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Glossar der im Nasso Wochenabschnitt verwendeten Begriffe

Lexikon Parasha Nasso

Berg Sinai    Das Wort Berg, hebräisch har, bedeutet Zweifel oder Einspruch und Syna bedeutet Hass. Wenn ein Mensch all das Böse in sich entdeckt, steht er sinnbildlich am Fuß des Berges Sinai, vor dem Berg des Hasses. Doch das erkennt man erst, wenn der „Punkt im Herzen“ – die Kraft Moses im Menschen – diesen Berg besteigt. Durch das Überwinden der Distanz zwischen dem Fuß des Berges und seinem Gipfel, schafft er die Voraussetzung, um die Tora zu empfangen. Denn dieser Mensch fühlt, dass er sich korrigieren muss, weiß aber nicht, wie er das tun soll. Solch ein Mensch wird würdig, das korrigierende Licht zu empfangen, welches Tora genannt wird.

Familie    Sie meint den „ganzen Menschen“. Er besteht aus einem „Mann“, einer „Frau“, „Kindern“, einem „Haus“ und der „ganzen Welt“. Eine Familie ist ein vollständiges Kli (Gefäß).

Unrein     Jemand, der von der Liebe zu sich selbst durchdrungen ist, wird als unrein bezeichnet. Solch ein Mensch verunreinigt alles, was er berührt, denn all seine Gedanken und Taten dienen nur der Befriedigung seiner eigenen Verlangen, anstatt sich zu wünschen, anderen zu geben. Umgekehrt wird das Geben an andere Kedusha (Heiligkeit/Reinheit) genannt.

Lager  oder „außerhalb-des-Lagers-sein“    Ein „Lager“ ist ein Teil im Willen zu empfangen, den ein Mensch wahrnimmt und erkennt, dass er sich nur mit der Absicht zu geben weiterentwickeln kann. Es ist daher ein korrigiertes Verlangen.

Weihe der Stiftshütte    Die Weihe findet statt, nachdem ein Mensch die Stiftshütte errichtet hat. Diesen Zustand erreicht man, wenn man das Verlangen zu geben gefestigt hat. 

Gabe    In dem Maße, in dem man den Willen für sich selbst zu empfangen aufgeben kann, gibt man dem Priester – der eigenen Annullierung oder der Eigenschaft zu geben – ein Geschenk. In dem Maße, in dem man sich auf die Stufe des Priesters – auf den Wunsch zu geben, bezieht – erhält man im Gegenzug einen Segen dafür und hat dadurch dieses Verlangen geheiligt.

Segen    Ein Segen bedeutet, dass das korrigierende Licht sich in den Willen zum Empfangen ergießt und ihn dahingehend korrigiert, dass er nun die Absicht hat, zu geben. Es ist die Korrektur.

Segen der Priester     Das ist das Licht, das von der Stufe Bina (Verständnis) zur Stufe von Malchut (Königreich) hinab leuchtet und sie korrigiert. Malchut beginnt, sich zur Stufe von Bina zu beziehen. Ein Priester ist die Stufe von Bina. Es ist nicht nur die Korrektur des Willens zu empfangen, so dass er sich auf den Willen zu geben ausrichtet, sondern er nähert sich auch der Stufe der Höheren Kraft an. Ein Priester ist die Stufe von ElokimBina, des Gebens. Priester haben keine „Familie“, keine Notwendigkeit etwas zu korrigieren. Sie sind auf der Stufe des Willens zu geben und damit ganz in der Barmherzigkeit. Daher erhält Malchut, wenn sie sich darauf ausrichten kann, einen Segen der Priester, welcher die Korrektur ist.

Falscher Schwur     Dieser Zustand besteht, wenn ein Mensch sich mit der Stufe Bina verbindet und ihre Kraft erhält. Dann benutzt er diesen Segen, das Verlangen zu geben, mit der Absicht, für sich zu empfangen. Das heißt, dieser Mensch ist zwar bereit zu geben, zieht daraus aber einen Nutzen für sich selbst.

Sohar für Alle, Nasso (Erhebe), Punkt 105

Warum bin ich gekommen und es gibt niemanden

Wie sehr werden die Israeliten vom Schöpfer geliebt? Wo immer sie sind, der Schöpfer ist bei ihnen. Denn Er entfernt Seine Liebe nicht von ihnen, da geschrieben steht: Und sie sollen Mir einen Tempel machen, damit Ich unter ihnen wohne“ (Exodus 25:8).

„Und sie sollen Mir einem Tempel machen, damit Ich unter ihnen wohne“ bedeutet: Wenn man den Willen zu empfangen zu einem „Tempel“ des Gebens macht, wird man dort die Höhere Kraft finden.