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Lasst die Wasser sich sammeln

66) „Und Gott sagte: ‚Lasst die Wasser unter dem Himmel sich an einem Platz sammeln.‘“ „Sammeln“ bedeutet, dass sich die Mochin, die „Wasser“ genannt werden, in einer präzisen Linie ausbreiten, sodass sie gerade sind und weder nach rechts noch nach links abweichen.

In der Reihenfolge, in der die Mochin vom ersten Punkt, der AA ist, hervorgebracht werden, kommt alles in Verhüllung hervor. Zuerst ist das Licht in AA verhüllt, weil Er seine Malchut unter seine Chochma hebt und Bina aus der Stufe des Rosh, welche der Punkt von Cholam ist, herausnimmt, bis das Licht den oberen Palast erreicht und sich dort sammelt.
„Erreichen“ bedeutet in Chochma, aufgrund des Punkts von Shuruk.
„Sammeln“ bedeutet, dass sich Chochma durch den Punkt von Chirik im Or Chochma im oberen Palast einkleidet und sammelt - in ISHSuT, dem zweiten Palast, der durch AA verursacht wird.

Von ISHSuT geht die Fülle in einer geraden Linie, die aus rechts und links besteht, zu SA, bis sie den Platz erreicht, der alles sammelt, in Männlich und Weiblich. Das ist der, der ewig lebt, Jessod von SA, ein Männliches, das sich mit Malchut, dem Weiblichen, vereint. So besteht er aus Männlich und Weiblich.

Erklärung: Die sieben Tage der Schöpfung sind CHaGaT NeHJM, von denen jeder alle sieben Tage umfasst, so dass es in jedem Tag sieben Sefirot CHaGaT NeHJM gibt. Deshalb gibt es zwischen jedem Tag einen bedeutenden Unterschied, denn am ersten Tag, der Chessed und die Rechte Linie ist, sind alle sieben Sefirot und alle Einzelheiten in ihnen zwar vorhanden, aber sie sind alle noch Licht von Chessed. In dieser Hinsicht sind sie alle die Erklärungen des Sohar bezüglich des ersten Tages.

Ebenso besteht der zweite Tag, Gwura, die Linke Linie, aus allen sieben Sefirot CHaGaT NeHJM und allen Einzelheiten in ihnen, aber sie sind alle noch in Gwura und im Streit zwischen der Linken und der Rechten. Sie sind all die Erklärungen des Sohar zum zweiten Tag.

Ähnlich ist es am dritten Tag, Tiferet, die Mittlere Linie, welche die beiden Linien rechts und links ineinander vereint, obwohl alle sieben Sefirot CHaGaT NeHJM darin enthalten sind, ebenso wie alle Einzelheiten in ihnen, sind sie darin lediglich in der Vereinigung von rechts und links enthalten. Daher sind alle Erklärungen des Sohar hier lediglich bezüglich der Vereinigung.

Deshalb steht geschrieben: „Lasst die Wasser ... sich sammeln“, was bedeutet, dass sie sich entlang einer präzisen Linie so ausbreiten, dass sie gerade sind, dass er die beiden Linien vereinte und nicht nach rechts oder links abwich. Und von ISHSuT kommt er in seiner Vereinigung zu den restlichen Stufen hervor, um die Rechte und Linke von RaTaS (Rosh, Toch, Sof) von SA zu vereinen, bis er einen Platz erreicht, der alles sammelt, in Männlich (Sachar) und Weiblich (Nekewa).

Denn die Vereinigung der Rechten und Linken ist erst dann vollkommen, wenn sie sich in zwei Parzufim teilen, von denen der eine ganz rechts und der andere ganz links ist, also männlich und weiblich. Das Männliche, Jessod, ist vollständig aus der Rechten Linie aufgebaut, und das Weibliche, Malchut, ist vollständig aus der Linken Linie aufgebaut. In ihrem Siwug wird die Vereinigung von rechts und links in der gewünschten Vollkommenheit vollendet.

Zuerst muss aber die Vereinigung von rechts und links durch die Mittlere Linie in einem einzigen Parzuf stattfinden. Deshalb wurde gesagt, dass das Licht den oberen Palast in ISHSuT und RaTaS von SA erreicht und dort gesammelt wird. Und von ISHSuT geht die Fülle in einer geraden Linie hervor, in SA, und dann kann die Vereinigung von rechts und links in zwei getrennten Parzufim stattfinden, bis er einen Platz erreicht, der alles in Männlich und Weiblich sammelt, in Jessod das sich mit Malchut vereint. Das ist die Vereinigung in den zwei Parzufim.

67) Das Wasser kommt von oben hervor, vom Ersten Hej von HaWaYaH, ISHSuT. Unterhalb des Himmels ist das winzige Waw, ein kleines Waw, Jessod von SA, da SA „das große Waw“ genannt wird und sein Jessod „kleines Waw“. Deshalb hört man in der Aussprache von Waw zwei Buchstaben Waw – der erste ist der Himmel, SA, und der zweite ist unterhalb des Himmels, Jessod von SA. Und dann steht geschrieben: „Und das trockene Land werde sichtbar“, das Untere Hej (Hej Tataa), das sich offenbarte, während alle anderen Stufen außer ihr bedeckt waren.

Sobald die Mochin vom Ersten Hej, Bina, unter den Himmel, Jessod von SA, gezogen wurden, steht geschrieben: „Und das trockene Land werde sichtbar“, das Untere Hej, Malchut, Nukwa von SA, denn nur das wurde in Bezug auf das trockene Land offenbart, aber die übrigen Stufen außer ihr waren alle bedeckt und verhüllt.

“Offenbaren” heißt Leuchten von Chochma. “Bedecken” meint die Verhüllung des Leuchtens von Chochma. Nur Malchut wurde im Leuchten von Chochma offenbart, aber die restlichen Stufen über ihr waren bedeckt, und es gibt kein Leuchten von Chochma in ihnen. Und aus der Mitte dieser letzten Stufe, dem Unteren Hej, Malchut, wurde das Licht, das bedeckt war, gehört und offenbarte sich. Obwohl im Vers „Und das trockene Land werde sichtbar“ das Untere Hej erschien und die übrigen Stufen außer ihr alle bedeckt waren, wird das so ausgelegt, dass dies nicht bedeutet, dass alle Stufen, die dem Land vorausgingen, bedeckt und verborgen blieben, sondern dass sie später durch das Land, Malchut, wieder offenbart werden.

68) Es steht geschrieben: „An einen Platz.“ Das ist Jessod, das so genannt wird, weil es die Verbindung der Vereinigung der Höheren Welt ist, da im Vers „Der Ewige ist eins und Sein Name eins“ zwei Vereinigungen angedeutet werden:
1. Die Höhere Welt, wenn sie in ihren Stufen vereint ist, ist „Der Ewige ist eins“.
2. Die Untere Welt, wenn sie in ihren Stufen vereint ist, ist „und Sein Name eins“.

Die Verbindung der Vereinigung der Höheren Welt, die „Der Ewige ist eins“ ist, erfolgt durch Jessod, den, der ewig lebt und dort in Bina gemildert wird. Die Höhere Welt ist in seiner Vereinigung verbunden, daher wird der Platz „eins“ genannt, da sich dort alle Stufen und alle Organe des Parzuf SA sammeln und alle in ihm eins werden, ohne jegliche Trennung.

Das ist so, weil es zwei Verdienste in der Vereinigung von SA in der Höheren Welt gibt, nämlich Lea, die oberhalb seines Chase steht, über seiner Vereinigung in der unteren Welt, und Rachel, die an seinem Chase und darunter steht.

1. Oberhalb des Chase sind GaR von SA. GaR können überall Chochma empfangen, ohne dass sie ein Gewand des Or Chassadim brauchen. Deshalb bedeutet die Vereinigung des Punkts von Shuruk, dass Chochma sich dort nicht kleiden kann, weil es an dem Gewand von Chassadim mangelt. Das fügt der Verbindung von SA mit der Höheren Welt keinen Makel zu, denn weil sie GaR sind, brauchen sie kein Gewand von Chassadim und Chochma kleidet sich ohne Chassadim in sie.

2. Chochma wird von SA oberhalb des Chase nicht für seinen eigenen Bedarf empfangen, da er dort in der reinen Luft der Höheren AwI, in von Chochma bedeckten Chassadim korrigiert wird. Die Chochma, die er dort empfängt, ist lediglich für die untere Welt, Rachel, die unterhalb seines Chase steht. Deshalb hört das Or Chochma in der Höheren Welt nicht einmal während der Vereinigung des Punkts von Shuruk auf, denn sie braucht sein Leuchten nicht.

Somit gibt es in der Höheren Welt zwei Verdienste:
1. Sie können Chochma sogar ohne Chassadim empfangen.
2. Es kommt nicht vor, dass ihnen Chassadim mangelt.

Aber in der unteren Welt, Rachel, die unterhalb seines Chase steht, SaT von SA, wo es an beidem mangelt kann sie:
1. Chochma nicht ohne das Gewand von Chassadim empfangen, und
2. selbst während der Vereinigung des Punkts von Shuruk bleibt sie leer von Chassadim, weil sie sein Leuchten braucht.
Das ist so, weil es unterhalb von Chase von SA keine Vollkommenheit gibt, außer im Leuchten von Chochma. 

Aus diesem Grund wird die Verbindung von SA mit der Höheren Welt „ein Platz“ genannt, da sich dort alle Stufen und alle Organe sammeln – alle Stufen, die Stufen von Chochma sowie die Stufen von Chassadim. Das ist so, weil sie durch das Leuchten von Shuruk nicht an Chassadim vermindert werden und auch ohne Chassadim Chochma empfangen können. Außerdem sind mit “allen Organen” die Sefirot gemeint. 

Durch das Leuchten von Shuruk werden die drei Sefirot Bina und TuM von ihrem Fall erhoben. Sie kehren zu ihrer Stufe zurück, und alle Lichter und Gefäße werden in ihm eins, ohne jegliche Trennung. Es gibt keine Stufe, die sich dort im Leuchten von Shuruk, dem Leuchten von Chochma, in vollkommener Vereinigung vereint, außer dieser Stufe, d. h. der Vereinigung von SA mit der Stufe der Höheren Welt, da die Höhere Welt Chochma ohne das Gewand von Chassadim empfangen kann.

Alle Lichter sind auf verborgene Weise in ihr bedeckt, in einem einzigen Begehren, lediglich nach dem Or Chochma. Oberhalb des Chase ist Reine Luft (Awira Dachja), und die Lichter sind dort bedeckt und gegenüber Chochma verschlossen, auf verschlossene Art und Weise, da sie demgegenüber verschlossen sind, Chochma zu empfangen. Sie empfangen Chochma lediglich für die untere Welt, weshalb die Vereinigung auf allen Seiten vollkommen ist.

Bis hierher vereinte sich in den Worten „Und lass das trockene Land sichtbar werden“, die offenbarte Welt, Rachel, mit der verborgenen Welt, Lea, da die untere Welt, Rachel, auch in dem höheren Siwug, SA und Lea, oberhalb des Chase eingeschlossen war. Über Rachel, die in ihnen eingeschlossen ist, steht geschrieben: „Und das trockene Land werde sichtbar“, denn weil Rachel als SA angesehen wird und ohne das Gewand von Chassadim nicht geeignet ist, Chochma zu empfangen, wird sie dort trocken, öde und leer von Chassadim und Chochma.

69) Die offenbarte Welt, Rachel, die Nukwa von SA unterhalb des Chase, ist auch unten vereint. Das ist so, weil in der offenbarten Welt, Rachel - zudem, dass sie im Siwug der Höheren Welt, Lea, die oberhalb des Chase von SA ist, eingeschlossen ist - sie selbst ebenso einen Siwug unterhalb des Chase von SA hat.

Die offenbarte Welt ist die untere Welt, Rachel, die untere Nukwa von SA, die unterhalb seines Chase steht. „Sehen” (Reija) wurde über sie geschrieben, wie es geschrieben steht: „Ich sah den Ewigen auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen”, „Und sie sahen den Gott Israels”. Es steht auch geschrieben: „Und die Herrlichkeit des Ewigen war im “Zelt der Begegnung” (Ohel Moed) zu sehen”, „Und sie fürchteten die Herrlichkeit des Ewigen”. „So wie der Anblick des Bogens ... so war der Anblick des Glanzes ringsumher. Das war der Anblick des Bildes der Herrlichkeit des Ewigen.“ Er bringt zwei Verse mit dem Namen „Et” (der) und drei Verse mit dem Namen „Herrlichkeit des Ewigen“. Es ist bekannt, dass die untere Nukwa, Rachel, „Et” oder „Herrlichkeit des Ewigen“ genannt wird. Somit gibt es lediglich in der unteren Welt, der offenbarten Welt, das “Sehen”.

Aber die Höhere Welt, Lea, die obere Nukwa von SA, wird „die verborgene Welt“ genannt, weil sie verhüllt und unsichtbar ist. Es steht geschrieben: „Und das trockene Land werde sichtbar“, was sich auf Rachel bezieht, die offenbarte Welt, die in dem höheren Siwug von oberhalb des Chase in der Höheren Welt eingeschlossen ist. Deshalb steht in Bezug auf sie geschrieben:  „Und das trockene Land werde sichtbar.“ Wenn der Vers nur von der Verbindung von SA und Lea oberhalb des Chase, der höheren Vereinigung, sprechen würde, wäre nicht „Sehen“ geschrieben worden, da es in der Höheren Welt kein Sehen gibt.

70) Der Vers „Wie der Anblick des Bogens“, der über die Merkawa (Struktur, Streitwagen) von Hesekiel geschrieben steht, meint den, der ewig lebt, Jessod von SA. Im Abschnitt Noah steht geschrieben: „Ich habe meinen Bogen in die Wolken gesetzt.“ Auch hier meint das Jessod von SA, das „der, der ewig lebt“ genannt wird. „In die Wolken“ bedeutet in Malchut, der unteren Nukwa von SA, der offenbarten Welt, Rachel.

„Ich habe ... in die Wolken gesetzt“, denn seit dem Tag, an dem die Welt erschaffen wurde, hat Er Seinen Bogen an einem bewölkten Tag in die Wolken gesetzt, so wie es geschrieben steht: „Und es wird geschehen, wenn Ich Wolken über die Erde bringe“, um anzuzeigen, dass sich der Bogen erst dann als Bild der Herrlichkeit des Ewigen offenbarte und nicht zu einem anderen Zeitpunkt.

Das heißt, wenn die Linke erwacht, um zu überwiegen, wenn SA und Rachel in ISHSuT eingeschlossen sind, am Punkt von Shuruk auf der Linken – Chochma ohne Chassadim – und Rachel sogar von Chochma leer bleibt und die Leere nicht ertragen kann, tritt Rachel aus ISHSuT zu ihrer eigene Phase heraus, um die Stufe Chassadim auf ihrem eigenen Massach auszubreiten, um Chochma einzukleiden. Dies ist die Vereinigung des Punkts von Chirik.

Sie hat Schwierigkeiten bei der Geburt, weil Rachel Schwierigkeiten bei der Geburt der Mochin hat, da ihr Austritt aus dem oberen Palast von ISHSuT in ihre eigene Phase eine Verminderung und für sie schwierig ist, wie es geschrieben steht: „Und sie hatte harte Wehen“, da die Mochin erst bei ihrem Austritt in Chirik vollkommen sind und geboren werden.

Ein Bogen ist nur an einem bewölkten Tag sichtbar, weil es nur am Punkt von Cholam, der Rechten Linie, Vollkommenheit der Mochin gibt - sie aber braucht die Vereinigung des Punkts von Shuruk und des Punkts von Chirik, welche Dinim sind und „bewölkter Tag” genannt werden.

Bei der Geburt der Mochin sind die drei Engel bei ihr: Michael auf der Rechten, Rafael in der Mitte und Gabriel auf der Linken. Sie empfängt ihre Kraft, um die Mochin zu gebären, weil Michael sich von rechts aus Cholam zu ihr ausbreitet, Gabriel sich von links aus Shuruk zu ihr ausbreitet und Rafael sich aus Chirik, der Mitte, zu ihr ausbreitet.

Diese drei Phasen sind die Farben, die im Bild des Bogens zu sehen sind – rot, weiß und grün. Die Rechte, die sich von Cholam ausbreitet, ist das Bild des Weiß im Bogen. Die Linke, die sich von Shuruk ausbreitet, ist das Bild des Rot im Bogen. Die mittlere Seite, die sich von Chirik ausbreitet, ist das Bild des Grün im Bogen. Diese drei Farben sind die offenbarte Welt, Rachel, in der es “Sehen” gibt, und deshalb steht so über sie geschrieben: „Wie der Anblick des Bogens“, Sehen (Reija).

71) „So war der Anblick des Glanzes (Noga) ringsum.“ Das Leuchten war in der Pupille des Auges bedeckt und verhüllt, im Sehen (Reija) des Auges. Das heißt, es gibt vier Farben im Auge desjenigen, der sieht. Es ist in erster Linie weiß, darin sind rote Sehnen, welche die rote Farbe haben. In der Mitte ist die Farbe Grün und darin die Pupille des Auges, welche die schwarze Farbe ist. In Bezug auf das Sehen des Auges herrscht jedoch lediglich die Pupille des Auges, die das Schwarze im Auge ist. Es heißt, dass die drei Farben Weiß, Rot und Grün im Auge verdeckt und verborgen sind, wenn das Auge sieht, aufgrund der Herrschaft des Schwarz in der Pupille des Auges.

Das ist so, weil die Kraft des Sehens lediglich im Schwarz liegt. Dies weist auf die höhere Vereinigung hin, die dem Sehen des Bogens entgegengesetzt ist, was auf die untere Vereinigung hinweist, denn das Bild des Bogens sind die sichtbaren Farben, und das Bild des Glanzes ist das Leuchten, das in der Pupille des Auges, im Sehen des Auges, verdeckt und verborgen war, da die drei Farben Weiß, Rot und Grün, die im Sehen des Glanzes verdeckt sind, im Bild des Bogens gesehen werden.

Der Vers „Dies war der Anblick des Bildes der Herrlichkeit des Ewigen“ bezieht sich auf die Farben im Bild des Bogens und nicht auf das Bild des Glanzes, da Er die untere Vereinigung der drei Farben des Bogens gemäß der Vereinigung, die Er in der höheren Vereinigung vollbrachte, vereinigte. Deshalb heißt es „Der Anblick des Bildes der Herrlichkeit des Ewigen“. Der Text sollte nicht als Bild des Glanzes ausgelegt werden, denn es ist das Leuchten, das bedeckt war, und die Farben sind dort verborgen und beim Sehen des Auges in der Pupille des Auges unsichtbar.

Dementsprechend bezeichnet „so wie die Erscheinung des Regenbogens in den Wolken an einem regnerischen Tag“ die untere Vereinigung, Rachel, die drei Farben, die man sieht – weiß, rot und grün. Ebenso zeigt das “Bild des Glanzes ringsum” die höhere Vereinigung, weil das Bild des Glanzes das Leuchten bedeutet, das bedeckt war und die verborgenen, unsichtbaren Farben. Der Text vergleicht die untere Vereinigung des Bildes des Bogens mit der höheren Vereinigung des Bildes des Glanzes, um zu zeigen, dass alle Lichter, die in der höheren Vereinigung bedeckt herausgezogen wurden, offenbart zur unteren Vereinigung gezogen werden. Außerdem sind dieselben drei Farben, die beim Sehen mit dem Auge in der Pupille verborgen sind, auch diejenigen, die sich im Bild des Bogens offenbaren, der am Tag des Regens zu sehen sein wird. Deshalb ist das Bild des Bogens ein Anblick des Bildes der Herrlichkeit des Ewigen, da sie aus der großen, vollkommenen und erhabenen Vereinigung ausgebreitet werden.

72) Die drei Namen „Der Ewige, unser Gott, der Ewige“ im „Höre, Israel“ (Shma Israel) zeigen die drei Farben – weiß, rot und grün –, wenn sie versteckt und unsichtbar sind. Sie verbinden sich zu einem Platz, der ersten Vereinigung in der Höheren Welt, die „ein Platz“ genannt wird. Auf diese Vereinigung deutet der Vers in der Merkawa von Hesekiel hin: „So war der Anblick des Glanzes ringsum.“

Es gibt Bilder im Bogen in der Vereinigung unten, um sich in ihnen zu vereinen. Diese sind weiß, rot und grün und entsprechen den drei verborgenen Farben, die in der oberen Vereinigung „Der Ewige, unser Gott, der Ewige“ sind. Diese Farben des Bogens sind eine Vereinigung, so wie es geschrieben steht: „Und Sein Name ist ‚Eins‘“, die untere Vereinigung. Dies ist „Gesegnet sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches für immer und ewig“, was wir nach „Höre, Israel“ sagen, der unteren Vereinigung.

Die höhere Vereinigung „Höre, Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist eins“ entspricht der unteren Vereinigung „Gesegnet sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches für immer und ewig“. Es gibt sechs Worte in „Höre, Israel“, und diese sechs Worte in den beiden Vereinigungen zeigen die Vereinigung von WaK von Gadlut an.

73) „Lass die Wasser sich sammeln“ bedeutet ein Maß einer Linie und eines Maßes. Ein Maß kommt von dem harten Funken in Bina, wie es geschrieben steht: „Wer hat die Wasser in seiner hohlen Hand gemessen?“ Wer (MI) ist Bina. Wenn Bina in der Verbindung der Eigenschaft von Rachamim mit Din Malchut zu sich erhebt, wird Bina nicht Elokim genannt, sondern lediglich MI, da dann die Buchstaben ELeH von Elokim zu SoN fallen. Daraus folgt, dass dann Bina selbst zu WaK ohne Rosh vermindert wird. Sie misst auch die Mochin von SoN in diesem Maß. MI ist Bina, wenn sie Malchut zu sich erhebt. „in seiner Hand gemessen“ bedeutet, das Wasser in diesem Erheben zu messen, die Mochin von SoN.

Deshalb steht geschrieben: „Lass die Wasser sich sammeln“, denn durch das Messen der Mochin von Katnut von SoN hat Bina die Fähigkeit, anschließend auch die Mochin von Gadlut zu vermitteln. „Lasst die Wasser sich sammeln“ ist das volle Maß der Mochin des Schöpfers der Welten, SA, das im mit Alefin (Pl. von Alef) gefüllten Namen HaWaYaH angedeutet ist: Yud-Waw-Dalet, Hej-Alef, Waw-Alef-Waw, Hej-Alef. Die ganze Gadlut der Mochin von SA ist in dem mit dem Buchstaben Alef gefülltem HaWaYaH angedeutet und ihr Maß hängt ab vom Vers „Lass die Wasser sich sammeln“ also vom Messen der Linie des Maßes von Bina in MI.

Ohne diese Messung wäre es für SA unmöglich, Mochin von Gadlut zu empfangen, denn weil sie Katnut von Bina empfangen haben, sind sie auch würdig Gadlut von Bina zu empfangen. Das ist die Bedeutung von „Lass die Wasser sich sammeln, an einem Ort“, die Messung des Maßes von Katnut und Gadlut von Bina zu SoN.

74) „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen, die ganze Erde ist voll von Seiner Herrlichkeit.“ Die dreimalige Wiederholung von „Heilig“ in diesem Vers ist so, wie es geschrieben steht: „Lass die Wasser sich sammeln“, was die drei Mochin in Bina sind. Die Wasser kommen von oben, vom Ersten Hej (Hej Rishona).

„Der Herr der Heerscharen“ ist so, wie es geschrieben steht: „An einem Ort“, Jessod von SA, das „der, der ewig lebt“ genannt wird, zu dem sich die Mochin von Bina ausbreiten. „Die ganze Erde ist voll von Seiner Herrlichkeit“ ist so, wie es geschrieben steht: „Und das trockene Land werde sichtbar“, das Untere Hej, die offenbarte Welt, wenn sie in die Vereinigung der Höheren Welt eingeschlossen ist, der eingravierte Name der Vereinigung KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw) BaMOCHSaS (Bet-Mem-Waw-Chaf-Samech-Sajin) KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw), was die Buchstaben nach den Buchstaben des Namens HaWaYaH Elokeinu HaWaYaH sind, wobei die Buchstaben nach HaWaYaH KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw) sind und die nach Elokeinu BaMOCHSaS Bet-Mem-Waw-Chaf-Samech-Sajin).

Der Vers „Und das trockene Land werde sichtbar“ ist der eingravierte Name der Vereinigung KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw) BaMOCHSaS (Bet-Mem-Waw-Chaf-Samech-Sajin) KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw), da das trockene Land, die offenbarte Welt, in die Vereinigung der Höheren Welt HaWaYaH Elokeinu HaWaYaH (Der Ewige, unser Gott, der Ewige) eingeschlossen ist.

Nukwa von SA, die „die offenbarte Welt“ genannt wird, ist im Vers „Die ganze Erde ist voll von Seiner Herrlichkeit“ nur dann angedeutet, wenn sie KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw) BaMOCHSaS (Bet-Mem-Waw-Chaf-Samech-Sajin) KOSO (Chaf-Waw-Sajin-Waw) genannt wird. Wenn sie in die Vereinigung der Höheren Welt eingeschlossen ist, „Der Ewige, unser Gott, der Ewige“. Dies ist entgegengesetzt zu dem Zeitpunkt, an dem Nukwa von dort an ihren eigenen Platz herabsteigt, in der unteren Vereinigung. Zu diesem Zeitpunkt ist sie nicht „Die ganze Erde ist voll von Seiner Herrlichkeit“, da sie dann lediglich von BYA in ihr leuchtet, unterhalb ihres Chase.