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Michael Sanilevich Michael Sanilevich Okt 18, 2026

Erweckung von unten – Vorbereitung auf den Kongress


Wir können wirklich den Beginn des bevorstehenden Kongresses spüren. Wir haben darüber gesprochen, von unten her zu erwachen, uns miteinander zu verbinden und Kraft voneinander zu schöpfen. Nun möchten wir konkreter darauf eingehen, was wir uns von dem Kongress erhoffen. Wir möchten eine Sehnsucht wecken und herausfinden, wie offen wir dafür sein können, Ehrfurcht vor den Freunden zu empfinden. All diese Zusammenkünfte finden bereits in wenigen Tagen statt – und das übergeordnete Ziel besteht darin, auf die bestmögliche Weise daran teilzunehmen. Deshalb wollen wir gut vorbereitet anreisen – um das Beste aus dem Kongress herauszuholen.

Es ist wirklich unglaublich, wie vielfältig die Gruppe der Menschen hier ist. Doch über all diese Unterschiede hinweg haben wir etwas gemeinsam: unsere Sehnsucht, den Schöpfer zu entdecken. Es gibt nichts Vergleichbares in unserer Welt. Hier entsteht eine besondere Verbindung, die über all unsere Unterschiede hinausgeht. Wir sollten nicht vergessen, dem Schöpfer dafür zu danken, dass Er uns hierhergebracht und uns mit dieser wunderbaren Sache namens „Weisheit der Kabbala“ – dem Weg zur Offenbarung des Schöpfers – vertraut gemacht hat.

Je näher der Kongress rückt, desto mehr prägt sich sein Name ein – „Erwachen von unten“ gewinnt mit jedem Tag an tieferer Bedeutung. Es ist wichtig, sich anzumelden, denn dies ist der Beginn der Vorbereitung. Wir reisen zu unseren Freunden in die USA.

Hier ist die Kongress-Website.

Es gibt fünf Hauptthemen, die sich durch den gesamten Kongress ziehen – alle Einzelheiten finden Sie auf der Website.

Themen des Kongresses „Erwachen von unten“

Heute sprechen wir über das zweite Thema: Die Größe des Schöpfers und der Gesellschaft. Warum ist das wichtig? Es spielt eigentlich keine Rolle, welches Thema es ist – was immer mir wichtig ist, darin finde ich die Kraft, mich damit zu auseinanderzusetzen. Die Größe des Schöpfers ist das entscheidende Element für die Weiterentwicklung jedes Lernenden. Dies ist etwas, das wir für uns selbst entdecken müssen. Die Art und Weise, wie die Menschheit den Schöpfer beschreibt – dass der Schöpfer X ist –, gilt in unserer Welt als Maßstab.

Für diejenigen, die sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigen, ist der Schöpfer die Eigenschaft der Liebe und des Gebens. Da wir genau gegenteilig aufgebaut sind, müssen wir unsere eigene Gesellschaft aufbauen, die die Bedeutung dieser Eigenschaft hervorhebt. Ich nehme sie nicht auf egoistische Weise auf. Bei uns verhält es sich anders, weshalb Rabash den Artikel „Das Wichtigste, was wir brauchen“ verfasst hat

Rav erklärt, wie all dies davon abhängt, dass mein Umfeld mir diese Bedeutung vermittelt. Wir können nicht von selbst Ehrfurcht empfinden. Nur mein Umfeld kann in mir den Wunsch nach dieser Eigenschaft wecken. Wenn die Gesellschaft sich nicht darum kümmert, verdorre ich. Wenn die Gesellschaft sich darum kümmert, erwache ich wie eine Pflanze nach dem Regen.

Wenn Menschen sagen, sie seien beschäftigt gewesen oder im Stau gesteckt hätten usw. – in der Weisheit der Kabbala gibt es so etwas nicht. Alles läuft auf eine einzige Sache hinaus – ob es für uns wichtig ist oder nicht. Denn jemand, der gerade zuschaut, könnte denken: „Warum sollte ich mich für den Kongress anmelden? Er ist so weit weg und teuer. Ich habe eigentlich keine Lust, diese Menschen zu treffen“, usw. Wir können uns unzählige Gründe ausdenken, warum wir nicht teilnehmen sollten. Doch in dem Moment, in dem wir die Bedeutung des Ziels hervorheben – ändert sich all das.

Rabash, Aufzeichnung 24. Was uns vor allem fehlt

Was uns vor allem fehlt und weshalb wir keine Antriebskraft für die Arbeit haben, ist die Wichtigkeit des Ziels. Das bedeutet: Wir wissen nicht, wie wir unseren Dienst wertschätzen sollen, damit wir erkennen, wem wir geben. Ebenso fehlt uns das Wissen um die Größe des Schöpfers. Daher wissen wir nicht, wie glücklich wir darüber sein können, dass uns das Privileg zuteilwurde, dem König zu dienen; denn wir haben nichts, womit wir Seine Größe erfassen könnten.

In der Sprache des heiligen Sohar heißt dies „Shechina im Staub“.1 Das bedeutet: Ihm zu geben ist uns so wichtig wie Staub. Deshalb haben wir keine Antriebskraft für die Arbeit, denn ohne Genuss gibt es keine Kraft zu arbeiten. Wo jedoch die Selbstliebe leuchtet, erhält der Körper daraus Lebenskraft (Chajut). Bei der Arbeit des Gebens dagegen empfindet der Körper keinen Genuss und muss daher zwangsläufig „unter seiner Last liegen“.2

Anders ist es, wenn ein Mensch empfindet, dass er einem bedeutenden König dient: Entsprechend der Bedeutung des Königs empfindet er Freude und Genuss daran, Ihm zu dienen. Dann hat er bereits Antriebskraft, die ihm jedes Mal die Kraft gibt, voranzugehen, weil er empfindet, dass er einem bedeutenden König dient.

Wenn er weiß und empfindet, wem er gibt, hat er jetzt in demselben Maß, in dem er die Kraft hatte, mit der Absicht der Selbstliebe zu arbeiten, auch die Kraft, zu arbeiten, um zu geben. Denn wer einem bedeutenden Menschen gibt, gilt als jemand, der von ihm empfängt. Und da der Körper beim Empfangen die Kraft hat, für eine Gegenleistung zu arbeiten, empfindet er ebenso Genuss daran, einem bedeutenden König zu geben.

Damit wird verständlich, was in der Einführung in das Talmud Esser haSefirot über den Fall geschrieben steht: „Sie gibt, und wenn er ein bedeutender Mann ist, wird sie aufgrund des Genusses, den er von ihr empfängt, ihm angetraut (wörtlich: geheiligt).“3 Wir sehen hier etwas Neues: Einem bedeutenden Menschen zu geben, gilt dem Gesetz nach genauso wie tatsächliches Empfangen. Dort wird die Aussage aus Kiddushin im Zusammenhang mit dem Empfangen, um zu geben, angeführt, wobei das Empfangen als Geben bezeichnet wird.

Aus demselben Zusammenhang können wir die andere Seite der Medaille verstehen: Geben wird als Empfangen bezeichnet. Deshalb hat er bereits Antriebskraft; denn wenn er einem bedeutenden Menschen gibt, ist es, als würde er empfangen. Daher hat er bereits Kraft für die Arbeit.

Daraus folgt: Uns fehlt nur, an die Größe des Schöpfers zu glauben. Dann werden wir Kraft für die Arbeit in Form des Gebens haben.


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