<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->

Glossar der in den Wochenabschnitten Acharei Mot und Kedoshim verwendeten Begriffe

Lexikon Parashijot Acharej Mot und Kedoshim

Kadosh (heilig)   Es bedeutet, den Willen zu geben zu benutzen indem man trotzdem empfängt, was das Ego empfangen will. „Heilig“ ist die höchste Stufe. Es ist die umgekehrte Form des Ego – nur anderen, und somit der Höheren Kraft, zu geben. Gibt der Mensch anderen nur um des Gebens willen, befindet er sich auf der Stufe des „Gebens um zu geben“. Dies ist die Stufe der „Leviten“. Empfängt der Mensch aber indem er anderen gibt, ist er auf der Stufe der „Priester“. Das ist das Gegenteil seiner ursprünglichen Natur.

Einen Groll hegen
Wir können uns nicht selbst korrigieren, wenn wir immer noch „Buch führen“. Es ist eine innere Energie. Dies sind sehr tiefgehende Korrekturen, die uns erstaunen, wenn sie erscheinen; wir verstehen plötzlich, wie tief unsere Berechnungen zu unserem eigenen Vorteil sind.

Ein Ziegenbock für Asasel   Dies steht für all die Verlangen, die der Mensch noch nicht korrigieren kann. Es gibt 613 Verlangen und auf jeder Stufe können einige noch nicht korrigiert werden. In diesem Zustand herrscht ein Mangel an Licht, welches auf den Menschen scheinen muss, damit diese korrigiert werden können. Jene Verlangen, die er korrigieren kann, überwindet er. Das symbolisieren die „Tiere, die er schlachtet“ und so zur Kedusha (Heiligkeit) erhebt. Dies sind Verlangen auf der tierischen Stufe. Es gibt jedoch Verlangen, bei denen er das noch nicht kann. Deshalb trennt er sich von ihnen und „schickt sie in die Wüste“. So als ob er sie nicht hätte.

Verbot von Weissagung   Sie ist verboten, weil sie dem Geben widerspricht. Wenn jemand geben will, spielt es keine Rolle, was in der Zukunft geschieht. Alles, was er braucht ist, sich mit anderen zu verbinden und ihnen zu geben. Darin findet er sein neues Leben. Nimmt man eine Berechnung für die Zukunft vor, ist man im Willen zu empfangen.

Jemand, der wahrhaftig zum Geben voranschreitet, ist gleichgültig gegenüber der Zukunft. Alles, was dieser Mensch will, ist zu geben und so im anderen Menschen zu „sein“. In diesem Zustand hat er keine Verbindung zur „Weissagung“, denn für das Geben kann es keine Berechnungen geben. In jedem Menschen steckt das Verlangen, die Zukunft zu kennen oder sie zu erahnen, deshalb muss der Mensch Korrekturen in sich selbst vornehmen.