Hevruta - Nach Lektion 31 - Musik und Freude an der spirituellen Arbeit

Hevruta - Nach Lektion 31 - Musik und Freude an der spirituellen Arbeit

Inhalt der Lektion
Materialien

Eröffnungsmusik
https://soundcloud.com/kabbalah-laam-music/bnei-heihala_giora_feidman


 

Guten Tag, alle zusammen.

Am Sonntag hatten wir eine wundervolle Lektion über Musik und Kabbala. Einer der wichtigsten Gedanken, die wir gelernt haben, war die Wichtigkeit der Freude in unserer spirituellen Arbeit. Wir müssen uns über unser Verlangen zu empfangen erheben, das sich ständig beschwert, ständig fordert und niemals wirklich zufrieden ist.

Das ist einer der Gründe, warum die Kabbalisten diese Melodien komponiert haben. Ihr Ziel ist es nicht einfach, schöne Musik zu erschaffen, sondern uns dabei zu helfen, uns mit jenem höheren Punkt in unserer Seele zu verbinden, an dem wir die Freude der Verbindung untereinander und mit dem Schöpfer spüren können.

Natürlich können wir nicht das ganze Treffen damit verbringen, gemeinsam zu singen, obwohl wir dafür spezielle Formate haben, die „Freundesversammlung“ genannt werden, und mehr darüber werden wir später im Kurs erfahren.

Lass uns zunächst einen Artikel von Rabash lesen, in dem es darum geht, was wir füreinander tun können. Eines der großartigsten Geschenke, die wir einander machen können, ist, einander den Mut zu machen, die Wichtigkeit unserer Verbindung zu stärken und die Gelegenheit zu schätzen, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Danach lesen wir einen anderen Artikel aus „Shamati“, und anschließend geben wir Raum für Fragen und eine Diskussion, damit wir diese Ideen gemeinsam besprechen können.

Lasst uns beginnen.


Rabash, Artikel 4 (1984)

Der Mensch helfe seinem Freund

Wir müssen verstehen, wie ein Mensch seinem Freund helfen kann. Gilt das nur dort, wo es Reiche und Arme, Weise und Dumme, Starke und Schwache gibt? Aber wenn es nur Reiche, Starke und Kluge gibt, wie kann man sich dann gegenseitig helfen?

Wir sehen, dass es eine Sache gibt, die allen bekannt ist – die Stimmung. So wie die Weisen sagten: „Die Sorge im Herzen eines Menschen soll man anderen erzählen.“ Denn um die Stimmung zu heben sind weder Reichtum noch Klugheit hilfreich.

Nur ein Mensch kann einem anderen helfen, der mutlos ist. Es steht geschrieben: „Kein Mensch kann sich selbst aus dem Gefängnis befreien.“ Nur sein Freund kann ihn aufmuntern.

Das heißt, sein Freund bringt ihn in einen Zustand der Munterkeit. Dann spürt der Mensch wieder Kraft, Vertrauen ins Leben und Glück und er beginnt von neuem, als wäre das Ziel nun nahe.

Folglich muss also jeder in der Gruppe aufmerksam sein und darüber nachdenken, wie er die Stimmung seines Freundes heben kann, denn gerade, was die Stimmungslage betrifft, kann jeder in seinem Freund einen Mangel finden, den er füllen kann.

 


Baal HaSulam, Shamati 26.

Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab

Ich hörte im Jahr 1943

Es steht geschrieben: „Denn erhaben ist der Schöpfer, und den Niedrigen sieht Er (Psalm 138:6)“ – das bedeutet, dass nur die Niedrigen die Erhabenheit sehen können. Die Buchstaben des Wortes „kostbar“ (jakar) sind dieselben wie im Wort „erkennt“ (jakir).

Das bedeutet, dass man im Maß der Wichtigkeit, die man einer Sache beimisst, ihre Erhabenheit erkennt. Denn die emotionale Bewegung entsteht entsprechend der Wichtigkeit der Sache und bringt ein Gefühl im Herzen hervor. Und im Verhältnis zur Erkenntnis der Wichtigkeit entsteht in ihm Freude.

Wenn der Mensch seine eigene Niedrigkeit erkennt und sieht, dass er nicht mehr wert ist als andere seines Alters, und dass es viele Menschen in der Welt gibt, denen nicht die Kraft gegeben wurde, die heilige Arbeit auch nur in einfachster Form auszuführen – sogar ohne Absicht, in lo liShma, oder in lo liShma von lo liShma, oder gar in der Vorbereitung auf die Vorbereitung einer Einkleidung der Kedusha (Heiligkeit) – ihm aber wurden Verlangen und Gedanken gegeben, dennoch von Zeit zu Zeit heilige Arbeit zu verrichten, auch wenn nur in der einfachsten Form – und wenn er fähig ist, die Wichtigkeit dieser Arbeit zu erkennen, dann soll er entsprechend dieser Einschätzung Lob und Dank dafür geben.

Denn es ist wahr: Wir sind nicht in der Lage, den Wert dessen zu erfassen, dass wir manchmal die Gebote des Schöpfers auch ohne jede Absicht erfüllen können. Und dann gelangt der Mensch zur Empfindung von Erhabenheit und Herzensfreude.

Durch den Lob und Dank, den der Mensch gibt, erweitert sich seine Empfindung, und er wird durch jeden einzelnen Punkt der heiligen Arbeit bewegt. So erkennt er, wem er dient – und dadurch steigt er immer weiter auf.

Darin liegt das Geheimnis des Verses: „Ich danke Dir für die Güte, die Du mir erwiesen hast“, das heißt: für die Vergangenheit. Und dadurch kann der Mensch sogleich mit Gewissheit sagen: „… und für das, was Du künftig mit mir tun wirst.“

 


Das ist auch die Bedeutung dieser Musik:
leagid baboker hasdecha

https://soundcloud.com/kabbalah-laam-music/lehagid-baboker-1

Wobei man sich über den neuen Zustand (genannt boker – Morgen) freuen soll 

 


Q&A


Abschlußlied (Hine Ma Tov)
https://on.soundcloud.com/NkhSIbZi2htLUP7wAD