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TES 2

Histaklut Pnimit (Innere Betrachtung)

Igulim und Yosher, enthält zehn Kapitel

 

Kapitel Eins

Erklärt die zehn Sefirot von Igulim; enthält sechs Themen: 1. Igulim werden als GaR angesehen. 2. In den Sefirot von Igulim ist das Äußere wichtiger. Umgekehrt ist bei den Sefirot de Yosher das Innere wichtiger. 3. Zwei Aspekte des Empfangens in den Kelim: A. durch ihre Innerlichkeit (Pnimiut), B. durch ihre Äußerlichkeit (Chizoniut). 4. Bchina Dalet kann nicht erscheinen, es sei denn, die drei vorhergehenden Bchinot lassen sie erscheinen. 5. Die vier Bchinot sind wie vier Schichten in den Wänden eines Kli, eine über der anderen. Die Fülle wird in der inneren Schicht empfangen. 6. Je größer die Awiut des Massach, desto höher ist das Niveau des Or Choser, das aufsteigt. Es gibt fünf Niveaus.

 

Igulim werden als GaR angesehen.

1.   Der ARI  sprach sehr wenig über die zehn Sefirot von Igulim. Sogar die Worte, die er sagte, schienen voller Widersprüche zu sein. Es ist jedoch unmöglich, sie näher zu erläutern, da sie als die ersten drei Sefirot betrachtet werden, in die wir uns nicht vertiefen dürfen.

Nichtsdestoweniger sollte das Wenige, das der ARI geschrieben hat, ausführlich erklärt werden, genug, um das Ziel zu erreichen, das der ARI angestrebt hatte, d. h. so viel, wie nötig ist, um die Zusammenhänge in dieser Weisheit zu verstehen.

In den zehn Sefirot von Igulim ist das Äußere wichtiger.

2.   Wir werden mit einem allgemeinen Verständnis der Dinge beginnen. Der ARI teilt die Realität in zwei Unterscheidungen: Igulim und Yosher. Das bedeutet, dass alle Parzufim in den fünf Welten, Adam Kadmon, ABYA bis zu Olam haSe (Diese Welt), aus zehn Sefirot von Igulim und zehn Sefirot von Yosher bestehen.

Wir haben gesehen, dass bei den Sefirot von Igulim das Äußere besser und das Innere schlechter ist. Der oberste Igul, der dem umgebenden Ejn Sof, das sich um die gesamte Realität dreht, am nächsten liegt, ist der beste unter ihnen und wird Keter genannt.

In seinem Inneren befindet sich ein zweiter Igul, genannt Chochma, der schlechter als Keter ist. Es folgt alles nach dem gleichen Muster bis zum innersten Punkt, der Olam haSe (diese Welt) ist, die dunkel ist, ohne Licht, schmutzig, die schlimmste aller Igulim. Also, je weiter innen der Igul, desto schlechter ist er, und je weiter außen der Igul, desto besser ist er.

Bei den zehn Sefirot de Yosher ist das Innere wichtiger.

3.   Bei den Sefirot de Yosher ist es umgekehrt, bei ihnen ist das Innere besser. Das liegt daran, dass die ersten und innersten zehn Sefirot de Yosher die zehn Sefirot der Welt Adam Kadmon sind. Man nennt sie den Kav, der sich von Ejn Sof ausdehnt, fast bis hinunter zu Olam haSe, aber ohne sie zu berühren.

Ihre Äußerlichkeit wird von den zehn Sefirot de Yosher der zweiten Welt, die Welt Azilut genannt wird, eingekleidet, deren Verdienst geringer ist als der von der Welt Adam Kadmon. Die Äußerlichkeit der Welt Azilut wird von den zehn Sefirot de Yosher der Welt Brija eingekleidet, deren Verdienst geringer ist als der von der Welt Adam Kadmon. Dies geschieht in gleicher Weise bis zu den zehn Sefirot de Yosher der Welt Assija, der schlimmsten aller Welten, die die Äußerlichkeit aller Welten einkleidet.

So ist bei Sefirot de Yosher das Äußere schlechter und das Innere besser, das ist das Gegenteil der zehn Sefirot de Igulim. In dieser Gegensätzlichkeit zwischen den Sefirot de Igulim und den Sefirot de Yosher wird hier in der Tat ein tiefgründiges und großes Konzept vorgestellt, das gründlich untersucht werden sollte.

Zwei Wege des Empfangens im Kli: 1. durch den Toch (Inneres), 2. durch die Chizoniut (Äußerlichkeit).

4.   Du kennst bereits den Mittelpunkt in Ejn Sof, wo der Zimzum stattfand und das Licht sich von diesem Punkt entfernte und zu einem leeren Raum wurde (siehe Teil 1, Kapitel 1, Punkt 50). Es wird erklärt, dass er „der Mittelpunkt“ genannt wird, um anzuzeigen, dass er nicht durch seine Innerlichkeit (Pnimiut) und sein Inneres (Toch), sondern nur durch seine Äußerlichkeit (Chizoniut) aus seiner Umgebung empfängt. Er empfängt das Licht ohne jede Begrenzung und Messung, weil das, was er von der Äußerlichkeit empfängt, das Licht nicht begrenzt.

Infolgedessen haben wir in den Kelim zwei Arten des Empfangens:

1.   Durch die Äußerlichkeit

2.   Durch die Innerlichkeit.

Wir müssen genau verstehen, mit welcher Innerlichkeit und Äußerlichkeit wir uns hier befassen, denn dies bezieht sich natürlich nicht auf einen Ort oder ein Gebiet, unter dem man sich Äußerlichkeit und Innerlichkeit vorstellen könnte.

Die ersten drei Bchinot verursachen nur das Erscheinen von Bchina Dalet, aber sie können nicht empfangen; sie sind wie vier Schichten in der Wand des Kli.

5.   Du weißt bereits, dass der Begriff „spirituelles Kli“ sich auf den Willen (Razon) im Geschöpf (Neezal) bezieht, das seine Fülle von Ejn Sof empfängt. Außerdem weißt du bereits, dass dieser Wille vier Phasen (Bchinot) untereinander hat. Mit anderen Worten, dieses Kli, das der obige Wille zu Empfangen ist, kann seine Aufgabe erst dann ausführen, nachdem er allmählich die oben genannten vier Phasen durchlaufen hat.

Bchina Alef ist ein sehr schwacher Wille; Bchina Bet ist größer als Bchina Alef usw. Bchina Dalet ist das volle Maß des Willens, wie es für die endgültige Vollendung des Kli sein sollte.

Der Grund dafür wurde bereits erklärt (siehe Teil 1, Kap. 1, Punkt 50). Da die Form dieses Willens zu  empfangen dem Willen zu geben im Or Ejn Sof absolut entgegengesetzt ist, kann er nicht auf einmal, sondern nur langsam erscheinen. Er beginnt mit dem Willen zu Geben an der Wurzel, Keter genannt, und setzt sich fort bis zu etwas mehr Grobheit, was Bchina Alef ist. Von dort aus geht es weiter zu mehr Grobheit, nämlich Bchina Bet, und so weiter in der gleichen Weise bis Bchina Dalet, die der Form des Lichts absolut entgegengesetzt ist. Sie ist nämlich in der Lage, im Geschöpf als Kli zu dienen.

Jedoch ist der Wille, in den drei vorhergehenden Bchinot zu empfangen, nicht genug offenbart, um als Kli für das Empfangen zu dienen. Daher wird nur Bchina Dalet als Kli für das Empfangen im Geschöpf angesehen, und aus diesem Grund wird sie Innerlichkeit und Toch des Geschöpfes genannt. Bchina Gimel im Willen wird als außerhalb von Bchina Dalet betrachtet; Bchina Bet liegt außerhalb von Bchina Gimel, und Bchina Alef liegt außerhalb von Bchina Bet. Bchina Keter ist die äußerste von allen.

Wie ein materielles Gefäß (Kli), das vier übereinanderliegende Schichten enthält, wird die Fülle in diesem Kli sicherlich in der vierten, innersten Schicht empfangen. Die drei äußeren Schichten, die es umgeben, sind nur als Unterstützung für die vierte, innerste Schicht da. Auch hier wird das Licht nur in Bchina Dalet empfangen, während die drei ersten Bchinot außerhalb von ihr liegen und nur deshalb kommen, weil es unmöglich ist, dass alles auf einmal kommt, sondern nur durch eine Verkettung, wie wir oben erklärt haben.

Pnimiut (Innerlichkeit) und Awiut (Grobheit) sind dasselbe; Chizoniut (Äußerlichkeit) und Sakut (Feinheit) sind ebenfalls dasselbe.

6.   Jetzt hast du gründlich über die Innerlichkeit und Äußerlichkeit gelernt, die wir bei jedem Kli unterscheiden müssen. Da es in jedem Kli vier Bchinot gibt, wird die letzte von ihnen Toch und Innerlichkeit dieses Kli genannt; sie ist die Essenz des Empfangens im Kli. Die Bchinot, die ihr vorausgehen, sind dazu bestimmt, die letzte von ihnen zu offenbaren und werden daher als die Äußerlichkeit des Kli angesehen.

Je weiter die Stufe von der letzten Bchina entfernt ist, als desto äußerlicher wird sie betrachtet. Du solltest auch wissen, dass Bchina Alef reiner ist als Bchina Bet, und Bchina Dalet ist die gröbste von allen. Es stellt sich heraus, dass die Pnimiut (Innerlichkeit) und die Awiut (Grobheit) ein und dieselbe Sache sind, und der Grund, dass Bchina Dalet als diejenige angesehen wird, die die Fülle empfängt, ist, weil sie die größte Grobheit hat.

In ähnlicher Weise sind die Chizoniut (Äußerlichkeit) und Sakut (Feinheit) ein und dasselbe, weil ihr Willen zerbrechlich ist und fein, und somit näher am Schöpfer. Aus diesem Grund ist sie das Äußerste, d. h. das am weitesten vom Empfangen entfernte, das die Innerlichkeit und der Toch ist.

Nähe und Entfernung zum Schöpfer werden nach dem Maß des Empfangens im Geschöpf bewertet.

7.   So schrieb der ARI über die Sefirot de Igulim, dass das Äußere besser und näher am Schöpfer sei. Das liegt daran, dass die Bchina Shoresh, Keter genannt, in ihrer Form am reinsten und Ejn Sof am nächsten ist. Sie wird als die Äußerste bezeichnet, d. h. am weitesten vom Toch und von der Innerlichkeit entfernt, was Empfangen bedeutet.

Nach ihr kommt Bchina Alef, die mehr innerlich ist als Keter, d. h. näher am Empfangen. Bchina Bet ist mehr innerlich als sie, d. h. näher bei Bchina Dalet, was näher am Empfangen bedeutet. Somit ist Bchina Dalet die eigentliche Innerlichkeit, was bedeutet, dass die Fülle in ihr empfangen wird. Aus diesem Grund ist auch ihre Form die am weitesten vom Schöpfer entfernte.

Bei den zehn Sefirot de Yosher wird die Stufe nach dem Or Choser gemessen, das aus der Awiut im Massach aufsteigt; je größer die Awiut, desto größer das Or Choser.

8.   In zehn Sefirot de Yosher geht es um die Frage des Or Choser, das aus dem Siwug des Massach mit dem Höheren Licht aufsteigt. Die Menge an Or Choser wird durch die Awiut im Massach gemessen, die den Siwug mit dem Höheren Licht (Or Eljon) ausführt.

Die größte Awiut im Massach, nämlich Bchina Dalet, lässt ein volles Maß an zehn Sefirot entstehen, so hoch wie Keter. Wenn die Menge an Awiut im Massach um eine Bchina geringer ist, bestehend nur aus der Bchina Gimel, dann lässt dies zehn Sefirot entstehen, die nur so hoch wie Chochma reichen, und Keter fehlt.

Wenn er nur aus der Awiut von Bchina Bet besteht, lässt dies nur zehn Sefirot entstehen, die jeweils nur so hoch wie Bina reichen, ohne die Stufen Keter und Chochma.

Wenn der Massach nur die Awiut von Bchina Alef hat, lässt dies nur zehn Sefirot entstehen, von denen jede nur so hoch wie Seir Anpin reicht. Wenn der Massach schließlich fein ist und nicht einmal die Awiut von Bchina Alef hat, lässt dies keine Stufe entstehen, sondern nur die Bchina Malchut. Dies wird im dritten Teil näher erläutert.

 

Kapitel zwei

Erklärt die fünf Hauptunterscheidungen in den fünf Welten von Adam Kadmon und ABYA; enthält sechs Themen: 1. Die fünf Welten namens Adam Kadmon und ABYA, die durch die vier Niveaus von Awiut im Massach unterschieden werden. 2. Der Höhere gibt dem Unteren nur durch die größere Awiut, und der Untere empfängt nur durch die größere Sakut. 3. Der Grund für das Verschwinden des Lichts von den drei Bchinot, die der Bchina Dalet vorausgingen, obwohl nur Bchina Dalet den Zimzum machte. 4. Erläuterung des Siwug de Hakaa. 5. Was ist das Or Choser, das sich von unten nach oben durch einen Siwug de Hakaa erhebt? 6. Das Or Choser, das sich vom Siwug de Hakaa erhebt, wird zum Kli für das Empfangen des Höheren Lichts (Or Eljon) anstelle von Bchina Dalet.

Die Unterscheidung zwischen den fünf Welten Adam Kadmon und ABYA wird in erster Linie nach der Awiut in ihrem Massach ausgeführt. In Adam Kadmon ist es Bchina Dalet.

9. Wisse, dass das, was die fünf Welten Adam Kadmon und ABYA de Yosher voneinander unterscheidet, das Maß der Awiut im Massach ihrer Kelim ist. Der Massach der Kelim in der Welt Adam Kadmon ist sehr grob, d. h. die Awiut der Bchina Dalet ist die größte Awiut in den gesamten Welten.

Daher sind seine zehn Sefirot vollständig, d. h. alle befinden sich auf dem Niveau von Keter, das am nächsten bei Ejn Sof liegt, welches die erste und wichtigste Welt ist, die die beiden Enden zwischen Ejn Sof, gesegnet sei Er, und der Olam haSe verbindet.

Aus diesem Grund finden wir vor, dass dies auch als die Innerlichkeit aller Welten betrachtet wird, denn du weißt bereits, dass die Innerlichkeit und die Awiut ein und dasselbe sind. Da der Massach in den Kelim von Adam Kadmon von Bchina Dalet ist, also mit der größten Awiut, ist er also der innerste.

Die Welt Azilut stammt aus dem Massach von Bchina Gimel und ist daher äußerlich von Adam Kadmon, d. h. der Bchina Dalet.

10. Der Massach in den Kelim der Welt Azilut ist nicht so grob wie der der Welt Adam Kadmon, weil die Awiut im Massach von Azilut nur von der Bchina Gimel ist. Folglich erreicht keine der zehn Sefirot de Yosher von Azilut eine höhere Stufe als Chochma, und ihnen fehlt Keter.

Daher werden sie im Vergleich zu den zehn Sefirot auf dem Niveau von Keter in der Welt Adam Kadmon als niedrig bewertet. Sie werden auch im Vergleich zu den zehn Sefirot in Adam Kadmon als äußerlich betrachtet. Der Grund dafür ist, dass die Awiut von Bchina Gimel außerhalb von Bchina Dalet liegt und die Sakut und die Äußerlichkeit ein und dasselbe sind. Folglich wird die Welt Azilut zur Kleidung, d. h. Äußerlichkeit, die die innere Welt Adam Kadmon einkleidet.

Der Massach von Brija stammt von der Bchina Bet ab, deshalb ist er äußerlich von Azilut

11. Der Massach in den Kelim der zehn Sefirot von der Welt Brija ist noch feiner als der von der Welt Azilut und besteht nur aus der Awiut von Bchina Bet. Somit reicht das Niveau seiner zehn Sefirot nicht höher als das von Bina.

In Anbetracht dessen wird die Welt Brija als äußerlich von Azilut liegend betrachtet, wo es die Awiut von Bchina Gimel gibt, so dass sie innerlicher als die Welt Brija liegt, die nur aus der Awiut von Bchina Bet besteht. Somit wird die Welt Brija als äußerlich betrachtet, die die Welt Azilut einkleidet.

Der Massach von Yezira stammt von der Bchina Alef ab, deshalb ist er äußerlich von Brija

12. Der Massach von der Welt Yezira besteht nur aus der Awiut von Bchina Alef, der schwächsten. Daher erreichen die zehn Sefirot von der Welt Yezira ein niedriges Niveau, nur so hoch wie Seir Anpin, ohne die ersten drei Sefirot, Keter, Chochma und Bina.

Dadurch ist die Welt Yezira äußerlicher als der Welt Brija, denn sie hat die Awiut von Bchina Bet, die sich im Inneren der Awiut der Bchina Alef in der Welt Yezira befindet. Aus diesem Grund wird die Welt Yezira als äußerlich betrachtet, als Einkleidung der Welt Brija.

Der Massach von Assija stammt von der Awiut Shoresh, deshalb ist er äußerlicher von allen

13. Der Massach in den zehn Sefirot von Yosher in der Welt Assija ist völlig fein, ohne Awiut. Folglich gibt es in ihnen keinen Siwug mit dem Höheren Licht, der Or Choser erhebt.

Weil sie kein Or Choser haben, haben sie auch kein Höheres Licht, weil das Höhere Licht nicht in einem Parzuf sein kann, in dem es kein Or Choser gibt. Daher haben diese zehn Sefirot nur die Stufe von Malchut; es fehlen die ersten neun Sefirot: Keter, Chochma, Bina und Seir Anpin (mit den sechs Sefirot CHaGaT NeHJ).

Da ihr Massach feiner ist als in allen vorherigen Welten, werden sie natürlich auch als äußerlicher betrachtet. Das liegt daran, wie du bereits weißt, dass die Feinheit (Sakut) und die Äußerlichkeit (Chizoniut) ein und dasselbe sind.

So wird die Welt Yezira, deren Kelim noch einen Massach der Bchina Alef haben, in Bezug auf die Welt Assija als eine mehr innere Welt betrachtet. Gleichzeitig wird die Welt Assija als äußerlicher angesehen und bekleidet die Welt Yezira und alle anderen Welten ein, denn sie ist die feinste von allen.

Der Gegensatz zwischen dem Geben des Lichts und der Einkleidung (Hitlabshut) des Lichts.

14. Dies ist nicht überraschend, denn es ist vernünftig zu denken, dass das wichtigere Licht die reineren Kelim einkleiden sollte, weil die Form des reinen Kli näher am Licht liegt. Warum heißt es hier also, je größer die Awiut, desto höher das Niveau?

In der Tat sollten wir wissen, dass die Frage der Einkleidung des Lichts in die Kelim die eine Frage ist, und der Einfluss des Höheren Lichts auf den Parzuf ist ein anderes Thema. Sie liegen weit auseinander und stehen in der Tat in umgekehrter Beziehung zueinander.

Es gilt die Regel, dass der Höhere nur mit der größeren Awiut gibt, während der Untere nur mit der größeren Sakut vom Höheren empfängt. Wir müssen das verstehen, denn es ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis dieser Weisheit.

                                   Der Zimzum war nur in der Bchina Dalet allein

15. Um das zu verstehen, brauchen wir ein gründliches Verständnis des Themas von Zimzum und Kav, denn du weißt bereits, dass der Zimzum nur in Bchina Dalet, genannt Malchut de Ejn Sof, oder der „Mittelpunkt“, war. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Zimzum bedeutet das Zurückhalten des Willens zu empfangen. Mit anderen Worten: Man hindert sich selbst daran, die Fülle vom Or Ejn Sof empfangen zu wollen. Der Zimzum gilt also nur für das empfangende Kli. Da es dort außer der Bchina Dalet kein anderes Kli gibt, gilt der Zimzum also ausschließlich für die Bchina Dalet.

Es wurde bereits oben erläutert, dass die drei Bchinot, die der Bchina Dalet vorausgegangen sind, nicht als Empfangsgefäße, sondern nur als Ursachen betrachtet werden. Das bedeutet, dass die Folge ihrer Emanation das Erscheinen dieses Kli zum Empfangen ist, nämlich Bchina Dalet. Deshalb gilt der Zimzum nicht für sie, sondern nur für den Mittelpunkt, nämlich für die Bchina Dalet.

Das Licht ist vollständig verschwunden, weil es außer der Bchina Dalet kein anderes Kli gab

16. Da Bchina Dalet ihren Willen verkleinerte, entfernte sich das Licht auch aus den drei früheren Bchinot. Das liegt daran, dass sie keine anderen Gefäße (Kelim) haben, mit denen sie das Licht erhalten können.

Sogar die Lichter, die zu den drei früheren Bchinot gehören, müssen in Bchina Dalet empfangen werden, weil sie keine eigenen Gefäße zum Empfangen haben. Da Bchina Dalet nicht mehr empfing, verschwand das gesamte Licht sofort.

                             Es gab nur die ersten drei Bchinot im Licht des Kav

17. Nach dem Verschwinden des Lichts aufgrund des Zimzum, verließ das Licht noch einmal Ejn Sof in Form eines Kav und dehnte sich aus. Das bedeutet, dass sich nur eine kleine Menge Licht ausdehnte, die nur die ersten drei Bchinot des Willens zu empfangen enthält, ohne die Bchina Dalet (siehe Teil 1, Kap. 2, Punkt 2).

Wir haben erklärt, dass sich in den ersten drei Bchinot des Willens keine Empfangsgefäße befinden. Wir sollten daher fragen: „Wie kann Licht ohne Empfangsgefäße empfangen werden? Schließlich enthalten diese drei Bchinot keine Form des Empfangens in sich. Außerdem ist Bchina Dalet, das einzige Kli für das Empfangen im Parzuf, hier nur ein Kav.

                                       Erklärung des Siwug de Hakaa

18. Da der Zimzum nur vonseiten des Geschöpfes und überhaupt nicht vonseiten des Schöpfers stammt, ist das Höhere Licht überhaupt nicht genau in Bezug auf jenen Zimzum, den der Mittelpunkt ausgeführt hat. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass das Höhere Licht auch zu Bchina Dalet hinabsteigt, aber Bchina Dalet hält es davon ab, in ihr zu erscheinen, wegen des vorherigen Zimzum auf Bchina Dalet, bevor dieses Licht kam.

Die Bücher nennen diesen Zustand Siwug de Hakaa. Es ist wie bei zwei Objekten, bei denen das eine durchbrechen, und den Zaun und die Grenze, die der andere errichtet hat, überqueren will. Der andere jedoch steht fest dagegen und hindert den ersten daran, den Zaun zu durchbrechen und zu überqueren. In diesem Zustand wird festgestellt, dass jeder von ihnen die Grenze des anderen schlägt.

Man kann ihn auch mit zwei festen Stoffen vergleichen, denn die Beschaffenheit der Flüssigkeit lässt andere Dinge eindringen und sich mit ihr vermischen, und auch weiche Stoffe lassen andere Stoffe ein wenig eindringen und drücken auf ihre obere Schale. Bei zwei festen Stoffen jedoch lässt der eine den anderen nicht einmal ein wenig an sich heranrücken. Wenn also zwei harte Gegenstände aufeinandertreffen, schlagen sie sich gegenseitig, und die Begegnung selbst ist die Ursache für dieses Schlagen.

Das Gleiche gilt für die Ausdehnung des Höheren Lichts aus Ejn Sof: Sein Verhalten ist es, auch Bchina Dalet so auszufüllen, wie es in Ejn Sof der Fall ist. Aus diesem Grund kommt das Licht zwar herab, um Bchina Dalet zu bekleiden, aber die Kraft des Zimzum von Bchina Dalet hält es fest und lässt es nicht zu ihr herabsteigen.

Folglich wird diese Begegnung des Höheren Lichts mit der Kraft des Zimzum als Siwug de Hakaa bezeichnet. Das bedeutet, dass jeder von ihnen den Durchgang des anderen unterbricht und verhindert, denn das Gesetz von Or Ejn Sof soll Bchina Dalet erfüllen, und Bchina Dalet selbst hat das Gesetz, das Höhere Licht zurückzuweisen und nicht zu empfangen.

Erklärung des Or Choser.

19. Ein neues Licht wurde durch die obige Begegnung und den Hakaa erzeugt. Wie beim Sonnenlicht auf einem Spiegel, d. h. auf einem Glas, das auf der anderen Seite bemalt ist, können die Sonnenstrahlen wegen der Farbe auf der anderen Seite nicht durch den Spiegel hindurchgehen. Folglich kehren die Sonnenstrahlen nach hinten zurück und erzeugen ein Glitzern des Lichts.

Ähnlich verhält es sich, wenn das Höhere Licht in Bchina Dalet, genannt Massach, auf die Kraft des Zimzum trifft, und dieser Massach es zu seinem Ursprung zurückweist. In diesem Fall geht es jedoch nicht um eine Verhüllung. Im Gegenteil, die Rückkehr des Höheren Lichts von Bchina Dalet aufwärts wird als ein neues und besonderes Licht betrachtet, das zum Höheren Licht aufsteigt, es einkleidet und es in seinem Inneren hält. Aus diesem Grund wird es als Kli betrachtet, das das Höhere Licht empfängt.

Wie das Or Choser anstelle von Bchina Dalet zum Empfangsgefäß wird.

20. Du solltest wissen, dass es im Rosh von jedem Parzuf keine anderen Empfangsgefäße als das obige Or Choser gibt. Die gesamte Kraft des Empfangens in diesem Or Choser kommt, weil es aus dem Hakaa in Bchina Dalet stammt. Weil es ein Ergebnis von Bchina Dalet ist, wird es auch zu einem Empfangsgefäß. Diese Angelegenheit wird in Teil 3 ausführlich erklärt, denn dort gehört dies hin.

Das Or Choser war das Kli des Empfangens im Kav.

21. Jetzt kannst du verstehen, was wir oben gefragt haben: „Wie kann sich das Höhere Licht nur in drei Bchinot ausdehnen, während es in diesen Bchinot keine Empfangsgefäße gibt? Aus der vorhergehenden Erklärung kannst du nun ersehen, dass auch das Empfangen dieses Lichts nur von der Bchina Dalet stammt. Sie wird jedoch im Empfangsgefäß des Or Choser akzeptiert, das aus dem Siwug de Hakaa in Bchina Dalet aufsteigt.

Dieses Or Choser wird als das Kli für das Empfangen im Kav betrachtet, der sich von Ejn Sof bis in den Chalal (Raum) ausgedehnt, genau wie Bchina Dalet selbst, nämlich das Empfangen von Ejn Sof. So nimmt nun nach dem Zimzum, der in Bchina Dalet fehlte, das Or Choser, das durch den Massach in ihr erzeugt wird, ihren Platz ein.

Die Kelim der zehn Sefirot de Rosh sind für nur die Wurzeln für die Kelim.

22. Es wurde bereits erklärt, dass es zwar vier Bchinot im Willen zu empfangen gibt, aber nicht alle als Kelim zum Empfangen betrachtet werden, sondern nur Bchina Dalet. Wir haben auch gelernt, dass das Kli für das Empfangen dieses Kav, das sich nach dem Zimzum von Ejn Sof in den Chalal (Raum) ausgedehnt, in Wirklichkeit das Or Choser ist, das vom Massach in Bchina Dalet aufsteigt. Weil es aus der Bchina Dalet stammt, macht sie es fähig ein Empfangsgefäß zu sein.

Es wird erklärt, dass dieses Or Choser seine Qualifikation, ein Kli für das Empfangen zu werden, erst dann vollendet, wenn es sich von seinem Massach nach unten ausdehnt. Folglich dehnt sich der Massach noch einmal in vier Stufen aus, bis hinauf zu Bchina Dalet, und dies sind die wirklichen Kelim des obigen Kav.

Die ersten vier Bchinot, die durch die Kraft des Siwug de Hakaa vom Massach nach oben bis zur Wurzel ausgeströmt wurden, werden jedoch nur als die Wurzeln der Kelim betrachtet. Da die Kraft des Massach nicht mit diesem Or Choser von seinem Ort aufwärts aufsteigen kann, gibt es dort nur das Licht, ohne irgendeine Awiut vom Massach. Daher sind dies keine echten Kelim, sondern nur die Wurzeln für sie.

Danach, wenn sich dieses Or Choser von der Stelle des Massach nach unten ausdehnt, führt es die Awiut des Massach mit sich und wird zu echten Kelim.

 

Kapitel 3

Erklärt das Wesen und die Substanz in den Kelim; enthält zwei Themen: 1. Drei grundlegende Beobachtungen über die Kelim: a. das Wesen der Substanz in ihnen; b. die Kraft des Zimzum in ihnen; c. der Massach in ihnen. 2. Es gibt zwei Unterscheidungen in den Kelim: a. Malchut des Höheren wurde die erste Substanz im Unteren; b. das Licht, das in diese erste Substanz hineinreicht, wird als der Untere selbst betrachtet.

Detaillierte Erklärung der vier Bchinot des Willens.

23. Nun eröffnet sich uns eine Möglichkeit, unsere frühere Frage nach der Ordnung der Sefirot de Yosher zu verstehen, in der das Gröbere höher und wichtiger ist. Dies steht im Gegensatz zum gesunden Menschenverstand; der gesunde Menschenverstand zieht den Schluss, dass das reinere Kli das höhere und wichtigere Licht einkleiden sollte und das gröbere Kli das geringere Licht.

Du kannst es aus dem Vorgenannten verstehen, aber zuerst sollten wir die Bedeutung der vier Bchinot im Willen näher erläutern. Denn diese Bchinot sind die Kelim der zehn Sefirot, die folgendermaßen benannt werden: Chochma, Bina, Seir Anpin (bestehend aus sechs Sefirot CHaGaT NeHJ), und Malchut, und ihre Wurzel, genannt Keter, sie bedürfen einer ausführlichen Erklärung.

Drei Beobachtungen: die Substanz des Kli: die Kraft des Zimzum im Kli; der Massach in ihm.

24. Es gibt drei grundlegende Beobachtungen in diesen Kelim:

1.   Das Wesen der Substanz des Kli.

2.   Die Kraft des Zimzum in ihm, d. h. das Verschwinden (Histalkut) aus dem großen Willen zu empfangen, durch seine eigene unabhängige Wahl, und nicht aufgrund der Autorität des Höheren.

3.   Der Massach, d. h. das Verschwinden aus dem großen Willen, den die Autorität des Höheren empfängt. Dies ist ein erzwungenes Verschwinden, nicht aus seiner Erkenntnis.

Wir werden sie eine nach der anderen erklären.

Die vier Stufen des Willens zu empfangen sind die Substanz des Kli.

25. Du weißt bereits, dass die Substanz jedes Kli aus vier Stufen des Willens zu empfangen besteht, eine nach der anderen. Der Obere ist der Grund und die Ursache für den Austritt seines Unteren. Shoresh (die Wurzel) ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Alef; Bchina Alef ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Bet; Bchina Bet ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Gimel; Bchina Gimel ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Dalet.

Diese erzwungene Abfolge von Ursache und Folge ist bereits im ersten Teil gründlich geklärt worden (Or Pnimi, Kap. 1, Punkt 50, studiere es dort gut, denn ich möchte vermeiden, dass dieser lange Text unnötig wiederholt wird. Du solltest ihn jedoch gründlich studieren, da ich mich in der Fortsetzung meiner nachfolgenden Erklärung auf dies verlasse).

Zwei Unterscheidungen in jeder Bchina: was sie von ihrem Höheren hat; was sie von ihrem eigenen Wesen hat.

26. Wir sollten beachten, dass es in jeder Bchina zwei Beobachtungen zu diesen vier Bchinot gibt:

1.   Die Menge an Substanz, die ihr durch sich selbst zuteil wurde.

2.   Die Menge der Substanz in ihrem Wesen, die durch das Licht, das in sie eingekleidet ist, aktiviert wird.

Es ist bekannt, dass der Willen in der Stufe mit dem Namen der Malchut dieser Stufe bezeichnet wird. Selbst dort, wo es keine Unterscheidung eines Kli gibt, d. h. in Ejn Sof, bezeichnen wir den Willen immer noch mit dem Namen Malchut de Ejn Sof.

Hinsichtlich des Verses Hu we Shmo Echad (Er und sein Name sind Eins) ist bekannt, dass Shem (Name) Malchut bezeichnet, und Shmo ist gleich dem Willen, in der Gematria.

Malchut von Keter stieg herab und wurde zur Substanz der Sefira Chochma.

27. Nun werden wir die zwei Beobachtungen erklären, die wir in jeder Bchina von den vier Bchinot machen sollten: Die Wurzel (Shoresh) der Stufe, die Unterscheidung des Einflusses von Or Ejn Sof, wird als Keter dieser Stufe bezeichnet.

Es ist bekannt, dass es im Höheren Licht nur den Willen gibt, dem anderen Gutes zu geben und ihm Gutes zu tun, d. h. der gesamten Realität, die in den von Ihm erschaffenen Welten existiert. Es gibt jedoch in Ihm nichts vom Willen zu empfangen, wie in Histaklut Pnimit Teil 1 geschrieben steht. Malchut de Keter ist der Grund für Bchina Alef. Das liegt daran, dass der Wunsch im Höheren zu einem zwingenden Muss im Unteren wird.

So wurde der Wille zu geben und Gutes zu tun, der Malchut de Keter ist, in Bchina Alef, genannt Chochma, zum „Willen zu empfangen“. Es wird angenommen, dass Malchut de Keter selbst abstieg, sich einkleidete und zum Willen zu empfangen von Bchina Alef, also ihrer eigentlichen Substanz, wurde.

Das ist so, weil der Willen in Bchina Alef die Substanz in dieser Bchina ist, und das Höhere Licht, genannt „Chaja“, ist in dieser Substanz eingekleidet. Daher geht man davon aus, dass Malchut de Keter die Substanz der Sefira, genannt Chochma, wurde. Dies ist die erste Unterscheidung, die in der Substanz von Bchina Alef getroffen werden sollte.

Nach dem Erscheinen des Or Chochma kommt das Kli de Chochma selbst.

28. Die zweite Unterscheidung ist, dass nachdem sich das Höhere Licht, genannt Chaja, in Malchut de Keter ausdehnte, was die oben genannte Substanz von Chochma ist, empfing Malchut de Keter die wirkliche Substanz von Bchina Alef. Das bedeutet, dass, obwohl Malchut de Keter, nämlich der Wille zu geben, der im Höheren Licht enthalten ist, zum Willen zu empfangen und zur ersten Substanz von Bchina Alef wurde, es nur ausreichte eine Wurzel für Bchina Alef zu sein, was bedeutet, dass dieser Wille zu empfangen das Licht in sich zog.

Wir können es als die erste Substanz der Sefira Chochma bezeichnen, denn es wird immer noch als Keter und als Schöpfer angesehen. Es tritt aus dem Schöpfer und Keter aus zum Geschöpf oder Chochma, genannt Bchina Alef, erst dann, wenn der obige Wille zu empfangen die mit ihr verbundene Chaja des Lichts ausdehnt. Dann hörte es auf, als Schöpfer betrachtet zu werden und wurde Geschöpf oder Chochma genannt. Studiere es gründlich, und du wirst das Ziel nicht verfehlen.

Jetzt hast du die beiden Unterscheidungen im Kli Chochma kennengelernt: Die erste ist Malchut des Höheren, das heißt, bevor sie ihr Licht ausgedehnt hat, und die zweite wird das Kli Chochma selbst genannt, nämlich Malchut de Chochma. Das liegt daran, dass das Kli immer Malchut genannt wird.

Malchut de Chochma wurde die erste Substanz in Bina. Mit dem Austritt ihres Lichts, trat das Kli von Bina selbst aus.

29. Dasselbe gilt für die Substanz von Bchina Bet, genannt Bina. Ihre Ursache ist der Willen in Bchina Alef, genannt Chochma, was nur Malchut de Chochma bedeutet. Der Willen in der Stufe wird immer Kli oder Malchut der Stufe genannt. Diese Malchut de Chochma bekleidete und wurde zur ersten Substanz der Sefira Bina, so dass das Licht, das mit ihr verbunden ist, ausgedehnt wurde.

Dies ist die erste Unterscheidung in der Substanz von Bchina Bet, genannt Bina. Als sie dann das ihr bestimmte Licht, genannt Neshama, ausdehnte, hörte ihre Substanz auf, die Form von Malchut de Chochma, nämlich Bchina Alef, zu haben, und erhielt ihre eigene Form, d. h. die eigentliche Bchina Bet, genannt Bina.

Malchut de Bina wurde die erste Substanz in Seir Anpin. Mit dem Austritt seines Lichts trat das Kli von Seir Anpin selbst aus.

30. Dies ist auch das Verhalten in der Substanz von Bchina Gimel, genannt Seir Anpin. Malchut de Bina ist Ursache für ihn, und sie wurde die erste Substanz von Seir Anpin, nämlich Bchina Gimel, so dass das ihm bestimmte Licht, genannt Ruach, ausgedehnt wurde.

Die zweite Erkenntnis ist, dass, nachdem er sein Licht ausgedehnt und empfangen hatte, seine Substanz nicht mehr als Malchut de Bina angesehen wurde, sondern die Form von Malchut de Seir Anpin erhielt.

Malchut de Seir Anpin ist die erste Substanz in Malchut. Mit dem Austritt ihres Lichts, trat das Kli von Malchut selbst aus.

31. So sind die beiden Unterscheidungen in der Substanz von Bchina Dalet: Malchut de Seir Anpin ist ihre Ursache, die die erste Substanz von Bchina Dalet, genannt Malchut, einkleidete und zur ersten Substanz in Malchut wurde. Als sie genügend Or Nefesh empfangen hatte, das für sie bestimmt ist, trat Malchut de Seir Anpin aus Seir Anpin aus, um Bchina Dalet, d. h. Bchina Malchut de Malchut, zu werden.

Die oben genannten Empfangsgefäße sind nur für die Hamshacha, das Heranziehen, bestimmt.

32. Wir haben ein Merkmal des Empfangens in jeder einzelnen Bchina an und für sich geklärt und zugeschrieben. Dies bezieht sich jedoch nur auf das Heranziehen (Hamshacha) des Lichts, das jede Bchina an ihrem jeweiligen Licht ausführt. Aber das wahre Kli, das den Namen „Empfangsgefäß für das Geschöpf“ verdient, ist spezifisch Bchina Dalet, und nicht die drei vorhergehenden Bchinot.

 

Kapitel 4

Erklärt die genaue Bedeutung der vier Bchinot der Awiut, wie unsere Weisen über die vier Bchinot geschrieben haben (Pessachim 25): 1. Lo Efshar (unmöglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt). 2. Efshar (möglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt). 3. Lo Efshar (unmöglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt). 4. Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt).

Erläuterung der vier Bchinot im Willen nach den vier Bchinot in Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt).

33. Um eine genaue und ausführliche Erklärung zu geben, werde ich sie nun durch die Worte unserer Weisen erläutern (Pessachim 25): „Es wird gesagt: Über ein Vergnügen, das einem Menschen gegen seinen Willen widerfährt, Abaje (Name eines Weisen) sagte - es ist erlaubt; Raba (Name eines anderen Weisen) sagte - es ist verboten. Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt), Lo Efshar (unmöglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt), die ganze Welt bestreitet nicht, dass es verboten ist. Lo Efshar (unmöglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt), die ganze Welt bestreitet nicht, dass es erlaubt ist. Sie bestreiten, dass es Efshar (möglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) ist, und Rashi interpretierte Efshar, was bedeutet, dass man Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt) trennen kann. Ka Mekaven sich zu nähern, um zu genießen, ist wie ein Duft der Sünde“.

Bchina Alef ist Lo Efshar (unmöglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt).

34. In ihren Worten finden sich vier Unterscheidungen des Empfangens von Vergnügen: Bchina Alef ist Lo Efshar (unmöglich), um getrennt zu werden, und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt), um sich zu nähern und zu genießen. Das liegt daran, dass die ganze Welt nicht bestreitet, dass es erlaubt ist, verbotene Vergnügungen auf diese Weise zu empfangen. Worauf es ankommt, ist nicht das Empfangen und der Willen, wenn es keine Wahl gibt, nicht zu empfangen, und es auch keinen Wunsch gibt, sich dem Verbotenen zu nähern, um es zu genießen.

Bchina Bet ist Efshar (möglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt).

35. In Bchina Bet bedeutet Efshar (möglich) getrennt zu sein, und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt), sich zu nähern und zu genießen. Wegen des Empfangens von verbotenem Vergnügen auf diese Weise, streiten Abaje und Raba: Abaje ist der Meinung, dass, obwohl es Efshar ist, was bedeutet, dass man die Wahl hat, in die Ferne zu gehen und auf das Verbotene zu verzichten, es dennoch erlaubt ist, sich zu nähern und es zu genießen, weil es Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) ist.

Mit anderen Worten, da es im Herzen keinen Wunsch gibt, sich dem Verbotenen zu nähern, wird es nicht als Empfangen betrachtet, obwohl er sich nähert und das Verbotene genießt. Raba sagte, dass es ihm verboten ist, sich dem Verbotenen zu nähern und es zu genießen, weil er auch davon Abstand nehmen kann, sich zu nähern, um das Verbotene zu genießen. Es ist so, auch wenn er nicht den Wunsch hat, sich zu nähern und das Verbotene zu genießen.

Bchina Gimel ist Lo Efshar (unmöglich)und Ka Mekaven (beabsichtigt).

36. Bchina Gimel ist Lo Efshar (unmöglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt). Das bedeutet, dass es unmöglich ist, sich vom Verbotenen zu trennen und sich vom Verbotenen zu entfernen, um es nicht zu genießen. Ka Mekaven (beabsichtigt) bedeutet, dass er den Wunsch hat, das Verbotene zu genießen.

Es gibt kein Argument auf der ganzen Welt, dass das Empfangen eines verbotenen Vergnügens auf diese Weise verboten ist. Er kann und hat keine Möglichkeit, sich vom Verbotenen zu trennen und auf den Genuss zu verzichten. Dennoch, weil er in seinem Herzen den Wunsch hat, sich zu nähern und zu genießen, wird dieser Wunsch als Empfangen des Vergnügens von etwas betrachtet, das verboten ist zu genießen, und er sündigt. Einige sagen jedoch, dass Abaje selbst in diesem Fall dachte, dass es erlaubt sei.

Bchina Dalet ist Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt).

37. Bchina Dalet ist Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt). Das bedeutet, dass man sich vom Verbotenen trennen und distanzieren kann und sich nicht daran erfreuen darf. Sie ist auch Ka Mekaven (beabsichtigt), weil sie sich danach sehnt, sich dem Verbotenen zu nähern und es zu genießen.

Hier ist unbestritten, dass sich die ganze Welt einig ist, dass es verboten ist. Denn sie empfängt das Verbotene auf die unzüchtigste Weise, denn es gelüstet sie nach Vergnügen; sie kann sich absondern und tut es doch nicht.

Deshalb wird es als der größte Wille angesehen, in seiner endgültigen Form zu empfangen. Es ist nach jedermanns Meinung verboten. Sogar diejenigen, die auf der Seite von Abaje stehen, die meinen, dass es in Bchina Gimel erlaubt ist, geben zu, dass es hier verboten ist.

38. Ihre obigen Worte liefern uns die genauen Worte, um jede einzelne Bchina der vier Bchinot des Willens zu empfangen so zu definieren, dass der Hammer auf den Nagel trifft und das gewünschte Ziel nicht verfehlt. Sie haben uns vier Stufen untereinander in der Sünde des verbotenen Vergnügens zur Verfügung gestellt, die von dem Willen zu empfangen des Sünders abhängen. In den ersten drei Stufen: Lo Efshar (unmöglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt), Efshar (möglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt), und Lo Efshar (unmöglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt), wird das Verbot des Empfangens nicht von allen vereinbart; nur in Bchina Dalet.

39. Wir sehen, dass unsere Weisen hier zwei Dinge zusammengefügt haben: die Möglichkeit, sich von Vergnügen fernzuhalten und nicht zu empfangen, und den Wunsch und die Anziehung des Herzens, dieses Vergnügen zu wollen.

Die Kombination der beiden erschafft die vier Unterscheidungen. Nun werden wir diese Worte betrachten und sie im Hinblick auf unsere Angelegenheit in den Höheren Welten untersuchen, die die Wurzeln für jede Art von Verlangen in der Realität sind, nämlich vom Unteren aus werden wir das Höhere untersuchen.

Als in Malchut de Keter der Wille zu empfangen entstand, verließ sie Keter und wurde Bchina Alef.

40. Wir sollten bei Bchina Alef, die sowohl Chochma als auch Chaja genannt wird, zwei Unterscheidungen unterscheiden (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 27): Die erste Unterscheidung ist ihre erste Substanz. Du weißt bereits (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 23), dass es ihre Malchut des Höheren, d. h. Malchut de Keter, war, die die Form des Willens zu empfangen erhielt. In dieser Neuerungs-Form erhielt Malchut de Keter einen neuen Namen: Bchina Alef.

Du weißt bereits, dass, wenn etwas im Spirituellen eine neue Form erhält, es als eine neue Autorität an und für sich betrachtet wird. So ist es mit Malchut de Keter, die der Wille ist, dem Schöpfer zu geben.

Wenn der Wunsch zu emanieren in Ihm erschaffen wird, braucht Er sicherlich kein praktisches Werkzeug, sondern Sein Wunsch wird sofort ausgeführt. Das bedeutet, dass er die Form des „Willens zu empfangen“ empfangen hat, die die erste Substanz des Geschöpfes, genannt Bchina Alef, ist.

Der Austritt von Malchut de Keter zu Bchina Alef ist wie das Anzünden einer Kerze an einer anderen; die erste wird nicht abgeschwächt.

41. Hier solltest du daran denken, dass es im Spirituellen keine Abwesenheit gibt. Was darüber gesagt wird, dass Malchut de Keter die Form von Bchina Alef empfangen hat, bedeutet nicht, dass Malchut de Keter jetzt in Keter abwesend ist und ihr fehlt. Vielmehr behielt Malchut de Keter ihre erste Tugend unverändert bei. Es ist wie das Anzünden einer Kerze an einer anderen, ohne dass die erste schwächer wird.

So hat Malchut de Keter, die Bchina Alef empfing, Keter in keiner Weise vermindert, sondern nur eine neue Bchina hinzugefügt. Mit anderen Worten, Malchut de Keter blieb an ihrem Platz, so vollständig und tugendhaft wie zuvor, aber eine neue Bchina von Malchut de Keter wurde hinzugefügt, nämlich die Malchut, die Bchina Alef erhielt und zur ersten Substanz in der Sefira von Chochma wurde. Erinnere dich von nun an daran, und du wirst nicht verwirrt sein.

Nachdem die erste Substanz das Licht empfangen hatte, ist das Kli von Chochma von selbst entstanden.

42. Die zweite Unterscheidung bezieht sich auf die Substanz dieses Kli, nachdem es sein Licht empfangen hatte. Das Kli ist dann vollendet und wird Chochma genannt. Mit anderen Worten, bevor sie ihr Licht empfing, wurde sie nur nach ihrer eigenen Bchina, d. h. Bchina Alef, benannt und war noch kein Kli von Chochma, sondern nur Malchut de Keter.

Sie kann mit einem Fötus im Inneren der Mutter verglichen werden. Bevor er geboren wird und sein Licht und seine Nahrung erhält, hat er keinen Namen. So ist es mit der ersten Substanz: Sie trägt den Namen Chochma nicht, bevor sie ihr Licht empfängt, ist aber dennoch in Malchut de Keter enthalten.

Danach, wenn die Substanz ihr Licht, genannt Chaja, ausdehnt, erhält sie ihren eindeutigen Namen, der Chochma bedeutet (siehe Punkt 27). Wir sollten diese beiden Unterscheidungen in jeder einzelnen Sefira unterscheiden. Sie sind: das Kli, bevor es das Licht empfängt, wenn es noch nach dem Höheren benannt ist; und das Kli, nachdem es das Licht erhalten hat, denn dann wird es als seine eigene Autorität angesehen.

Aus der Sicht der ersten Substanz wird Chochma als Lo Efshar (unmöglich) angesehen, aus der Sicht ihres Erfülltseins mit Licht wird sie als Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) angesehen.

43. Nun wirst du verstehen, dass Bchina Alef, also Chochma, als Lo Efshar (unmöglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) angesehen wird. Aus der Sicht der ersten Substanz, die Malchut de Keter ist, als sie die Neuerungs-Form von Bchina Alef empfing, als die Sefira von Chochma noch keinen eigenen Namen hatte, wird diese Erscheinung des Willens zu empfangen sicherlich als Lo Efshar (unmöglich) in Bezug auf die Sefira von Chochma selbst angesehen.

Auch aus der Sicht von Malchut de Keter wird sie als Lo Efshar (unmöglich) angesehen, weil sie nicht von Chochma austreten kann, ohne dass Chochma einen Willen zu empfangen hat. Das Empfangen der Fülle ohne den Willen, sie zu empfangen, wird als Zwang und Arbeit angesehen - das Gegenteil der Absicht des Schöpfers, nämlich Gutes zu tun und Freude zu bereiten.

Sie wird auch als Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) angesehen, was bedeutet, dass sie kein Heranziehen (Hamshacha) hat und sich danach sehnt, das Licht zu empfangen. Du weißt bereits, dass es im Willen keine Vollkommenheit gibt, bevor die Sehnsucht erscheint, das Licht in sich hineinzuziehen (siehe Teil 1, Kapitel 1, Punkt 50).

Dort wurde auch gründlich geklärt, dass die Sehnsucht nur dann erscheint, wenn es im Kli kein Licht und keine Fülle gibt, denn [nur] dann kann sie es wollen. Dies kann aber nicht sein, wenn das Kli mit ihrem Licht gefüllt ist.

Weil also das obige Kli von Chochma von seinem Licht erfüllt ist, hat es keine Sehnsucht mehr nach der Fülle, weshalb Chochma als Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) angesehen wird. Das bedeutet, dass sie kein Heranziehen (Hamshacha) und keine Sehnsucht nach der Fülle hat.

Die Zunahme des Willens in Bina wird als Efshar (möglich) angesehen. Da es von der ersten Substanz zu ihr kommt, wird es als Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) angesehen.

44. Bchina Bet, die Bina ist, wird als Efshar (möglich) und Lo Ka Mekaven (unbeabsichtig) angesehen. Ihre erste Substanz (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 29) ist ihre Malchut des Höheren, d. h. Malchut de Chochma, die die Erneuerungs-Form der Bchina Bet in sich empfangen hat, d. h. durch ihre Verstärkung (siehe Teil 1, Kap. 1, Punkt 50). Aus dieser Sicht wird die Verstärkung dieses Willens als Efshar (möglich) angesehen. Das bedeutet, dass es ihr möglich war, dieses Verlangen nicht zu wecken.

Sie wird auch als Lo Ka Mekaven (unbeabsichtigt) angesehen, weil sie Malchut de Chochma ist und mit ihrem Licht gefüllt ist. Aus diesem Grund erscheint die Sehnsucht nicht in ihr.

Du solltest verstehen, dass jede Erscheinung von zusätzlichem Willen, der in Bchina Bet mehr auftaucht als in Bchina Alef, nur als Efshar (möglich) angesehen wird. Mit anderen Worten, es ist die Intensivierung des Willens, die sie vorgenommen hat, durch die Macht des Geschöpfes selbst (siehe Teil 1, Kap. 1, Punkt 50).

Or Chochma ist ausreichend, und sie musste keine Chassadim verstärken und ausdehnen.

45. Wir könnten fragen: „Aber Malchut de Keter hatte, als sie in der Sefira von Chochma Bchina Alef wurde, auch die gleiche Möglichkeit, diese Erneuerung des Willens nicht zu empfangen. Warum wird also Bchina Alef als Lo Efshar angesehen?“

In der Tat gibt es hier einen großen Unterschied: Malchut de Keter könnte nicht das Geschöpf hervorbringen, wenn sie nicht den Willen zu empfangen hätte. Malchut de Chochma, die selbst das Geschöpf ist, könnte jedoch für ihren eigenen Willen ausreichen, um zu empfangen, ohne im Willen zu geben geweckt zu werden, der Bchina Bet ist und Chassadim auszudehnen. Or Chaja ist nämlich für das Geschöpf völlig ausreichend, und braucht keine Ergänzung.

Seir Anpin wird als Lo Efshar (unmöglich) angesehen, weil ihm das Or Chochma fehlte.

46. Bchina Gimel, die Seir Anpin ist, wird als Lo Efshar (unmöglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt) angesehen. Sie wird als Lo Efshar bezeichnet, weil sie nach dem Erwachen von Bchina Bet und dem Ausdehnen von Or Chassadim eine Verzögerung in Bezug auf das Or Chochma im Geschöpf erschaffen hat. Der Wille zu geben ist das Gegenteil von Bchina Alef, die ein Wille zu empfangen ist, wo es das Or Chochma gibt.

Dieses Licht erhält den Namen Chaja, weil das Or Chochma die wesentliche Chajut (Lebenskraft) des Parzuf ist. Aus diesem Grund zog Malchut de Bina notwendigerweise das Leuchten von Or Chochma noch einmal in ihr Or Chassadim hinein. Als Malchut de Bina es also ausdehnte und diese Neuerungs-Form erschuf, hörte sie auf, Bchina Bet zu sein und wurde Bchina Gimel, genannt Seir Anpin (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 30).

Seir Anpin wird als Ka Mekaven (beabsichtigt) angesehen, weil er den Wunsch nach Chochma hatte.

47. Wir sollten in diesem Heranziehen (Hamshacha), das die Bchina Gimel war, zwei Dinge erkennen:

1.   Lo Efshar (unmöglich), was bedeutet, dass sie keine andere Wahl hat, weil das Licht Chaja im Geschöpf abwesend war.

2.   Ka Mekaven (beabsichtigt). Es ist so, dass hier eine Sehnsucht nach dem Leuchten von Chochma besteht, das sie ausdehnte, weil es sie ausdehnte, als sie leer davon war, weil Bchina Bet das Or Chochma bedeckte und sie ohne Chochma nur Or Chassadim hatte.

Aus diesem Grund heraus dehnte ihre Malchut, die das Leuchten von Chochma ausdehnte, sie als eine Sehnsucht aus, genannt Ka Mekaven (beabsichtigt). Daher wird die Bchina Seir Anpin Lo Efshar (unmöglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt) genannt.

Malchut wird als Efshar (möglich) angesehen, weil sie sich mit Chochma in Seir Anpin zufrieden geben konnte, und als Ka Mekaven (beabsichtigt), weil sie ein Bestreben/Sehnsucht hatte.

48. Bchina Dalet, die Malchut ist, wird als Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt) angesehen. Sie ist Efshar (möglich), weil es bereits das Leuchten Chochma in Seir Anpin, also in Bchina Gimel, gibt. Daher muss Malchut de Seir Anpin diese Stärkung nicht noch einmal durchführen, um ein größeres Chochma als in Bchina Gimel auszudehnen.

Sie wird als Ka Mekaven (beabsichtigt) angesehen, weil diese Stärkung, um ein größeres Or Chochma auszudehnen, eine Sehnsucht erschaffen hat. Mit anderen Worten: Wenn sie kein Or Chochma hat, erscheint die Sehnsucht.

Der Unterschied zwischen Or Chochma und dem Leuchten von Chochma.

49. Wir könnten fragen: „Da es das Leuchten von Chochma in Bchina Gimel gibt, weshalb wird dann Bchina Dalet als Efshar (möglich) angesehen, und wie erscheint dann die Sehnsucht nach Or Chochma in Bchina Dalet?

Du musst verstehen, dass es einen großen Unterschied zwischen dem Leuchten von Chochma und Chochma gibt. Das Leuchten von Chochma bedeutet, dass das Wesen der Stufe aus Or Chassadim besteht, aber es empfängt ein Leuchten vom Or Chochma. Or Chochma bedeutet jedoch, dass das gesamte Wesen des Lichts aus Chochma besteht, und überhaupt nicht aus Chassadim.

Das Leuchten von Chochma ist völlig ausreichend für die Aufrechterhaltung der Stufe, wie es in Bchina Gimel der Fall ist, da es Seir Anpin ist. Deshalb brauchte Malchut de Seir Anpin, die sich mit dem Wunsch, Chochma auszudehnen, gestärkt hat, ihn nicht zu haben. Es ist nur so, dass sie sich nach dem Wesen von Or Chochma sehnte, das viel höher ist als das Leuchten von Chochma in Bchina Gimel.

Sie gilt als leer von diesem Chochma in Bezug auf das Höhere Licht. Daher ist es möglich, dass in ihr die Sehnsucht danach erwacht.

Bchina Dalet allein gilt als Kli für das Empfangen, weil sie Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt) ist.

50. Wir stellen also fest, dass nicht alle Sehnsüchte als Gefäße des Empfangens angesehen werden, sondern nur Bchina Dalet. Das liegt daran, dass der Willen nicht als Empfangsgefäß angesehen wird, außer unter den beiden Bedingungen - Efshar (möglich) und Ka Mekaven (beabsichtigt).

Das bedeutet, dass es kein erzwungenes Empfangen geben sollte, und dass dort eine Sehnsucht nach dem Empfangen auftauchen wird. Da es jedoch in Bchina Gimel, d. h. Ka Mekaven (beabsichtigt), eine Sehnsucht nach dem Empfangen gibt, weil das Empfangen ein Muss ist, da es die notwendige Aufrechterhaltung ist, wird sie nicht als Kli für das Empfangen angesehen.

Bchina Bet muss jedoch nicht empfangen, und da es keine Sehnsucht gibt, wird sie nicht als Kli für das Empfangen angesehen.

Umso mehr bei Bchina Alef, die weder das eine noch das andere hat. Sie muss ihr Licht empfangen, denn es ist ihr Lebensunterhalt, und gleichzeitig hat sie keine Sehnsucht danach. So ist sie sicherlich ein völlig gebrechlicher Willen.

 

Kapitel 5

Erklärt den Zimzum und den Massach; enthält vier Themen: 1. Der Zimzum war auf allen Seiten gleichmäßig. 2. Die Frage des Massach: Da jedes Heranziehen (Hamshacha) von Licht in Bchina Dalet durchgeführt wird, muss es eine zurückhaltende Kraft geben, die verhindert, dass sich das Licht in Bchina Dalet ausdehnt. Diese Kraft wird Massach genannt. 3. Zwei Merkmale in Malchut: a. Sie ist eingeschränkt, so dass sie das Licht nicht von sich aus in sich selbst empfängt. Dies ist das Verhalten in Igulim; b. Sie ist eingeschränkt wegen der Kraft des Zurückhaltens in ihr, d. h. dem Massach. Dies ist das Verhalten in den Sefirot de Yosher. 4. Das Höhere Licht befindet sich in völliger Ruhe und hört nicht einmal für eine Minute auf zu leuchten. Wenn das Geschöpf sich danach sehnt, dehnt es das Licht zu ihm aus.

 

Der Unterschied zwischen dem Zimzum und dem Massach.

51. Nachdem wir die vier Stufen des Willens zu empfangen in ihrem genauen Maß gut kennengelernt haben, eine unter der anderen, werden wir nun die Angelegenheit des Zimzum, des Massach und den Unterschied zwischen ihnen erklären.

Der Zimzum ist bereits im ersten Teil und in Or Pnimi ausführlich erklärt worden, und wir brauchen die Worte hier nicht zu wiederholen. Die Hauptsache, die wir für unser Thema brauchen, ist die Hishtawut (Übereinstimmung), die dort stattgefunden hat (siehe Or Pnimi, Teil 1, Kap. 1, Punkt 90).

Die vier Bchinot, die im Zimzum empfangen wurden, die Frage von Ursache und Folge.

52. Es wurde oben erklärt, dass, da Or Ejn Sof völlig gleichmäßig ist, es sich auf allen Seiten gleichmäßig einschränken musste. Das bedeutet, dass alle vier Bchinot, die eingeschränkt wurden, sich auf der gleichen Höhe befinden, ohne dass sich Sakut (Feinheit) und Awiut (Grobheit) unterscheiden, die die vier Stufen in den jeweiligen Ebenen bilden, bis hinunter zu Bchina Dalet, der niedrigsten und gröbsten von allen. Vielmehr sind sie ausgeglichen.

Alles, was im Zimzum hinzugefügt wurde, was darin mehr als in Ejn Sof unterschieden werden kann, ist nur die Sache der vier Bchinot und wie sie sich gegenseitig erzeugen und als Ursache und Folge auseinander hervorgehen.

Bchina Alef ist der Grund und die Ursache für die Entstehung von Bchina Bet; Bchina Bet ist die Ursache von Bchina Gimel; und Bchina Gimel ist die Ursache von Bchina Dalet. In Bezug auf die Sakut und Höhe sind sie jedoch völlig gleichwertig.

Bei den vier Bchinot in Ejn Sof gab es keine Ursache und keine Folge.

53. Diese Angelegenheit von Ursache und Folge, die sie immer noch in vier Bchinot unterteilt, konnte in Ejn Sof vor dem Zimzum nicht auftauchen. Selbst das Kli im Allgemeinen ist dort nicht zu erkennen; vielmehr ist es ganz wie das Licht, wie es in Teil 1 geschrieben steht.

Doch nachdem sich Or Ejn Sof von diesen Bchinot entfernte, klärten sich diese, und was wir jetzt erkennen müssen, wurde offenbar, nämlich das Or Ejn Sof selbst, also das, was sie vor dem Zimzum hatten. Die vier Bchinot selbst blieben leer vom Licht, weil nach dem Zimzum deutlich wurde, dass diese Bchinot nichts mehr mit dem Or Ejn Sof gemeinsam haben, wie es vor dem Zimzum war. 

Es ist wie eine Kerze, die sich an einer Fackel anhaftet, sie wird ununterscheidbar. Wird sie jedoch von der Fackel getrennt, wird sie für alle sichtbar.

54. Es scheint hier eine Frage zu geben: Da sich der Zimzum hauptsächlich in Bchina Dalet ereignete, wurde deutlich, dass diese Bchina nicht geeignet ist, das Licht zu empfangen. Es wurde jedoch deutlich, dass die drei vorhergehenden Bchinot, die nicht eingeschränkt waren, würdig sind, das Licht zu empfangen. Wir haben also eine Unterscheidung von oben und unten und eine Bedeutung des einen über dem anderen. Mit anderen Worten: Bchina Dalet ist niedriger als die ersten drei Bchinot.

Der Zimzum geschah nicht wegen der Niedrigkeit von Bchina Dalet, sondern einzig und allein zum Zweck der Verschönerung.

55. Die Sache ist die, dass der Zimzum des Lichts bei Bchina Dalet nicht wegen ihrer Geringschätzung stattfand, denn wir haben es immer noch mit Malchut de Ejn Sof zu tun, deren Name Bchina Dalet war, die als das Or Ejn Sof selbst gilt. Wie können wir also überhaupt denken, dass der Zimzum wegen der Geringschätzung von Bchina Dalet aufgetreten ist?

Tatsächlich fand der Zimzum nicht aufgrund der Geringschätzung von Bchina Dalet statt, sondern nur als Verschönerung. Das bedeutet, dass diese Malchut die Anhaftung mit dem höchstmöglichen Grad erreichen wollte, um sich vollständig an den Schöpfer zu binden, was die Angelegenheit der Gleichheit der Form (Hishtawut haZura) mit der Schöpfer ist (siehe Teil 1, Kapitel 1, Punkt 90). So fiel Bchina Dalet auch nach dem Zimzum nicht von ihrer Höhe.

Das Heranziehen (Hamshacha) des Kav begann in Bchina Dalet. Deshalb musste es eine zurückhaltende Kraft in Bchina Dalet geben, damit das Licht nicht durchdringen würde.

56. Nun werden wir die Angelegenheit des Massach erklären, der über der Bchina Dalet platziert wurde, die Malchut ist, der zur Zeit der Welt des Zimzum, d. h. Malchut de Ejn Sof, dort eingekleidet wurde. Es ist bekannt, dass jede Stufe mit der Malchut des Höheren beginnt, welche zu ihrer Substanz wird (siehe Punkt 27). Als diese eingeschränkte Malchut des Höheren Lichts sich noch einmal über die ersten drei Bchinot ausdehnte, geschah dieses Heranziehen (Hamshacha) notwendigerweise durch die Sehnsucht der Bchina Dalet in ihr. Das liegt daran, dass die ersten drei Bchinot keine Empfangsgefäße sind und das Heranziehen (Hamshacha) überhaupt nicht ausführen.

Daher war es notwendig, dass sie zuerst das Licht in alle vier Bchinot ausgedehnte, sogar in ihre Bchina Dalet. Um jedoch zu verhindern, dass das Licht die Bchina Dalet erreicht, musste sie eine neue Kraft hinzufügen, damit das Licht sich nicht in der Bchina Dalet ausdehnt.

Diese der Bchina Dalet neu hinzugefügte Kraft, heißt Massach.

57. Diese neu hinzugefügte Kraft heißt Massach. Dieser Massach ist der grundlegende Faktor im Heranziehen (Hamshacha) des Lichts des Kav gegenüber den drei Bchinot. Es ist so, dass der Zimzum, den sie ausführte, d. h. die Entfernung ihres Willens zu empfangen in Bchina Dalet, nur ausreichte, um das Höhere Licht von ihr zu entfernen.

Doch danach dehnte sie das Licht noch einmal aus und war gezwungen, ihre Bchina Dalet wieder zu erwecken, um dieses neue Heranziehen (Hamshacha) auszudehnen. Hätte sie diese neue Kraft nicht in Richtung der Ausdehnung des Lichts gemacht, würde das Licht also wieder die Bchina Dalet erreichen.

Somit liegt das Hauptelement im Heranziehen (Hamshacha) des Lichts des Kav auf die drei Bchinot in der ausschließenden Kraft des Massach, der sie erneut wie das Licht gemacht hat. Du musst diese beiden Unterscheidungen gründlich verstehen, nämlich den Zimzum und den Massach, denn sie sind die Grundlage für den Rest in dieser ganzen Weisheit.

Der Zimzum ereignete sich bewusst; der Massach, der das Licht anstößt durch die Macht der Herrschaft, ereignete sich unbewusst.

58. Du musst den Unterschied verstehen zwischen dem Zimzum, den Malchut de Ejn Sof ausführte und der die Abkehr von dem großen Willen war, den sie aufgrund ihres Wunsches und ihrer Entscheidung, sich dem Schöpfer anzugleichen, empfangen wollte, und dem Massach, der die hindernde Kraft und die Autorität und die zwingende Kraft ist, die das Licht daran hindert, Bchina Dalet zu erreichen.

59. Der Grund dafür ist, dass sowohl der Zimzum als auch der Massach von Malchut de Ejn Sof ausgeführt wurden. Du weißt bereits, dass, wenn ein spirituelles Objekt eine neue, zusätzliche Form erwirbt, sie dann als zwei spirituelle Objekte angesehen werden, und zwei Unterscheidungen, die so weit voneinander entfernt sind wie das Maß ihrer Form der Veränderung (Shinui Zura).

Genauso wie materielle Objekte durch eine Axt voneinander getrennt werden und durch Raum und Fläche voneinander entfernt sind, so werden die spirituellen Objekte durch die Erneuerungs-Form voneinander unterschieden. Ihr Abstand voneinander ist so groß wie das Maß der Ungleichheit zwischen jeder einzelnen Form, ob mehr oder weniger.

Der Massach ist eine Folge der eingeschränkten Malchut. Ein Wille im Höheren ist eine Kraft im Unteren.

60. Nachdem die oben genannte Malchut ein Heranziehen (Hamshacha) auf den Bchinot des Kav über die drei Bchinot hinweg ausgeführt hat, wird dieses Heranziehen (Hamshacha) als eine neue Form angesehen, die zur Form des Zimzum hinzukommt. Somit gibt es nun zwei Unterscheidungen in der obigen Malchut:

1.   Die eingeschränkte Malchut, die die erste Form ist, die in Malchut de Ejn Sof gemacht wurde, die nun die neue Form angenommen hat und als „eingeschränkte Malchut“ bezeichnet wird.

2.   Danach, als diese Malchut ein Heranziehen (Hamshacha) mit dem Licht der drei Bchinot ausführte, wurde eine neue Form geboren und ist entstanden. Sie wurde Massach genannt und verhinderte, dass das Licht in Bchina Dalet erschien.

Es ist bekannt, dass jeder Wunsch, der im Höheren vorhanden ist, zu einem Herrscher in dem Zweig wird, der von ihm ausgeht. Der Massach ist ein Zweig, ein Ergebnis der eingeschränkten Malchut. Daher schränkte sich Malchut freiwillig ein und wissentlich, ohne jegliche Kontrolle durch ihren Höheren. Die Folge, die von ihr ausgeht, nämlich der Massach, wird jedoch bereits vollständig vom Zimzum kontrolliert, da es sich um eine zweite Stufe in der Welt des Zimzum handelt.

Der Unterschied zwischen Igulim und Yosher liegt im Massach, der in den zehn Sefirot de Yosher erneuert wurde

61. Daraus folgt, dass es zwei Unterscheidungen in Malchut gibt: die erste ist die eingeschränkte Malchut und die zweite ist eine Malchut, die einen Massach hat. Du weißt, dass dies der ganze Unterschied ist zwischen den Sefirot von Igulim und den Sefirot von Yosher, genannt Kav.

Die Malchut in den zehn Sefirot de Igulim ist die eingeschränkte Malchut, in der es überhaupt keinen Massach gibt, und die Malchut in den zehn Sefirot de Yosher ist die mit dem obigen Massach korrigierte.

Der Grund, warum das Licht schlägt und Bchina Dalet durchdringen will, ist, weil das Geschöpf sie auf diese Weise erweitert hat.

62. Jetzt können wir die Angelegenheit des Or Choser gründlich verstehen, das aufsteigt durch den Siwug de Hakaa bei der Begegnung des Höheren Lichts mit dem Massach von Bchina Dalet, wie wir oben begonnen haben zu erklären (siehe Punkt 18). Wir sollten verstehen, was wir oben gesagt haben, dass das Höhere Licht nicht strikt auf den Zimzum eingeht, den das Geschöpf ausgeführt hat, denn es steigt ab und dehnt sich auch in Bchina Dalet aus.

Der Grund dafür ist, dass das Geschöpf selbst sie notwendigerweise am Anfang ausdehnt. Es wurde bereits erklärt (siehe Teil 1, Kap. 1, Punkt 2), dass sich das Höhere Licht immer in einem Zustand völliger Ruhe befindet und nicht einmal für eine Minute aufhört, den Unteren zu leuchten. Das liegt daran, dass es nicht unter die Definition eines Ereignisses und einer Neuerung fällt. Stattdessen beziehen sich alle besprochenen Themen der Ausdehnung des Höheren Lichts auf das Heranziehen (Hamshacha), das vom Geschöpf kam, das vom Höheren Licht so viel erhält, inwieweit der Wille zu empfangen vorbereitet ist, d. h. die Sehnsucht in ihm (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 50).

Wir bezeichnen das Heranziehen (Hamshacha) des Geschöpfes als eine Ausdehnung des Höheren Lichts.

63. In dem Augenblick, in dem sich das Geschöpf danach sehnt, vom Höheren Licht zu empfangen, saugt es das Höhere Licht sofort an. Es ist wie bei einem, der eine Kerze an einer anderen anzündet, und die erste wird dadurch nicht verringert. Auf die gleiche Weise, wenn das Geschöpf das Höhere Licht auf sich selbst ausdehnt, wird das Höhere Licht in keiner Weise durch den Teil verringert, den das Geschöpf ausgedehnt hat.

Auch wird es in keiner Weise durch das Heranziehen (Hamshacha) des Geschöpfes beeinflusst oder beeindruckt. Der Einfachheit halber bezeichnen wir das Heranziehen (Hamshacha) des Geschöpfes jedoch als Ausdehnung des Höheren Lichts.

Vergiss das nicht, denn wir sprechen immer von der Ausdehnung des Höheren Lichts und meinen das Heranziehen (Hamshacha) des Geschöpfes allein durch seine Sehnsucht.

Der Teil des Lichts, der Bchina Dalet durchdringen musste und von ihr weggestoßen wurde, wurde zum Or Choser.

64. Deshalb wurde nach dem Zimzum, als Malchut de Ejn Sof das Licht noch einmal ausdehnte, weil sie es durch die Sehnsucht in ihrer Bchina Dalet ausdehnte, auch das Höhere Licht zu Bchina Dalet ausgedehnt. Durch die Macht des Massach, den sie errichtet hatte, um das Licht daran zu hindern, sich in Bchina Dalet auszudehnen, kehrte dieser Teil des Lichts jedoch zum vorigen zurück.

Damit hielt sie an ihrem ersten Wunsch fest, dass das Licht nur bis zu den drei Bchinot kommen würde. Der Teil des Lichts, den die Massachim zu seinen Wurzeln zurückdrängten, also der Teil, der für Bchina Dalet bestimmt war, verschwand jedoch nicht von ihr. Stattdessen wurde er zu einem großen Licht, das die drei Bchinot des Höheren Lichts einkleidete, vom Ort des Massach bis zu den Wurzeln. Dieses Or Choser wurde zum Kli für das Empfangen der drei Bchinot des Höheren Lichts anstelle von Bchina Dalet (siehe Histaklut Pnimit, Punkt 21).

Kapitel 6

Erklärt, warum der Massach de Bchina Dalet das Or Choser bis zu Keter erhebt und Bchina Gimel zu Chochma erhebt usw. Der Grund ist, dass das Maß des Or Choser wie das Maß des Lichts ist, das Bchina Dalet einkleiden könnte, wenn der Massach es nicht zurückgedrängt hätte.

Es erklärt auch, dass die zehn Sefirot des Or Yashar sich von oben nach unten ausdehnen, was bedeutet, dass das Feine (Sach) unter ihnen besser ist. Und die zehn Sefirot des Or Choser dehnen sich von unten nach oben aus, was bedeutet, dass das Grobe (Aw) unter ihnen besser ist.

Das Or Choser wird entsprechend der Einkleidung der Sefirot des Or Yashar in Sefirot unterteilt.

65. Aus dem Vorgenannten kannst du die Maße und die Größe dieses Or Choser gründlich verstehen. Es ist nicht mehr und nicht weniger als das Maß des Lichts, das der Massach zurückweist. Mit anderen Worten, es ist der Teil, der es wert war, in Bchina Dalet ausgedehnt zu werden, wenn er nicht zurückgewiesen worden wäre und aufgestiegen wäre, um die Bchinot des Höheren Lichts einzukleiden, d. h. Bchina Gimel, genannt Seir Anpin, und Bchina Bet, genannt Bina, und Bchina Alef, genannt Chochma und Bchina Shoresh, genannt Keter.

Aus diesem Grund wird davon ausgegangen, dass Bchina Dalet in sich selbst in jene vier Stufen unterteilt war, die ihr Or Choser einkleideten und die im Kli von Bchina Dalet selbst vier Stufen übereinander wurden. Das liegt daran, dass das Licht, das ihr gehört hatte, aufstieg und diese vier Stufen einkleidete. Aus diesem Grund wird Bchina Dalet als ihre Shoresh (Wurzel), angesehen, genannt Keter dieses Or Choser.

Die zehn Sefirot des Or Yashar dehnen sich von oben nach unten aus und die zehn Sefirot des Or Choser von unten nach oben.

66. Nun gibt es zwei Arten von zehn Sefirot im Geschöpf: zehn Sefirot von oben nach unten und zehn Sefirot von unten nach oben. Es ist so, dass es zehn Sefirot im Höheren Licht gibt, genannt Keter des Höheren Lichts.

Außerdem dehnen sich vier Bchinot aus Keter aus: Bchina Alef wird Chochma genannt; Bchina Bet wird Bina genannt; Bchina Gimel (mit sechs Sefirot CHaGaT NeHJ) wird Seir Anpin genannt; und Bchina Dalet ist Malchut. Ihre Reihenfolge ist von oben nach unten, d. h. von fein (sach) bis grob (aw). Das bedeutet, je feiner es ist, desto wichtiger ist es auch, und das am wenigsten grobe von allen, nämlich Shoresh, wird Keter genannt.

Nach Keter, d. h. mit etwas mehr Awiut als Keter, kommt Chochma. Auf die gleiche Weise geht es weiter bis zum gröbsten, Malchut, welche die niedrigste von allen ist.

Von unten nach oben bedeutet, dass das Gröbere wichtiger ist.

67. Es gibt zehn weitere Sefirot im Geschöpf. Sie sind von entgegengesetztem Wert wie die zehn Sefirot des Höheren Lichts, nämlich die zehn Sefirot von Or Choser, die aus dem Massach in Bchina Dalet aufsteigen.

Sie kleiden die zehn Sefirot des Höheren Lichts der Reihe nach von unten nach oben ein, also von grob bis fein. Das Gröbste ist das erste, das höchste, und je höher die Verfeinerung, desto niedriger ist es. Dies ist eine entgegengesetzte Reihenfolge zu der der zehn Sefirot des Höheren Lichts.

Malchut de Or Yashar ist Keter de Or Choser.

68. Das Gröbste von allen, nämlich Bchina Dalet, wird zum Wichtigsten. Das liegt daran, dass sie die Wurzel all dieser zehn Sefirot de Or Choser ist. Es ist so, dass dieses Or Choser nicht mehr ist als ein Teil des ihr gehörenden Lichts, das der Massach zurückgewiesen hat. Daher wird Bchina Dalet als Keter, also Shoresh (Wurzel), angesehen.

Malchut de Or Choser befindet sich in Keter de Or Yashar.

69. Bchina Gimel, die aus weniger Awiut als Bchina Dalet besteht, wird als die Sefira von Chochma von Or Choser angesehen, d. h. als die zweite Stufe nach Keter. Bchina Bet, die feiner ist als Bchina Gimel, wird als die dritte Stufe von Keter, d. h. Bina, angesehen. Bchina Alef, die noch feiner als Bchina Bet ist, wird als vierte Stufe überhalb von Keter angesehen, was die Sefira von Seir Anpin bedeutet, die aus sechs Sefirot CHaGaT NeHJ besteht.

Keter von Or Yashar, die feinste von allen, wird im Vergleich zum Or Choser als Malchut angesehen, was so viel wie den geringsten Vorzug bedeutet. Denn je größer die Awiut, desto größer die Wichtigkeit, und je größer die Sakut (Feinheit), desto niedriger ist die Stufe, da sich die Stufen von grob bis fein ausdehnen. Erinnere dich gut daran.

Malchut beinhaltet alle zehn Sefirot von Or Choser.

70. Bchina Dalet selbst ist ebenfalls in zehn Sefirot, d. h. vier Bchinot und Keter, unterteilt, durch die Kraft ihres Or Choser, das sich zu zehn Sefirot erweitert. Es ist so, dass Bchina Dalet selbst Keter des Or Choser ist, und die neun Sefirot des Or Choser, die sich von ihr ausdehnen und von ihr aufsteigen, sind ihre Zweige.

Es ist bekannt, dass alle Zweige in der Wurzel existieren. So wird Bchina Dalet selbst als fünf Bchinot angesehen, die Keter und die vier Bchinot sind, die sich von unten nach oben ausdehnen.

Die Hisdakchut (Abschwächung) des Massach teilt die Bchina Dalet in fünf Bchinot.

71. Jetzt kannst du verstehen, was wir oben gesagt haben (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 8). Das Maß des Or Choser wird durch die Menge an Awiut im Massach gemessen. Die größte Awiut im Massach, nämlich der Massach von Bchina Dalet, zeigt die vollständige Stufe, d. h. er reicht bis zu Keter. Der Massach der Bchina Gimel reicht nur bis Chochma, der Massach der Bchina Bet bis Bina und der Massach der Bchina Alef nur bis Seir Anpin.

Ein Massach, der nicht einmal die Awiut der Bchina Alef hat, die wie die Wurzel ist, weist keine Stufe von Licht auf, sondern nur Malchut. Mit der obigen Erklärung wirst du die Angelegenheit der Hisdakchut (Verfeinerung) verstehen, von der im Massach gesprochen wird, in Bezug auf die oben genannten fünf Bchinot. Es geht um die Frage der Einteilung von Bchina Dalet selbst in die fünf oben erwähnten Bchinot. Das Verhalten des Massach besteht darin, in den Teilen der Awiut, die in Bchina Dalet existieren, aufzusteigen und sich zu verfeinern, aus einem Grund, den wir von nun an lernen werden.

 

Kapitel 7

Erklärt die Angelegenheit der Hisdakchut (Verfeinerung) des Massach und das Auftauchen der fünf Ebenen KaCHaB, SA und Malchut, eine unter der anderen, wegen der Hisdakchut (Verfeinerung) des Massach.

 

Die zurückweisende Kraft im Massach und das Maß der Awiut in Malchut sind gleich groß.

72. Um die Frage der Hisdakchut (Verfeinerung) des oben genannten Massach zu verstehen, müssen wir zunächst zwei Dinge der Betrachtung vorausschicken; Erstens: Die zurückweisende Kraft im Massach. Sie wird durch das Niveau der Awiut gemessen, das die Hishtokekut (Sehnsucht) in Bchina Dalet ist, wie die beiden Seiten einer Waage.

Dafür gibt es einen einfachen Grund: Wenn es eine große Hishtokekut, d. h. eine Sehnsucht, um zu empfangen gibt, bedarf es großer Anstrengungen, um nicht zu empfangen; und wenn es eine kleine Hishtokekut gibt, bedarf es keiner großen Anstrengungen, um nicht zu empfangen. So entspricht die zurückweisende Kraft im Massach dem Maß der Awiut in Bchina Dalet, ob mehr oder weniger.

Das Or Makif reinigt den Massach.

73. Zweiter Punkt vorab: Das Or Makif, das nicht in das Geschöpf eingekleidet ist, hat die Natur, Awiut in Bchina Dalet zu verfeinern. Es tut dies langsam, gemäß der Ordnung der vier Bchinot, bis es seine ganze Awiut verfeinert. Es beginnt mit der Verfeinerung von Bchina Dalet zu Bchina Gimel, dann zu Bchina Bet, Bchina Alef und schließlich wird es vollständig verfeinert bis es gänzlich ohne Awiut ist.

Denn es will durchdringen, aber der Massach hält es zurück.

74. Der Grund dafür ist, dass das Or Makif das Höhere Licht ist, welches sich nicht in das Geschöpf kleiden kann, weil der Massach es daran hindert, sich über seine eigene Ebene hinaus auszudehnen, es bleibt außerhalb des Parzuf und umgibt ihn. Mit anderen Worten, es leuchtet ihm aus der Ferne.

Weil das Or Makif auch in der Innerlichkeit des Parzuf leuchten will, so wie es in Ejn Sof in Bchina Dalet leuchtete, schlägt es den Massach und verfeinert ihn. Mit anderen Worten, es annulliert die Awiut (Grobheit) und die Kashiut (Härte) in ihm, so dass es sich einkleiden kann.

Zuerst wird der Massach stark, dann das Licht.

75. Zu Beginn wird der Massach stark und weist es zurück. Danach wird das Licht stärker und verfeinert den Massach. Es hebt jedoch nur die Ebene der Awiut auf, die sich über dem Siwug de Hakaa befand.

Befand sich der Siwug de Hakaa auf Bchina Dalet, annulliert er die Awiut von Bchina Dalet, die ihn daran hindert, sich in den Parzuf einzukleiden, und hinterlässt die Awiut von Bchina Gimel, mit der er nichts zu tun hatte. Wenn der Siwug de Hakaa auf Awiut von Bchina Gimel war, annulliert er nur die Awiut von Bchina Gimel und verlässt die Awiut von Bchina Bet, usw. (siehe TES, Teil 4, Or Pnimi, Kap. 1).

Bchina Dalet verschwindet nicht, obwohl sie zu Bchina Gimel verfeinert wurde.

76. Du weißt bereits, dass in der Spiritualität bei jeder Erneuerung der Form die vorherige Form nicht als Folge davon verschwindet. Das liegt daran, dass es in der Spiritualität keine Abwesenheit gibt, sondern nur eine zusätzliche Form.

Daraus kannst du schließen, dass diese Bchina Dalet, die nun zu ihrer Bchina Gimel verfeinert wurde, von diesem Geschöpf ausgetreten ist und zu einem neuen Geschöpf geworden ist, das dem ersten hinzugefügt wird.

Die Bchina Dalet in ihm ist nicht die Bchina Dalet in Bchina Dalet, sondern die Bchina Gimel in Bchina Dalet. Diese Hisdakchut (Verfeinerung) bewirkte jedoch als Folge davon keine Veränderungen im ersten Geschöpf.

Sofort nach der Hisdakchut (Verfeinerung) zu Bchina Gimel machte das Höhere Licht mit ihr einen Siwug, weil es nie zu leuchten aufhört.

77. Es wurde bereits erklärt, dass das Höhere Licht auch in den Unteren nicht für einen Augenblick zu leuchten aufhört. Die Ausdehnung zum Geschöpf hängt einzig und allein von der Vorbereitung des Kli ab, d. h. nach dem Maß des Willens zu empfangen im Geschöpf. Jedes Mal, wenn das Geschöpf erwacht und sich nach dem Höheren Licht sehnt, empfängt es es sofort, im Ausmaß seines Willens (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 63).

Nachdem Bchina Dalet zu Bchina Gimel verfeinert worden war und als ein neues Geschöpf hervorkam, dehnte sie das Höhere Licht auf sich selbst aus. Danach waren in ihr neue zehn Sefirot des Höheren Lichts von oben nach unten entstanden und neue zehn Sefirot des Or Choser von unten nach oben, so wie sich das erste Geschöpf ausdehnte.

Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen ihren Niveaus. Das liegt daran, dass dem neuen Geschöpf die Stufe Keter fehlt, und dass es nur so hoch wie Chochma reicht.

Der Grund, warum es Bchina Gimel an Keter fehlt.

78. Der Grund für das Fehlen der Stufe Keter im zweiten Geschöpf liegt darin, dass es keine Awiut von Bchina Dalet von Dalet hat, die in Bezug auf das Or Choser Keter von Bchina Dalet ist. Aus diesem Grund drängte der Massach das Höhere Licht nicht zurück, sondern nur von Chochma abwärts, also jenes Maß, das für den Eintritt in die Bchina Gimel von Bchina Dalet bestimmt war.

Es gäbe jedoch keine Ausdehnung in Keter von Bchina Dalet, selbst wenn der Massach sie nicht zurückgehalten hätte. Das liegt daran, dass das Kli, das das Höhere Licht ausdehnte, sich anfangs nicht mehr als Chochma nach unten ausdehnte. Aus diesem Grund heraus hat der Massach das Or Keter nicht zurückgedrängt, sondern nur vom Or Chochma aus nach unten, und daher fehlt dem Or Keter dieses Or Choser.

Weil das Or Keter des Or Choser dort fehlt, fehlt auch das Or Keter des Höheren Lichts. Das liegt daran, dass es kein Licht gibt, das sich in das Geschöpf einkleiden kann ohne dem Or Choser, da dies sein Kli zum Empfangen ist (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 21). Deshalb hat es nur die Ebene von Chochma.

Jedes Heranziehen (Hamshacha) wird von Bchina Dalet gemacht und benötigt daher einen Massach, um zu verhindern, dass sich das Licht in Bchina Dalet ausdehnt.

79. Es gilt die Regel, dass jedes Heranziehen (Hamshacha) von Licht nur in Bchina Dalet im Geschöpf sein darf, auch wenn nicht die Absicht besteht, das Licht dorthin zu ziehen. Der Grund ist, dass die Awiut, welche über Bchina Dalet ist, für das Heranziehen (Hamshacha) ungeeignet ist (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 56). Sogar Bchina Alef in Bchina Dalet ist für das Heranziehen (Hamshacha) besser geeignet als die echte Bchina Gimel, die oben steht, was mehr Feinheit bedeutet als die gesamte Bchina Dalet.

Wenn also die gesamte Awiut aus Bchina Dalet verschwindet, wird es niemanden geben, der das Licht aus Ejn Sof anziehen kann, und das Licht wird ganz aufhören. Das Heranziehen (Hamshacha) muss in Bchina Dalet geschehen, während sie sich gleichzeitig selbst schützen muss, damit das Licht nicht wegen des Zimzum auf Bchina Dalet in sie eindringt. Aus diesem Grund errichtete sie den Massach, der genau das überwacht.

Wenn sich also das Licht ausdehnt und Bchina Dalet erreicht, erwacht der Massach und stößt diesen Teil des Lichts zurück an seine Wurzel. Der Teil, der zurückgestoßen wird, verschwindet nicht, sondern wird in das Or Choser umgewandelt. Es ist der Teil, der das Gefäß des Empfangens für das Höhere Licht bildet.

In Bezug auf das Heranziehen (Hamshacha) des Lichts sind Bchina Dalet und der Massach eine Einheit.

80. In Bezug auf das Heranziehen (Hamshacha) des Lichts aus Ejn Sof werden Bchina Dalet und der Massach, der auf sie gesetzt wird, als eine Einheit angesehen. Das liegt daran, dass sich die Kashiut (Härte) des Massach auf der Awiut der Bchina Dalet befindet.

Aus diesem Grund wird in den meisten Fällen nur der Massach erwähnt. Was das Heranziehen (Hamshacha) des Lichts betrifft, so bezieht es sich notwendigerweise auf beide. Um uns kurz zu fassen, werden auch wir die Ausdehnung des Lichts von Ejn Sof nur nach dem Massach benennen.

In Bezug auf das Hervorkommen einer Stufe aus einer anderen, werden wir dies auch mit dem Namen “Hisdakchut (Verfeinerung) der Awiut” bezeichnen, obwohl es sich eigentlich auf die Kashiut im Massach bezieht. Erinnere dich, dass damit das Ausmaß der Awiut in Bchina Dalet gemeint ist, welches die vier Stufen der Kashiut im Massach erschafft.

Die Entstehung der Stufe Chochma aus Bchina Gimel.

81. Die Entstehung der Stufe Chochma aus der Stufe Keter wurde oben bereits ausführlich erklärt. Die ersten zehn Sefirot entstanden nach dem Zimzum durch die Begegnung mit dem Höheren Licht im Massach, das aus der vollständigen Awiut von Bchina Dalet besteht (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 64). Aus diesem Grund erhob sie die volle Menge des Or Choser bis zur Wurzel, genannt Keter.

Sobald diese Stufe mit Rosh, Toch und Sof abgeschlossen war, wurde ein Teil der Awiut im Massach von Bchina Dalet bis Bchina Gimel gereinigt (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 74). Da der Massach eine Veränderung der Form erreicht hat, wird er als aus der Stufe Keter herausgegangen betrachtet.

Durch die Begegnung des Or Ejn Sof mit dem zu Bchina Gimel verfeinerten Massach kam es dann zu den zweiten zehn Sefirot. Ihr Niveau reichte nur so hoch wie Chochma, und es mangelt ihr an Keter (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, 78).

Die Entstehung der Stufe von Bina aus Bchina Bet.

82. Sobald diese Stufe von Chochma mit Rosh, Toch, Sof abgeschlossen war, kehrte das Or Makif zurück und reinigte einen anderen Teil der Awiut im Massach, d. h. von Bchina Gimel in Bchina Dalet, zu Bchina Bet in Bchina Dalet. Dieser neue Massach von Bchina Bet in Bchina Dalet wird aus dem gleichen Grund, der bezüglich des Niveaus Keter erwähnt wurde (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 76), als Verlassen der Stufe Chochma angesehen. Die neuen zehn Sefirot gingen aus der Begegnung jenes Höheren Lichts mit jenem neuen Massach von Bchina Bet hervor, der nur so hoch wie Bina reichte, ohne Keter und Chochma.

Der Grund für das Fehlen von Chochma im Massach de Bchina Bet.

83. Der Grund für das Fehlen von Chochma in dieser neuen Stufe ist derselbe Grund, der oben (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 75) in Bezug auf das Fehlen von Keter genannt wird. Da diese Bchina Dalet nicht mehr als die Awiut von Bchina Bet hat, die als Bina von Bchina Dalet angesehen wird, trat dieses Heranziehen (Hamshacha), das sie ausführte, nicht am Anfang auf, sondern erst von Bina abwärts.

Selbst wenn der Massach das Höhere Licht nicht zurückgestoßen hätte, würde er sich also nicht auf Bchina Dalet selbst ausdehnen, sondern nur von Bina abwärts. Somit stieß nun der Massach Keter und die für Bchina Dalet bestimmte Chochma nicht zurück. Folglich gibt es in diesem Or Choser keine Keter und Chochma. Weil dieses Or Choser nicht da ist, ist auch das Höhere Licht von Keter und Chochma nicht da, weil die Gefäße fehlen, um es zu empfangen.

Die Entstehung der Stufe von Seir Anpin aus dem Massach de Bchina Alef.

84. Nachdem diese neue Stufe von Bina mit Rosh, Toch, Sof abgeschlossen war, kehrte das Or Makif zurück und reinigte noch einen weiteren Teil der Awiut im Massach, d. h. von Bchina Bet zu Bchina Alef. Infolgedessen wird davon ausgegangen, dass auch sie die Stufe von Bina verlassen hat.

Die Begegnung des Höheren Lichts mit dem Massach de Bchina Alef von Bchina Dalet, brachte zehn neue Sefirot auf der Stufe von Seir Anpin hervor. Die ersten drei Sefirot Keter, Chochma, Bina fehlen hier aus dem oben erwähnten Grund.

Die Entstehung der Stufe Malchut.

85. Nachdem die Stufe von Seir Anpin mit Rosh, Toch, Sof abgeschlossen war, wurde auch der letzte Teil der Awiut von Bchina Dalet gereinigt. Auch dieser Massach gilt als vollständig gereinigt und verließ die Stufe von Seir Anpin. Er wird „die Stufe von Malchut“ genannt. Es gibt hier kein neues Licht, aber er empfängt ein Leuchten von Seir Anpin, denn er verdient nicht mehr das Heranziehen (Hamshacha). Aus diesem Grund gibt es nur noch ein Or Nefesh. Der Rest zu dieser Angelegenheit wird in Teil 3 erklärt.

 

Kapitel 8

Erklärt: 1. Warum gilt während des Heranziehens (Hamshacha) der Lichter, je größer die Awiut, desto besser, und wenn sie in Kelim eingekleidet sind, desto größer die Sakut, desto besser. 2. Der Verstand für den umgekehrten Wert zwischen Kelim und Lichter: bei Kelim wachsen die Eljonim zuerst, bei Lichter treten die Unteren im zuerst ein. 3. Warum werden Igulim als Or Nefesh angesehen?

 

Das Maß des Lichts, das sich ausdehnt, hängt von der Awiut des Massach ab.

86/1.  Es wurde gründlich geklärt, wie das gesamte Maß des Einflusses des Höheren Lichts im Geschöpf vom Maß der Awiut des Massach abhängt. Die größte Awiut, nämlich Bchina Dalet, wird auf der Stufe Keter vermittelt, und ein Grad weniger wird nur in Chochma vermittelt usw. Im reinsten Massach schließlich vermittelt das Höhere Licht nichts, da die Awiut fehlt.

Das Maß des einkleidenden Lichts hängt von der Feinheit (Sakut) des Kli ab.

86/2.  All dies bezieht sich jedoch auf den Einfluss und die Ausdehnung des Höheren Lichts auf das Geschöpf, denn der Geber gibt immer das Gröbste. Es ist so, dass sich das Licht um so höher ausdehnt, je größer die Awiut des Massach ist (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 62).

Es ist jedoch nicht so, dass das Geschöpf das Höhere Licht empfangen hat. Dort wird das höhere Licht im reineren Kli und das niedrigere im gröberen Kli empfangen.

Die oberen Lichter kommen zuerst in die Kelim, und die unteren kommen zuerst in die Lichter.

87/1. Wir haben oben (siehe Kapitel 2, Punkt 14) gesagt, dass der Geber in das gröbste Ding gibt, aber der Empfänger das feinste Ding empfängt. Um diese Worte zu erläutern, werde ich dir die Reihenfolge des Eintritts der Lichter in das Geschöpf nach der Korrektur erläutern, bei der die Lichter langsam, allmählich aufgenommen werden. Zuerst wird das Or Nefesh empfangen, dann kommt das Or Ruach usw. bis zum Or Yechida. Im den Kelim ist es umgekehrt; zuerst wird Keter, dann Chochma usw. aufgenommen.

Beim Erwerb des Or Nefesh wird es in das Kli de Keter eingekleidet.

87/2.    Dies ist die Reihenfolge: Zuerst wird das Geschöpf mit zehn Kelim - Keter, Chochma, Bina, SA (das aus CHaGaT NeHJ besteht) und Malchut - ausgestrahlt. Mit anderen Worten: In den Kelim kommen die Höheren zuerst. Dann, wenn Nefesh gegeben wird, wird davon ausgegangen, dass Nefesh das Kli von Keter, das reinste Kli, anzieht.

Der Grund, warum es noch immer nicht das Or Ruach hat, ist, weil der Massach in Keter noch immer keine Awiut hat, nicht einmal die von Bchina Alef, und das Or Ruach wird erst durch die Begegnung des Höheren Lichts mit dem Massach de Bchina Alef vermittelt. Da der Massach im Kli de Keter liegt, d. h. er fein ist, ohne Awiut, hat er nicht mehr als das Or Nefesh, das Malchut zugeschrieben wird.



 

 Beim Erwerb des Or Ruach steigt das Or Nefesh zu Chochma ab, und Ruach ist in das Kli de Keter gekleidet.

88. Als er die Awiut von Bchina Alef erwirbt, wird ihm das Or Ruach durch die Begegnung des Höheren Lichts mit diesem Massach de Bchina Alef vermittelt. Doch obwohl der Massach im Kli de Chochma derjenige ist, der das Or Ruach bis zum Parzuf ausgedehnt hat, kleidet das Or Ruach das Kli de Keter ein und das Or Nefesh, das es zuvor in Keter hatte, steigt zu Chochma ab.

Der Grund dafür ist, dass die Reihenfolge des Empfangs der Lichter so ist, dass das wichtigere Licht sich in das feinere Kli einkleidet und das niedrigere in das gröbere Gefäß. Mit anderen Worten, es ist das Gegenteil der Reihenfolge des Vermittelns. Daher steigt Ruach, welches wichtiger ist als Nefesh, auf zu Keter und kleidet sie ein, und Nefesh steigt ab und kleidet sich in Chochma.

Beim Erwerb der Neshama wird sie in das Kli de Keter eingekleidet, Ruach steigt zu Chochma ab und Nefesh steigt zu Bina ab.

89. Danach, als ihr Massach die Awiut von Bchina Bet erwirbt, wird davon ausgegangen, dass sich der Massach im Kli de Bina befindet. Durch die Begegnung des Höheren Lichts mit diesem Massach wird ihm das Or Neshama vermittelt, das wichtiger ist als die Lichter von Ruach und Nefesh.

Auch hier empfängt er das Or Neshama im reinsten Kli, das heißt im Kli de Keter. Denn das Or Nefesh, das niedrigste von allen, kommt zum Kli de Bina hinunter, wo es einen Massach von Bchina Bet gibt, der jetzt das gröbste Kli ist. Das Or Ruach steigt von Keter zum Kli de Chochma ab, und das Or Neshama, das wichtigste von ihnen, kleidet sich in das Kli de Keter, das reinste von ihnen.

Wenn es das Or Chaja erhält, kleidet es sich in Keter ein; Neshama steigt von Chochma ab, Ruach von Bina und Nefesh von SA.

90. Als der Massach die Awiut von Bchina Gimel erlangt, wird davon ausgegangen, dass sich der Massach nun im Kli de SA befindet, nämlich in Bchina Gimel. Dann, durch die Begegnung des Höheren Lichts mit diesem Massach de Bchina Gimel, wird Or Chaja vermittelt, was wichtiger ist als das Or Neshama. Aus diesem Grund muss es im reineren Kli empfangen werden.

Das Or Nefesh, das niedrigste von allen, steigt also vom Kli Bina in das Kli SA ab, das jetzt das gröbste ist und in dem sich der Massach von Bchina Gimel befindet. Und das Or Ruach, das sich in Chochma befindet, steigt nun zu Bina ab, und das Or Neshama, das sich in Keter befindet, steigt zu Chochma ab. Und das Or Chaja, das wichtigste von allen, kleidet sich in das Kli de Keter.

Wenn Yechida erworben wird, wird es in Keter eingekleidet. Dann steigt Chaja zu Chochma ab, Neshama zu Bina, Ruach zu SA und Nefesh zu Malchut.

91. Als der Massach die Awiut von Bchina Dalet erwirbt, wird davon ausgegangen, dass sich der Massach nun im Kli de Malchut befindet, das heißt in Bchina Dalet. Zu diesem Zeitpunkt, durch die Begegnung des Höheren Lichts mit diesem Massach von Bchina Dalet, wird ihm das Or Yechida, das wichtigste Licht von allen vermittelt.

Aus diesem Grund wird es in seiner reinsten Form empfangen, nämlich als Kli von Keter. Folglich kommt das Or Nefesh, das unterste Licht, von SA hinunter zum Kli von Malchut, mit einem Massach von Bchina Dalet, der gröbsten Bchina.

Das Or Ruach steigt von Bina zum Kli von SA ab, das Or Neshama steigt von Chochma zum Kli von Bina ab, und das Or Chaja steigt von Keter zum Kli von Chochma ab. Dann kleidet das neu angekommene Or Chochma Keter ein. Nun erreichte das gesamte Licht von NaRaNCHaY das ihm zugeschriebene Kli.

Der Unterschied zwischen der Gabe des Lichts und dem der Einkleidung (Hitlabshut) des Lichts.

92. Jetzt siehst du den großen Unterschied zwischen der Reihenfolge der Vermittlung des Höheren Lichts im Parzuf und der Reihenfolge der Hitlabshut des Lichts in den Kelim. Der Geber braucht die gröbste Bchina, weil das Or Yechida nur dann in den Parzuf kommen kann, wenn es einen Massach auf dem Kli von Bchina Dalet hat.

Davor, als eine solche Awiut dort nicht vorhanden war, sondern eine feinere Awiut, also die von Bchina Gimel, war es unmöglich, dieses wichtige Licht, genannt Yechida, in den Parzuf zu vermitteln. Wenn dieses wichtige Licht in den Parzuf gezogen wird, kleidet es sich nicht in das Kli von Bchina Dalet, sondern in das reinste von allen, nämlich in das Kli von Keter.

Alle Lichter, die zum Parzuf kommen, werden nur im Kli de Keter empfangen.

93. Auf die gleiche Weise wird Chaja, die nur in einen Massach des Kli SA, d. h. Bchina Gimel, ausgeströmt wird, wenn sie das Geschöpf einkleidet, nicht in das Kli von SA, sondern in das reinste Kli, nämlich das Kli de Keter, eingekleidet. Dasselbe gilt für das Or Neshama, das nur ausgeströmt wird, wenn ein Massach mit der Awiut von Bchina Bet ins Kli de Bina vermittelt wird. Wenn er aber eingekleidet ist, kleidet er sich nur in das Kli de Keter. Dasselbe gilt für das Or Ruach, das nur dann in einen Massach von Bchina Alef im Kli de Chochma ausgeströmt wird, wenn es eingekleidet ist, nicht in das Kli von Chochma, sondern in das reinste Kli, nämlich das Kli de Keter.

So kommt jedes einzelne Licht, das zum Parzuf kommt, zuerst in das Kli de Keter, wie wir gesagt haben, das der Empfänger nur in dem reinsten Kli empfängt. Es ist so, obwohl die Übermittlung durch das gröbste Kli zu ihm kam. Und verstehe dies gut.

Igulim empfangen das Höhere Licht nicht, weil sie keine Awiut verfügen.

94. Daraus lässt sich ableiten, warum die Igulim keinen Fülle vom Höheren Licht empfangen, sondern alle ihre Lichter aus dem Licht des Kav empfangen müssen. Es ist so, dass die Kelim de Igulim den Kelim de Yosher des Kav vorangehen.

Es ist ganz einfach: Sie haben überhaupt keine Awiut, weil alle ihre vier Bchinot gleich sind (siehe Teil 1, Kapitel 1, Punkt 100). So werden nur die Kelim de Yosher im Kav, die einen Massach und Awiut haben, vom Höheren Licht durchdrungen, und die Igulim empfangen von ihnen.

Jede Stufe, die von einer anderen empfängt und an und für sich keine Form des Gebens hat, wird als Nefesh angesehen.

95. Aus diesem Grund wird das Licht der Igulim als Or Nefesh angesehen. Es gilt die Regel, dass jede Stufe, die nicht vom Höheren Licht beschienen wird, sondern ein Leuchten von einer anderen Stufe empfängt, als Or Nefesh oder Or Nekewa bezeichnet wird.

Und da die Igulim nicht vom Höheren Licht empfangen, sondern ihr Leuchten vom Kav erhalten, werden sie als Or Nekewa oder Or Nefesh bezeichnet. Es wurde auch über die Kelim de Yosher erklärt (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 85), dass, wenn die gesamte Awiut im Massach gereinigt worden wäre, der Einfluss des Höheres Licht nicht mehr vorhanden ist. In diesem Zustand ist alles, was es hat, das Leuchten aus der vorherigen Stufe, das daher als Or Nefesh bezeichnet wird.

 

                                              Kapitel 9

Erklärt, warum jede einzelne Sefira aus zehn inneren Sefirot besteht, die wiederum aus zehn inneren Sefirot innerhalb der zehn inneren Sefirot bestehen. Sie dehnen sich auf diese Weise unbegrenzt und unaufhörlich aus.

Jede einzelne Sefira in jedem einzelnen Welt besteht aus zehn innerer Sefirot in zehn innerer Sefirot auf unbestimmte Zeit und unaufhörlich:

        

Die Frage der unaufhörlichen Aufteilung der Sefirot in innere Sefirot und innere der inneren Sefirot.

96. Es ist ein wunderbares Gesetz in den Höheren Welten, dass wir in jeder Sefira, die wir untersuchen wollen, zehn innere Sefirot finden werden. Wenn wir eine einzelne Sefira aus diesen zehn inneren Sefirot nehmen, finden wir weitere zehn innere Sefirot in der ersten Sefira. Auch wenn wir eine Sefira aus den inneren der inneren Sefirot nehmen, finden wir wieder zehn Sefirot in ihr, die sich innerhalb der vorherigen inneren der inneren Sefirot befinden, und so weiter und so fort, unaufhörlich.

Jedes Licht, das die Stufen durchläuft, verlässt seine Wurzel in jeder Stufe, die es durchläuft.

97. Du wirst den Grund dafür nach der Regel verstehen, dass es in der Spiritualität keine Abwesenheit gibt (siehe Or Pnimi, Teil 2, Kap. 1, Punkt 4). Er erklärt, dass es unmöglich ist, dass es im Unteren irgendeine Art von Licht gibt, die nicht in allen Höheren über ihm bis zu Ejn Sof existiert.

Der Grund ist, dass sogar ein sehr kleines Leuchten, das auf der niedrigsten Stufe in den Welten auftaucht, aus Ejn Sof entspringt und alle Welten und Stufen vor dieser niedrigen Stufe durchlaufen muss, bis es dorthin kommt. Und da dieses Leuchten durch die Stufen nach unten kommt, kann es nicht auf der ersten Stufe abwesend sein, wenn es zur zweiten übergeht, und von der zweiten Stufe abwesend sein, wenn es zur dritten übergeht usw., bis es zur letzten Stufe kommt, der es empfängt.

Materielle Objekte bewegen sich von Ort zu Ort. Doch das ist in der Spiritualität überhaupt nicht möglich, wo es keine Abwesenheit und keinen Ersatz gibt. Stattdessen, wenn ein Leuchten eine bestimmte Stufe durchläuft, und sei es auch nur im Vorübergehen, erlangt es dort seinen Platz.

Ein Licht, das einmal auf einer Stufe erscheint, bleibt dort für alle Ewigkeit.

98. Der Eintritt und die Versetzung in die nächste Stufe verringert das Licht, das seinen Platz dort erworben hat, in keiner Weise. Vielmehr ist es wie das Anzünden einer Kerze aus einer anderen, ohne die erste zu vermindern.

Auch hier, wenn das Licht die erste Stufe verlässt und zur nächsten hinabsteigt, bleibt das Licht sowohl auf der ersten als auch der zweiten Stufe vollständig. Oder wenn es in die dritte Stufe eintritt, bewegt sich das Licht überhaupt nicht von der zweiten Stufe weg; das Licht ist sowohl auf der zweiten als auch der dritten Stufe vollständig.

Es durchläuft auf die gleiche Weise alle Stufen, die der letzten Stufe vorausgehen, da es der eigentliche Empfänger ist, für den das Licht von Ejn Sof herabgekommen ist, und wird in allen diesen Stufen fixiert. Der Grund dafür ist, dass es im Spirituellen keine Abwesenheit gibt. Jedes Licht, das einmal in einer spirituellen Bchina leuchtete, wird sich nicht für immer von dieser Bchina entfernen, nicht einmal ein bisschen.

Wenn das Or Chochma durch Keter an seinen Platz kommt, verlässt es seine Wurzel in Keter.

99. Aus dem Vorgenannten kann man die Angelegenheit der Integration (Hitkalelut) der zehn Sefirot gründlich verstehen, eine in der anderen und eine in der anderen -  unaufhörlich. Wenn zum Beispiel die ersten beiden Sefirot auftauchen, nämlich Keter und Chochma, muss Or Chochma aus Ejn Sof hervorgehen und somit auch durch Keter hindurchgehen, bevor es zur Sefira von Chochma kommt.

Da das Or Chochma einst in Keter leuchtete, nämlich als es durch sie hindurchging, ist es daher unmöglich, dass es von dort jemals abwesend sein kann. Folglich impliziert es notwendigerweise, dass auch nachdem Or Chochma die Sefira von Chochma erreicht hat, das Or Chochma noch vollständig in Keter bleibt. Somit hat die Sefira von Keter nun zwei Lichter, nämlich Or Keter und Or Chochma.

Wenn das Or Bina durch Keter und Chochma hindurchgeht, belässt seine Wurzel in ihnen, und dasselbe gilt so auch für das Or Bina.

100.   Dasselbe gilt für Or Bina. Da es die beiden vorhergehenden Sefirot durchqueren muss, bevor es zu Bina kommt, erhält es notwendigerweise auch seinen Platz in Keter und Chochma. Somit gibt es nun drei Lichter in Keter: Or Keter, Or Chochma und Or Bina. Ebenso gibt es zwei Lichter in Chochma: Or Chochma und Or Bina, und ein Licht in Bina, nämlich ihr eigenes Licht.

Es geht auf die gleiche Weise weiter, bis Or Malchut auftaucht. Zu diesem Zeitpunkt hat Keter alle zehn Sefirot, weil die unteren neun Lichter notwendigerweise durch Keter hindurchgegangen sind und so ihren Platz dort eingenommen haben. Es gibt auch neun Sefirot in Chochma, weil alle acht unteren Sefirot unter ihr durch sie hindurchgegangen sind und dort geblieben sind.

Ebenso gibt es acht Sefirot in Bina, sieben in Chessed, sechs in Gwura usw. durch Malchut, die nur ihr eigenes Licht hat, weil es keine Sefirot mehr gibt, die durch sie hindurchgehen würden.

Es gibt kein Or Yashar im Kli de Malchut, sondern nur ein Or Choser.

101.   Was das oben erwähnte Or von Malchut betrifft, so ist sowohl das Licht in ihr als auch das Licht, das von ihr in die ersten neun Sefirot aufgenommen wird, nur das Or Choser. Du weißt bereits, dass seit dem Zimzum auf der Sefira von Malchut ein Massach errichtet wurde und das Or Ejn Sof dort nicht empfangen wird.

Stattdessen erschafft die Begegnung des Or Ejn Sof mit jenem Massach einen Siwug, wobei aus dem Massach von Malchut ein neues Licht entsteht, das Or Choser genannt wird und bis zur Sefira von Keter nach oben leuchtet. Es kleidet also die gesamten zehn Sefirot von unten nach oben ein, denn nur so ist es in jeder Sefira der oberen neun Sefirot enthalten  (siehe Histaklut Pnimit, Teil 2, Punkt 19).

Malchut wird als Keter der zehn Sefirot von Choser angesehen.

102./1  Die Sefira von Malchut ist die Quelle des neuen Lichts, und jede Quelle wird als Keter angesehen. Daher wird Malchut als die Sefira Keter dieses neuen Lichts angesehen. Die Sefira vor ihr, nämlich Jessod, wird als Chochma des neuen Lichts angesehen, und die vor ihr, also Hod, wird als Bina angesehen, bis das obere Keter nun als Malchut angesehen wird, also diejenige, die von diesem neuen Licht empfängt.

Zehn Sefirot von Or Yashar dehnen sich von oben nach unten aus.

102./2   Wir haben gelernt, dass wir in jeder Stufe der zehn Sefirot zwei Reihen von zehn Sefirot unterscheiden sollten, die sich von Ejn Sof aus ausdehnen. Die erste ist die der zehn Sefirot, die sich von Ejn Sof von oben nach unten, von Keter bis Malchut, ausdehnt. Diese werden zehn Sefirot von Or Yashar genannt, denn sie steigen in Yosher von oben nach unten ab in einer allmählichen Reihenfolge vom feinen Kli zum gröberen und von dort zum noch gröberen ab, bis zu Malchut, dem gröbsten von allen.

Zehn Sefirot von Or Choser dehnen sich von unten nach oben aus.

103.   Wir haben dort eine weitere Reihe von zehn Sefirot. Diese dehnen sich von der Sefira Malchut von unten nach oben aus, also von Malchut bis Keter. In diesem Fall wird Malchut zum Ursprung des neuen Lichts, genannt zehn Sefirot des Or Choser.

Sie werden so genannt, denn sie werden in einer umgekehrten Reihenfolge vermittelt und tauchen wieder auf. Das heißt, sie breiten sich nicht vom feineren zum gröberen Kli aus, wobei der letzte Empfänger das gröbste ist. Ganz im Gegenteil, sie dehnen sich vom gröbsten bis zu dem Kli aus, das nicht so grob ist, bis der letzte Empfänger der reinste ist. Aus diesem Grund werden sie als von unten nach oben leuchtend angesehen.

Alle Sefirot von Or Choser, die in die Sefirot von Or Yashar kommen, gehen durch Malchut hindurch.

104.   Wir haben oben über die Integration (Hitkalelut) der Sefirot in der Reihenfolge der zehn Sefirot von Or Yashar erklärt. Da es in der Spiritualität keine Abwesenheit gibt, bleibt jedes Leuchten, das irgendwo durchgeht in seiner Vollständigkeit erhalten, auch wenn es sich an einen anderen Ort bewegt.

Was die zehn Sefirot von Or Yashar betrifft, so sind alle zehn Sefirot in Keter, neun in Chochma, acht in Bina usw. anwesend. (siehe Punkt 99). Aus diesem Grund erscheinen sie in gleicher Weise auch in den zehn Sefirot des Or Choser. Das liegt daran, dass hier die Sefira von Malchut zum Ursprung dieses Or Choser wird.

Man geht also davon aus, dass jede Bchina des Or Choser, die ihre oberen Sefirot erreicht, durch Malchut hindurchgehen muss, weil Malchut dieses Licht durch die Kraft ihres Massach ausstrahlt, der sich mit dem Or Ejn Sof paart, das auf diesen Massach trifft.

Wenn das Or Choser de Jessod durch Malchut hindurchgeht, hinterlässt es seine Wurzel in Malchut und so weiter auf die gleiche Weise.

105.   Wenn also die Sefira von Jessod ihr Licht von Malchut empfängt, bedeutet das notwendigerweise, dass Malchut dieses Licht zuerst empfangen hat (HIER FEHLT EIN KLEINER TEIL DES SATZES). Zur Sefira von Jessod gelangt sie über den Siwug mit dem Or Ejn Sof und das Hindurchgehen durch Malchut. Es stellt sich heraus, dass das Or Jessod sowohl in Malchut als auch in Jessod anwesend ist.

Genauso verhält es sich mit dem Or Choser, das Hod empfängt, der notwendigerweise seinen Platz durch das Hindurchgehen durch Malchut und Jessod erworben hat. In diesem Zustand finden wir vor, dass es in Malchut drei Lichter gibt, zwei in Jessod und eines in Hod.

In ähnlicher Weise gibt es, wenn Keter das letzte Or Choser empfängt, bereits zehn Lichter der zehn Sefirot von Or Choser in Malchut, neun in Jessod, acht in Hod usw., wie im Bezug auf die zehn Sefirot de Or Yashar erklärt wurde.

Durch die Integration (Hitkalelut) von Or Choser im Hindurchgehen werden die zehn Sefirot in jeder einzelnen Sefira geschaffen. Keter hat neun Sefirot von Or Yashar und eine von Or Choser.

106.   Es stellt sich heraus, dass wir zehn Sefirot in jeder einzelnen Sefira der obigen zehn Sefirot haben, also zusammen mit dem Or Choser. Mit anderen Worten, das Licht von Malchut, das in jeder einzelnen Sefira empfangen wird, vervollständigt sich zu zehn Sefirot. In Keter gibt es neun Sefirot von Or Yashar - KaCHaB CHaGaT NeHJ - und eine von Or Choser, nämlich Malchut, denn sie empfängt zuletzt von den zehn Sefirot des Or Choser. Folglich hat sie nur ein Licht des Or Choser.

Chochma hat acht von Or Yashar und zwei von Or Choser; Bina hat sieben von Or Yashar und drei von Or Choser.

107.   Chochma hat acht Sefirot von Or Yashar - Chochma, Bina und CHaGaT NeHJ - und zwei von Or Choser. Die von Or Choser sind: ihr eigener Teil, den sie vom Or Choser von Malchut empfangen hat, Jessod de Or Choser, und der zweite ist jener Teil von Keter, der durch sie hindurchging und dort verblieb, um sich nie wieder zu bewegen, Malchut de Or Choser.

Bina hat sieben Lichter von Or Yashar, die sind: Bina, CHaGaT NeHJ und drei Sefirot des Or Choser - Hod, Jessod, Malchut. Sie hat Hod von sich selbst; Jessod aus dem Teil von Chochma, der durch sie hindurchgegangen ist, und Malchut aus dem Teil von Keter, der durch sie hindurchgegangen ist, also von Bina aufwärts.

Chessed hat sechs von Or Yashar und vier von Or Choser; Gwura hat fünf von Or Yashar und fünf von Or Choser; Tiferet hat vier von Or Yashar und sechs von Or Choser.

108.   Chessed hat sechs Sefirot von Or Yashar, das sind: CHaGaT NeHJ und vier Sefirot von Or Choser, die sich von Chessed aufwärts ausdehnen. Mit anderen Worten, sie hat ihren eigenen Teil, nämlich Nezach, und die Teile von Bina, Chochma und Keter, d. h. Hod, Jessod und Malchut, die durch sie hindurchgegangen und dort verblieben sind.

Dasselbe gilt für Gwura, die fünf Sefirot von Or Yashar hat: Gwura, Tiferet, Nezach, Hod und Jessod. Sie hat auch fünf Sefirot von Or Choser ab Gwura aufwärts, d. h. die vier Teile von Keter, Chochma, Bina, Chessed, welche Nezach, Hod, Jessod und Malchut sind, die durch sie hindurchgegangen sind, und ihren eigenen Teil, nämlich Tiferet de Or Choser.

Tiferet hat vier Sefirot von Or Yashar von Tiferet abwärts und sechs von Or Choser von Tiferet aufwärts. Mit anderen Worten, sie hat fünf Teile KaCHaB CHuG (Chessed und Gwura), die TaNHJM sind, die durch sie hindurchgegangen sind, und ihren eigenen Teil, der Gwura des Or Choser ist.

Nezach hat drei von Or Yashar und sieben von Or Choser; Hod hat zwei von Or Yashar und acht von Or Choser; Jessod hat neun von Or Yashar und eine von Or Yashar, und Malchut hat zehn Sefirot von Or Choser.

109.   Nezach hat drei Sefirot von Or Yashar von Nezach abwärts, nämlich Nezach, Hod und Jessod de Or Yashar. Sie hat auch sieben Sefirot von Or Choser von Nezach aufwärts, d. h. die sechs Teile KaCHaB CHaGaT, die sie durchlaufen haben. Das sind GaT NeHJM (Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut) und ihr eigener Teil, Chessed des Or Choser.

Hod hat zwei Sefirot von Or Yashar - Hod und Jessod, und acht Sefirot von Or Choser Hod aufwärts. Das sind die sieben Teile, KaCHaB CHaGaT und Nezach, die durch ihn gingen, die CHaGaT NeHJM von Or Choser sind, und sein eigener Teil, der Bina de Or Choser ist.

Jessod hat eine Sefira von Or Yashar und neun Sefirot von Or Choser, von Jessod aufwärts. Das sind die acht Teile KaCHaB CHaGaT Nezach und Hod, die durch ihn hindurchgingen, nämlich Bina, CHaGaT NeHJM von Or Choser, und sein eigener Teil, nämlich Chochma de Or Choser.

Mit ihrem Or Choser vervollkommnet Malchut jede einzelne Sefira zu zehn Sefirot.

110.   Es ist gründlich erklärt worden, dass jede Manifestation der zehn Sefirot, wo immer sie sich befinden mögen, miteinander vermischt werden muss. Doch wenn die zehn Sefirot de Or Yashar zum ersten Mal auftauchen, haben sie noch nicht in jeder von ihnen zehn Sefirot, nicht bevor auch das Licht von Malchut in ihnen integriert ist, nämlich die zehn Sefirot von Or Choser. Malchut hat kein anderes Licht, und dieses Licht von Malchut vervollkommnet, was in dieser Zahl, zehn Sefirot, fehlt, für jede einzelne der zehn Sefirot. Es gibt also zehn Sefirot in jeder einzelnen von ihnen.

Es ist auch in jedem inneren Gegenstand dasselbe. Betrachtet man die Keter der zehn Sefirot von Keter, so besteht es ebenfalls notwendigerweise aus neun Sefirot von Or Yashar und einem von Or Choser.

111.   Wenn du die allgemeine Sefira von Keter am Beispiel der allgemeinen zehn Sefirot als Beispiel nimmst, findest du, dass sie an und für sich aus der inneren Sefirot der zehn besteht. Mit anderen Worten, nachdem Or Malchut dort erscheint, können wir sofort sehen, dass in der ersten Sefira dieser allgemeinen Keter, die jetzt Keter von Keter, also die innere Keter, genannt wird, notwendigerweise neun Sefirot von Or Yashar vorhanden sind. Sie befinden sich unter ihr, nämlich Chochma und Bina und CHaGaT NeHJ von Or Yashar in Keter.

Keter de Keter ist ihre eigene Bchina, und die neun unteren Sefirot sind hindurch geleitete Lichter.

112.   Und da nur Keter unter ihnen als seine eigene Wesensstufe gilt, sind die übrigen neun einzelnen Sefirot, die sich in ihm befinden, das nicht. Sie sind lediglich hindurchgehende Lichter (Orot Owerim), das heißt: Lichter niedrigerer Stufen, die sich ihren Ort dort erworben haben, indem sie von Ejn Sof auf ihrem Weg zu den unteren Sefirot durch Keter hindurchgegangen sind.

Trotzdem – da sie sich nun in Keter befinden –, folgt daraus zwangsläufig, dass die oberste dieser Sefirot, also der einzelne Keter unter ihnen, auch die neun darunterliegenden einzelnen Sefirot in sich einschließt.

Denn auch diese neun Sefirot – da sie unterhalb von ihm stehen – mussten notwendigerweise durch ihn hindurchgehen. Und da sie durch ihn hindurchgegangen sind, folgt notwendigerweise, dass sie auch innerhalb von ihm ihren Platz gefunden haben. Denn in der spirituellen Realität gibt es kein Verschwinden (Ejn he'eder beRuchani – אין העדר ברוחני), wie es oben bei den zehn allgemeinen Sefirot erläutert wurde.

Daraus ergibt sich, dass sich nun in diesem einzelnen Keter – für sich allein genommen – ebenfalls zehn Sefirot in detaillierter Untergliederung befinden: Neun Lichter des Or Yashar, nämlich KaCHaB, CHaGaT, NeHJ, und ein Licht des Or Choser, nämlich das Licht von Malchut – wie es auch beim allgemeinen Keter innerhalb der zehn allgemeinen Sefirot erklärt wurde.

 

Chochma in Keter besteht ebenfalls notwendigerweise aus acht Sefirot des Or Yashar und zwei des Or Choser.

113.   Gleichermaßen, wenn man die innere Sefira von Chochma aus den zehn inneren Sefirot des allgemeinen Keter, Chochma de Keter genannt, untersucht. Sie hat zwangsläufig die zehn inneren Sefirot auf dieselbe Weise, wie wir sie in der inneren Keter erwähnt haben. Das liegt daran, dass alle acht Sefirot der allgemeinen Keter des Or Yashar unter ihr diese innere Chochma von oben nach unten durchlaufen haben müssen.

Nachdem sie durch sie hindurchgegangen sind, haben sie notwendigerweise ihren Platz in ihr zusätzlich zu den beiden Sefirot des Or Choser eingenommen, d. h. des Lichts der inneren Malchut, die ebenfalls von unten nach oben durch diese innere Chochma gegangen sind. Diese Teile sind: ihr eigener Teil des Or Choser und der Teil des Or Choser, der sich auf die innere Keter bezieht.

Es gibt also auch zehn innere Sefirot in der inneren Chochma in den inneren zehn Sefirot der allgemeinen Keter. Dasselbe gilt für die allgemeine Chochma der allgemeinen zehn Sefirot.

Bina in Keter hat auch sieben Sefirot des Or Yashar und drei Sefirot des Or Choser.

114.   Auch bei der Unterscheidung der inneren Bina in der zehn inneren Sefirot der allgemeinen Keter, genannt Bina de Keter, wirst du feststellen, dass sie notwendigerweise auch die zehn inneren von den inneren Sefirot enthält, wie wir in der inneren Chochma gesehen haben. Das liegt daran, dass alle sechs inneren Sefirot CHaGaT NeHJ von Or Yashar der allgemeinen Keter unter ihr notwendigerweise von oben nach unten durch diese innere Bina gingen und ihren Platz in ihr eingenommen haben.

Zusammen mit Bina selbst werden sie nun die sieben Sefirot des Or Yashar. Auch die drei inneren Sefirot des Or Choser durchquerten diese allgemeine Bina von der inneren Malchut der allgemeinen Keter von unten nach oben, d. h. von ihrem eigenen Teil des Or Choser, dem Teil des Or Choser der inneren Chochma und dem Teil des Or Choser der inneren Keter. Daraus folgt, dass es zehn innere Sefirot in der inneren Bina in den zehn Sefirot des allgemeinen Keter gibt, wie es in Bezug auf die allgemeine Bina in den allgemeinen zehn Sefirot geschrieben steht.

Chessed in Keter hat auch sechs Sefirot des Or Yashar und vier des Or Choser, und so weiter auf dieselbe Weise.

115.   Auf genau dieselbe Weise findest du die inneren Sefirot der zehn in der inneren Chessed und die inneren Sefirot der zehn in den inneren Sefirot in der allgemeinen Keter. Dies sind sechs des Or Yashar, CHaGaT NeHJ von oben nach unten, und vier des Or Choser von Chessed nach oben bis Keter. Auf genau die gleiche Weise findest du die zehn inneren Sefirot in Gwura, und so weiter durch die innere Malchut in diesen zehn Sefirot, Malchut de Keter genannt.

116.   Man könnte fragen: Aber es gibt kein Or Choser in den zehn inneren Sefirot der zehn inneren Sefirot der allgemeinen Keter, die aus der allgemeinen Malchut hervorgegangen sind, sondern nur Nefesh, also den kleinsten Teil der gesamten zehn Sefirot des Or Choser (siehe Punkt 112). Wie können wir also sagen, dass dieser kleine Teil des Or Choser sich nun von selbst zu den neuen zehn Sefirot des Or Choser erweitert hat, die jede einzelne Sefira mit allen inneren Sefirot vervollständigen, die sie brauchen, um ihre Zahl zu zehn Sefirot zu vervollständigen?

Nefesh de Or Choser im allgemeinen Keter wird notwendigerweise in eine Einkleidung in die zehn inneren Sefirot in Keter eingeteilt.

117.   Die Antwort lautet in der Tat, dass es letztlich notwendig ist, dass der Teil von Nefesh des inneren Or Choser, der von Malchut bis zur allgemeinen Keter aufgestiegen ist, alle neun inneren Sefirot in der allgemeinen Keter eingekleidet hat. Andernfalls wären diese neun Sefirot des Or Yashar nicht im Parzuf erfasst worden und hätten dort gar nicht leuchten können, denn es ist bekannt, dass das Or Yashar mit einem Parzuf nur durch die Empfangsgefäße des Or Choser in Verbindung treten kann.

Dieses Or Nefesh kleidete die neun inneren Sefirot von Keter ein. So stellen wir notwendigerweise fest, dass es, wenn es von unten nach oben geht, die Zahl in jeder einzelnen dieser inneren Sefirot zu den zehn inneren Sefirot vervollständigt, die ihnen fehlen. Es gibt Chochma die beiden Lichter, die ihr fehlen: eines für ihre eigene Einkleidung und eine weitere, im Vorübergehen, um Keter einzukleiden. Sie gibt Bina eine dritte und Chessed eine vierte, wie oben gezeigt.

Es ist so, dass es so auch in den zehn Sefirot in den zehn inneren Sefirot in der allgemeinen Chochma ist. Keter der zehn Sefirot innerhalb der zehn inneren Sefirot von Chochma enthält neun Sefirot des Or Yashar und eine des Or Choser.

118.   So wie wir die zehn inneren von den inneren Sefirot in den zehn inneren Sefirot in der allgemeinen Keter erklärt haben, so werden wir die zehn inneren von den inneren Sefirot in jeder einzelnen der zehn inneren Sefirot der allgemeinen Sefira von Chochma erklären. In Keter der zehn inneren Sefirot der allgemeinen Chochma, genannt Keter de Chochma, findest du notwendigerweise zehn innere Sefirot. Diese sind ihr eigenes Licht und die inneren acht Sefirot Bina, CHaGaT NeHJ, die von oben nach unten gingen, also neun.

Es gibt ein Or Choser, das aus der inneren Malchut der allgemeinen Chochma aufstieg. Sie haben also zehn innere Sefirot in der Keter der allgemeinen Chochma.

In der inneren Chochma in Chochma gibt es acht Sefirot des Or Yashar und zwei des Or Choser.

119.   Die innere Chochma in den zehn inneren Sefirot der Chochma der allgemeinen Chochma, Chochma de Chochma genannt, arbeitet auf die gleiche Weise. Sie besteht aus acht des Or Yashar von oben nach unten und zwei des Or Choser von unten nach oben. In ähnlicher Weise besteht die innere Bina in den zehn inneren Sefirot der Chochma der allgemeinen Chochma aus sieben des Or Yashar von oben nach unten und drei des Or Choser von unten nach oben.

So dass es in Chessed, in Gwura und so weiter durch die innere Malchut in diesen zehn Sefirot der allgemeinen Chochma, Malchut de Chochma genannt. Auch sie hat die zehn innern Sefirot des Or Choser, deshalb, weil sie notwendigerweise alle zehn inneren Sefirot der allgemeinen Chochma einkleidet und ihnen ihr Leuchten schickt. Daraus folgt notwendigerweise, dass sie alle sie durchqueren und ihren Platz in ihr einnehmen.

120.   Die zehn inneren Sefirot der inneren Bina funktionieren auf genau dieselbe Weise; so dass auch die inneren von Chessed, die inneren von Gwura und bis hinunter zu den inneren von Malchut, und hier bedarf es keiner weiteren Erklärung.

Stattdessen werden wir eine weitere Sefira aus den inneren Sefirot erklären, um zu zeigen, dass auch sie selbst notwendigerweise aus den zehn inneren Sefirot besteht, die nun zehn innere Sefirot innerhalb der zehn inneren Sefirot sind.

121.   Betrachten wir die innere Bina der inneren Sefirot, die z. B. eine der zehn inneren Sefirot in der inneren Chochma in den zehn Sefirot in der allgemeinen Chochma ist, genannt Bina in Chochma de Chochma. Auch hier finden wir, dass sie eigene zehn Sefirot hat, nach dem gleichen Prinzip, d. h. sieben des Or Yashar, die von oben nach unten durch sie hindurchgegangen sind. Sie hat auch drei des Or Choser, die von unten nach oben durch sie hindurchgegangen sind.

122.   Wir können so unendlich viele Unterscheidungen treffen, denn wann immer man eine Sefira nimmt, selbst nachdem sie tausendmal geteilt wurde, kommt sie immer noch aus einer Anordnung der zehn Sefirot. So ist ein Teil dieser zehn Sefirot notwendigerweise von oben nach unten durch diese Sefira gegangen, und einige von ihnen sind von unten nach oben gegangen. So haben diese zehn Sefirot notwendigerweise ihren Platz in dieser Sefira für alle Ewigkeit erlangt, wie wir oben erklärt haben. In dieser Sefira hast du also notwendigerweise alle zehn Sefirot.

123.   Aber selbst wenn du die zehn durch zehn teilst und die zweiten Zehn durch die dritten und so weiter, solltest du nicht denken, dass alle Sefirot gleich bleiben. Vielmehr verändern sie sich bei der Teilung erheblich, und eine ist nicht gleich der anderen, da die Lichter des Or Yashar nie an ihre Stelle treten, wenn sich die Sefirot teilen, außer in Keter. Das liegt daran, dass es in Chochma nur acht des Or Yashar, also von Chochma abwärts, und zwei des Or Choser, Jessod und Malchut gibt.

Daher kommen die acht Lichter des Or Yashar in den reineren Kelim, d. h. von Keter bis Hod, und die zwei des Or Choser in Jessod und Malchut. Es stellt sich heraus, dass das Or Chochma das Kli de Keter und das Or Bina das Kli de Chochma einkleidet, usw. bis das Or Jessod das Kli de Hod einkleidet.

Daraus folgt, dass alle Lichter des Or Yashar nicht an ihren richtigen Platz kommen, und nur das Or Choser kommt immer an seinen richtigen Platz; das Or Choser de Jessod kommt in das Kli de Jessod und das Or Choser de Malchut in das Kli von Malchut de Malchut.

124.   In ähnlicher Weise hat Bina nicht mehr als sieben Lichter des Or Yashar, die die reineren Kelim einkleiden. Sie hält sich an die Regel, dass der Empfänger in der reineren Sache empfängt, das heißt von Keter bis Nezach. Daraus folgt, dass das Or Bina das Kli de Keter, das Or Chessed das Kli de Chochma und schließlich das Or Jessod das Kli de Nezach durchdringt. Nur die drei Lichter des Or Choser lassen sich an ihrer Stelle nieder: die Lichter von Hod, Jessod, Malchut in den Kelim von Hod, Jessod, Malchut.

125.   Wir können aus den obigen Ausführungen lernen, dass es einen großen Unterschied zwischen der inneren Bina de Keter, der inneren Bina de Chochma und der inneren Bina de Bina usw. gibt. Nur in Bina de Keter ist das Licht der Bina in ihrem eigenen Kli.

In Bina de Chochma gibt es jedoch nur das Licht von Chessed im Kli von Bina, und in Bina de Bina gibt es im Kli de Bina nur das Licht von Gwura. Das ist bei allen der Fall, denn das eine ist nicht wie das andere.

126.   Selbst in der Teilung der Lichter des Or Choser lassen sich Veränderungen nachweisen, die ihren Platz nicht verändern. Trotzdem können wir Veränderungen in der Art und Weise ihrer Teilung feststellen, denn wo immer es ein Or Choser gibt, empfängt es ein Leuchten des Or Yashar.

Zum Beispiel gibt es in Jessod de Chochma ein Leuchten des Or Yashar de Hod de Chochma. In Jessod de Bina gibt es jedoch ein Leuchten aus Nezach de Bina, weil es in Hod de Bina kein Or Yashar gibt.

127.   Es wäre eine Ausnahme von der Regel, wenn du nur die allgemeine Sefira teilen würdest. Ich möchte sagen: Nimm die allgemeine Sefira von Bina als Beispiel, und teile sie in zehn und dann in weitere zehn. Wenn du zum Beispiel das Innere der inneren Bina von der zehn Sefirot der inneren Bina der zehn Sefirot der allgemeinen Bina, genannt Bina von Bina de Bina, trennst, dann sind sie alle gleich, ohne jeden Unterschied. Es ist so, dass du in allen die Sieben des Or Yashar in den sieben oberen Kelim KaCHaB CHaGaT Nezach findest, und drei des Or Choser in den unteren Kelim, Hod, Jessod, Malchut. So ist es auch in ähnlicher Weise nach tausend Teilungen, und in allen anderen Sefirot.

 

                                            

Kapitel 10

Erklärt das Thema des Siwug de Hakaa, der aus zwei Kräften besteht: einer anziehenden und einer abstoßenden Kraft. Sie wirken gleichzeitig, die eine in der Awiut und die andere in der Kashiut des Massach.

 

Ausführliche Erklärung der Bedeutung der Worte „Siwug de Hakaa“

128.   Das Thema Siwug de Hakaa bedarf einer ausführlichen Erläuterung. Es gibt hier ein scheinbares Positiv und Negativ zusammen, denn Siwug de Hakaa bedeutet Ablehnung und Trennung und großen Hass. Wie kann man also Siwug de Hakaa aussprechen, denn es impliziert Liebe zum Hass oder Anhaftung zur Trennung oder Heranziehen (Hamshacha) zur Ablehnung? Es ist in der Tat verwirrend.

129.   Es ist in der Tat so: Es sind zwei Gegensätze unter einer Regel. Diese Regel besteht jedoch aus zwei einzigartigen Trägern, d. h. zwei Kräften: einer anziehenden und einer abstoßenden. Die anziehende Kraft befindet sich in der Awiut des Kli und die abstoßende Kraft im Massach des Kli. Sie wurden zusammengesetzt, und beide herrschen gleichzeitig, zu einer Zeit an zwei Orten.

130.   Ich werde das näher ausführen, um es gründlich zu untersuchen und für den Verstand akzeptabel zu machen, ohne Verwirrung und Verwunderung hervorzurufen. Ich werde dir ein Gleichnis aus der körperlichen Realität geben, die sich unseren Augen darstellt und erscheint: Wenn du auf einen Felsen oder einen Menschen blickst, der von einer hohen Stelle zu Boden fällt, siehst du, dass dieser Mensch mit großer Kraft und Geschwindigkeit von oben nach unten gezogen wird. Dennoch, wenn dieser Mensch auf den Boden fällt, trifft ihn der Boden und stößt ihn ein Stück nach oben.

131.   Es gibt hier zwei Vermutungen: Die eine ist, dass die Erde eine große Anziehungskraft auf alles hat, was in die Luft gesetzt wird, wenn es nichts Festes gibt, um es zu schützen. Wenn man also vom Dach des Hauses in die Luft fällt, wirkt diese Anziehungskraft der Erde sofort auf ihn ein. Das erklärt die Frage des schnellen Sturzes auf den Boden.

Allerdings gibt es hier eine Frage, denn eigentlich hätte die Erde ihn liebevoll umarmen müssen, ohne ihn auch nur ein bisschen zu bewegen. Dennoch sehen wir das Gegenteil: In dem Moment, in dem der Mensch den Boden berührt, stößt ihn die Erde schnell zurück und er kehrt leicht nach oben zurück.

132.   Umgekehrt gibt es die Vermutung, dass es eine andere Kraft gibt, die von oben, aus der Luft, auf alles, was in der Luft ist, eine abstoßende Kraft ausübt und es auf den Boden drückt.

Gleichzeitig verfügt unsere Erde nur über die abstoßende Kraft und nicht über die anziehende Kraft. Wenn sich also ein Mensch vom Dach des Hauses löst und in die Luft fliegt, wirkt die abstoßende Kraft von oben sofort auf ihn ein und bringt ihn zu Boden. Wenn er den Boden berührt, drückt sie (die Erde) ihn aber wieder nach oben.

133.   Wenn wir von dem Zweig auf seine Wurzel in den Höheren Welten schließen, denn die Dinge sind meist sehr ähnlich, werden wir feststellen, dass beide Vermutungen falsch sind. Wir könnten auch sagen, dass jeder einzelne Planet eine Anziehungskraft und eine Abstoßungskraft hat, die sich vermischen. Mit anderen Worten, es gibt eine Kraft der Awiut, die alles, was sich außerhalb von ihr befindet, nach innen ziehen will, und im Gegensatz dazu gibt es die Kraft der Kashiut, die jeden äußeren Körper von sich abstößt.

Daher muss jedes Heranziehen (Hamshacha) auf jeden Fall vom zentralen Punkt in seinem Inneren ausgehen, denn dort liegt seine Anziehungskraft. Das ist so, weil der zentrale Punkt gröber als der ganze Planet ist, wodurch alles innerhalb dieses peripheren Raumes unter seinem Einfluss und der Kraft seines Wirkens angezogen wird.

134.   Er zieht es jedoch nicht bis zum Punkt des Verschlingens an, wie er es hätte tun sollen, wenn man nur nach seiner Kraft des Heranziehens (Hamshacha) urteilt. Stattdessen erwacht in dem Augenblick, in dem das angezogene Objekt die äußere Kruste berührt, die abstoßende Kraft in der Kruste, die die Kashiut ist, sofort und stößt es wieder nach oben.

135.   Es stellt sich heraus, dass das, was sie zu sich gezogen hat, empfangen wurde, aber nicht über das Heranziehen (Hamshacha), sondern auf eine andere Weise, denn es wurde auf halbem Weg durch die Kraft der Kashiut angehalten, die es abstößt und auf halbem Weg zurückhält.

Daher wirken hier sowohl Siwug (Paarung) als auch Hakaa (Abstoßung) gemeinsam. Der Siwug zieht, und die Kashiut stößt zurück. Auf diese Weise empfängt er es oben und verschlingt es nicht lebendig in seinem Inneren.

Wir können also sagen, dass das Empfangsgefäß in erster Linie die abstoßende Kraft in ihm ist. Das liegt daran, dass er es empfängt und erhält, wie es sein sollte. Ohne die abstoßende Kraft würde der Mensch darin lebendig verschluckt werden.

136.   Man kann auch sehen, dass das Anziehende und das Abstoßende so gleichmäßig sind wie zwei Tropfen in einem Teich, gemessen an ihrer Stärke. Wäre die anziehende Kraft etwas stärker als die abstoßende Kraft gewesen, wäre es unmöglich, sich auf der Erde zu bewegen. Alles, was sich bewegt, würde daran kleben wie Eisen an einem Magnet.

Wäre die abstoßende Kraft etwas stärker gewesen, würde das ganze Universum darauf tanzen, ohne sie berühren zu können. Sie sind also offensichtlich ausgeglichen.

137.   So kann man das Thema Siwug de Hakaa im Höheren gut verstehen. Auch wenn der Siwug und der Hakaa zwei Gegensätze sind, so nehmen sie doch an einer Herrschaft teil, zu einer Zeit und in einem Fall, aber an zwei Orten, nämlich der Awiut und der Kashiut. Erinnere dich für den Rest dieser Weisheit daran.