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Glossar der im Wochenabschnitt Mishpatim verwendeten Begriffe

Gebot/Gesetz/Regel

Alles Leben richtet sich nach dem Gesetz der Natur. Die Höhere Kraft funktioniert nach diesem Gesetz, das Geschöpf funktioniert danach, und alles in dieser Welt auch. Dieses Gesetz ist die “Gleichheit der Form mit der Höheren Kraft“. Die Höhere Kraft ist die Grundlage, das Fundament, und der Mensch vergleicht sich und alles andere ständig mit ihr.

Es gibt viele spezielle Ausführungen dieses einzigen Gesetzes der “Gleichheit der Form“. Die gesamte Schöpfung muss sich angleichen um eine Gleichheit, eine Ähnlichkeit mit der Höheren Kraft – dem Geben und der Liebe – zu erreichen. Jeder Mensch muss seinen speziellen Anteil dazu beitragen.

Was ist das “Gebot“ und was ein “Urteil“?

Der Mensch muss das Gebot des Gebens und der Liebe als dem Ego, dem Empfangen, überlegen akzeptieren. Dieses Gesetz ist das, was das Ego kontrolliert und aufrechterhält. Was ihm die Form des Gebens, anstatt der Form des Empfangens geben kann, ist die Kraft von Din (Urteil). Der Mensch muss das Ego bändigen, es in Schach halten und über ihm ein neues Kli (Gefäß) um zu Geben bauen.

Ist das dem Menschen von Natur aus gegeben?

Nein, die Natur des Menschen ist der Verlangen zu empfangen, sein Ego. Um es in ein Verlangen zu geben zu wandeln, braucht er den Einfluss des Höheren Lichts. Der Mensch braucht eine Kraft von ausserhalb seines Egos, die ihm hilft. Nur das korrigierende Licht kann die negative Kraft in eine gute Kraft wandeln. Die Ausgangssubstanz ist die gute Kraft, deshalb heißt es “korrigieren“, also zum Guten zurückkehren. Die Lebensaufgabe des Menschen ist es deshalb, die negative Kraft in eine positive zu verwandeln. Nur das ist seine Aufgabe.


Götzendienst

Das bedeutet, einer Kraft zu dienen, die ständig nur für sich selbst empfangen will. Die Nutzung dieser Kraft muss für diejenigen, welche die Gesetze der Natur, die Gebote des Schöpfers, einhalten möchten, nicht wünschenswert sein.


hebräischer Sklave/ hebräische Magd

Dies sind Teile des egoistischen Willens zu empfangen, der alles umfasst. Vom König bis zum Sklaven, einschließlich Frauen, Kinder, Männer, Junge und Alte. Die ganze Welt, auch die Tiere, der Himmel, die Erde und die Sterne sind darin enthalten. Dies sind alles Teile des menschlichen Verlangens, doch der Mensch nimmt sie so wahr, als ob sie außerhalb von ihm sind.


Mord

Dieser Ausdruck bezieht sich auf das egoistische Verlangen. Deshalb ist es ein Gebot, dass wenn eine Kraft kommt und die egoistischen Verlangen töten möchte, der Mensch diese zuerst töten muss. [Denn ohne seine egoistischen Verlangen hat der Mensch nichts, das er korrigieren kann.


Diebstahl

Mit Diebstahl ist das “Stehlen von einem Heiden“ gemeint. Das heißt, wenn der Wille zu empfangen als “heidnisch“ betrachtet wird, ist es ein Gebot, von ihm zu stehlen und ihn zu benutzen, sonst ist keine Korrektur möglich. Diese Worte darf man nicht wörtlich nehmen, weil es sonst unmöglich ist, die Tora zu verstehen. Ihre Erzählungen sprechen ausschließlich von der spirituellen Welt, der Korrektur der Seele und der Offenbarung der Höheren Kraft in ihr.


Aus dem Sohar: Der Blick durch die Fenster

Aus diesem Grund sieht, hört, versteht und weiß das Herz. „Und in das Herz eines jeden Weisen habe ich Weisheit gelegt.“ So sind Weisheit, Intelligenz und Wissen im Herzen, denn in ihnen wurden der Himmel, die Erde und die Tiefen gemacht, und in ihnen, wurde die Stiftshütte gemacht.

Sohar für Alle, Mishpatim (Rechte), Punkt 424

Eine Stiftshütte ist der Ort der Begegnung mit der Höheren Kraft, dem Schöpfer.