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Glossar der Begriffe, die im Wochenabschnitt Zaw verwendet werden

Lexikon Parasha Zaw

Strafe   Durch eine Strafe nähert sich der Mensch etwas Gutem. Wenn er weiß, dass eine Strafe dafür gedacht ist, dass er daraus lernt, hilft ihm das. Auch in dieser Welt lernen die Kinder durch „Strafen“. Sie lernen daraus, was erlaubt und was verboten ist. Ansonsten werden sie nie wissen, wie sie sich in der Welt richtig verhalten sollen. Eine Strafe steht auch für eine Grenze. Der Mensch muss eine Grenze spüren, sonst verwirrt ihn das. Grenzen geben ein Gefühl von Halt, Orientierung und Verständnis. Ohne Grenzen versteht ein Mensch nicht, wo er sich befindet.

Salböl   Das Licht von Chochma (Weisheit) wird „Öl“ genannt. „Öl fürs Leuchten“ bedeutet, dass das Licht von Chochma für den Menschen leuchtet. Es kann aber nicht leuchten, ohne das dafür vorbereitete Kli (Gefäß), das Licht von Chassadim (Güte). Öl, Salz und Wasser sind Kräfte, welche das Verlangen korrigieren können. Sie verringern das Verlangen, und die richtige Kombination aus ihnen hilft dem Menschen, sein Verlangen der Korrektur näher zu bringen.

Opfergabe   „Opfere dem Schöpfer.“ Das Wort Tarum „opfern“, bedeutet auch „erhebe“. Um dem Ziel näher zu kommen, muss sich der Mensch auf die Einzigartigkeit der Höheren Kraft, des Schöpfers, einlassen und Ihr Wichtigkeit und Größe beimessen. Er muss erkennen, dass es „nichts außer Ihm gibt“. In Wirklichkeit ist die Höhere Kraft die einzig Handelnde. Der Mensch befindet sich in ihr und wird vollkommen von ihr gelenkt. In dem Maße, in dem der Mensch ihre Eigenschaften annimmt, wird er unabhängig von ihr. Damit ist gemeint, dass er jene Handlungen selbständig tut, welche er mit der richtigen Absicht ausführen kann. So wird er schlussendlich wie die Höhere Kraft, und kann alles tun, was sie tut.

So beginnt der Mensch die Höchste Stufe zu offenbaren und die ganze Wirklichkeit, den Sinn, den Anfang und das Ende, die Ursache und die Wirkung, den ganzen Prozess, den er durchläuft, zu verstehen. Schlussendlich wird er dadurch so weise, stark und mit allem verbunden, wie die Höhere Kraft. Das gilt für jeden Menschen und für alle zusammen.

Wenn sich alle Menschen korrigiert und das Ende der Korrektur erreicht haben und alle zusammen der Höheren Kraft vollkommen ähnlich geworden sind, folgt eine weitere Entwicklung. Jetzt ist die Zeit in welcher der Mensch sich selbst korrigieren, Kraft und Weisheit erlangen muss. Danach, nach dem Erreichen des „Dritten Tempels“ wird er noch eine andere, ganz besondere Arbeit verrichten müssen. Zum heutigen Zeitpunkt reicht die Wahrnehmung des Menschen noch nicht aus, um jene Wirklichkeit zu erfassen, die er dann erfahren wird.