Glossar der Begriffe, die im Wochenabschnitt Emor verwendet werden
Lexikon Parasha Emor
Geschiedene Frau, Witwe, Hure Diese Begriffe stehen für ein korrigiertes Verlangen, deshalb kann der Mensch damit in einer eingeschränkten Weise handeln. Sie sind keine „Jungfrauen“ mehr. Eine „Jungfrau“ bedeutet, dass man das Verlangen nicht berührt, sondern es so belässt, wie es ist. Wenn man sie berührt und Korrekturen an ihr vornimmt, wird sie „Geschiedene“, „Witwe“ oder „Hure“ genannt. Man kann mit diesen Verlangen arbeiten, aber nur auf der Stufe eines „Priesters“. Der Mensch kann die Stufe des „Priesters“ durch alle Verlangen, die mit diesem Namen bezeichnet werden, erreichen.
Cohen (Priester) Dies ist die höchste Stufe der Korrektur des Menschen, in der er der Höheren Kraft mit all seinen Verlangen, in seinem ganzen Wesen, ähnlich wird und sich in einem Zustand des Gebens und der Liebe befindet. Dadurch gleicht er sich der Höheren Kraft an und erlangt Dwekut (Anhaftung) mit ihr. Das ist der Sinn der Schöpfung.
Tumaa (Unreinheit) Sie steht für die Absicht für sich selbst zu empfangen. Jede Art von Verlangen mit der Absicht für sich selbst ist Tumaa, einfach mit verschiedenen Namen, wie z.B. „Pharao“, „Bileam“, „Balak“ und all die anderen „Frevler“ in der Erzählung. Es ist das Gegenteil zu den gleichen Verlangen, wenn sie einmal, um das Ziel zu geben zu erreichen, korrigiert sind. Die Verlangen bleiben die gleichen, aber die Absicht und dementsprechend auch die Namen haben, sich verändert. Zum Beispiel „Cohen“, „Leviten“ oder „Israel“.
Fluch Dies bedeutet, dass der Mensch erkennt, dass er in seinem Verlangen nicht mit der Höheren Kraft übereinstimmen kann. In der Erzählung entdeckt er dies durch „Bileam“, „Balak“ und andere „Frevler“. Dieser Mensch anerkennt den Namen der Höheren Kraft, des Schöpfers, oder der Natur. Sie verlangt, dass er in der Absicht handelt um zu geben und zu lieben. Gleichzeitig erkennt er, dass sein Verlangen das Gegenteil ist. Er handelt nämlich nur, wenn er dafür etwas empfangen kann. Aus diesem Verlangen heraus „flucht“ der Mensch. Er widersetzt sich und kollidiert mit der Höheren Kraft, weil er ihrer Form entgegengesetzt ist.
Rasieren des Kopfes und des Bartes Im Studium der „Zehn Sefirot“ (Teil 13, Tikkuney Dikna) erfährt man, dass Searot (Haare) ein umfangreiches Thema sind. Der Begriff Searot kommt vom Wort Soer (stürmisch), was auf einen Druck von irgendwo her hinweist. Die Fülle, die von Ejn Sof kommt, muss eingeschränkt werden, sodass sie dünner und in Tropfen, genannt Masal (Glück), vom Wort Nosel (Tropfen), zum Menschen kommt. Durch das „dünne Haar“ kommen die Lichter, aufgrund der Einschränkungen des Menschen nur sehr begrenzt. Das geschieht so, damit das Maß der Fülle dem angepasst wird, was man empfangen kann. Das Licht kommt tröpfchenweise, angepasst an die Zeit und das „Gewicht“. Ähnlich wie in dieser Welt, wenn man ein Baby füttert.
Der Parzuf (Gesicht) Searot (Haare) ist ein besonderer Parzuf. Es ist eine besondere Struktur oder ein System, das die Verbindung zwischen dem Licht von Ejn Sof und den „Kleinen“, dem Menschen, herstellt. Der Mensch kann nur wenig empfangen, deshalb ist es verboten, „sich zu rasieren oder die Haare kurz zu schneiden“. Ein „Priester“ kann dieses System der „Haare“ nutzen, um zu geben.