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Lektion 2: Du hast Mich erschaffen

Lektionsartikel:

Rabash, Artikel 25 (1985) In jeder Sache müssen wir zwischen Licht und Kli unterscheiden> >


Zusätzliche Quellenauszüge zur Vorbereitung auf Lektion 2

1. Rabash, Brief 76    

„Wenn ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten werdet und sie tut“ - Der Heilige Sohar fragt: „Wenn Er doch schon sagte, „wandeln“ und „halten“, warum dann noch „und tut“? Und er antwortet: Wenn einer die Gebote der Tora tut und Seinen Weg geht, dann ist es so, als habe er den Schöpfer gemacht [getan]. Der Ewige sagte: Es ist so, als hätte er Mich gemacht. Und das ist die Bedeutung von „und tut“ – als hättet ihr Mich getan“


2. Rabash, Notiz 588, „Malchut des Höheren wird zu Keter des Unteren“ 

So wird es im Heiligen Sohar (Parashat Bechukotai) erklärt: „Und ihr sollt sie tun – lies nicht ‚sie‘, sondern ‚ihr‘“, als hättet ihr sie gemacht. Und im Sulam-Kommentar wird erklärt: Dadurch, dass die Unteren es brauchen, dass der Ewige sie erfüllt, erlangt der Untere den Gebenden, indem er Fülle vom Höheren empfängt. Wenn der Empfänger hingegen nichts vom Gebenden empfängt – woher weiß er dann, dass es einen Gebenden gibt? Das wird genannt: „Aus Deinen Taten haben wir Dich erkannt.“


3. Rabash, Artikel 30 (1990), „Was bedeutet es, dass ‚Gesetz und Statuten‘ der Name des Schöpfers ist, in der Arbeit?“ 

Dementsprechend sollten wir die Worte auslegen: „Wer die Mizwot der Tora ausführt und auf Seinen Wegen wandelt, für den ist es, als hätte er Ihn oben gemacht. Der Schöpfer sagte: ‚Es ist, als hätte er Mich gemacht.‘ Und sie haben es bestimmt. Daher: ‚Und tut sie‘, als Gesetz und Statuten, die Seir Anpin und Malchut sind.“ Das bedeutet, dass ein Mensch, indem er die Mizwot der Tora ausführt und auf Seinen Wegen wandelt, an der Wurzel seiner Seele bewirkt, dass Malchut oben arbeitet, um zu geben, wie Seir Anpin. Dies wird „Statuten“ genannt. Daraus folgt, dass die Bedeutung von „und tuet sie“ die Absicht ist, diese Vereinigung von Seir Anpin und Malchut, die „Gesetz“ und „Statuten“ genannt werden, herzustellen. Und auch das wird „die Vereinigung des Schöpfers und seiner Shechina“ 

Daraus bedeutet, dass die Geschöpfe – da es sich um zwei Namen handelt – die Vereinigung vornehmen müssen, damit es eins wird. Wenn alle Geschöpfe ihre Vollkommenheit erreichen, d.h. wenn alle an der Wurzel ihrer Seelen korrigiert sind, wird sich der Vers „An jenem Tag wird der Ewige eins sein und Sein Name, Eins“ erfüllen. Das ist die Arbeit, von der geschrieben steht: „Und tuet sie.“


4. Rabash, Brief 76 

Der Hauptzweck des Studiums der Tora und der Erfüllung der Gebote besteht darin, die Offenbarung des Lichtes Seines Angesichts nach unten heranzuziehen. Und das gehört zum Konzept von „Das Licht, welches in ihr ist, führt ihn zum Guten zurück“, und das offenbart sich durch die Wahl und dadurch, dass man sich ihrem Studium liShma widmet. Und dann erfüllt sich, was Rabbi Meir sagte: „Demjenigen, der Tora liShma studiert, offenbart man die Geheimnisse der Tora“ usw. Und das heißt, dass Sein Königtum sich unten offenbart. Und das ist das Konzept von „…und sie tut – [es ist so], als würdet ihr Mich machen“.


5. Rabash, Artikel 47 (1991) “Was bedeutet es in der Arbeit, dass die Rechte und die Linke im Gegensatz zueinander stehen?” 

Daher ist es kein Widerspruch, dass zuerst gesagt wird, dass die Handlung das Wichtigste ist, wie es geschrieben steht: „Und handelt danach.“ Denn wir beginnen und enden mit einer Handlung. Aber es gibt dazwischen eine Unterscheidung. Das heißt, bevor man mit den Gefäßen (Kelim) des Gebens belohnt wird oder nachdem man mit den Gefäßen (Kelim) des Gebens belohnt wird. Das bedeutet, dass man durch die Handlungen mit den Kelim belohnt wird, und danach wird man durch die Handlungen mit dem Licht belohnt. Dies heißt „Damit ihr weise seid in allem, was ihr tut“, was bedeutet, dass man danach mit „Handle klug und erkenne Mich“ belohnt wird.


6. Rabash, Artikel 940, „Der Punkt im Herzen“ 2 

Als der Tempel zerstört wurde, steht geschrieben: „Und sie sollen Mir einen Tempel machen, und Ich werde in ihnen wohnen.“ Dies bezieht sich auf den Punkt im Herzen, der ein Tempel sein sollte, in dem das Licht des Schöpfers wohnt, wie es geschrieben steht: „Und Ich werde in ihnen wohnen.“ Daher sollte der Mensch versuchen, sein Bauwerk der Kedusha [Heiligkeit] zu errichten, und dieses Bauwerk sollte so beschaffen sein, dass die höhere Fülle hineinströmen kann. Diese Fülle wird „vom Geber zum Empfänger gegebene Fülle“ genannt. Es gilt jedoch die Regel, dass es eine Gleichheit der Form zwischen dem Geber und dem Empfänger geben muss. Das bedeutet, dass auch der Empfänger die Absicht haben muss, zu geben, wie es der Geber tut.

Dies wird „Handlung“ genannt, wie es geschrieben steht: „Und sie sollen Mir einen Tempel machen.“ Damit bezieht sich die Handlung auf das Kli [Gefäß] und nicht auf das Licht, da das Licht einzig und allein dem Schöpfer gehört, während die Handlung den erschaffenen Wesen zukommt.


7. Rabash, Artikel 557 „Über das Or Choser (Zurückkehrendes Licht)“ 

Die Höheren Lichter sind bereits für einen Menschen vorbereitet, so wie es heißt: „Mehr als das Kalb saugen will, will die Kuh säugen“, und alles, was wir brauchen, ist ein Kli [Gefäß]. Nach dem Zimzum [Einschränkung] wird dieses Kli Massach und Or Choser genannt, und es ist das, was das Höhere mit dem Unteren verbindet. Das heißt, durch ihn ist das Untere mit dem Höheren verbunden.

Wenn diese Verbindung jedoch nicht besteht, kann der Untere den Höheren nicht sehen, und der Höhere wird aus der Perspektive des Unteren als nicht existent angesehen. In dem Maße, in dem jemand beginnt, um des Schöpfers willen zu arbeiten, erwirbt er also eine Verbindung mit dem Höheren Licht. Und nach dem Maß seiner Verbindung richtet sich auch das Maß seiner Erlangung. 


8. Rabash, Artikel 26 (1986), „Ein naher Weg und ein ferner Weg”

Baal HaSulam sagt, heißt der Ort, an dem sich der Schöpfer offenbart, Shechina, und der Schöpfer wird Shochen genannt. Aber wann wird Er Shochen genannt? Wenn es jemanden gibt, der den Shochen erlangt hat. Er führt aus, dass Shochen und Shechina nicht zweierlei Dinge sind, sondern eins. Das heißt, der Shochen wird „Licht ohne Kli [Gefäß]“ genannt, und die Shechina ist der Ort, an dem der Schöpfer offenbart wird. Daraus folgt, dass alles, was an dem Ort ist, an dem der Schöpfer offenbart wird, der Schöpfer ist und nichts anderes. Aber es gibt Licht und Kli, das heißt, es gibt ein Kli, das das Licht erlangt.

Was ist also der Ort, an dem der Schöpfer sich entschieden hat, seinen Namen niederzulassen? Es ist so, wie wir lernen, dass wir unsere Gefäße des Empfangens korrigieren müssen, um dem Schöpfer Zufriedenheit geben zu können. Das ist die Bedeutung der “Gleichheit der Form”. An dieser Stelle offenbart sich dann der Name des Schöpfers.


9. Rabash, Brief 76

Nun ist es bekannt, „alle Lande sind Seiner Ehre voll“, und das muss jeder Mensch glauben, wie es geschrieben steht: „Ich erfülle den Himmel und die Erde.“ Doch der Heilige, gesegnet sei Er, verhängte eine Verhüllung, sodass man es nicht sehen kann, damit Raum für eine freie Wahl besteht, und dann gibt es noch Raum für den Glauben – zu glauben, dass der Heilige, gesegnet sei Er, „die ganze Welt erfüllt und die ganze Welt umgibt“. Und nachdem sich der Mensch der Beschäftigung mit der Tora und den Geboten widmet und das Gebot der Wahl erfüllt, offenbart sich der Heilige, gelobt sei Er, dem Menschen, und dann sieht dieser, dass der Schöpfer derjenige ist, der die Welt beherrscht.

Es läuft also darauf hinaus, dass der Mensch dann den König macht, der ihn beherrschen soll, d. h. der Mensch spürt den Schöpfer als den Herrschenden über die ganze Welt, und das bedeutet, dass der Mensch den Schöpfer zu seinem König macht. Denn solange der Mensch nicht zu dieser Empfindung gelangt, ist die Herrschaft des Schöpfers verhüllt. Und das ist es, was wir [meinen, wenn wir] sagen: „Zu der Zeit wird der Ewige nur einer sein und Sein Name nur einer“, d. h. die Ehre seines Königtums wird sich uns offenbaren.


10. Baal HaSulam, Shamati 57 „Er soll ihn darbringen nach seinem Willen“

Wir müssen bewirken, dass es oben einen Willen gibt, nach unten hin zu geben. Denn es genügt nicht, dass wir ein Verlangen haben; es muss auch seitens des Gebenden ein guter Wille vorhanden sein. Und obwohl es oben einen allgemeinen Willen gibt, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, wartet Er dennoch auf unser Verlangen, damit dieses Seinen Willen wecke. Wenn wir nicht in der Lage sind, Seinen Willen zu erwecken, ist das ein Zeichen dafür, dass das Verlangen des Empfangenden noch nicht vollkommen ist.