<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->

Glossar der Begriffe, die im wöchentlichen Tora-Abschnitt BeHar verwendet werden

Lexikon Parasha BeHar

Shmita (Verzicht auf den Anbau von Feldfrüchten für sieben Jahre): Dies meint die Verbindung zur Stufe Bina (Verständnis, 3.Sefira). Zu diesem Zeitpunkt, korrigiert das Höhere Licht alles, woran der Mensch gearbeitet hat, und er bekommt die Kraft für die nächste Stufe von ihm. Deshalb gibt es besondere Regeln für „Schulden” und den „Verkauf von Gegenständen”, welche unter der Obhut von Bina, der großen Eigenschaft des Gebens, stehen.

Verkauf: Damit ist gemeint, dass der Mensch jenes Verlangen, mit dem er nicht arbeiten kann, weil es zu groß ist oder weil es ihm viel Freude bereitet und er nicht darauf verzichten kann, verkauft. Es gibt sehr große Verlangen, welche zu Lewush (Bekleidung) und Heichal (Palast) gehören. Diese lässt der Mensch außerhalb des Bereiches an dem er arbeitet. Er entfernt sie daraus und legt sie vorläufig ab.

Grundstück/Feld(Erde)   Die Erde ist das Verlangen. Je nach Stufe des Verlangens, hat es eine andere Bezeichnung: Erde, Boden, Land oder Feld. Der Mensch gibt dem Verlangen einen Namen und verwendet es je nach seiner Stufe. Die sich dem Menschen zeigende Welt ist ein Abbild der Korrektur seiner Verlangen. Sie existiert nicht wirklich, sondern ist nur eine innere Abbildung der Verlangen des Menschen.

Sklaverei   Dies symbolisiert ein unkorrigiertes Verlangen des Menschen. Es kann nicht vom Menschen selbst kontrolliert werden, wird aber, indem es in die Stufe von Bina eingeschlossen wird, korrigiert. Dieses Verlangen annulliert sich in Bina und erhält so alles, was sich in dieser Stufe offenbart. Es steht unter ihrer Herrschaft, wie ein Embryo im Schoß seiner Mutter. Auf der Stufe des spirituellen Embryos annulliert sich der Mensch vollständig und überlässt die Führung der Höheren Kraft.

Ernte, Ertrag, Korn   Als Ernte wird die Belohnung für den Willen zu empfangen bezeichnet. Durch sie beginnt der Mensch, tatsächlich mit den Gefäßen des Gebens zu arbeiten, und so „ernährt“ er die Welt.

Ökonomie   In der Spiritualität bezieht sich der Ausdruck „Ökonomie“ nur auf die Frage: „Wie stärke ich meine Seele?“ Das Licht kann nur in die Seele eindringen, wenn sie in Dwekut (Anhaftung) mit der Höheren Kraft ist. Im gleichen Maße, in dem Dwekut besteht, ist auch die Füllung durch das Höhere Licht gegeben. Dies ist die Art und Weise, wie die Höhere Kraft die Seele unterstützt. Die Füllung zu erhalten ist möglich, indem der Mensch sein Verlangen zu empfangen korrigiert. Korrigiert der Mensch all seine Verlangen vom Empfangen zum Geben, wird er sofort mit dem Höheren Licht in dem Ausmaß seiner Korrektur erfüllt. Dies wird Unterstützung in der Stärkung der Seele genannt, und daraus besteht eine nachhaltige „Ökonomie“.

Zusammenfassung  
Die Größe der Stufe von Bina – der Stufe des Gebens, die auf uns einwirkt – besteht darin, dass sie uns Licht gibt, uns erfüllt und uns die Kraft verleiht, Keter zu erreichen, wo „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben“ (Deuteronomium 6,5) in ihrer vollen Form existieren. Die Stufen, Shmita und Jovel, sind diejenigen, die uns noch höher erheben.