Lokales Treffen 46 - Fortsetzung des Zehner-Kurses und „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“
Diese Woche setzen wir das Studium aus authentischen kabbalistischen Texten in einer großen Gruppe fort, insbesondere "Artikel zum Abschluss des Buches Sohar" von Rabbi Yehuda Leib Ha-Levi Ashlag (Baal HaSulam). Ebenso werden wir die in dem "Zehnerkurs" diskutierten Themen besprechen.
Im ersten Teil des lokalen Treffens werden wir zurückkehren zu:
"Artikel zum Abschluss des Buches Sohar"
Zusammen mit egänzenden Videoclips aus den Lektionen mit Rav Dr. Michael Laitman.
Im zweiten Teil werden wir das zentrale Thema des "Zehnerkurses" vom Mittwoch fortsetzen:
Aufbau des Zehners: Struktur, Rollen und Arbeitsreihenfolge
AUFZEICHNUNG "ZEHNER-KURS" Lektion 16 vom 22.10.2025
AUFZEICHNUNG Lektion vom Sonntag vom 26.10.2025
Lokales Treffen
"Artikel zum Abschluss des Buches Sohar"
Diese Woche setzen wir sowohl den "Zehner-Kurs" fort als auch das Lesen von Baal HaSulams Klärungen rund um den Artikel "Artikel zum Abschluss des Buches Sohar".
So wie wir bereits erwähnt haben, schrieb Baal HaSulam ausführlich, um Studenten dabei zu helfen, das Schöpfungsziel zu erlangen - die Gleichheit der Form mit den Eigenschaften des Schöpfers (Liebe und Geben) zu erreichen. Diese Woche setzen wir den Artikel „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“ fort.
Im lokalen Treffen werden wir einige Auszüge aus dem Artikel lesen und dann versuchen zu verstehen, was im Text vor sich geht, gefolgt von einem weiteren Lesen und gemeinsamer Diskussion über die Themen.
Wir haben auch zusätzliche Videoausschnitte von Rav Dr. Michael Laitman als wichtige Klärungen des Artikels.
Darüberhinaus werden wir Workshops zum Thema des "Zehner-Kurses" durchführen
"Artikel zum Abschluss des Buches Sohar"
Rav Yehuda Ashlag, Baal HaSulam
Darüber steht geschrieben: „Wie Er barmherzig ist …“ – das heißt: Genauso wie all Seine Handlungen nur darauf ausgerichtet sind, zu geben und dem Nächsten Gutes zu bringen, und keineswegs auf den eigenen Nutzen (denn es mangelt Ihm an nichts, was er ergänzen müsste, und es gibt niemanden, von dem Er empfangen könnte), so sollen auch alle unsere Handlungen zu dem Zweck sein, zu geben und dem Nächsten Nutzen zu bringen. Und darin werden wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen, was eben spirituelle Verschmelzung (Dwekut) ist.
In ihr gibt es eine Angleichung der Eigenschaften des Stadiums „Mocha“ (Gehirn) und „Liba“ (Herz). Das Studium der Kabbala für den Schöpfer heißt die Angleichung der Eigenschaften in Mocha. Denn wie der Schöpfer nicht an Sich denkt, ob Er existiert, ob Er seine Geschöpfe lenkt, und Er keine Zweifel dergleichen hat, so soll auch derjenige, der eine Gleichheit der Eigenschaften erreichen will, nicht an solche Dinge denken, weil es ihm klar ist, dass der Schöpfer nicht daran denkt. Denn es gibt keinen größeren qualitativen Unterschied als diesen. Daher ist jeder, der an solches denkt, zweifellos vom Schöpfer getrennt und wird niemals eine qualitative Gleichheit (Ähnlichkeit der Eigenschaften) mit Ihm erreichen.
Davon sagten die Weisen: „Alle deine Taten sollen für den Schöpfer sein, das heißt auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer ausgerichtet. Tue nichts, was nicht zu diesem Ziel der Verschmelzung führt.“ Das bedeutet, dass der Mensch alle seine Handlungen zu dem Zweck ausführen soll, zu geben und seinem Nächsten Nutzen zu bringen. Dann wird er eine qualitative Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen; wie alle Seine Handlungen es sind, zu geben und dem Nächsten Wohl zu bringen, so sollen auch alle Handlungen des Menschen nur darauf ausgerichtet sein, zu geben und dem Nächsten Nutzen zu bringen, was eben die volle Dwekut (Verschmelzung) darstellt.
Ist es aber etwa möglich, dass der Mensch alle seine Handlungen zum Nutzen eines anderen ausführt, denn er muss doch unbedingt arbeiten, um sich selbst und seine Familie zu ernähren? Die Antwort lautet, dass die Taten, die man aus der Not heraus tut, um das Nötigste für den Lebensunterhalt zu empfangen, weder gelobt noch verurteilt werden. Es wird nicht als etwas angesehen, was man für sich selbst tut.
Und jeder, der sich in das Wesen dieser Worte vertieft, wird sich natürlich wundern: Wie kann ein Mensch absolute Gleichheit der Eigenschaften erreichen, sodass alle seine Handlungen Geben an den Nächsten sind, während die ganze Existenz des Menschen nichts anderes als Empfangen für sich ist? Denn kraft seiner Natur, mit welcher er erschaffen wurde, ist der Mensch nicht fähig, auch nur die kleinste Handlung zum Nutzen eines anderen auszuführen, und wenn er einem anderen gibt, muss er erwarten, dass er im Endeffekt eine würdige Belohnung dafür erhalten wird. Und wenn er durch die Belohnung befriedigt ist, entledigt er sich der Möglichkeit, irgendeine Handlung auszuführen. Ist es also möglich, dass all seine Handlungen nur zu dem Zweck wären, anderen zu geben, und nicht für die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse?
Ich gebe zu, dass das eine sehr schwierige Sache ist, und es steht nicht in den Kräften eines Menschen, seine Natur zu verändern, die darin besteht, nur für sich zu empfangen. Und man soll nicht denken, dass man seine Natur in die entgegengesetzte Art verändern kann, um nichts für sich zu empfangen und alle Handlungen nur für das Geben auszuführen.
Aber der Schöpfer gab uns die Tora und Mizwot [im Sinne von] liShma als eine Methodik der Korrektur, damit wir mit deren Hilfe fähig würden, es zu lernen, Handlungen mit der Absicht für den Schöpfer auszuführen. Und wenn da nicht das Studium der Tora für den Schöpfer und nicht für den eigenen Gewinn wäre, dann würde uns keine einzige List in der Welt helfen, unsere Natur zu verändern.
Offene Diskussion
In eigenen Worten, welche grundlegenden Prinzipien der Kabbala wurden bisher vorgestellt?
Wie würdest Du die Frage beantworten: „Wie kann jede Handlung zum Nutzen anderer sein?“
Was ist Dein Eindruck von dem Grundprinzip „Notwendigkeit wird weder gelobt noch verurteilt“?
Wie erlebst Du die Stärke des Studiums in einer Gruppe?
Clips (englisch)
Zehner-Kurs - Lektion 16
Die Agenda der Versammlung - 2
Workshop-Fragen
1) Wie erheben wir die Wichtigkeit des Ziels zu Beginn unseres Treffens?
2) Was könnt ihr über die Großartigkeit der Freunde erzählen?
3) Wie kann jeder von uns, die Stimmung während eines Treffens zu heben?
Bis nächste Woche!