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Lektion 14: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress „Erweckung von unten“

Lektion 14: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress „Erweckung von unten“

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Kabbala-Kurs für Fortgeschrittene - Playlist

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Lektion 14 Thema: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress "Erweckung von unten" Ausgewählte Auszüge aus den Quellen TEIL 1: "Erweckung von unten" 1. Baal HaSulam, Shamati 5 "LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?" "Um liShma zu erreichen, liegt …

Lektion 14

Thema: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress "Erweckung von unten"

Ausgewählte Auszüge aus den Quellen


TEIL 1: "Erweckung von unten"

1. Baal HaSulam, Shamati 5 "LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?"

"Um liShma zu erreichen, liegt es nicht an uns, diesen Vorgang zu verstehen. Denn der menschliche Verstand vermag nicht zu ergründen, wie es so etwas auf unserer Welt geben kann. Denn man darf nur begreifen, dass man etwas erlangt, wenn man sich mit Tora und Mizwot [Geboten] beschäftigt. Hier muss es einen Eigennutzen geben, weil der Mensch sonst nicht in der Lage ist, irgendetwas zu tun.

Vielmehr ist dies eine Erleuchtung von Oben, und nur wer diesen Geschmack erlebt hat, kann wissen und verstehen. Darum steht geschrieben: „Kostet und seht, dass der Schöpfer gut ist.“ Darum sollten wir verstehen, warum der Mensch nach Rat und Mitteln suchen muss, wie er liShma erreichen kann. Letzten Endes werden ihm keine Ratschläge helfen. Denn wenn der Schöpfer dem Menschen nicht die zweite Natur gibt, die der Wille zu geben genannt wird, wird er liShma nicht erreichen.

Die Antwort ist, wie unsere Weisen sagten (Awot, Kapitel 2,21): „Es liegt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden, und du hast auch nicht die Freiheit, dich ihrer zu entledigen.“ Das bedeutet, dass es dem Menschen auferlegt ist, von unten zu erwachen, zumal dies als Gebet bezeichnet wird.

Ein Gebet bedeutet Mangel, und ohne Mangel gibt es auch keine Füllung. Wenn jemand daher das Bedürfnis nach liShma hat, dann kommt die Füllung von Oben, und dann wird das Gebet Oben erhört und der Mensch erhält die Füllung seines Mangels. Um daher liShma vom Schöpfer zu erhalten, ist die Arbeit des Menschen nur in der Form des Mangels und eines Kli [Gefäß] nötig. Die Füllung kann der Mensch jedoch niemals von allein erlangen; vielmehr ist dies ein Geschenk des Schöpfers.

Das Gebet muss vollkommen sein. Es muss aus der Tiefe des Herzens kommen. Der Mensch muss deshalb hundertprozentig sicher sein, dass ihm auf der Welt niemand ausser dem Schöpfer helfen kann.

Doch woher weiß man, dass niemand außer dem Schöpfer selbst einem helfen kann? Diese Erkenntnis erlangt man erst, wenn man alles Menschenmögliche getan hat, um zum Schöpfer zu gelangen und nichts davon geholfen hat. Deshalb muss der Mensch alle in der Welt denkbaren Handlungen unternehmen, um zu “um des Schöpfers Willen“ zu gelangen. Dann betet er aus der Tiefe seines Herzens und der Schöpfer erhört das Gebet.

Wenn man sich anstrengt, zu liShma zu gelangen, muss man den Wunsch auf sich nehmen, die Arbeit ausschließlich dem Geben zuliebe zu verrichten, also nur zu geben und nichts zu empfangen. Erst dann beginnt man zu spüren, dass der gesamte Körper sich mit aller Kraft dagegen wehrt.

Daraus gelangt man zur Erkenntnis, dass es nur einen Ratschlag geben kann, um zu liShma zu gelangen: seine Klagen an den Schöpfer zu richten, damit er einem helfen möge, den Körper dazu zu bringen, sich bedingungslos dem Schöpfer zu unterwerfen. Denn man sieht, dass man selbst nicht in der Lage ist, seinen Körper zu überzeugen, sich vollkommen zu annullieren. Es stellt sich heraus, dass genau dann, wenn man sieht, dass es keine Hoffnung für den Körper gibt, von allein für den Schöpfer zu arbeiten, das Gebet aus tiefstem Herzen kommen kann. Und ein solches Gebet wird erhört."


2. RABASH, Artikel 26 (1991), „Was bedeutet „Enthüllung eines Teils und Verhüllung zweier Teile“ in der Arbeit?“

"Wenn also jemand sagt „Ich habe einen Teil enthüllt und zwei Teile verhüllt“, dann ist gemeint: Wer keinen Bedarf an der Sache hat, der wird sich nicht anstrengen, um zu arbeiten und zu enthüllen. Jene Menschen hingegen, die einen Bedarf haben – wenn man ihnen sagt „Ich habe einen Teil enthüllt und zwei Teile verhüllt“, sind sie schon bereit zu arbeiten, bis sie den Teil erlangen, den er enthüllt hat. Denn der Schöpfer steht ihnen bei. Wenn der Mensch die Erweckung von unten gibt, empfängt er Hilfe von oben.

Es zeigt sich also: Er hat die Sache denen enthüllt, die ihrer würdig sind. Und wer ist dessen würdig? Jene, die sich anstrengen. Ihnen offenbart sich der Teil, den sie enthüllt haben. Das heißt: Wer nicht den Aspekt der Korrektur der Schöpfung besitzt, der kann nichts vom Schöpfungsziel empfangen, das darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun."


3. RABASH, Aufzeichnung 161, "Erwachen – 1"

"Im Leben kommt es manchmal vor, dass der Mensch sehr wohl Lebenskraft der Heiligkeit empfindet. Das kann kurze Zeit dauern; sagen wir etwa: Eine Minute lang empfand der Mensch Geschmack an der Heiligkeit, und dieser kam ihm durch ein Erwachen von oben. Daraus kann der Mensch ein Reshimo (eine Erinnerungsspur) daran erwecken, dass er einst ein solches Erwachen erlebt hat.

Daraus folgt, dass jeder Mensch in seinem Innern ein Reshimo besitzt. Dieses Reshimo bereitet das Kli (Gefäß), also das Herz, vor, durch das der Mensch eine Erweckung von unten hervorrufen kann."


TEIL 2: Kabbalistische Mahlzeit

4. Baal HaSulam, "Der Frieden"

"Doch es heißt, dass dieses Gericht „ein gerechtes“ sei, weil alles korrigiert und für das Mahl bereitet ist, gemäß dem gerechten Endziel.

Der höchste Genuss wird sich in der Zukunft offenbaren, gemeinsam mit der Erreichung des Endziels des Schöpfers durch die Geschöpfe, wenn jede Arbeit, jede Anstrengung und alle Leiden, die einen Kreislauf in den Generationen und in der Zeit durchlaufen, uns an die Gestalt des Hausherren (Gastgebers) erinnern, der sich bemüht und riesige Anstrengungen unternimmt, um ein fürstliches Mahl für die eingeladenen Gäste zuzubereiten. Das erwartete Ziel, welches im Endeffekt erreicht werden muss, gleicht einem Mahl, welches die Gäste mit riesiger Lust genießen."


5. Maor VaShemesh, Paraschat Miketz

Denn der wichtigste Aspekt des Essens besteht darin, die Spiritualität, die sich in jener Speise befindet, zu ihrem Ursprung, zum oberen Ort, zu erheben. Und die heilige Spiritualität, die sich in jedem Ding befindet, ist die Lebenskraft dieses Dinges; ohne sie hätte dieses Ding keine Existenz. Diese Lebenskraft wird vom oberen Ort herangezogen, nämlich von Chochma und Bina, und sie ist die Lebenskraft der Speise. Wenn man anschließend diese Speise isst, erhebt man all die heilige Lebenskraft, die sich in jener Speise befindet, zu ihrem Ursprung, und dadurch bereitet man dem Schöpfer Zufriedenheit.

[…] Denn die hauptsächliche Sättigung kommt aus der Heiligkeit und der Spiritualität, die sich in jeder Speise befinden. Und dies ist die Bedeutung von: „Der Gerechte isst zur Sättigung seiner Seele“ – denn er isst nur, um die obere Seele zu sättigen. Das heißt, seine Absicht beim Essen gilt einzig der Spiritualität, der Lebenskraft, die sich in der Speise befindet, um sie zu ihrem Ursprung zu erheben. Darüber heißt es: „Die Demütigen werden essen und satt werden.“ Und dies ist der Segen in den Eingeweiden, denn ihr hauptsächliches Streben gilt allein der Spiritualität, wie oben gesagt wurde, und nicht der Körperlichkeit der Speise. Doch jene Menschen, deren Verstand dem eines Tieres gleicht und deren Absicht nicht auf die Spiritualität der Speise, sondern nur auf die Körperlichkeit der Speise gerichtet ist, essen auf grobe Weise und werden nicht satt. Dies ist der Hunger: Ihre Seele bleibt stets hungrig, denn die Seele erhält ihre Lebenskraft nur dadurch, dass die Spiritualität zu ihr herangezogen wird. Und dies ist die Bedeutung von: „Doch der Bauch der Frevler leidet Mangel.“


6. Baal HaSulam, Shamati 173, "Warum man „LeChaim!“ sagt"

"Über das LeChaim!-Sagen während des Weintrinkens erklärte er [Baal HaSulam], dass dies sich auf den Ausspruch der Weisen bezieht, die sagten: „Wein und Leben entsprechend der Weisen und deren Schüler!“ Im Nachhinein fällt es einem schwer zu verstehen, warum gerade „entsprechend der Weisen usw.“ und nicht für die Ungelehrten.

 

Es ist so, dass das Aussprechen von LeChaim auf das höhere Leben hindeutet. Zu der Zeit nämlich, wenn man Wein trinkt, soll man sich ins Gedächtnis rufen, dass Wein auf den Wein der Tora hindeutet, sich daran zu erinnern, dass man das Licht der Tora heranziehen muss, genannt Leben. Das physische Leben dagegen heißt in den Worten der Weisen: „Sünder werden in ihrem Leben ‚Tote‘ genannt.“

Daher kann man gerade den Weisen sagen: „Wein und Leben!“ Das bedeutet, dass nur sie dazu geeignet sind, spirituelles Leben heranzuziehen. Ungelehrten Menschen jedoch, die keine Werkzeuge dazu besitzen, müsste man sagen, dass sie es heranziehen mögen. (Und vielleicht bedeutet „entsprechend der Weisen“ „laut der Meinung der Weisen“. Dies bedeutet, dass das Leben, welches sie Leben nennen, sich auf das spirituelle Leben bezieht.)"


TEIL 3: Gemeinsames Singen

7. RABASH, Artikel 146, "Leiden und Freude"

"Er muss dem Schöpfer dafür danken, dass Er ihn damit gewürdigt hat, ihm einen Gedanken und ein Verlangen nach einem geringen Maß an Heiligkeit zu geben. Denn er sieht, dass er keine größeren Vorzüge und keine größere Bedeutung als andere Menschen hat und der Schöpfer ihn dennoch damit gewürdigt hat. Daher verpflichtet ihn auch ein solcher Zustand, dem Schöpfer zu danken. Das bedeutet: Dann ist es Zeit, dem Schöpfer Loblieder, Gesänge und Lobpreis darzubringen."


8. Rabbi Kalonymus Kalman Shapira, Bnei Machshava Tova

"Die Melodie ist nur eine Form der Offenbarung der Seele und ihrer Empfindungen. Sie offenbart sich in den Worten, die ein Mensch zu seinem Freund spricht, wenn er ihm seine Gedanken und seine Empfindungen von Kummer und Freude mitteilt, und noch mehr in seiner Stimme. Wie in den heiligen Büchern als Beweis dafür angeführt wird: Wenn der Kummer eines Menschen zunimmt, kann er nicht mehr sprechen, sondern schreit und weint nur noch mit seiner Stimme. Daher erweckt die Melodie, die aus Klängen der Freude oder der Bitterkeit besteht, die Empfindungen des Menschen, in denen sich die Funken und die Organe der Seele offenbaren."