Lektion Nr. 6: Einen Bund im Zehner schließen
Lektionsartikel: Rabash 31 (1987) Was ist ein “Bund” in der Arbeit? > >
Zusätzliche Quellenauszüge zur Vorbereitung auf Lektion 6
1. Rabash, Artikel Nr. 3 (1987), „Ganz Israel hat Anteil an der nächsten Welt”
„Wenn zwei Menschen verstehen, dass es sich für sie lohnt, einander zu lieben, warum sollten sie dann einen Bund schließen? Wie hilft eine Handlung, die dem Unterzeichnen eines Vertrags ähnelt? Was wird uns das bringen?“ Dann hat er gesagt: „Es wird uns bringen, dass wir, wenn wir einen Bund schließen, damit zum Ausdruck bringen, dass es möglich ist, dass etwas sie trennen könnte, und dass sie deshalb jetzt einen Bund schließen, damit zwischen ihnen die Liebe und Gleichheit bestehen bleiben, so wie sie es jetzt verstehen. Dieser Bund bleibt sogar dann bestehen, wenn später Dinge kommen, die sie trennen könnten. Dennoch wird die Verbindung, die sie jetzt gründen, dauerhaft sein. Dementsprechend sollten wir sagen, dass, wenn später Dinge geschehen, die sie trennen könnten, jeder über den Verstand hinausgehen und sagen sollte, dass er nicht auf das achtet, was er mit dem Verstand sieht, sondern dass er über den Verstand hinausgeht. Nur so kann der Bund bestehen bleiben und es wird keine Trennung zwischen ihnen geben.
2. Rabash, Artikel 9 (1984), „Man sollte immer die Balken seines Hauses verkaufen”
„Wenn diese beiden sich lieben, tun sie einander selbstverständlich Gutes. Und klarerweise tun sie einander nicht Gutes, wenn es keine Liebe zwischen ihnen gibt, weil die Liebe aus irgendwelchen Gründen abflaute. Wie kann also ein Bündnis zwischen ihnen helfen?“
Er antwortete, dass sich das Bündnis nicht auf die gegenwärtige Situation bezieht, da es nun, da Liebe zwischen ihnen gefühlt wird, keinerlei Bündnisses bedarf. Vielmehr wird das Bündnis für die Zukunft geschlossen. Es ist nämlich möglich, dass sie nach einer gewissen Zeit die Liebe nicht mehr so spüren wie jetzt, sie jedoch ihre Beziehung zueinander aufrechterhalten werden. Dafür machen sie das Bündnis.
Wir können auch sehen, dass alle, obwohl sie die Liebe nicht mehr so spüren wie zu Anfang, als die Gesellschaft gegründet wurde, ihre Meinung überwinden und über den Verstand gehen müssen. Dadurch wird alles korrigiert und jeder wird seinen Freund wohlwollend beurteilen.
3. Baal HaSulam, Shamati 76 „Auf alle deine Opfer sollst du Salz darbringen“
Denn gewöhnlich ist es so, dass, wenn zwei Menschen einander Wohltaten erweisen, sie zu der Zeit, da die Liebe zwischen ihnen wirkt, keines Bundes bedürfen. Doch wir sehen zugleich, dass gerade dann, wenn die Liebe wirkt, es üblich ist, einen Bund zu schließen. Und er [Baal HaSulam] sagte, dass der Bund für eine spätere Zeit geschlossen wird.
Das bedeutet, dass man jetzt eine Vereinbarung trifft [darüber], dass, falls später ein Zustand kommt, in dem jeder von ihnen denkt, dass das Herz des einen nicht dem des anderen zugewandt ist – wenn sie eine Vereinbarung haben, dann verpflichtet diese Vereinbarung sie, sich an den Bund zu erinnern, den sie miteinander geschlossen haben, um auch in diesem Zustand die frühere Liebe fortzusetzen.
Und dies ist die Bedeutung von: „Über alle deine Opfer sollst du Salz darbringen (תקריב, takriv)“, das heißt: jede Annäherung (קרבות, krewut) in der Arbeit des Schöpfers soll durch den „Bund des Salzes“ zustande kommen.
4. Rabash, Artikel 738 „Der Bund des Salzes”
Das ist der Bund des Salzes, der ein Bund gegen den Verstand ist, denn wenn man Gutes von seinem Freund nimmt, sollen sie einen Bund schließen. Ein Bund ist gerade dann notwendig, wenn jeder Forderungen und Beschwerden gegen den anderen hat, und sie könnten in Wut und Trennung geraten. Zu diesem Zeitpunkt verpflichtet sie der von ihnen geschlossene Bund dazu, die Liebe und Einheit zwischen ihnen aufrechtzuerhalten, denn es gilt die Regel, dass immer dann, wenn jemand dem anderen wehtun will, er ein Heilmittel hat, um sich an den Bund zu erinnern, den er zwischen ihnen geschlossen hatte. Das verpflichtet sie, die Liebe und den Frieden zwischen ihnen zu bewahren. Dies ist die Bedeutung von „Auf alle deine Opfergaben sollst du Salz geben“, was bedeutet, dass jede Annäherung im Werk des Schöpfers durch einen Salzbund erfolgen sollte, da dies die ganze Grundlage ist.
5. Rabash, Notiz. 471, „Ihr steht heute alle zusammen - 2“
Wenn der Mensch die Liebe des Schöpfers spürt, versteht er, dass es sich lohnt, “andere Lieben” für die Liebe des Schöpfers aufzugeben. Aber später, wenn die Erweckung von ihm vergeht und er die Liebe des Schöpfers nicht mehr spürt, wird er zu den “anderen Lieben” zurückkehren wollen, die er bereits aufgegeben hatte.
Er braucht dann den Bund und das gleiche Verhalten, das er hatte, als er die Liebe des Schöpfers spürte, obwohl er jetzt überhaupt kein Gefühl mehr hat. Dann muss die Arbeit zwingend sein, um sich an den Bund zu binden, den er zuvor geschlossen hatte.
6. Rabash, Artikel 9 (1984), „Man sollte immer die Balken seines Hauses verkaufen“
Wenn eine Gesellschaft mit bestimmten Menschen gebildet wird und diese sich versammeln, muss es jemanden gegeben haben, der speziell diese Gemeinschaft zu gründen wünschte.
Daher sortierte er diese Menschen aus, um zu sehen, ob sie für einander geeignet wären. Anders gesagt hatte jeder von ihnen einen Funken der Liebe zu Freunden, doch dieser Funke konnte das Licht der Liebe, das in jedem scheinen sollte, nicht entzünden, worauf sie sich zur Verbindung entschlossen, damit die Funken zu einer großen Flamme würden.
Daher soll er sich auch jetzt überwinden, wenn er sie bespitzelt, und sagen: „Da sie alle darin zustimmten, den Weg der Nächstenliebe zu beschreiten, als die Gesellschaft gegründet wurde, ist es auch jetzt noch so.“ Und wenn jeder seinen Freund positiv beurteilt, werden sich alle Funken erneut entzünden und wieder werden sie zu einer großen Flamme.“
7. Rabash, Brief 5
Ihr solltet mehr in die Liebe zu Freunden investieren. Und es ist unmöglich, anhaltende Liebe zu erreichen, es sei denn durch Dwekut (Anhaftung). Das heißt, dass ihr beide euch in einer starken Verbindung vereinigt. Und das kann nur geschehen, wenn ihr versucht, die Kleider „abzulegen“, in welche die innere Seele gehüllt wurde – diese Kleidung wird „Eigenliebe“ genannt. Denn nur diese Kleidung trennt zwischen zwei Punkten.
Doch wenn man auf dem geraden Weg geht, werden die zwei Punkte, die als zwei Linien wahrgenommen werden, die sich gegenseitig widersprechen, zu einer Mittleren Linie, welche beide Linien zusammen enthält. Und wenn ihr fühlt, dass ihr euch im Krieg befindet, dann wird jeder wissen und fühlen, dass er die Hilfe seines Freundes braucht, und dass ohne ihn auch die eigene Kraft schwächer wird. Und wenn man versteht, dass man sein Leben retten muss, wird jeder von euch vergessen, dass er einen Körper hat, den er beschützen muss, sondern ihr werdet beide durch den Gedanken verbunden sein, wie man sich vor dem Feind retten kann.
8. Rabash, Artikel 34 (1989), Was bedeutet “Frieden in der Arbeit?“
Es steht geschrieben: „Wie der Vorzug des Lichts aus der Finsternis.“ Mit anderen Worten: Es ist unmöglich, Licht zu empfangen, wenn er keinen Mangel und keinen Bedarf an Licht hat.
Aus diesem Grund wird der Mensch, wenn er sieht, dass sich die Völker der Welt in ihm gegen den Schöpfer auflehnen und er den Feind Israels in sich nicht dulden kann, eifersüchtig auf seinen Gott und schaut nicht auf irgendwelche Abstiege, die er hat, und er tut, was er kann, und schreit zum Schöpfer, ihm die Hilfe zu geben, damit er die Frevler in ihm besiegen kann.
Dadurch überwindet er sie und entgeht dem Schlachtfeld nicht. Zu diesem Zeitpunkt gibt ihm der Schöpfer den Bund. Das heißt, er schließt einen Bund mit ihm, dass zwischen ihm und dem Schöpfer Frieden herrschen wird, indem er ein Geschenk des Schöpfers empfängt, nämlich die Gefäße des Gebens. Das wird als das Schließen des Bundes angesehen.
9. Die Ramchal-Gruppe Takanon [Verfassung]
Dies sind die Worte des Bundes, den die Freunde auf sich genommen haben. Sie haben hiermit unterschrieben, dass sie ihn einhalten werden, um den Schöpfer mit Seiner Shechina [Göttlichen Gegenwart] zu vereinen, denn sie alle wurden wie ein Mensch, um dieses Werk, das Werk Gottes, zu vollbringen. Und in dieser Arbeit wird jeder von ihnen als alle von ihnen betrachtet werden.
Dies ist es, was sie auf sich genommen haben:
Dieses Lernen dient nicht dazu, irgendeine Belohnung zu empfangen oder einen anderen Trieb oder eine andere Absicht zu verfolgen, sondern lediglich der Korrektur der Shechina und der Korrektur ganz Israels, des Volkes des Ewigen, um ihrem Schöpfer Zufriedenheit zu bringen.
Sie werden dafür keine Belohnung empfangen, sondern vielmehr den Verdienst, weitere solche Korrekturen durchzuführen, um den Schöpfer und Seine Shechina zu vereinen und ganz Israel zu korrigieren. Dieses Lernen wird keinesfalls als persönliche Korrektur eines der Freunde angesehen werden, sogar nicht als Sühne für Ungerechtigkeiten. Vielmehr wird seine einzige vollkommene Absicht darin bestehen, die Shechina zu korrigieren und ganz Israel zu korrigieren.
10. Sohar für Alle, Acharej Mot [Nach dem Tod], „Seht, wie gut und wie angenehm“, 66
“Und ihr, die Freunde, werdet, so wie ihr am Anfang zusammen in Liebe wart, euch von nun an nicht mehr voneinander trennen. Bis dahin, dass der Schöpfer sich mit euch freut und über euch den Frieden ausruft. Durch eure Anstrengungen wird Frieden in der Welt sein, wie es geschrieben steht: „Um meiner Brüder und Freunde willen sage ich: ‚Friede sei mit euch!'“