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Glossar der Begriffe aus den Wochenabschnitten WaJakhel und Pekudei

Lexikon Parasha WaJakhel und Parasha Pekudej

Gabe   Je mehr der Mensch vorankommen kann, um so mehr erhöht sich die Wichtigkeit der Höheren Kraft in seinen Augen. Eine „Gabe” ist es also dann, wenn ein Mensch die Wichtigkeit der Eigenschaft der Liebe und des Gebens erhöht.

heilige Arbeit   Als „heilige Arbeit” wird die Korrektur des Systems der „Stiftshütte” bezeichnet.[…] Es gibt neun Unterscheidungen in der Arbeit an der „Stiftshütte”. Alles andere wird weder als Arbeit noch als Werk bezeichnet.

Wolke   Sie bedeutet Verhüllung. Die Höhere Kraft verbirgt sich selbst. Denn nur durch diese Verhüllung, wodurch der Mensch erkennt, dass die Höhere Kraft verborgen ist, will er sie dann auch offenbaren. Durch das Erkennen der Gegensätze, korrigiert die „Wolke” den Menschen. Sie, die Verhüllung, führt den Menschen. Auch die Kraft Moses folgt ihr.

Stiftshütte und das Zelt der Begegnung   Die Seele enthält ein umgebendes, äußeres Kli (Gefäß). Selbst wenn sie große Lichter enthält, sind diese außerhalb von ihr. Zudem gibt es die inneren Kelim (Gefäße), welche die „Stiftshütte”darstellen. Ähnlich wie in dieser physischen Welt hat der Mensch spirituell gesehen eine Shoresh (Wurzel), eine Neshama (Seele) und einen Guf (Körper). Dazu hat er auch Lewush (Kleidung) und Heichal (Palast), welche den Rest der Welt darstellen. So ist er aufgebaut und nimmt das Kli, in dem er sich befindet, wahr. Aber eigentlich befindet sich alles in ihm, auch wenn es scheint, als sei es außerhalb.

Das Gleiche gilt für die „Stiftshütte”. Es gibt die „Stiftshütte”, welche das Innere symbolisiert und vom „Zelt der Begegnung“, einem „Vorhof” und vielen anderen Details umgeben ist. Beginnt der Mensch, all das wahrzunehmen und zu studieren, sieht er, dass jedes Element einer einzigartigen Form der Arbeit bedarf.

Sohar für AllePekudej (Zählungen), Punkt 42

Schöne Zweige, die Freude der ganzen Erde

Die Schönheit der wirklichen Welt und deren Wahrnehmung können in dieser Welt nicht erkannt werden, bis die Stiftshütte gebaut und errichtet, und die Lade an diesen heiligen Ort gebracht wird. Ab diesem Zeitpunkt wird die Vision des Ganzen, das Göttliche, in der Welt wahrgenommen, und die höhere Welt wird errichtet. Die Würdigen kommen in die Stiftshütte und in die Lade, bis zum Mittelpunkt, welcher sich dort befindet. Er wird beschrieben als “Schöne Zweige, die Freude des Ganzen“. Dann beginnt der Zustand der Lade. Darüber wird gesagt: „Dies ist meine Ruhestätte für immer; hier will ich wohnen, denn ich habe es mir gewünscht.“

Kommt der Mensch an diesen spannenden Punkt, gibt es nichts Erhabeneres. Nun ist er in Kontakt und Dwekut (Anhaftung) mit der Höheren Kraft. Er erkennt das Ziel, für das er so lange gearbeitet hat. Von nun an ist eine Vergrößerung der Dwekut nur noch durch das Beenden der Korrektur möglich.

Heute befindet sich die Welt in einer Krise. Damit beginnt aber der Weg hin zur Verbindung. Deshalb wird nun auch die „Weisheit der Kabbala” offenbart. Es steht geschrieben: „Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: ‘Erkenne den Herrn!’ Denn sie werden Mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen“ (Jeremia 31:34). Alle Menschen werden also die Höhere Kraft offenbaren. 

Mit anderen Worten, die „Stiftshütte”, das „Zelt der Begegnung”, der „dritte Tempel” – also alle Verlangen, alles, was im Universum existiert – wird Verbindung und Korrektur erlangen. Es steht geschrieben: „Die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.“„Sie werden mich alle kennen“ (Jesaja 56:7).