Lektion 13: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress "Erweckung von unten"
Kabbala-Kurs für Fortgeschrittene - Playlist
Lektion 13 Thema: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress „Erweckung von unten“ Ausgewählte Auszüge aus den Quellen 1. RABASH, Aufzeichnung 403 (1981), "Dies soll das Gesetz über den Aussätzigen sein" "Deshalb braucht es für jede Sache ein Itaruta deLetata(Erwachen von unten); es weckt …
Lektion 13
Thema: Vorbereitung auf den Kabbala-Kongress „Erweckung von unten“
Ausgewählte Auszüge aus den Quellen
1. RABASH, Aufzeichnung 403 (1981), "Dies soll das Gesetz über den Aussätzigen sein"
"Deshalb braucht es für jede Sache ein Itaruta deLetata(Erwachen von unten); es weckt im Menschen den Wunsch und das Verlangen danach. Denn man kann einem Menschen nichts geben, was er nicht will. Selbst wenn er es erhält, wird er es wegwerfen, weil er kein Bedürfnis danach hat. Daher braucht der Mensch ein Erwachen von unten, damit er die Sache benötigt."
2. Baal HaSulam, Shamati 5, „LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?“
"Darum sollten wir verstehen, warum der Mensch nach Rat und Mitteln suchen muss, wie er liShma erreichen kann. Letzten Endes werden ihm keine Ratschläge helfen. Denn wenn der Schöpfer dem Menschen nicht die zweite Natur gibt, die der Wille zu geben genannt wird, wird er liShma nicht erreichen.
Die Antwort ist, wie unsere Weisen sagten (Awot, Kapitel 2,21): „Es liegt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden, und du hast auch nicht die Freiheit, dich ihrer zu entledigen.“ Das bedeutet, dass es dem Menschen auferlegt ist, von unten zu erwachen, zumal dies als Gebet bezeichnet wird.
Ein Gebet bedeutet Mangel, und ohne Mangel gibt es auch keine Füllung. Wenn jemand daher das Bedürfnis nach liShma hat, dann kommt die Füllung von Oben, und dann wird das Gebet Oben erhört und der Mensch erhält die Füllung seines Mangels. Um daher liShma vom Schöpfer zu erhalten, ist die Arbeit des Menschen nur in der Form des Mangels und eines Kli [Gefäß] nötig. Die Füllung kann der Mensch jedoch niemals von allein erlangen; vielmehr ist dies ein Geschenk des Schöpfers.
Das Gebet muss vollkommen sein.!
3. Baal HaSulam, Shamati 57, „Er soll ihn darbringen nach seinem Willen“
"Es ist bekannt, dass dem Heranziehen der Fülle von oben ein Erwachen von unten vorausgehen muss. Doch weshalb ist ein solches Erwachen von unten erforderlich? Darum beten wir: „Möge oben ein Wille sein.“ Das bedeutet: Wir müssen bewirken, dass es oben einen Willen gibt, nach unten hin zu geben. Denn es genügt nicht, dass wir ein Verlangen haben; es muss auch seitens des Gebenden ein guter Wille vorhanden sein.
Und obwohl es oben einen allgemeinen Willen gibt, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, wartet Er dennoch auf unser Verlangen, damit dieses Seinen Willen wecke. Wenn wir nicht in der Lage sind, Seinen Willen zu erwecken, ist das ein Zeichen dafür, dass das Verlangen des Empfangenden noch nicht vollkommen ist. Gerade durch das Gebet, dass oben ein Wille sein möge, formt sich unser eigenes Verlangen und wird zu einem wahren Willen – zu einem Kli, das bereit und geeignet ist, die Fülle zu empfangen."
4. RABASH, Artikel 26 (1991), „Was bedeutet „Enthüllung eines Teils und Verhüllung zweier Teile“ in der Arbeit?“
"Wenn also jemand sagt „Ich habe einen Teil enthüllt und zwei Teile verhüllt“, dann ist gemeint: Wer keinen Bedarf an der Sache hat, der wird sich nicht anstrengen, um zu arbeiten und zu enthüllen. Jene Menschen hingegen, die einen Bedarf haben – wenn man ihnen sagt „Ich habe einen Teil enthüllt und zwei Teile verhüllt“, sind sie schon bereit zu arbeiten, bis sie den Teil erlangen, den er enthüllt hat. Denn der Schöpfer steht ihnen bei. Wenn der Mensch die Erweckung von unten gibt, empfängt er Hilfe von oben.
Es zeigt sich also: Er hat die Sache denen enthüllt, die ihrer würdig sind. Und wer ist dessen würdig? Jene, die sich anstrengen. Ihnen offenbart sich der Teil, den sie enthüllt haben. Das heißt: Wer nicht den Aspekt der Korrektur der Schöpfung besitzt, der kann nichts vom Schöpfungsziel empfangen, das darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun."
5. RABASH, Aufzeichnung 161, „Erweckung – 1“
"Im Leben kommt es manchmal vor, dass der Mensch sehr wohl Lebenskraft der Heiligkeit empfindet. Das kann kurze Zeit dauern; sagen wir etwa: Eine Minute lang empfand der Mensch Geschmack an der Heiligkeit, und dieser kam ihm durch ein Erwachen von oben. Daraus kann der Mensch ein Reshimo (eine Erinnerungsspur) daran erwecken, dass er einst ein solches Erwachen erlebt hat.
Daraus folgt, dass jeder Mensch in seinem Innern ein Reshimobesitzt. Dieses Reshimo bereitet das Kli (Gefäß), also das Herz, vor, durch das der Mensch eine Erweckung von unten hervorrufen kann."