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Baal HaSulam, Brief 49

9. Elul 5687 (6. September 1927), London

An die geehrten Schüler, der Ewige über euch!

Ich vertraue auf euer Versprechen, jedes Wort, das aus meinem Mund hervorgeht, unverzüglich und mit wahrer Selbsthingabe auszuführen. Daher fordere ich euch auf, all eure Kräfte darauf zu richten, einander wie euch selbst zu lieben, an den Leiden eurer Freunde Anteil zu nehmen und euch an ihren Freuden zu erfreuen, soweit es in eurer Macht steht. Ich hoffe, dass ihr meine Worte in dieser Angelegenheit vollständig beachtet und sie in ihrer ganzen Tiefe umsetzt.

Die Briefe sowie alle enthaltenen Inhalte sind bei mir angekommen. Zurzeit kann ich jedoch nicht individuell auf jeden Einzelnen antworten. Abgesehen von dem, was ich bereits in den vorherigen Briefen an jeden von euch geantwortet habe, verspreche Ich, so Gott will, noch ausführlicher zu schreiben.

Was das oben genannte Gebot betrifft, beziehe Ich mich speziell auf die Beziehung unter den Freunden, denn es steht geschrieben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Bezüglich Menschen von außerhalb ist Vorsicht geboten, da ihre materielle Anhaftung und ihr Egoismus oft größeren Schaden als Nutzen bringen können. Daher ist hier große Umsicht gefragt. Doch unter Freunden, Gott bewahre, darf eine solche Einstellung niemals akzeptiert werden – seid äußerst achtsam!

In Erwartung der Erlösung, denn sie ist nahe …

Yehuda