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Kabbala Bibliothek Startseite / Baal HaSulam / Talmud Esser haSefirot / Band 1 / Teil 1 / Tabelle der Fragen und Antworten zur Erklärung der Themen

TEIL 1

Tabelle der Fragen und Antworten zur Erklärung der Themen

  1. Welche Begriffe gibt es nicht in der Weisheit der Kabbala?

Von Anfang bis Ende der gesamten Weisheit gibt es kein einziges Wort, welches sich auf greifbare oder abstrakte Ausdrücke wie Raum, Zeit, Bewegung usw. bezieht. Ebenso gibt es keine Abwesenheit in der Spiritualität und eine Veränderung der Form bedeutet nicht, dass die ursprüngliche Form verloren geht. Stattdessen verbleibt die erste Form völlig unverändert an ihrem Ort, und die Veränderung der Form, die nun erreicht wurde, wird zur ersten Form hinzugefügt.

  1. Was ist die übliche Sprache der Kabbala?

Diese Sprache ist die „Sprache der Zweige“, die auf die Höheren Wurzeln zeigt; da es kein Blatt und keinen Grashalm in unserer Welt gibt, die nicht Oben ihre Wurzel hätten. Daher setzten die Weisen der Kabbala eine Sprache zusammen, welche sich vollständig auf die Zweige bezieht, um uns damit deren Höhere Wurzeln zu lehren.

  1. Was unterscheidet und trennt im Spirituellen?

Die Veränderung der Form unterscheidet und trennt die spirituellen Elemente voneinander. (Or Pnimi, Punkt 30)

  1. Was ist die Wurzel des Willens zu empfangen?

Der Wille zu geben im Höheren Licht benötigt die Existenz des Willens zu empfangen im Geschöpf.

  1. Was veranlasst das Licht, aus dem Schöpfer herauszutreten und ein Geschöpf zu werden?

Durch die Form des Willens zu empfangen, der sich mit dem Höheren Licht in seinem Sein des Gebenwollens erneuerte, trat das Licht heraus aus diesem Teil, der erneuert wurde, vom Aspekt „Schöpfer“, und kam zum Aspekt „Geschöpf“. (Histaklut Pnimit Punkt 11 und 15)

  1. Was ist die erste Substanz eines jeden Geschöpfes (Neezal)?

Die neue Form, die als Existenz aus Nichtexistenz erscheint, ist der Wille zu empfangen und in jedem Wesen vorhanden und es ist die Anfangssubstanz eines jeden Geschöpfes (Neezal) und eines jeden Wesens. Alles, was im Geschöpf oder im Wesen existiert, und was über diese Substanz hinausgeht, wird als Licht und Fülle angesehen – die aus dem Höheren Licht im Aspekt von „Existenz aus Existenz“ stammen – und keinesfalls als Geschöpf. Und ist es nicht erstaunlich wie die Form zu einer Substanz gemacht wird? Denn sogar im Materiellen ist es so, dass es unser Weg ist, die erste Form des Wesens aus dem Aspekt der ersten Substanz heraus zu bestimmen, weil es in der ganzen Wirklichkeit in keiner Substanz ein zusätzliches Erlangen gibt. Es ist so, dass unsere Sinne nur Vorgänge innerhalb der Substanz wahrnehmen, was sich verändernde Formen sind, die aus der ersten Substanz kommen.
(Histaklut Pnimit, Punkt 35)

  1. Ab wann wird es Geschöpf (Neezal) genannt?

Es hört auf Schöpfer zu sein und wird zu einem Geschöpf (Neezal), sobald sich der Wille zu empfangen im Geschöpf bildet. Dies wird Bchina Alef im Willen (Razon) genannt. (Or Pnimi, 1. Teil, 2. Kapitel, Punkt 3)

  1. Wenn das Spirituelle eine Veränderung der Form erfahren hat, wodurch ein Teil von ihm fortging und zu einer anderen Bchina wurde, hat es dann dadurch irgendeinen Verlust erlitten?

Im Spirituellen gibt es keine Abwesenheit oder Verlust. Der Teil, der sich aufgrund der Veränderung der Form entfernt, wird weder weniger noch verringert er das Höhere Licht auf irgendeine Art. Man kann es mit einer Kerze vergleichen, die eine andere speist: erstere wird dadurch nicht weniger. Daher ist jegliche Veränderung der Form ein Zusatz zur ersten Form. (Histaklut Pnimit, Teil 2, betreffend die Hitkalelut der zehn Sefirot in jeder Sefira)

  1. Auf welche Weise und durch wen werden die vielfältigen Formen und Veränderungen in den Welten bewirkt?

Alle Vielfalt und Veränderungen werden nur durch den Eindruck und das Empfangen des Lichtes in den Kelim (Gefäßen) verursacht. Aber das Höhere Licht ist immer in einem Zustand der Ruhe, völlig gleichförmig und ohne jegliche Erneuerung. (Or Pnimi (Inneres Licht), Teil 1. Kapitel 2, Punkt 1)

  1. Wie werden ein neues Ereignis oder eine Bewegung im Licht beschrieben?

Es findet keine Bewegung, d. h. Erneuerung im Höheren Licht statt. Sondern der Teil, den das Geschöpf vom Höheren Licht empfängt, ist derjenige, der sich erneuert und vervielfältigt (wie man eine Kerze an einer anderen anzündet, ohne dass dadurch die Flamme der ersten verringert wird), entsprechend der Erneuerung der Formen in den Kelim (Gefäßen). Jede empfängt entsprechend der Eigenschaft ihres eigenen Willens zu empfangen, der sich je nach Form verändert und herabhängt in unermesslicher Weise. (Or Pnimi (Inneres Licht) Teil 1, Kap. 2, Punkt 1)

  1. Wie werden all die Gegensätze und vielfältigen Formen, die vom Schöpfer in die Welten ausströmen, in Seiner einfachen Einheit zusammengehalten?

Siehe Histaklut Pnimit Punkt 18 und 29.

  1. Durch wen und durch was breitet sich der Kav von Ejn Sof aus?

Der Massach (Schirm) ist eine eingrenzende Kraft, die nach dem Zimzum über Bchina Dalet platziert wurde, um sie daran zu hindern, etwas in ihrem Inneren zu empfangen und dadurch tritt der Kav aus Ejn Sof aus. Denn das Höhere Licht verändert sich niemals und leuchtet sowohl vor als auch nach dem Zimzum (Einschränkung) völlig gleich. Nun hat der Massach bewirkt, dass das Höhere Licht nur in den drei Bchinot des Willens empfangen wird, deren Maß verglichen mit dem Empfangen in Bchina Dalet, die in Ejn Sof ist, sehr klein ist. Aus diesem Grund wird nur eine dünne Linie des Lichtes empfangen, verglichen mit dem Maß an Licht in Ejn Sof. (Or Pnimi (Inneres Licht) 1. Teil, 2. Kap., Punkt 1)

  1. Gab es nach dem Zimzum (Einschränkung) in Ejn Sof auch irgendeine Veränderung?

Obwohl Bchina Dalet sich in Ejn Sof einschränkte, geht es noch nicht darum, eine neue Form anzunehmen oder sich einer in Abwesenheit der ersten zu entledigen, so wie es in der materiellen Welt geschieht. Hier hingegen gibt es die neue Form, die der ersten Form hinzugefügt wird, ohne eine Änderung in der ersten Form hervorzurufen, da es kein Verschwinden in irgendeiner spirituellen Sache gibt. Daher wird die gesamte Neuerung des Verschwindens des Lichtes und die Kraft, welche in Bchina Dalet das Empfangen des Lichts verhindert, als eine andere, neue und bedeutende Welt angesehen. Sie wird jetzt zum Or Ejn Sof hinzugefügt, welches im unveränderlichen Zustand verbleibt. Hieraus sollte man ähnliche Schlussfolgerungen bezüglich aller Neuerungen der Form der Geschöpfe im spirituellen Dasein ableiten. (Or Pnimi (Inneres Licht) 1. Teil, 2. Kap., Punkt 1)

  1. Wann wurde die Awiut, die in Bchina Dalet ist, enthüllt?

Als der von Ejn Sof kommende Kav daran gehindert wurde, in Bchina Dalet zu scheinen, weil der Massach ihn davon abgehalten hat. Weil er ohne Licht verblieb, wurde die Awiut in ihm sichtbar. (Or Pnimi, 1.Teil, 2.Kap., Punkt 3)

  1. Was sind die vier Unterscheidungen (Bchinot) im Willen zu empfangen?

Am Anfang breitet sich das Licht vom Schöpfer als Or Chochma aus, und dies ist die allgemeine Lebenskraft, die dem Geschöpf, dem ausgeströmten Wesen, zugehörig ist. In ihm gibt es Bchina Alef im Willen zu empfangen, und dies wird Hitpashtut Alef – Erste Ausbreitung oder Bchina Alef genannt. Danach vergrößert sich der Wille zu empfangen in diesem Licht, welches wiederum das Or Chassadim vom Schöpfer heranzieht. Dies nennt man Bchina Bet oder Hitgabrut Alef – Erste Verstärkung. Danach vollzieht das Or Chassadim eine große Ausbreitung, und zwar mit dem Leuchten von Chochma. Dies wird Hitpashtut Bet – Zweite Ausbreitung oder Bchina Gimel genannt. Danach vergröbert sich der Wille zu empfangen, der im Licht der Ersten Ausbreitung eingekleidet ist, und vervollständigt das Ausmaß des Willens zu empfangen, genannt Hitgabrut Bet – Zweite Verstärkung oder Bchina Dalet. (Or Pnimi, 1. Teil, 2. Kap., Punkt 50)

  1. Was sind die vier Buchstaben (Otiot) des Heiligen Namens HaWaYaH?

Das Yud des HaWaYaH ist die erste Ausbreitung des Lichtes, Hitpashtut Alef, und trägt den Namen Bchina Alef, (siehe Punkt 69). Das erste Hej des Namens HaWaYaH ist die erste Verstärkung im Licht, Hitgabrut Alef, genannt Bchina BetWaw stellt die zweite Ausbreitung, Hitpashtut Bet oder das Licht mit dem Namen Bchina Gimel dar, und das letzte Hej in HaWaYaH ist die zweite Verstärkung, Hitgabrut Bet, im Licht, genannt Bchina Dalet.
(Histaklut Pnimit, Punkt 31)

  1. Was ist der höchste Rosh der Kav, der Ejn Sof berührt?

Siehe Punkt 49.

  1. Was ist der einfache Gedanke, der alle Formen und die Gegensätze in der gesamten Wirklichkeit umfasst?

Es ist der Gedanke Seine Geschöpfe zu erfreuen. (Histaklut Pnimit, Punkt 22)

  1. Wo beginnen die Weisen der Kabbala mit dem Studium der Kabbala?

Die Weisheit der Kabbala spricht nur von der Ausbreitung des Lichts (Hitpashtut Or) aus Seinem Wesen, obwohl für Sein Wesen kein einziger Laut und keine Worte existieren. (Or Pnimi 1. Teil, Kap. 1, Punkt 2.)

  1. Was sind die zwei Grundlagen, die alles beinhalten?

Der erste Gedanke enthält das gesamte Universum fertig in perfekter Form, das in Ejn Sof in äußerster Vollkommenheit existiert. Dies wird Or Ejn Sof (Licht der Unendlichkeit) genannt. Der zweite Gedanke sind die fünf Welten genannt Adam KadmonAzilutBrijaYeziraAssija, die nach dem Zimzum von Malchut de Ejn Sof herunterhängen. Alles, was sich im zweiten Gedanken befindet, entfaltet sich aus dem ersten.
(Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 3 und Histaklut Pnimit, Punkt 5)

  1. Was ist die Bedeutung von Er und Sein Name sind Eins?

„Er“ bezeichnet das Licht in Ejn Sof – Unendlichkeit. „Sein Name“ bedeutet den Willen zu empfangen in Ejn Sof, genannt Malchut de Ejn Sof. Eins kennzeichnet, dass es dort keine Spur von der Veränderung der Form zwischen dem Licht, welches „Er“ ist, und dem Kli, welches „Sein Name“ ist, gibt. Genauer gesagt ist alles Licht. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 30 und Histaklut Pnimit, Punkt 13)

  1. Was ist die Bedeutung der Bezeichnung Ejn Sof?

Vor der Einschränkung (Zimzum) sagt der Name Ejn Sof aus, dass es kein Sof oder Sium (beides: „Ende“) gibt, da Bchina Dalet ebenfalls das Licht empfängt. Somit gibt es keinen Grund für das Licht, sich einzuschränken und Sof und Sium zu erschaffen. (Or Pnimi, 1 Teil, Kap 1, Punkt 20)

  1. Was breitet sich vom Willen zu empfangen aus, der in Ejn Sof ist?

Die Erschaffung der Welten und aller ihrer Bestandteile. Bchina Dalet schränkte sich ein, um die Welten, bis zu Olam haSe herunter, zu enthüllen, wo es möglich ist, die Form des Empfangens in die Form des Gebens zu verwandeln. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap., Punkt 90 und Histaklut Pnimit, Punkt 17)

  1. Was ist der Grund für die Einschränkung (Zimzum) des Lichts?

Malchut de Ejn Sof betrachtete die Gleichheit der Form mit ihrem Schöpfer als eine Verschönerung, die nur durch die Erschaffung der Welten erreicht werden konnte. Darum schränkte sie sich ein.
(Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap., Punkt 40 und 1. Teil, 1 Kap., Punkt 90)

  1. Welche Art des Empfangens wird als Schenken betrachtet?

Nur das Empfangen um zu geben, weil es dem Gebenden Freude bereitet. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap., Punkt 90)

  1. Was ist der Zweck der Einschränkung (Zimzum)?

Das Ziel ist, die Art des Empfangens in die Form des Gebens umzuwandeln. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap., Punkt 90)

  1. Warum entfernte sich das Licht vom Mittleren Punkt und kehrte nie wieder zurück?

Siehe Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap., Punkt 40 und Histaklut Pnimit Punkt 22

  1. Warum erschuf der Zimzum keinen Sof (Ende)?

Der Zimzum erfolgte nicht aufgrund der Unterschiedlichkeit der Form, die im Willen zu empfangen erkannt wurde, um ihn zu korrigieren. Es ging hier nur um die Verschönerung ohne Notwendigkeit oder Zwang.

  1. Warum entfernte sich das Licht während des Zimzum aus allen Bchinot?

Weil es nichts Teilweises im Spirituellen gibt. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap., Punkt 70)

  1. Warum wurden die vier Bchinot während des Zimzum und vor dem Erscheinen des Kav nicht als vier Stufen unterhalb voneinander erwähnt?

Vor dem Leuchten des Kav betrachtete Bchina Dalet sich selbst nicht als Aw – grob und niedrig (siehe Punkt 83). Aus diesem Grund heraus stellt sich die Frage nach dem Einfluss, den sie auf die Stufen hat, nicht. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 90)

  1. Warum wurde Bchina Dalet beim Zimzum, welchen das Licht vollzog, nicht sofort Aw (grob), und warum blieben alle vier Bchinot gleich?

Weil der Zimzum sich nicht wegen einer Veränderung der Form ereignete. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 90)

  1. Welche Bchina wurde leer gelassen, ohne Licht?

Nur Bchina Dalet. (Or Pnimi, 1. Teil. 2. Kap. Punkt 3)

  1. Wann wird auch Bchina Dalet mit Licht gefüllt werden?

Zu der Zeit, wenn die Gefäße des Empfangens die Form des Gebens erwerben. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap Punkt 40)

  1. Was ist die Ursache für die Erschaffung der Welten?

Der Wille, den es unvermeidlich gab, hatte den Wunsch, sich zu verschönern und völlig der Form des Lichts zu gleichen, und dies wurde zur Ursache der Erschaffung der Welten. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 90)

  1. Was ist das gewünschte Ziel des Studiums der Tora und des Vollbringens guter Taten?

Die Gefäße des Empfangens umzukehren zum Geben. (Histaklut Pnimit, Punkt 22)

  1. Was ist die Kraft der Enthüllung der Heiligen Namen?

Ihre Macht ist speziell dazu da, die Form des Empfangens umzuwandeln ins Geben. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 90)

  1. Mit welchen Mitteln werden die Heiligen Namen enthüllt?

Durch die Anstrengung im Studium der Tora und durch gute Taten.
(Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap Punkt 40)

  1. Was ist Gmar Tikun – das Ende der Korrektur?

Wenn sich die Form des Empfangens umkehrt in eine Form des Gebens. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kap. Punkt 40)

  1. Was ist die Wurzel aller Verdorbenheiten?

Der Unterschied zwischen einer Form, die sich im Willen zu empfangen befindet, und dem Schöpfer. (Histaklut Pnimit, Punkt 18)

  1. Warum ist diese Welt (und nicht die Höhere Welt) der einzig mögliche Ort, ein Gefäß des Empfangens in ein Gefäß des Gebens umzuwandeln?

Die Verderbnis und die Korrektur in einem Subjekt gibt es üblicherweise nur in dieser Welt. (Histaklut Pnimit, Punkt 20)

  1. Was sind die beiden Bchinot des Lichts?

Or Chochma und Or Chassadim. (Or Pnimi, 1 Teil, 1. Kap. Punkt 50)

  1. Was umfasst in der Hitpashtut (Ausbreitung), das Licht des Schöpfers?

Den Willen zu geben und den Willen zu empfangen. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kapitel, Punkt 50)

  1. Welches Licht enthüllt sich bei der Hitgabrut (Verstärkung) des Willens zu geben?

Or Chassadim. (Or Pnimi, 1. Teil. 1. Kapitel, Punkt 50)

  1. Welche beiden Lichter sind in jedem Geschöpf enthalten?

Or Chochma und Or Chassadim. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kapitel, Punkt 50)

  1. Wieso ist das Or Chassadim dem Or Chochma untergeordnet?

Weil es durch die Vergrößerung des Willens des Geschöpfes ausgebreitet wird. (Or Pnimi,1. Teil, 1. Kapitel, Punkt 50)

  1. Wann vollendet sich das Kli des Empfangens?

Wenn die Bchina Dalet des Willens erscheint, welche der große Wille zu empfangen ist. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kapitel, Punkt 50)

  1. Was ist der Unterschied zwischen einem, der in seinem Inneren empfängt und einem, der außerhalb von sich empfängt, in Ejn Sof?

Derjenige, der in seinem Inneren empfängt, kann nur eine begrenzte Menge an Licht erhalten, wegen der Begrenzung des Kli. Wenn das Licht außerhalb empfangen wird, so begrenzt das Kli das Licht, welches es erhält, nicht und es ist ohne Kizba – Ruhegeld (Rente, Pension). (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kapitel, Punkt 50)

  1. Was sind Sefirot de Igulim (Kreise)?

Wenn es zwischen den vier Bchinot im Willen keinen Unterschied zwischen oben und unten gibt, werden sie als vier Igulim (Kreise) angesehen, einer innerhalb des anderen, wie Zwiebelschalen. (Or Pnimi, 1. Teil. 1. Kapitel, Punkt 100)

  1. Warum trifft man keine Unterscheidung in den Stufen der Igulim (Kreise) – eine unter der anderen – vor der Erscheinung des Kav (Linie)?

Weil der Zimzum (die Einschränkung) nicht wegen der Niedrigkeit der Veränderung der Form stattfand. (Or Pnimi, 1. Teil, 1. Kapitel, Punkt 100)

  1. Gibt es im Willen zu empfangen grundsätzlich etwas Böses?

Es gibt grundsätzlich in ihm weder seitens der Schöpfung etwas Mangelhaftes, noch würde dieses in ihm erscheinen, wenn er nicht eingeschränkt worden wäre. (Histaklut Pnimit, Punkt 10)

  1. Was ist die Bedeutung einer Handlung des indirekten Heranziehens aus dem Schöpfer?

Siehe Histaklut Pnimit, Punkt 19

[1] im Kommentar zum Sefer Yezira („Buch der Schöpfung“), Art. 1, S. 7

[2] Erklärung im „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 67; in Hebräisch wird „mein Volk“ (Ami) und „mit mir“ (Imi) gleich geschrieben, lediglich unterschiedlich ausgesprochen.

[3] Aramäisch: die andere Seite