Lektion 10. Spielen auf dem spirituellen Weg
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"Kabbala-Kurs für Fortgeschrittene" Kurs-Playliste →Aufzeichnung von Sonntag 30.08.2026
Lektion 10 Thema: Spielen auf dem spirituellen Weg Ausgewählte Auszüge aus den Quellen 1. Aus: Baal HaSulam, Shamati 16, Was ist der „Tag des Schöpfers“ und die „Nacht des Schöpfers“ in der spirituellen Arbeit? Um daher die Kräfte des Gebens …
Lektion 10
Thema: Spielen auf dem spirituellen Weg
Ausgewählte Auszüge aus den Quellen
1. Aus: Baal HaSulam, Shamati 16, Was ist der „Tag des Schöpfers“ und die „Nacht des Schöpfers“ in der spirituellen Arbeit?
Um daher die Kräfte des Gebens zu erlangen, benötigt man eine zweite Natur, um die Gleichheit der Form zu erlangen.
Das heißt, der Schöpfer ist der Geber und empfängt dabei überhaupt nichts, da es Ihm an nichts mangelt. Das, was Er gibt, wird nicht aus einem Mangel heraus gegeben, denn wenn Er niemanden hätte, dem Er geben könnte, dann würde Er dies als Mangel empfinden.
Stattdessen müssen wir es als ein Spiel sehen.
2. Aus: Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 16, "Was ist der Tag des Schöpfers und die Nacht des Schöpfers in der Arbeit?"
Es ist wie unsere Weisen in Bezug auf die Herrin sagten: „Sie fragte: ‚Was macht der Schöpfer, nachdem Er die Welt erschaffen hat‘? Die Antwort war: ‚Er sitzt und spielt mit dem Lewiatan (einem Seeungeheuer)‘.“ Wie geschrieben steht: „Dieser Lewiatan, den Du erschaffen hast, um mit ihm zu spielen.“
Der Lewiatan bezieht sich auf Dwekut und Verbindung (wie geschrieben steht „in jedem Zwischenraum Gehänge“). Dies bedeutet, dass das Ziel die Verbindung des Schöpfers mit den Geschöpfen ist. Dies ist nur ein Spiel; es ist keine Sache eines Wunsches oder Bedürfnisses.
Der Unterschied zwischen einem Spiel und einem Wunsch besteht darin, dass alles, was im Wunsch kommt, eine Notwendigkeit ist. Wenn jemand seinen Wunsch nicht erreicht, so ist er im Mangel. Im Spiel jedoch, selbst wenn er das Ziel nicht erreicht, wird es nicht als Mangel betrachtet, wie sie sagen: „Es ist nicht so schlimm, dass ich nicht erreichte, woran ich dachte.“ Denn der ganze Wunsch, den man dafür empfand, war nur spielerisch und nicht ernsthaft.
3. Aus: RABASH, Brief Nr. 37
Es muss so sein, wie wenn man der Einladung zu einem freudigen Ereignis seines Freundes folgt: man nimmt auf sich keine Rücksicht, ob man nun gute Laune hat oder nicht, sondern man muss an der Freude des Freundes teilhaben. Man darf dem Freund kein verärgertes, sondern nur ein glückliches Gesicht zeigen. So auch hier: die Verbindung der Freunde muss so sein, dass jeder dem anderen Freude zu bereiten sucht, und zwar gerade in den körperlichen Dingen, denn gerade dies ist das Prinzip von „erwerbe dir einen Freund“.
4. Aus: Rabash, Artikel 2, (1984), "Bezüglich der Liebe zu Freunden"
Er muss die Liebe, die in seinem Herzen ist, den Freunden offenbaren, denn durch dieses Offenbaren bewirkt er, dass das Herz seines Freundes gegenüber den Freunden erweckt wird, sodass auch die Freunde spüren, dass jeder Einzelne sich mit der Liebe zu Freunden beschäftigt. Und der Gewinn dabei ist, dass er dadurch eine stärkere Kraft erhält, in der Liebe zu Freunden mit noch größerer Intensität zu wirken, weil die Kraft der Liebe eines jeden sich mit der seines Freundes vereint.
Demnach ergibt sich: Anstatt nur eine einzige Kraft zu haben, um sich mit der Liebe zu Freunden zu beschäftigen, vereint er nun – wenn die Gemeinschaft aus zehn Freunden besteht – zehn Kräfte in sich, die die Notwendigkeit verstehen, dass man sich mit der Liebe zu Freunden beschäftigen muss. Wenn hingegen nicht jeder der Gemeinschaft offenbart, dass er sich mit der Liebe zu Freunden beschäftigt, fehlt ihm die Kraft der Gemeinschaft. Denn es ist sehr schwer, seinen Freund wohlwollend zu beurteilen, und jeder denkt von sich, dass er der Gerechte ist und nur er sich mit der Liebe zu Freunden beschäftigt. So bleibt ihm nur eine kleine Kraft, mit der er in der Liebe zum Nächsten arbeiten kann. Daraus folgt, dass gerade diese Arbeit offen geschehen muss und nicht in Bescheidenheit.
5. Aus: Rabash. Artikel 30 (1988) „Was wir in der Versammlung der Freunde suchen sollen“
Jeder Einzelne sollte sich bemühen, der Gemeinschaft Lebensgeist und volle Hoffnung zu bringen und Schwung in sie hineinzutragen, sodass jeder aus der Gemeinschaft sich sagen kann: Jetzt beginne ich ein neues Blatt in der Arbeit. Bevor er zur Gemeinschaft kam, war er über das Vorankommen in der Arbeit für den Schöpfer enttäuscht; nun aber hat die Gemeinschaft Lebensgeist voller Hoffnung in ihn gebracht. Denn durch die Gemeinschaft erlangte er Zuversicht und Kraft der Überwindung, da er nun fühlt, dass es in seiner Hand liegt, zur Vollkommenheit zu gelangen.
Und all das, wovon er meinte, ein hoher Berg stehe ihm entgegen, und wovon er dachte, es liege nicht in seiner Hand, ihn zu bezwingen – obwohl es in Wahrheit starke Hindernisse sind –, das empfindet er nun als geradezu nichtig und null. Und all dies empfing er aus der Kraft der Gemeinschaft, weil jeder sich bemühte, Ermutigung und frische Luft in die Gemeinschaft zu bringen.
6. Aus: Baal HaSulam, Pkt. 33 "Vorwort zum Buch Sohar"
Tatsächlich gibt es darin eine Äußerung der Göttlichkeit, sodass all diese Gestalten, die nur in den Seelen der Empfänger einen Eindruck erschaffen, den Seelen zeigen werden, wie der Schöpfer selbst gemeinsam mit ihnen daran teilnimmt, um die Erkenntnis der Seelen maximal zu steigern.
Gleich einem Vater, der sich vor seinem kleinen, geliebten Sohn zurücknimmt, und ein Gesicht von Leid und ein Gesicht von Freude zeigt, obwohl es in ihm weder Leid noch Freude gibt. Und er tut das nur, um seinen geliebten Sohn dazu zu bringen, sein Verständnis zu erweitern, um mit ihm zu spielen. Und erst nachdem dieser erwachsen und klug werden wird, wird er erfahren, dass es in allem, was der Vater tat, in Wirklichkeit nichts als nur ein Spiel gab.
So auch in Bezug auf uns, obwohl all diese Gestalten und Veränderungen erst in den Eindrücken der Seelen beginnen und auch in ihnen enden; doch die Erscheinung des Schöpfers kreiert ein imaginäres Bild, als würden sie sich alle in Ihm selbst befinden. Und das tut der Schöpfer nur, um die Erkenntnisse der Seelen maximal zu erweitern und zu vergrößern, gemäß dem Gesetz der Schöpfungsabsicht: „… um Seinen Geschöpfen Genuss zu bereiten.“
7. Aus: Baal HaSulam, "Die Schriften der letzten Generation"
So wie wir von den Schauspielern im Theater erwarten, dass sie ihr Bestes tun, um unsere Vorstellungskraft dazu zu bringen, ihr Spiel für echt zu halten, so erwarten wir von unseren Religionsinterpreten, dass sie unsere Herzen so tief berühren können, dass wir den Glauben der Religion als die eigentliche Realität wahrnehmen.