Fortsetzung des Kongresses mit einem Aufstieg
Wir wissen, dass der Schöpfer manchmal in uns Mängel nach Geld, Nahrung, Gesundheit usw. erweckt. Natürlich beten wir dann für diese Dinge. Doch es stellt sich heraus, dass es nicht etwas ist, das mir fehlt, für einen Freund zu beten oder darum, dass der Schöpfer uns die Eigenschaft des Gebens verleiht. Es ist auch unmöglich und unnatürlich, solche Dinge zu vermissen. Deshalb arbeiten wir am Mangel. Und auch das ist eine sehr, sehr ungewöhnliche Sache. Das bedeutet, wir arbeiten nicht an der Erfüllung, sondern daran, einen Mangel zu entwickeln. Denn sobald wir den richtigen Mangel haben, ist die Erfüllung bereits da.
Wir existieren in einer Welt der Erfüllung. Die Welt des Schöpfers ist eine Welt der Erfüllung. Wo liegt also das Problem? Uns fehlt der Mangel danach. Es ist, als würde ein kleiner Junge zehn Kilo Gold bekommen. Er weiß überhaupt nicht, was er damit anfangen soll. Alles, was er möchte, ist ein kleines Rennauto. Natürlich verspürt er einen Mangel danach, denn er kann sich an diesem Spielzeug erfreuen. Später versteht er vielleicht, dass er das Gold verkaufen und sich dafür Dinge kaufen kann, an denen er Freude hat.
Hier wird uns gesagt, dass wir geben sollen. In unserer Welt denken wir, Geben bedeute, etwas aus der Tasche zu nehmen und es jemandem zu geben. Das sei Geben. Aber darum geht es überhaupt nicht.
Jeder Mensch auf der Welt kann das tun: etwas aus der Tasche nehmen oder etwas für einen anderen Menschen tun. Doch für uns, die wir die authentische Weisheit der Kabbala studieren, geht es darum, zu wissen, wie man vom Schöpfer empfängt. Wir sprechen ständig vom Geben. Dabei geht es um das Empfangen vom Schöpfer. (Vergessen wir nicht, dass das hebräische Wort „Kabbala“ Empfangen bedeutet.)
Doch wer ist der Schöpfer? Wie empfangen wir von Ihm? Diesen Prozess können wir nicht erklären, weil es ein emotionaler Prozess ist. Deshalb wird uns beigebracht, damit zu beginnen, einem Freund zu geben. Das ist für uns einigermaßen verständlich. Wir müssen auch genau prüfen, was wir einem Freund geben. Uns wird gesagt, dass Geben an einen Freund bedeutet, seine Stimmung zu heben und die Wichtigkeit des Ziels in ihm zu stärken. Das ist eine klare Möglichkeit, den Freund aufzurichten.
Es stellt sich also heraus, dass wir dem Schöpfer nicht geben können, weil Er verborgen ist. Aber wir können dem Freund geben, indem wir dafür sorgen, dass das Ziel für ihn immer wichtig bleibt. Das ist alles. Darin besteht die gesamte Weisheit der Kabbala, auf den Punkt gebracht.
Wie macht man das also, und woher nimmt man die Kraft dazu, andere auf dem Weg aufzurichten? Es stellt sich heraus, dass wir, indem wir die Wichtigkeit des Ziels für den Freund erhöhen – und dies tun, um die höhere Kraft zu offenbaren –, auf diese Weise verschiedene Kräfte erwecken, die in der Natur verankert sind. Diese Kräfte heben uns allmählich auf eine Stufe, auf der wir mit dem Schöpfer in Kontakt treten können. Sie bereiten uns darauf vor, mit Ihm in Kontakt zu kommen.
Die vollständige Lektion kann hier angesehen werden.
Die Quelle dieser Lektion – Was bedeutet „Lobt den Schöpfer, alle Völker“ in der Arbeit?
Hier ein Auszug aus dem Anfang dieses Artikels von Rabash –
Artikel 25/1990
In der Heiligen Schrift heißt es1: „Lobt den Schöpfer, alle Völker, preist Ihn, alle Nationen! Denn mächtig ist Seine Gnade über uns, und die Wahrheit des Schöpfers währt ewig. Lobt den Schöpfer!“ Man muss verstehen, warum alle Völker den Schöpfer loben sollen, und zwar gerade deshalb, weil geschrieben steht: „Denn mächtig ist Seine Gnade über uns.“ Auf den ersten Blick scheint das Gegenteil naheliegender: Weil Er dem Volk Israel Gnade erwiesen hat, müssten die Völker doch über den Schöpfer erzürnt sein. Und dennoch sagt die Schrift hier „Preist Ihn, alle Nationen“, und das mit der Begründung „denn mächtig ist Seine Gnade über uns“. Wie kann das sein?