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Glossar der im Wochenabschnitt WaJikra verwendeten Begriffe

Opfer

Das Wort Korban (Opfer) kommt vom Wort Karov (nahe). Darüber steht geschrieben: „Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israels ihre Augen, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her! Da fürchteten sich die Kinder Israels sehr, und sie schrien zum Herrn.“ (Exodus 14:10). Der “Pharao“ ist die größte Kraft um voran zu kommen. Alles, was der Mensch auf dem Altar “schlachtet“, ist das, was er korrigiert. Es ist ein Teil des “Pharaos“, dieses großen Willens zu empfangen, von dem der Mensch sich Scheiben abschneidet und sie opfert. Dadurch wird der Mensch korrigiert und nähert sich der Höheren Kraft an, bis aus dem “Pharao“ in ihm, das Bild des “Schöpfers“ entsteht.


Versehen und Sünde

Sünde bedeutet die vollständige Enthüllung der eigenen menschlichen Natur. Sie zeigt, wie sehr sich der Mensch in der Selbstliebe, anstatt in der Liebe zu anderen befindet.

Es gibt einen Unterschied zwischen “Sünde“ und “Versehen“. Die Beschädigung der Kraft von Bina wird “Versehen“ genannt. Die Beschädigung der Kraft von Malchut wird “Sünde“ genannt (absichtliche, fehlerhafte Handlung). In dieser Welt sind Sünden viel häufiger als Versehen. 

Die Korrektur des Versehenes besteht darin, dass der Mensch seinen Willen zum Empfangen überwindet und ihn in keiner Weise mehr benutzen will. Zu diesem Zeitpunkt löst sich der Mensch vom Versehen und ändert so später das gesamte Ego, den gesamten Willen zu empfangen, in die Absicht anderen zu geben. Auf diese Weise korrigiert er alle Sünden.

Aus dem Sohar: Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer ist

Das Brandopfer erhebt sich [“erhebt sich“ wird im Hebräischen gleich wie “opfern“ geschrieben] über das Herz [Verlangen], was heißt, es ist der Gedanke, der sich über dem Herzen befindet. Derjenige, der über dem Herzen steht, ist der Gedanke, denn der Gedanke, welcher Chochma (Weisheit) ist, gilt als männlich und das Herz, Bina (Verständnis), als weiblich. Das Herz versteht, denn es empfängt von Chochma. Deshalb erhebt sich ein Brandopfer. Diese sind alle männlich. Darum beginnt das Beschriebene mit einem Brandopfer und nicht mit den anderen Opfern. Denn, der Gedanke steht am Anfang von Allem.

Sohar für Alle, WaJikra (Und Er rief), Punkt 73

Alles in dieser Welt spielt sich nur in den Gedanken ab. Deshalb muss der Mensch eigentlich keine physischen Handlungen ausführen um sich spirituelle zu entdecken. Die ganze spirituelle Welt ist eine Welt der Kräfte. Die Welt, welche der Mensch  zum jetzigen Zeitpunkt wahrnimmt, ist nur ein Abdruck von der spirituellen Welt. Wenn er beginnt durch Gedanken zu handeln, wird seine Wahrnehmung der Welt viel “feiner“, also spiritueller. Durch die Gedanken kommt der Mensch zur Überprüfung seiner selbst, kann dadurch Opfer darbringen und nähert sich so einem harmonischen, unendlichen Leben.