Mein Geist wird nicht im Menschen bleiben
477) „Und der Ewige sagte: Mein Geist wird nicht im Menschen bleiben, denn auch er ist Fleisch.“ Zu dieser Zeit, vor der Sintflut, strahlte der Fluss, der sich aus Eden, von Bina, hervorgeht, einen hohen Ruach (Geist) aus dem Baum des Lebens, SA, aus und übertrug ihn auf den Baum, Nukwa, und Geister, die in den Menschen leben, breiteten sich von ihnen aus. Aus diesem Grund lebten sie viele Tage.
Die Sefirot sind Hunderte. Und da die Geister der Lebenden aus Bina gezogen wurden, lebten die Menschen damals Hunderte von Jahren. Die Tage ihres Lebens betrugen siebenhundert Jahre, entsprechend SaT von Bina, und wenn sie in Gwurot waren, dann achthundert Jahre, sowie neunhundert Jahre. Daher lebten sie viele Tage, bis ihre Bosheit in die Höhe stieg und sie an der Tür standen, wie es geschrieben steht: „Die Sünde lauert an der Tür.“ Zu dieser Zeit verließ der höhere Geist von Bina den Baum, die Nukwa, als die Neshamot den Menschen entflohen.
Das heißt, der höhere Geist von Bina verließ die Nukwa, und nur der Ruach von SA blieb in ihr, während die Neshamot nur von der Seite von SA und seiner Nukwa flohen, wie es geschrieben steht: „Mein Geist soll nicht im Menschen bleiben“, aus Bina im Menschen. „Für immer“ bedeutet, ihr meinen Geist für immer zu geben, wenn die Neshamot von SoN den Menschen entfliehen. Deshalb, da Bina niemals Neshamot (Seelen) gibt und es nun Neshamot nur von SA gibt, dessen Sefirot Zehner sind, sind die Jahre unseres Lebens nur siebzig Jahre, entsprechend den SaT von SA, während es in Gwurot achtzig Jahre sind, also den Griff von GaR bis zu hundert Jahre, sodann er scheinbar vergeht und aus der Welt gelöscht wird.
478) „Denn auch er ist Fleisch.“ „Auch“ ist Moses, denn im Zahlenwert ist er Shin-Mem-Hej (345), wie Mem-Shin-Hej (Moshe (Moses)), der dem Mond leuchtet. Aufgrund dieser Kraft leben die Menschen lange Tage in der Welt. Die innere Daat von SA wird Moses genannt, und er breitet das Licht von Bina auf die Nukwa aus, deren Sefirot Hunderter sind, daher lebten die Menschen in ihr viele Tage.
Es steht geschrieben: „Und seine Tage waren einhundertzwanzig Jahre“, was sich auf Moses bezieht, der 120 Jahre lebte und durch den die Tora gegeben wurde. Zur Zeit der Gabe der Tora gab er den Menschen Leben von jenem Baum des Lebens, der aus Eden kommt und in Bina gekleidet ist. Hätten Israel nicht gesündigt, hätten sie immer Leben vom Baum des Lebens empfangen und wären nicht gestorben. Es steht geschrieben: „Graviert in die Tafeln“, was bedeutet, dass es Freiheit vom Engel des Todes gab, da der Baum des Lebens – von dem das ewige Leben kommt – sich nach unten ausbreitete.
479) Deshalb steht geschrieben: „Denn auch er ist Fleisch“, denn „Denn auch er ist Fleisch“ meint Moses, der mit dem Fleisch des Körpers bekleidet ist, und die Sache, den ewigen Geist des Lebens zu vermitteln, hängt von ihm ab. „Denn auch er ist“, das ist Moses, der oben und unten greift, das heißt SA von oben wird auch Moses genannt. Daher präzisiert die Schrift: „Denn auch er ist Fleisch“, was darauf hinweist, dass sie sich auf Moses von unten bezieht, welcher mit Fleisch bekleidet ist.
Das heißt, durch die Gabe der Tora wird es Freiheit vom Engel des Todes geben. Daher starb Moses nicht, sondern wurde aus der Welt in die Höhere Welt genommen, zu SA, wo er dem Mond, der Nukwa, leuchtet. Das ist so, weil die Sonne, obwohl sie aus der Welt genommen wurde, nicht starb. Das heißt, sie wird nicht ausgelöscht, sondern tritt ein und leuchtet dem Mond. So ist es auch mit Moses, der sich von der unteren Welt getrennt hat und in der Höheren Welt zum Mond leuchtet.
480) Auch „Denn auch er ist Fleisch“, weil durch das lange Ausbreiten des Lebensgeistes in den Menschen der Geist wieder zu Fleisch wurde, wie ein Körper, der den Begierden des Körpers folgt und sich mit den Besitztümern dieser Welt befasst. Die Bedeutung der Worte „Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, denn auch er ist Fleisch“ ist, dass Er den Lebensgeist nicht für viele Tage im Menschen ausbreiten wird, weil durch die Verlängerung der Zeit der Geist wieder zu Fleisch wird.
481) Alle Generationen, die vervollkommnet wurden und von Set abstammten, waren alle Gerechte und Chassidim. Danach breiteten sie sich in der Welt aus, zeugten Kinder und erlernten die Handwerke der Welt, um mit Speeren und Schwertern zerstörung zu bringen.
Das heißt, sie lebten von ihren Schwertern, bis Noah kam und für sie die Korrektur der Welt korrigierte, um zu arbeiten und das Land zu korrigieren. Das ist so, weil sie am Anfang nicht säten und pflügten, weil sie von ihren Schwertern lebten. Aber danach brauchten sie es, wie geschrieben steht: „Solange die Erde besteht, soll Saat und Ernte nicht aufhören.“ So gab es zu dieser Zeit Aussaat und Ernte in der Welt.
482) Der Schöpfer ist dazu bestimmt, die Welt zu korrigieren und den Lebensgeist in den Menschen zu korrigieren, damit sie ihre Tage für immer verlängern, wie es geschrieben steht: „Denn wie die Tage des Baumes, so sind die Tage Meines Volkes.“ Es steht auch geschrieben: „Der Tod wird für immer verschlungen sein, und der Ewige, Gott, wird die Tränen von allen Gesichtern wischen und die Schande Seines Volkes von der ganzen Erde entfernen, denn der Ewige hat gesprochen.