie ist völlig ununterscheidbar in Ejn Sof und der Beginn ihrer Enthüllung war, nachdem sie eingeschränkt worden war und ein leerer Raum wurde. In jenem Zustand erschien der große Wille zu empfangen als Unterschiedlichkeit der Form vom Höheren Licht, der vollkommenes Geben ist und nichts vom Willen zu empfangen hat, überhaupt nichts. Dadurch wurde er vom Höheren Licht getrennt, stieg ab und von Ende zu Ende entfernt. Dies ist so, weil die Veränderung der Form die Unterscheidung im Spirituellen ist, und die Unterschiedlichkeit der Form ist die vollständige und antipodische Trennung im Spirituellen. Daher gilt von da an dieser große Wille, in der eingeschränkten Bchina Dalet zu empfangen, als die große Awiut in den Welten in Bezug auf das Höhere Licht, als das Ende der Feinheit (Sakut) in der Wirklichkeit. Dies gilt nur aus der Perspektive der Feinheit des Willens zu empfangen, denn dies ist alles für die Selbsthingabe. Im Höheren Licht an und für sich haben wir keine weitere Errungenschaft, wie wir bereits in Teil 1 (Or Pnimi und Histaklut Pnimit) ausführlich besprochen haben und wir brauchen hier nicht weiter darauf einzugehen.

 

Nach dem Zimzum wird die Bchina Dalet in den Massach und das aufsteigende Or Choser integriert und wird durch diese beiden zu einem Gefäß des Empfangens

61. Trotz der weit entfernten Trennung vom Höheren Licht in Bchina Dalet gibt es kein anderes Empfangsgefäß als sie, obwohl sie die Korrektur eines Massach braucht. So wie sie vor dem Zimzum nach dem Maß des Heranziehens empfing, so empfängt sie jetzt nach dem Maß der Ablehnung. Das heißt, sie empfängt nach dem Maß des Lichts, das sie hätte empfangen können, wenn sie nicht im Zimzum und dem Massach eingeschränkt gewesen wäre [siehe Teil 2, Tabelle der Fragen, Punkt 43 für ein gründliches Verständnis der Bedeutung der Worte Zimzum und Massach].

 

Das Verschwinden des Lichts von Bchina Dalet war der Grund für das Entstehen des Massach

62. Es wurde bereits im zweiten Teil erklärt, dass Malchut de Igulim, über der es den Zimzum gab, die Wurzel und der Grund für Malchut de Yosher und den Massach in ihr ist. Es ist so, dass, nachdem das Licht von Malchut de Igulim von allen vier Bchinot in ihr verschwunden ist, sie zurückkehrte, um das Licht auf die drei Bchinot in ihr auszubreiten, über die es keinen Zimzum gab. Dieser Wille ist die Bedeutung der Korrektur des Massach, so dass sich das Licht nicht auf die Bchina Dalet in ihm ausbreiten würde, sondern nur auf die Bchina Gimel und nicht mehr. Dies kam zu ihr durch das Verschwinden des Lichts von allen vier Bchinot in ihr, und sie blieb völlig leer vom Licht. So findest du, dass das Verschwinden des Lichts der Grund für die Erschaffung des Massach war.

 

Bchina Dalet ist eine Folge (Tolada) der Ausbreitung des Höheren Lichts. So verursachten die Ausbreitung und das Verschwinden gemeinsam die Entstehung des Kli, aus dem die Bchina Dalet und der Massach austraten

63. Für sich selbst ist Bchina Dalet eine Folge der Ausbreitung des Lichts, da sie Bchina Dalet des Or Yashar ist, was die Bedeutung von Malchut de Ejn Sof ist. Jedoch verließ das Licht sie danach wegen des oben genannten Zimzum, und somit ist Bchina Dalet in Wirklichkeit eine Folge der Ausbreitung des Lichts, und der Massach, eine Folge des Verschwinden des Lichts. Es wird erklärt (Punkt 61), dass ab dem Zimzum beide, d. h. Bchina Dalet und der Massach, im Gefäß des Empfangens verbunden sind. Außer ihnen gibt es keine Empfangsgefäße in den Welten. Daher siehst du, wie richtig die Worte des Rav waren, als er sagte: „Die Ausbreitung des Lichts und sein späteres Verschwinden, sind der Grund für das Entstehen des Kli.“ Dies ist so, weil die Bchina Dalet selbst sich durch die Ausbreitung des Lichts ausbreitet, was die Awiut in ihr bedeutet, und von dem Verschwinden des Lichts ausbreitet, der korrigierten Awiut des Massach in ihr, ohne die sie vollkommen untauglich für das Empfangen ist.

 

Da der Beginn der Bildung des Kli durch die Ausbreitung und das Verschwinden kommt, müssen diese beiden Kräfte jedem Kli vorausgehen

64. Es ist bekannt, dass alle Kräfte der Höheren in ihren Unteren sein müssen. Da also der Beginn der Bildung des Kli in Malchut de Yosher, was Pe de Rosh AK ist, durch die Ausbreitung des Lichts und dessen Verschwinden erzeugt wird, müssen von da an jedem Kli diesen beiden Ursachen vorausgehen, d. h. die Ausbreitung des Lichts und dessen Verschwinden. Neben ihnen gibt es kein anderes Kli in den Welten.

 

Die Substanz des Kli ist die Awiut, und die Form ist der Massach

65. Nun haben wir gründlich erklärt, was die grundlegende Substanz und die Form des Kli sind: die Awiut von Bchina Dalet ist die Substanz, und der in ihr errichtete Massach ist die Form. Aus diesen beiden verkettete sich jede Art von Kelim im Allgemeinen und im Besonderen in allen vier Welten ABYA.

 

Die zweite Art ist das aufsteigende Or Choser, das aus dem Pe aufsteigt und die zehn Sefirot des Or Yashar einkleidet

66. Die zweite Art von Kelim ist das Or Choser, das von unten nach oben aufsteigt durch den Siwug de Hakaa des Höheren Lichts mit dem korrigierten Massach im Kli Malchut, genannt Histaklut Alef (Erste Betrachtung). Es steht oben (Punkt 61) geschrieben, dass ab dem Zimzum die Menge des Höheren Lichts, die die Stufe empfängt, gemessen wird und von dem Maß des Or Choser abhängt, das wegen des Siwug de Hakaa im Massach aufsteigt. Dies ist so, weil dieser Or Choser die zehn Sefirot des Or Yashar verbindet und einkleidet.

 

Das Or Choser des Rosh ist kein eigentliches Kli, sondern eine Wurzel für die Kelim

67. Du musst dich an alles erinnern, was hier in Or Pnimi bezüglich dieser Angelegenheit der Kleidung von Or Choser auf die zehn Sefirot des Rosh erklärt wurde. Insbesondere, dass dies nicht als eigentliche Einkleidung gilt, da sie von unten nach oben aufsteigt, also als Gegensatz der Einkleidung der Awiut der Kelim. Dennoch breitet dieses Or Choser das Kli Malchut des Rosh in den zehn Sefirot von ihr und in ihr aus, und sie werden zu wirklichen Gefäßen des Empfangens, wie wir in Or Pnimi Kapitel 1, Punkt 30 ausgearbeitet haben.

 

Die dritte Art ist das Or Choser, vom Pe abwärts, das die zehn Sefirot des Guf bis zum Tabur einkleidet

68. Die dritte Art von Kelim ist die, die oben (Punkt 65) erwähnt wurde, dass das Or Choser des Rosh, das die oben erwähnte zweite Art ist, obwohl sie an und für sich überhaupt keine Einkleidung ist, sich dennoch in ein tatsächliches Gefäß des Empfangens verwandelt. Diese dritte Art wird immer der Guf des Parzuf genannt, und die oben erwähnte zweite Art wird immer der Rosh des Parzuf genannt.

 

Die vierte Art sind die Kelim von Tabur an abwärts

69. Die vierte Art sind die Kelim unterhalb des Tabur, die als die zehn Sefirot des Or Choser betrachtet werden, die kein Or Yashar haben. Die Angelegenheit der oben erwähnten dritten Art gilt nur bis zum Tabur, dem Platz der ersten neun Sefirot des Guf. Von Tabur abwärts, dem Platz der Malchut de Guf, werden sie jedoch nicht als Gefäße des Empfangens betrachtet.

 

Die Ablehnung und die Einkleidung, die der Massach im Rosh potenziell verursachte, manifestierte sich in der Realität im Guf. Die Einkleidung von Pe zu Tabur und die Ablehnung ab Tabur nach unten

70. Der Grund liegt darin, dass der Rosh im Verhältnis zum Guf als das „Potenzielle“ im Verhältnis zum „Tatsächlichen“ betrachtet wird: alles, was im Rosh als Potenzial enthalten ist, erscheint im Guf in der Wirklichkeit. Daher waren diese beiden Handlungen, die der Massach in den zehn Sefirot des Rosh bewirkt, nämlich die Verhinderung des Höheren Lichts, sich nicht in Bchina Dalet auszubreiten, da es Malchut ist, und die Einkleidung, die er durch die Kraft des aufsteigenden Or Choser ausführte, nur im „Potenzial“, im Rosh. Der Platz der Offenbarungen dieser beiden Handlungen ist jedoch im Guf. Die potenzielle Einkleidung im Rosh offenbart sich oberhalb des Tabur de Guf, und die Zurückhaltung in Malchut offenbart sich in der Wirklichkeit unterhalb des Tabur de Guf.

 

Die fünfte Art sind die Kelim der Ersten Ausbreitung (Hitpashtut Alef), genannt Or Aw (grobes Licht)

71. Die fünfte Art sind die Kelim, die vom Höheren Licht entleert wurden, genannt Or Aw (grobes Licht). Nachdem sich die zehn Sefirot des Guf von Pe de AK bis Tabur als dritte Art ausgebreitet haben (siehe Punkt 68), ist das Höhere Licht dann aus ihrem Inneren gewichen, und die Kelim blieben leer von Licht. Hier gibt es einen großen Unterschied. Obwohl in der oben erwähnten Ersten Ausbreitung (Hitpashtut Alef) (Punkt 68) tatsächliche Gefäße des Empfangens erkannt werden, werden sie dennoch nicht als eigentliche Kelim betrachtet. Das liegt an der großen Bedeutung, die die Kelim dort haben, wie es hier in Or Pnimi (Kap. 6, Punkt 5) geschrieben steht. Aus diesem Grund sagt der Rav dort, dass die Kelim und das Licht in ihnen vermischt werden. Doch nachdem das Licht dort austritt, offenbart sich ihre Awiut, und es bildet sich ein Unterschied zwischen dem Licht und dem Kli. Deshalb werden diese Kelim Or Aw (grobes Licht) genannt.

 

Die sechste Art sind Kelim, die von ihren Lichtern entleert wurden und die Reshimot, die in ihnen verblieben sind, erhalten

72. Die sechste Art sind Kelim, die nach dem Verschwinden entleert wurden und die Reshimot von den verschwundenen Lichtern sind in ihnen verblieben. Diese Reshimot erhalten und beleben die Kelim, um sie geeignet zu machen, ihre Lichter wie am Anfang zu erhalten. Auch leuchten sie dem Parzuf nach ihnen, wie der Rav hier sagt (Kap. 2, Punkt 1 und Punkt 8, und Kap. 4, Punkt 2).

 

Die siebte Art sind Kelim, die entleert wurden und in denen keine Reshimot mehr übriggeblieben  sind

73. Die siebte Art sind Kelim, die nach dem Verschwinden entleert wurden und in denen keine Reshimot der Lichter, die verschwunden sind, übriggeblieben sind. Sie sind die letzten Bchinot eines jeden Parzuf und jeder Ausbreitung, denn die letzte Bchina hinterlässt keine Reshimo, wie der Rav sagt (Kap. 2, Punkt 6). Dies ist dasselbe, wie oben erklärt wurde (Punkt 43).

 

Die achte Art sind Kelim, die für die Notwendigkeit des folgenden Parzuf qualifiziert wurden

74. Die achte Art sind die Kelim, die im Parzuf für den folgenden Parzuf vorbereitet und qualifiziert wurden, erwähnt durch die Worte des Rav (Kap. 4, Punkt 6). Auch das Kli Keter, das der Rav dort erwähnt, wurde nicht im ersten Parzuf gemacht, sondern erst im zweiten Parzuf. Das Kli Keter des Aspektes Sachar wurde jedoch ab dem ersten Parzuf vorbereitet.

 

Die oben genannte Art von Kelim sind die männlichen Kelim im zweiten Parzuf

75. Diese oben erwähnte achte Art sind die männlichen Kelim für den nächsten Parzuf. Sie stammen aus den Reshimot, die die Lichter nach ihrem Verschwinden in den Kelim hinterlassen haben. Die männlichen Kelim wurden aus dem Or Aw (grobes Licht) gebildet, das in diesen Reshimot enthalten war (siehe Or Pnimi, Kap. 2, Punkt 3).

 

Die neunte Art sind die Kelim, die im Parzuf für die weiblichen Kelim des folgenden Parzuf vorbereitet wurden

76. Die neunte Art sind die Kelim für das Weibliche (Nekewa), die im ersten Parzuf für den zweiten Parzuf vorbereitet wurden. Sie wurden aus den Funken gemacht, die in die leeren Kelim fielen, nachdem das Licht aus ihnen verschwunden ist, und die aus dem Leuchten des Siwug in der höheren Bchina des leeren Kli kommen, wie der Rav sagt (Kap. 4, Punkt 3). Im zweiten Parzuf ändern sich die Lichter, und das Or Chochma kommt in das Kli de Keter, das Or Bina in das Kli de Chochma und das Or SA in das Kli de Bina usw. Daher brauchten sie dort Kelim, die ihrer eigenen Bchina entsprechen. Aus diesem Grund waren diese Funken vorbereitet worden. Die Funken, die von der Ebene Bina in das leere Kli der Ebene Chochma fielen, wurden zum Kli für das Or Bina, das in das Kli de Chochma kam. Ähnlich wurden die Funken, die von der Ebene SA in das Kli der Ebene Bina fielen, zum Kli für das Or SA, das in Kli von Bina kommt, und so ähnlich weiter.

 

Die zehnte Art sind die äußeren Kelim für das Or Makif

77. Die zehnte Art sind die äußeren Kelim für das Or Makif. Kein Or Makif wird in einer Stufe angenommen, wenn es nicht von seiner höheren Bchina, von seiner gegenüberliegenden Bchina im Rosh empfangen wird. Daher braucht es ein Kli, das für dieses Licht angepasst ist, d. h. das Kli sollte auch von der höheren Bchina, also von ihrer gegenüberliegenden Bchina im Rosh sein. Wenn die Stufe von der Bchina Dalet ist, dann braucht sie ein Kli, das von der Bchina Gimel ist; wenn sie von der Bchina Gimel ist, dann braucht sie ein Kli, das von der Bchina Bet ist, usw. Deshalb wurden die Kelim de Or Makif als „äußerliche Kelim“ bezeichnet, denn aus der Perspektive der Kelim gilt immer, dass je mehr fein (sach), desto mehr äußerlich (chizon) ist (siehe Or Pnimi, Kap. 5, Punkt 15).

 

Die oben genannten Kelim kommen während der Verfeinerung in die Stufe

78. Diese äußeren Kelim werden in der Stufe nur erreicht, indem man in die Stufe darüber aufsteigt. Dies geschieht während des Aufstiegs der Lichter zum Maazil (Ausströmender), wie der Rav hier sagt (Kap. 6, Punkt 15).

 

Kapitel 5 

Sieben Unterscheidungen im Massach

79. Wir haben bereits die Sache mit dem Massach besprochen (Punkte 62, 63). Dort wird erklärt, dass der Massach die Grenze ist, die nach dem Zimzum gemacht wird, um das Licht nur in den ersten neun Sefirot zu empfangen und das Licht davon abzuhalten, sich in Bchina Dalet, also Malchut, auszubreiten, wie es heißt: „Bis hierher sollst du kommen, aber nicht weiter.“ Dieser Massach ist eine Folge des Zimzum, also des Verschwindens des Lichts. Das ist so, weil der Zimzum, nachdem das Licht, d. h. alle vier Bchinot, vollständig verschwunden waren, immer noch nur auf Bchina Dalet allein war. Daher wurde in Malchut de Ejn Sof eine neue Form des Willens erfunden, um das Licht noch einmal durch die Kraft der Begrenzung hindurchzuziehen, d. h. nur von Bchina Dalet nach oben und nicht von Bchina Dalet nach unten. Diese Grenze, die erneuert wurde, wird Massach genannt. Da diese Grenze in erster Linie nur für Bchina Dalet gilt, die Malchut ist, wird daher davon ausgegangen, dass der Massach innerhalb des Kli Malchut ruht und korrigiert wird.

 

Die Grenze und die Awiut im Massach werden in ihm zu einer Einheit

80. Es gibt sieben Hauptunterscheidungen, die wir hier in diesem Massach machen sollten: Die erste ist, dass die Grenze und die Awiut ineinander eingeschlossen sind und als Einheit in ihn kommen, ohne sie in irgendeiner Weise zu unterscheiden. Da die Grenze darin nur auf der Awiut von Bchina Dalet ist, finden wir, dass sie die Awiut des Lichts von einer Stufe, die dieses Maß an Awiut nicht hat, nicht begrenzt und zurückhält. So kommen die Awiut und die Grenze als Einheit, und beide zusammen werden Massach genannt. Es ist unmöglich, über den Massach an und für sich zu sprechen und ihn zu unterscheiden, wenn er nicht mit der Awiut verbunden ist, denn dann gibt es in der Realität überhaupt nichts zu erkennen.

 

Es gibt Awiut ohne Massach, aber es gibt keinen Massach ohne Awiut

81. Jedoch gibt es viel im Kli Malchut an und für sich zu erkennen, das heißt, wenn es nicht durch einen Massach korrigiert wird. Zunächst sollten wir wissen, dass Malchut de Igulim (Kreise) überhaupt nicht durch einen Massach korrigiert wird, denn es gibt nur einen Massach in den Sefirot de Yosher (Geradlinigkeit). Dies wurde bereits in Teil 2 erklärt, und es gibt viele andere Unterscheidungen, die an ihrem Platz erklärt werden. Wenn wir von Malchut allein sprechen, bedeutet das, dass wir nur von der Awiut sprechen, ohne der Korrektur des Massach. So ist ein Massach ohne Awiut unmöglich, obwohl es eine Existenz für die Awiut ohne einen Massach gibt.

 

Die Kraft des Festhaltens im Massach des Rosh ist potenziell, nicht tatsächlich

82. Die zweite Unterscheidung ist eine „potenzielle Behinderung“ innerhalb des Massach. Es gibt eine „potenzielle“ und eine „tatsächliche“ Behinderung des Massach am Höheren Licht, was den Unterschied zwischen Rosh und Guf bedeutet. Wir sagen, dass sich das Höhere Licht ausbreitet, bis es auf den Massach im Kli Malchut trifft, der Massach stößt das Licht zurück, und dieses zurückkehrende Licht kleidet sich über die zehn Sefirot des Rosh. Dies alles ist jedoch nur potenziell, nicht tatsächlich (siehe oben Punkt 16). Daher solltest du wissen, dass die Grenze und die Behinderung des Lichts, die im Massach in Malchut de Rosh besteht, nur eine potenzielle Behinderung ist, keine tatsächliche.

 

Die Kraft der Behinderung durch den Massach im Aspekt „potenziell“ wird Pe genannt, und im Aspekt „tatsächlich“ wird sie Tabur genannt

83. Das dritte Unterscheidungsmerkmal ist die tatsächliche Behinderung im Massach. Die Einkleidung und die Behinderung, die im Rosh „potenziell“ gemacht werden, kommen und manifestieren sich im Guf „tatsächlich“. Es ist so, dass die Malchut de Rosh sich von ihr und in ihr zu den zehn Sefirot von oben nach unten ausbreitet, allgemein Guf genannt. Die Malchut dieser zehn Sefirot wird Tabur genannt, in der sich die gesamte Kraft des Festhaltens am Höheren Licht im Massach de Rosh manifestiert. Er lässt das Höhere Licht sich nicht einkleiden, außer von Tabur an aufwärts und hält es vom Sicheinkleiden von Tabur an abwärts zurück. Wisse, dass diese beiden Namen, Pe und Tabur, sich auf die oben erwähnten zwei Unterscheidungen beziehen. Dies ist so, weil der Aspket einer potenziellen Behinderung des Massach Pe genannt wird, und der Aspekt einer tatsächlichen Behinderung im Massach Tabur genannt wird.

 

Die Integration des Massach in die ersten drei Bchinot durch seine Verfeinerung

84. Die vierte Unterscheidung ist die Integration des Massach in die Awiut der ersten drei Bchinot, die aufgrund der Verfeinerung des Massach kommt (siehe Punkt 4). Dies geschieht durch Hakaa und Bitush von Or Pnimi und Or Makif miteinander, wie der Rav schrieb (Kap. 1, Punkt 3). Dies ist etwas, das man gründlich verstehen sollte, denn die gesamte Weisheit beruht darauf.

 

Die Integration des Massach in die ersten drei Bchinot bedeutet die ersten drei Bchinot von Bchina Dalet

85. Wir haben das bereits ausgeführt und dies ist nicht der Platz, um es zu vertiefen. Jedoch müssen wir in diesem Zusammenhang verstehen, dass diese oben erwähnte Integration im Massach nicht bedeutet, dass die ersten drei Bchinot selbst nun eingeschränkt wurden, so wie Bchina Dalet zuvor eingeschränkt war, sondern diese gesamte Verfeinerung nur in Bchina Dalet selbst stattfand. Es wurde bereits in Histaklut Pnimit Teil 2 erklärt, dass die Bchina Dalet selbst aus vier Bchinot besteht, weil sie von Ejn Sof stammt. Daher besteht auch der in ihr errichtete Massach aus all diesen vier Bchinot (siehe Punkt 80), da die gesamte Awiut im Massach enthalten ist. Nun kannst du sehen, dass, wenn es heißt, dass der Massach zu SA, zu Bchina Gimel aufstieg, es bedeutet, dass Bchina Dalet in Bchina Dalet von dem Massach verfeinert wurde und lediglich Awiut de Bchina Gimel in Bchina Dalet übrigblieb. Es stellt sich heraus, dass ihre Form an die Bchina SA angeglichen worden war. Ihr wisst, dass die Gleichheit der Form im Spirituellen die Vereinigung ist, und deshalb wird es so angesehen, dass sie aufstieg und sich zu SA verfeinerte, als ob sie selbst SA wäre, denn es gibt nichts, was sie voneinander unterscheiden könnte. Dies wird als „Integriert-Sein in SA“ bezeichnet. Ähnlich kann man die übrigen im Massach erwähnten Integrationen verstehen, bis sie aufstieg und in den Pe de Rosh integriert wurde, d. h. ihre Form dem Aspekt eines potenziellen Massach anglich, und es an ihr überhaupt nicht mehr ersichtlich ist, dass sie vom Aspekt eines tatsächlichen Massach abstammt.

 

Wenn der Massach vom Kli verschwindet, verschwindet das Licht von ihm

86. Die fünfte Unterscheidung ist die Beendigung des Wirkens des Massach im Kli wegen seines Austritts von dort. Mit anderen Worten, als der Massach von Bchina Dalet zu Bchina Gimel verfeinert wurde, wird dies als Austritt des Massach aus dem Kli Malchut und Aufstieg zum Kli SA betrachtet. Malchut wurde scheinbar von der Kraft des Festhaltens und der Grenze, die über ihr lag, befreit; nun kann sie das Höhere Licht ohne Verzögerungen empfangen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil, Malchut blieb wegen des Austritts des Massach aus ihr völlig dunkel. Es ist so, dass Malchut ab Zimzum Alef nicht mehr geeignet ist, irgendein Licht zu empfangen, sondern nur noch durch einen Massach. Somit sind die beiden Vorgänge: das Empfangen des Lichts und die Abstoßung des Lichts, beide mit dem Massach verbunden. So wie das Licht von der letzten Bchina abstößt, so verbindet und kleidet es die Lichter von ihr aufwärts ein.

 

Der Massach, der nach seiner Verfeinerung die Awiut des Rosh erwirbt

87. Die sechste Unterscheidung ist die Awiut des Rosh, die durch einen neuen Massach erworben wird – nach dessen Verfeinerung. Und das geschieht durch seinen Aufstieg und das Eintreten in Malchut de Rosh, wo er eingeschlossen wird. Wie ausführlich in Kapitel 4, Punkt 50, und in Or Pnimi geschrieben steht.

 

Der Massach, der nach seiner Verfeinerung die Awiut de Guf erwirbt

88. Die siebte Unterscheidung ist die Awiut de Guf, die im Massach nach seiner Verfeinerung neu erworben wird. Nachdem der Massach des Rosh die Awiut von unten nach oben empfing, erwachten alle Reshimot, in die der Massach de Guf auf seinem Weg durch die Sefirot de Guf bis zum Maazil (Ausströmender) integriert war. Diese Reshimot sind in der Awiut von oben nach unten, also vom Guf. Es stellt sich heraus, dass diese Awiut, die sie vom Rosh von unten nach oben empfangen, sich in den Reshimot de Guf in Awiut von oben nach unten umkehrt.

 

Kapitel 6 

Sechs Unterscheidungen im Or Yashar

Das Höhere Licht ist völlig gleichmäßig, und alle oben genannten Veränderungen beziehen sich auf die Empfangenden

89. Zuallererst müssen wir wissen und uns daran erinnern, dass das Höhere Licht vollkommen gleichmäßig ist und die Vielzahl der Veränderungen, die wir in den Welten finden, alle von den Empfängern ausgehen. Darüber hinaus kommen sie durch eine notwendige Ursache und Folge vom ersten Empfänger, nämlich von Malchut de Ejn Sof (siehe Teil 1 Or Pnimi und Histaklut Pnimit). Nach all dem findet im Höheren Licht keine Veränderung statt, und es erfährt auch gegenüber den Empfängern keine Veränderungen. Das bedeutet, dass sein Einfaches Licht schließlich den Empfängern so erscheint, wie es im ersten Empfänger, der Malchut de Ejn Sof vor dem Zimzum war, ohne jegliche Veränderung, wie es heißt: „Ich, der Ewige, verändere mich nicht.“

 

Das Wissen um die Weisheit hängt hauptsächlich davon ab, die Reihenfolge der Verkettung der Sefirot und der Parzufim und der Welten durch Ursache und Folge zu kennen

90. Wisse, dass das Wissen um diese Weisheit hauptsächlich davon abhängt, die Reihenfolge der Verkettung der Sefirot und der Parzufim in den Welten voneinander durch absolut notwendige Ursache und Folge zu kennen. Die Weisen des Sohar erklärten das auf geheimnisvolle Weise, aber niemand verstand ihre Worte, bis der ARI kam und die Dinge offenbarte. Wisse auch, dass die ganze Neuerung in der Kabbala des ARI, in Bezug auf frühere Interpreten, in erster Linie in der Offenbarung der Wege der zehn Sefirot des Or Choser liegt. Obwohl die zehn Sefirot des Or Choser im Allgemeinen allen früheren Kabbalisten bekannt waren, war ihr hauptsächliches Erreichen und Verstehen nur in Übereinstimmung mit den Wegen der zehn Sefirot des Or Yashar. Als der ARI kam und uns das Wissen um die Wege des Or Choser in allen Einzelheiten erklärte, öffnete er damit vor uns die verborgenen Schätze, die im Heiligen Buch Sohar verschlossen sind.

 

Alle Unterscheidungen im Or Choser breiten sich vom Or Yashar aus

91. Wir müssen jedoch wissen, dass alle diese vielfältigen Unterscheidungen, die im Or Choser beobachtet werden, von den zehn Sefirot des Or Yashar ausgehen. Sie haben also nicht einmal eine winzige Neuerung im Or Choser, die sich nicht vom Or Yashar ausbreitet. Aus diesem Grund werden sie auch mit den gleichen Namen wie die des Or Yashar bezeichnet. Sie breiten sich nicht nur auf sie aus, sondern auch ihre Attribute sind die gleichen. Der einzige Unterschied ist der entgegengesetzte Wert zwischen ihnen, denn das eine ist ein Licht und das andere ist ein Kli.

 

Der Rav sprach sehr wenig über die zehn Sefirot des Or Yashar

92. In der Tat sprach der ARI sehr wenig über die zehn Sefirot des Or Yashar, und selbst das war knapp, weil er sich darin auf die früheren Kabbalisten verließ, die nur vom Or Yashar sprachen. Daher fand er keinen Grund, sie näher zu erläutern, und wir müssen zugeben, dass wir eigentlich sein klares Wissen über die zehn Sefirot de Or Yashar sehr brauchen; das ist ein unermesslicher Mangel.

93. Es gibt hier in den zehn Sefirot des Or Yashar sechs Unterscheidungen, an die wir uns während der Beschäftigung mit der Weisheit immer erinnern müssen. Sie sind: Die Erste Unterscheidung ist, dass das Höhere Licht vollkommen gleichmäßig ist, während die Bchinot, die in den zehn Sefirot des Or Yashar erkannt werden, die Aspekte der Einkleidungen (Levushim) für das Höhere Licht sind. Sie manifestieren sich jedoch überhaupt nicht, außer durch die Einkleidung im Or Choser.

 

Die Zahl zehn Sefirot ist im Or Yashar, aber im Or Choser sind es fünf Bchinot

94. Die zweite Unterscheidung ist die, dass die Zahl zehn Sefirot hauptsächlich im Or Yashar ist, aber im Or Choser sind es nur fünf Bchinot, wie der Rav hier sagt (Punkt 63).

 

Die zehn Sefirot des Or Yashar werden als ein einziges Leuchten betrachtet. Sie werden nur dann voneinander getrennt, wenn sie sich in das Or Choser einkleiden

95. Die dritte Unterscheidung ist die, dass die zehn Sefirot des Or Yashar an und für sich nicht voneinander getrennte Stufen sind, nur wenn sie in das Or Choser eingekleidet sind. Vielmehr werden sie als ein einziges Leuchten betrachtet. Wenn sie sich jedoch innerhalb der zehn Sefirot des Or Choser einkleiden, erscheinen große und enorme Unterschiede zwischen ihnen.

 

Es gibt Abstände in den zehn Sefirot des Or Yashar von dem Aspekt ihres eigenen Wesens her, obwohl sie wie ein einziges Leuchten sind

96. Die vierte Unterscheidung sind die Entfernungen in den zehn Sefirot des Or Yashar aus der Perspektive des Wesens jeder einzelnen Sefira, wie es in Teil 1, Or Pnimi Punkt 50 und Histaklut Pnimit dort steht.

 

Jedes Ding in der Folge wird von seiner Ursache empfangen. Das Leuchten bleibt in erster Linie in ihrer Ursache, und nur ein Zweig davon wird in die Folge ausgegossen

97. Die fünfte Unterscheidung ist das Maß des Abstandes zwischen der Ursache und der Folge und dass alles, was es in der Folge gibt, von seiner Ursache empfangen wird. Sie kann nichts von irgendeiner Stufe oberhalb ihrer Ursache empfangen, wenn nicht durch ihre Ursache. So viel die Ursache auf die Folge ausgießt, der größte Teil des Leuchtens bleibt in der Ursache und nur ein kleiner Zweig davon wird gegeben und kommt zur Folge, da das hauptsächliche Leuchten nicht gekommen ist, sondern nur für die Folge davon (siehe Punkt 24).

 

Alles, was näher an Bchina Dalet ist, wird als gröber betrachtet

98. Das sechste Unterscheidungsmerkmal ist die Unterscheidung der Nähe zu Bchina Dalet. Je näher es an Bchina Dalet ist, als desto niedriger und gröber wird es betrachtet (siehe Punkt 23). Diese Unterscheidung beginnt in den zehn Sefirot des Or Yashar erst ab dem Zimzum abwärts, wenn Bchina Dalet zu einem leeren Raum wurde und mit einem Massach korrigiert wurde. Daher wird diese Unterscheidung nicht in den Igulim umgesetzt, da es dort keinen Massach gibt.

99. Alle diese oben genannten Unterscheidungen, außer der letzten, gelten in den zehn Sefirot des Or Yashar sogar vor dem Zimzum. Auch wenn wir vor dem Zimzum keinerlei Verständnis haben, sollst du bei all dem „vom Unteren das Höhere lernen“, wie bekannt ist. Erinnere dich gut an diese Unterscheidungen und lass sie nicht von deinen Augen weichen, wenn du dich mit dem Studium der Weisheit beschäftigst.