Glossar der in der wöchentlichen Tora-Lesung Teruma verwendeten Begriffe
Lexikon Parasha Teruma
Gabe: Dies ist jener Teil, welcher ein Mensch von seinem Ego abtrennen, opfern und dadurch korrigieren kann, so dass es möglich wird, damit zu geben. Mal für Mal muss er einen anderen Teil seines Herzens hinzugeben, bis es ganz und gar “ein Herz aus Fleisch“ ist und nicht mehr das “steinerne Herz“.
Lade des Bundes: Von ihr geht die Höhere Kraft aus. Sie ist der Ort, an dem die Höhere Kraft.
Menora (Lampe): Sie steht für die Offenbarung der Höheren Kraft in den Kelim (Gefäßen) des Menschen. Sie erscheint als die sieben Sefirot von Seir Anpin (kleines Gesicht) in sieben Eigenschaften. Jede von ihnen verkörpert die Menora.
Sockel und Vorhang: Der Sockel ist der Wille zum Empfangen, über welchen der Vorhang, auch Massach (Schirm) genannt, gehängt wird. Dieser ändert die Absicht um zu empfangen, in die Absicht um zu geben.
In Wirklichkeit gibt es nur drei Bestandteile in der Welt: die Substanz, d.h. der Wille zu empfangen; die Eigenschaft des Gebens, der Massach, welcher sich über ihm befindet; und das Höhere Licht, der Schöpfer, der als die Kraft erscheint, die in jenem Maße im Handelnden, jenem Mensch wirkt, indem er bereit ist, diese Höhere Kraft, außerhalb von sich selbst, zu akzeptieren.
“sein Herz treibt ihn an“: Das Herz ist die Gesamtheit der 613 Verlangen des Menschen, also alles, was er hat. Indem er sich den Herzen aller anderen Menschen nach und nach annähert – vom leichtesten bis zum schwersten der gesamt 613 Verlangen, durch 125 Stufen, in drei Linien und in Yud-Hej-Waw-Hej, korrigiert er sich.
Die Korrektur kann nicht von einem Menschen alleine ausgeführt werden. Der Mensch muss seine Verbindungen korrigieren, indem er all die anderen, welche sich mit ihm zum Erreichen dieses Ziels bereit erklärt haben, mit einbezieht. Das Entscheidende dabei ist demnach, wie sehr man sich anstrengt, sich mit anderen zu verbinden. Die Korrektur geschieht durch die Verbindungen zu anderen und nicht durch einen selbst.
Sohar für Alle, Teruma (Gabe), Artikel 20-21
Eine Dattelpalme und eine Sänfte
„König Salomon hat ihm eine Sänfte aus den Bäumen des Libanon gemacht.“ Eine Sänfte besteht aus dem unteren Palast, Malchut, und dem höheren Palast, Bina. Der Schöpfer nannte ihn “den Garten Eden“ und pflanzte ihn zu seiner Freude. Sein Verlangen ist es, in ihm mit den Seelen der Gerechten zu spielen, wo sie alle stehen und in ihn eingeschrieben sind. Eine Dattelpalme, Bina, ist der höhere Palast, der bedeckt und verborgen ist. Malchut, der untere Palast, kann sich nicht selbst halten, bis er vom höheren Palast getragen wird, was dann die Sänfte ist.
Die “runde“ Eigenschaft von Bina, nämlich GaR von Bina und SaT von Bina, halten Malchut, welche das gesamte Kli (Gefäß), also alle Schöpfungen ist. Je mehr sie sich mit Bina, der Höheren Kraft, der Eigenschaft des Gebens verbindet, so korrigiert und weiter zu ihr aufsteigt, desto stärker wird die Verbindung zwischen der “Sänfte“ (Malchut) und der “Dattelpalme“.
Die “Dattelpalme“ selbst ist noch nicht aufgegangen. Sie ist die “obere Dattelpalme“, GaR von Azilut, der gesamte Gedanke der Schöpfung, in einem Zustand, der erst am Ende der Korrektur erscheinen wird. Durch den Aufstieg von Malchut nähert sich der Mensch zunehmend diesem Ziel und empfängt allmählich dadurch Licht, obwohl es nur in der “Sänfte“, erscheint.