Glossar der Begriffe, die im Wochenabschnitt Ki Tissa verwendet werden
Lexikon Parasha Ki Tissa
Halber Shekel „Einen halben Shekel geben“ ist die Bedingung, welche sich der Mensch in seinem Innern selbst stellt. Er prüft sich und korrigiert seine Verlangen, um niemals in einen Zustand zu kommen, in dem er Lichter für sich selbst von Oben nach Unten zieht. Er möchte immer nur Lichter von Unten nach Oben, durch die Abstoßung, empfangen. Auf diese Weise entdeckt er Ejn Sof (Unendlichkeit).
Zieht der Mensch das Licht nur für sich selbst an, kann er nur jene Stufe sehen, auf der er sich selbst befindet, nämlich „diese Welt“. Alles, was sich über dieser Stufe befindet – die höheren Welten, Ejn Sof und deren Vollkommenheit – bleibt ihm verborgen, weil er davon getrennt ist. Erst wenn der Mensch die Realität wahrnimmt, indem er sich nicht auf sich selbst bezieht, sondern aus sich hinaus tritt, wird er Ein Sof, was alles, was ihn umgibt ist, entdecken.
Goldenes Kalb Dies ist all das Sahav (Gold), was auch Se Hav, „gib dies“, bedeutet. Es ist die Gesamtheit des gewaltigen „Willens zu empfangen“, der im Menschen zur Erfüllung seiner Verlangen existiert.
„Halsstarriges Volk“ Der Mensch arbeitet um all seine egoistischen Verlangen zu offenbaren und muss deshalb ständig zu ihnen zurückkehren. Der „Nacken“, die Rückseite des Halses steht wie der Pharao, für die Rückseite der Schöpfung. Dies ist der große „Wille zu empfangen“ welcher erscheint und dem Menschen weiterhilft. Ein „halsstarriges Volk“ ist demnach nichts Schlechtes, denn man braucht es. Der Mensch braucht große Kelim (Gefäße), Verlangen, mit denen er die Höhere Kraft erlangen kann. Sind die Verlangen klein kann er nicht zu Israel gehören. Israel muss sehr egoistisch sein. Die „Völker der Welt“ haben hingegen kleine Kelim und können deshalb die Höhere Kraft nicht ohne das „Volk Israel“ erlangen. Weil es diese starken Verlangen hat, mit denen es durch die Korrektur zum Geben kommen kann, wird es ein „halsstarriges Volk“ genannt.