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Lernen von der Quelle, Jüdische Feiertage

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Playlist Alle Lektionen   Aufzeichnung „Lernen von der Quelle“ 06.09.2026  

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Jüdische Feiertage   Auszüge aus den Quellen   Der Monat Elul 1. Baal HaSulam, Shamati 42, „Was bedeutet das Akronym Elul in der Arbeit? „Ich bin meines Geliebten.“ Es bedeutet: Dadurch, dass das „Ich“ seinen Willen zu empfangen vor dem …

Jüdische Feiertage

 

Auszüge aus den Quellen

 

Der Monat Elul

1. Baal HaSulam, Shamati 42, „Was bedeutet das Akronym Elul in der Arbeit?

„Ich bin meines Geliebten.“ Es bedeutet: Dadurch, dass das „Ich“ seinen Willen zu empfangen vor dem Schöpfer annulliert, in der Form des vollkommenen Gebens, erlangt es „und mein Geliebter ist mein“. Das heißt „und mein Geliebter“, welcher der Schöpfer ist, „ist mein“. Er gibt mir das Gute und das Vergnügen, das im Schöpfungsgedanken ist. Das heißt, was vorher verborgen und eingeschränkt war, wurde jetzt zur Enthüllung des Angesichts (Panim), da nun der Zweck der Schöpfung offenbart wurde, welcher darin besteht, den Geschöpfen Gutes zu tun.

 


 

Rosch HaSchana

2. Rabash, Notiz 882, „Rosh HaShanah“

„Rosh HaShana“ lässt sich als der Beginn der Schöpfung des Menschen deuten. Wie die Weisen sagten, wird zu Beginn eines Lebens über den Tropfen entschieden, ob er weise oder dumm sein wird (Nidda 16b). Der „Regen“ symbolisiert die physischen Kräfte des Menschen – ob er einen kleinen oder großen Verstand haben wird, ein kleines oder großes Herz, einen kleinen oder großen Willen, und Ähnliches.

Wenn der Mensch den guten Weg geht, kann man ihm nicht mehr hinzufügen, d. h. ihm nicht mehr Verstand und Willen geben, weil dies bei seiner Schöpfung bereits festgelegt wurde. Doch alle seine geistigen Fähigkeiten und all seine Anstrengungen nutzt er ausschließlich im Bereich der Heiligkeit und Notwendigkeit. Das reicht aus, um das Niveau zu erreichen, auf dem er das Licht Gottes erfahren und sich wahrhaftig mit Ihm verbinden kann, um seinen Anteil in der Kommenden Welt (Olam haBa) zu erhalten.

 


 

3. Rabash, Brief 29

Rosh HaShana ist die Zeit des Urteils, in der die Menschen vorteilhaft oder unvorteilhaft beurteilt werden. (...)

Das Urteil, nach dem ein Mensch am Anfang des Jahres gerichtet wird, bedeutet, dass der Mensch selbst der Richter und der Vollstrecker ist, denn der Mensch selbst ist der Richter, der Schlichter, der Kläger und der Zeuge. Es ist so, wie unsere Weisen sagten: "Wenn unten ein Urteil ist, gibt es oben kein Urteil."

 


 

4. Rabash, Brief 29

Nach der Wurzel und dem Rosh, die ein Mensch zunächst für sich selbst festlegt, setzt er sein Leben fort. Die Wurzel ist das Fundament, auf dem das ganze Gebäude aufgebaut ist.

 


 

Die zehn Tage der Rückkehr

5. Rabash, Brief 34

Die „zehn Tage der Rückkehr“ gelten als Tage der Abbitten und der Vergebung der Sünden. Alles, damit der Mensch Gelegenheit bekommt, wieder in den Dienst des Schöpfers zu treten, obwohl er der Arbeit so fern war.

Den Kern der Arbeit bildet das Gebet, denn nur durch das Gebet vermag der Mensch aus der Herrschaft der Vielen auszutreten und sich in die Herrschaft des Einzigen zu begeben. Denn hinsichtlich des Gebetes sind Klein und Groß gleich. Im Gegenteil, wer seine Geringfügigkeit mehr spürt, ist mehr in der Lage, ein echtes Gebet aus der Tiefe des Herzens zu sprechen, da er selbst weiß, dass er nicht in der Lage ist, sich durch seine selbstständigen Taten aus der Bedrängnis zu befreien.

 


 

Sünden

Pkt. 6 eng mit heb nicht identisch

6. Von eng. / Rabash, Notiz. 890 „Das Leid der Shechina – 2“

„Denn wir haben gegen Dich gesündigt mit dem Bösen Trieb“ (aus dem Jom Kippur-Gebet [Versöhnungstag]).

Wir sollten fragen: „Aber kommen nicht alle Übertretungen von dem Bösen Trieb?“ Wir sollten das so auslegen, dass die Sünde darin besteht, zu sagen, dass es einen Bösen Trieb gibt, anstatt: „Es gibt nichts anderes außer Ihm.“ Wenn ein Mensch unwürdig ist, wird er von oben hinausgeworfen. Das geschieht durch das Anziehen des Willens zum Empfangen, der als „Böser Trieb“ bezeichnet wird.

 

6. Von Heb. Rabash. Artikel 04 (1988) Was ist das Gebet um Hilfe und Vergebung in der Arbeit

Die Sünde des Menschen liegt also darin, dass er den Schöpfer nicht um Hilfe gebeten hat. Denn hätte er um Hilfe gebeten, hätte er die Hilfe des Schöpfers gewiss empfangen. Sagt der Mensch aber, er habe um Hilfe gebeten und der Schöpfer habe sie ihm nicht gegeben, so lautet die Antwort: Der Mensch muss glauben, dass der Schöpfer Gebete erhört, wie geschrieben steht: „Denn Du erhörst das Gebet eines jeden Mundes.“ Würde er wahrhaft glauben, wäre sein Gebet vollkommen. Und der Schöpfer erhört ein vollkommenes Gebet – das heißt, wenn der Mensch sich von ganzem Herzen danach sehnt, dass der Schöpfer ihm hilft.

 


 

Gebet

7. Rabash, Artikel 26 (1990) „Was bedeutet „Keiner ist so heilig wie der Ewige, denn es gibt niemanden außer Dir“ in der Arbeit“

Dass der Schöpfer ihm mitteilte, er solle beten, ist also so zu erklären, dass Er ihm die Kraft zu beten gab. Denn wenn der Schöpfer nicht die Kraft zu beten gibt, ist der Mensch nicht fähig zu beten.

Daraus ergibt sich, dass auch dies – dass der Mensch zum Schöpfer betet, Er möge ihm seine Sünden verzeihen – vom Schöpfer kommt: dass der Schöpfer ihm nämlich die Kraft und das Verlangen zu beten gibt. Es ergibt sich also, wie oben gesagt, dass alles der Schöpfer vollbringt. Denn selbst dies, dass der Mensch zum Schöpfer betet, Er möge ihm seine Sünden verzeihen, auch darauf wurde, wie oben gesagt, mit „Keiner ist so heilig wie der Ewige“ aus dem Grund „denn es gibt niemanden außer Dir“ angedeutet – dass der Mensch nämlich keine eigene Kraft der Heiligkeit besitzt. Vielmehr kommt alles vom Schöpfer.

 


 

Rückkehr

8. Rabash, Notiz 244 „Rückkehr (Tshuwa)“

Die Rückkehr (Tshuwa) bezieht sich auf Adam haRishon, bevor er durch die Sünde von der Spiritualität getrennt wurde. Daher muss jeder Einzelne, weil er ein Teil der Seele von Adam haRishon ist, erneut zur Spiritualität zurückkehren und sich ihr annähern.

 


 

9. Rabash, Artikel 33 (1991) „Was bedeutet es, dass der Schöpfer jemanden bei der Arbeit begünstigt?“

Was versteht man unter Umkehr? Das heißt, was muss der Mensch unter „Teshuva“ verstehen: dass er etwas erhalten hat und nun das, was er erhalten hat, (zurückgeben) muss? Die Sache ist wie oben beschrieben: Da der Mensch mit einer Natur geboren wird, die den Wunsch hat, zum eigenen Nutzen zu empfangen, möchte der Mensch daher nur zum eigenen Nutzen wirken, das heißt, er möchte, dass Gott sein Empfangsgefäß füllt. Und genau diesbezüglich muss der Mensch Umkehr vollziehen, d. h. alles um des Himmels willen tun; das heißt, was er empfängt, will er nicht zu seinem eigenen Vorteil empfangen, sondern alles, was er empfängt, dient dazu, dem Schöpfer Freude zu bereiten, da der Schöpfer möchte, dass der Mensch empfängt, wie geschrieben steht: „Sein Wille ist es, seinen Geschöpfen Gutes zu tun.“

 


 

10. Babylonischer Talmud, Traktat Joma, 85b

Rabbi Elazar ben Azaria sagte (3. Mose 16,30): „Von all ihren Sünden vor dem Herrn werden sie gereinigt.“ Die Verfehlungen zwischen dem Menschen und dem Schöpfer werden am Jom Kippur (Versöhnungstag) gesühnt. Die Verfehlungen zwischen dem Menschen und seinem Freund werden am Jom Kippur erst gesühnt, wenn er seinen Freund besänftigt hat.

 


 

Selichot

11. Rabash, Artikel 36 (1986) „Was ist die Vorbereitung auf die Selichot (Vergebungsgebete)?“

Bevor der Mensch um Verzeihung bittet, muss er zuerst eine Selbstprüfung über den Kern der Sünde anstellen. Danach kann er auf die Sünden blicken, die durch den Kern der Sünde verursacht wurden. Und der Mensch muss wissen: Der Kern der Sünde – das, womit der Mensch Schaden anrichtet und aus dem alle Sünden hervorgehen – besteht darin, dass der Mensch sich nicht bemüht, einen beständigen Glauben zu haben. Hat er nur einen teilweisen Glauben, so gibt er sich bereits damit zufrieden.

 


 

Slichot und Selbstreflexion

12. Rabash, Artikel 7 (1991) „Was ist „Mensch“ und was ist „Tier“ in der Arbeit?“

Gerade diejenigen, die das Geben erreichen wollen, spüren die Leere in sich und brauchen die Größe des Schöpfers. Sie können diese Leere speziell mit Erhabenheit füllen, die „voll von Mizwot“ genannt wird, und zwar in dem Maße, wie sie den Schöpfer bitten, ihnen die Kraft zu geben, über den Verstand hinausgehen zu können, was „Erhabenheit“ genannt wird.

 


 

Urteile

13. Rabash, Brief 49

Demnach ist der Mensch der Richter und muss entscheiden, auf wessen Seite die Gerechtigkeit liegt. Denn der Böse Trieb behauptet: „Alles gehört mir, der ganze Körper gehört mir, und der Mensch sollte nur Handlungen ausführen, die zu meinem Vorteil sind.“ Ebenso behauptet der gute Trieb: „Alles gehört mir, der ganze Körper gehört mir, und der Mensch sollte nur Handlungen ausführen, die zu meinem Vorteil sind.“

Wenn der Mensch Gerechtigkeit walten lassen und das Gute wählen will, stellt sich die Frage: Warum sollte er das Gute wählen und sagen, dass die Gerechtigkeit beim guten Trieb liegt? Man kann nicht sagen, dass er dies tut, um im Jenseits belohnt zu werden, denn es heisst: „Seid nicht wie Diener, die dem Herrn dienen, um einen Lohn zu erhalten“ usw. Vielmehr muss der Mensch das Gute wegen der Erhabenheit des Schöpfers wählen. (...)

Daraus folgt, dass der Mensch, wenn er Gerechtigkeit walten lässt, gezwungen ist, sich mit der Erhabenheit Gottes zu beschäftigen. Es ergibt sich, dass der Schöpfer durch die Gerechtigkeit erhöht wird. Und nachdem der Mensch bereits das Gute gewählt hat – und zwar nicht wegen einer Belohnung –, kann der Schöpfer ihm all Seine Gaben geben, ohne dass es „Brot der Schande“ ist. Dann lässt der Schöpfer Seine Heiligkeit herab und den Menschen die Heiligkeit fühlen.

 


 

Jom Kippur

14. Tiféret Shlomo über die Tora, Devarim

„Es gab für Israel keine besseren Tage als den 15. Aw und den Versöhnungstag.“

 


 

15. Rabash, Notiz 890 „Das Leid der Shechina – 2“

„Denn wir haben gegen Dich gesündigt mit dem Bösen Trieb“ (aus dem Jom Kippur-Gebet [Versöhnungstag]).

Wir sollten fragen: „Aber kommen nicht alle Übertretungen von dem Bösen Trieb?“ Wir sollten das so auslegen, dass die Sünde darin besteht, zu sagen, dass es einen Bösen Trieb gibt, anstatt: „Es gibt nichts außer Ihm.“ Wenn ein Mensch unwürdig ist, wird er von oben hinausgeworfen. Das geschieht durch das Anziehen des Willens zum Empfangen, der als „Böser Trieb“ bezeichnet wird.

Das ist die Bedeutung von „Denn die Neigung des Herzens des Menschen ist böse von seiner Jugend an“, was bedeutet, dass der Schöpfer ihn so erschaffen hat, da der Wille zum Empfangen das eigentliche Kli [Gefäß] ist, nur man muss es korrigieren.