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Glossar der Begriffe, die im Wochenabschnitt BeHa’alotcha verwendet werden

Lexikon Parasha BeHa`alotcha

zweites Pessach: Dies bezieht sich auf Verlangen, die ein Mensch für unmöglich oder für nicht notwendig zu korrigieren hält, so dass er sie nicht opfern kann. Es sind Verlangen, die man noch nicht erkannt hat. Sie können jedoch später, in einem fortgeschrittenen Stadium des Prozesses, dem „zweiten Pessach“, korrigiert werden.

Wolke: Sie ist eine Verhüllung, die entweder von der Höheren Kraft kommt, die sich vor dem Menschen verbirgt, oder sie kommt vom Menschen, um die Höhere Kraft vor sich zu verbergen. Letzteres wird „Wolke der Herrlichkeit“ genannt.

silberne Trompeten: Die beiden Kräfte, die gebende und die empfangende, welche der Mensch entdeckt und durch die er vorankommt, werden „silberne Trompeten“ genannt. Diese Kräfte ziehen den Mensch abwechselnd von rechts (gebend) und von links (empfangend) vorwärts.

Silber: „Silber“ ist die Stufe von Bina (Verständnis), „Gold“ ist die Stufe von Chochma (Güte).

Pöbel: Er ist eine Art von Verlangen zu empfangen, das man entdecken muss. Dieses Verlangen ist mit der Absicht zu empfangen „infiziert“.

Prosylet: Er steht für ein Verlangen zu empfangen, das sich „bekehrt“ und bereit ist, sich korrigieren zu lassen um sich Israel anzuschließen.

Wachtel: Diese symbolisieren „edle“ (feine) Verlangen, eine Art von Verlangen auf der tierischen Stufe, von der aus der Mensch ein Opfer darbringen kann.

Mirjam: Sie ist eine Form des Willens zu empfangen im Menschen, welche Moses gegenübersteht. Auch Moses entdeckt diesen Teil in sich. Mit anderen Worten, die Stufe, die Moses genannt wird, entdeckt eine bestimmte Eigenschaft durch Nukwa (weiblich), Mirjam, welche noch der Korrektur bedarf. Moses kann sich dadurch jedes Mal mit dem ganzen Volk erheben. Es ist eine Erkenntnis in der Seele und mit jeder Erkenntnis wird daher auch die die Stufe von Moses korrigiert.

Alle diese Begriffe und jede dieser Stufen symbolisiert den wachsenden egoistischen Willen zu empfangen. Der Mensch korrigieren ihn mit der Absicht um zu geben, um damit anderen und der Höheren Kraft zu dienen.

Anführer: Er ist die reine Eigenschaft des Gebens. Ihr folgt der Mensch und will sich an ihr festhalten, um so das Ziel zu erreichen.

Lepra: Dies ist eine „Krankheit“, also ein Verlangen des Menschen, in der Absicht zu empfangen, welches sich auf der letzten und schlimmsten [äußersten, am weitesten von der Höheren Kraft entfernten] Stufe, der „Haut“, zeigt.

Unreinheit: Sie ist eine Kraft, die nur arbeitet um zu empfangen, die egoistische Kraft, die immer wieder im Menschen erscheint.

Bestrafung: Dies ist immer eine Korrektur. Sie besteht darin, dass sich ein Mensch unfähig fühlt, sein Verlangen zu nutzen, um zu geben. Es bedeutet nicht, unfähig zu sein zu empfangen. Vielmehr ist die „Bestrafung“ die Erkenntnis der Unfähigkeit, geben zu können. Sie führt jedoch zur Korrektur, weil der Mensch nun erkennt, was er in diesem Verlangen korrigieren muss, und somit erreicht er eine Mizwa (Gebot/Korrektur). Eine Mizwa ist eine Handlung des Gebens, der Liebe.

Mund: Es gibt den Siwug (Kopplung/Paarung) „Mund zu Mund“, und den Siwug „Mund zu Ohr“. „Mund zu Mund“ bedeutet Geist mit Geist, wenn also zwei Seelen, oder die Höhere Kraft und eine Seele, in Verbindung sind.

Korban (Opfer/Opfergabe): Es ist ein Wille zu empfangen, welchen der Mensch korrigiert und dadurch karo, nahe, zur Höheren Kraft kommt.

Menora (Lampe mit sieben Lichtern): Sie symbolisiert die Seele und steht für die sieben Sefirot der Seele, von denen man wissen muss, auf welche Weise und in welcher Reihenfolge man sie „entzünden“, also erlangen kann.

Der Schöpfer in uns ist es, der uns straft?

Alles ist in uns. Der Mensch ist eine kleine Welt, die die vollständige Korrektur erreichen muss.

Aus dem Sohar: Und die Wasser wurden süß gemacht
In jenen Geheimnissen, die durch dich offenbart werden, „wurden die Wasser süß gemacht“. Wie das Salz, das das Fleisch süß macht, werden sie durch die Geheimnisse, die durch dich offenbart werden, gesüßt werden. All diese Fragen und der Streit um das bittere Wasser in der mündlichen Tora werden wieder zu den süßen Wassern der Tora. Und deine Qualen werden dir durch diese Geheimnisse, die durch dich offenbart werden, süß sein. Und all deine Sorgen werden zu dir zurückkehren wie flüchtige Träume. Ein Traum (auf Hebräisch) hat die Buchstaben des Wortes „Salz“, jedoch umgekehrt. Wie Salz das Fleisch süßt, so süßt Qual.

Zohar für Alle, BeHaalotcha (Wenn du die Kerzen anzündest), Abschnitt 86

Zusammenfassung
Der Abschnitt BeHaalotcha (Wenn du die Kerzen anzündest) befasst sich mit dem Anzünden der Kerzen, mit dem Erkennen aller menschlichen Wünsche. Der Mensch teilt sich in viele Teile, und wir müssen sie wie eine Menora sehen. Die Menora ist das Symbol der Seele. Wir müssen all ihre sieben Eigenschaften erleuchten, die mit dem oberen Licht leuchten, mit dem Geben an andere, mit Liebe.