Levitikus (3.Mose), 1:1-5:26
Glossar – WaJikra (Der Herr rief)In Kürze
Der Teil waJikra (und der Herr rief) beschäftigt sich mit den Regeln des Opferns und mit den Priestern, die in der Stiftshütte dienen. Einige Opfer sind optional; einige sind obligatorisch. Einige der Opfergaben werden auf dem Altar zu Asche verbrannt, und einige bleiben für die Priester und denjenigen übrig, der das Opfer darbringt.
Die Regeln der Opfer sprechen von „Brandopfer“, das eine Person freiwillig vom Vieh, von Rindern oder von Schafen bringt oder Geflügel (Turteltauben oder junge Tauben). Es gibt auch ein „freiwilliges Opfer“, das eine Person freiwillig aus dem Pflanzlichen (Früchte der Ähren) bringt. Außerdem gibt es das „Dankopfer“; das ist ein Opfer, das eine Person aus dem Vieh bringt, Schafen und Ziegen. Das „Sündopfer“ wird von einem erbracht, der unabsichtlich gesündigt hat. Diese Person opfert, um für die Sünde zu büßen.
Kommentar von Dr. Michael Laitman
Der Abschnitt waJikra (und der Herr rief) lehrt uns über die Arbeit der Opfergaben, die auch das Hauptthema im Talmud sind. Wir lernen alle Werke von den Werken des Tempels.
Die Menschen nähern sich dem Zweck der Schöpfung und Dwekut (Anhaftung) mit dem Schöpfer auf der menschlichen Ebene, einem Leben in einer vollkommen glückseligen Welt, und erleben alle Welten und die Empfindung der Natur als vollständig und ewig, so wie es für uns vorbereitet wurde. Diese Annäherung wird Korban (Opfer/opfern) vom Wort Karov (nahe) genannt.
Wir nähern uns Schritt für Schritt, indem wir unsere Natur korrigieren. Es gibt 613 Wünsche in uns, die wir nacheinander korrigieren müssen, jedes Verlangen mit allen seinen Teilen. Unsere Wünsche teilen sich in vier Ebenen auf: unbelebt, pflanzlich, tierisch und sprechend/menschlich. Die Arbeit der Opfergaben lehrt uns, wie wir sie opfern und korrigieren können, damit sie im Geben und in der Liebe sind. Die Regel in unserer Arbeit ist, unsere Natur zu korrigieren und den Zustand zu erreichen: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst; Es ist eine große Regel in der Tora.“ [1] Dadurch werden wir dem Schöpfer ähnlich und erreichen Dwekut mit Ihm.
Die Korrektur des egoistischen Wunsches, für sich selbst zu empfangen und stattdessen anderen zu schenken, wird als „Opfergabe“ bezeichnet, die ein Mensch darbringt. Das Opfer kann aus verschiedenen Quellen stammen. Es kann aus dem Unbelebten sein, wie geschrieben steht: “und dein Speisopfer soll niemals ohne Salz des Bundes deines Gottes sein“ (3. Mose 2:13), oder Wasser oder Öl. Es kann auch aus den pflanzlichen oder verarbeiteten Pflanzen, wie dem Schaubrot bestehen. Vom Tierischen wird nur eine bestimmte Art geopfert. Die tägliche Arbeit der Priester und der Leviten im Tempel besteht darin, Vieh zu opfern .
Es gibt Opfer, die man täglich machen muss, ähnlich unserem Fortschritt von Tag zu Tag gemäß dem Plan der Schöpfung, in einem vorherbestimmten Tempo. Wenn wir nicht folgen, erleiden wir von den negativen Kräften einen Stoß von hinten.
Die Opfergaben, die wir nicht bringen können – nämlich die Wünsche, die wir nicht korrigieren können, um anderen zu geben – werden zu negativen Kräften, die sich als Probleme manifestieren und uns von hinten durch das Leiden drängen. Diese Wünsche häufen sich an, bis sie wie Krisen ausbrechen, ähnlich der derzeitigen umfassenden globalen Krise.
Die Krise ist kein negativer Zustand, sondern ein Ergebnis der Vernachlässigung. Sie tritt auf, weil wir uns so sehr in den Materialismus vertiefen, anstatt uns darüber zu erheben, weil wir uns so hartnäckig weigern, auf die Führung der Kabbalisten zu hören.
In der Tat ist die Krise der Ort einer Geburt. Sie weist auf die Unmöglichkeit hin, nach dem alten Paradigma zu leben. Unsere Sicht auf das Leben und die Einstellung zu Werten zerbrechen und fallen auseinander, wie es sich in der Erziehung, in familiären Beziehungen und so weiter zeigt.
Die Reihenfolge der Arbeit der Opfer ist sehr wichtig, weil sie erklärt, wie wir im Leben voranschreiten. Wenn wir dieser Reihenfolge folgen, wird auch unser Leben in Ordnung kommen.
Die allgemeine Natur ist so aufgebaut, dass wir uns in jedem Augenblick dem Schöpfer nähern – der einzigen Kraft, die in Wirklichkeit existiert; wir tun das, indem wir immer mehr Teile des Egoismus in Altruismus und Liebe zu anderen, in Verbindung mit der Menschheit und der Natur korrigieren. Auf diese Weise sind wir im Gleichgewicht damit und es gibt keinen besseren Zustand für uns. Schließlich brauchen wir in diesem Zustand nichts und leben in einer Welt voller Glück.
WaJikra beschreibt die Reihenfolge der Korrektur aller 613 zerbrochenen, egoistischen Wünsche in Verbindung mit anderen und mit dem Schöpfer. Es steht darüber geschrieben: „Von der Liebe des Menschen zur Liebe Gottes.“ [2] Bevor wir uns jedoch mit anderen verbinden, müssen wir innerlich richtig ausgerichtet sein. Wir müssen uns sowohl innerlich als auch äußerlich darauf vorbereiten.
Es heisst, ein Mensch muss „verheiratet“ sein, was bedeutet, dass er einen Mangel hat. Eine Frau ist ein Mangel neben dem Mann – ein Mangel, der an die Fähigkeit angepasst ist, diesen Mangel zu korrigieren. Der weibliche Teil einer Person ist ein Mangel, die linke Seite, während der männliche Teil die rechte Seite ist, die den Mangel ergänzt. In einem Zustand sich wechselseitig ergänzender Arbeit wird ein Mensch als „verheiratet“ betrachtet. Der Mann, der höher ist als die Frau und den Mangel entwickeln und korrigieren will, bringt ein Opfer. Das Opfer ist auch für den weiblichen Teil im Menschen. Das Gleiche gilt für die übrigen Menschen.
Die Arbeit der Opfergaben ist die Arbeit im Tempel, dem gemeinsamen Kli der Welt, wo ein Mensch seine Einstellung gegenüber dem Schöpfer ausdrückt. Es gibt viele Details zu dieser Arbeit: Wie man schlachtet, verbrennt und wie man alle Teile der Opfer unterscheidet.
Es gibt einen Teil in uns, der genießt, und einen Teil, der wie „Rauch“ ist. Das Wort „Rauch“ ist eine Akronym für Olam (Welt), Shana (Jahr), Nefesh (Seele) (ASHAN heißt Rauch), durch den der Mensch die Grenzen unserer Welt überschreitet und sich weiter dem Zweck der Schöpfung nähert.
Wenn man anfängt, sich durch die Opfer mit dem Schöpfer zu verbinden, wird man für den Schöpfer geeigneter. Jedes Mal wird einer der 613 Wünsche schöpferähnlicher. Auf diese Weise beginnt ein Mensch zu fühlen, wie sein inneres System dem Schöpfer ähnlicher wird. Dann fängt er an, Ihn zu verstehen, da man in sich den Teil eines Musters von Ihm enthält, das sich allmählich ausdehnt. Je mehr sich jemandes Verlangen nach einer ähnlichen Struktur wie der Göttlichkeit nähert, desto mehr kleidet sich der Schöpfer in diesen Menschen. So beginnt man, dem Schöpfer zu gleichen.
Durch das innere System, in dem es bereits einen Teil des Schöpfers gibt, beginnt der Mensch, Ihn zu verstehen und zu erkennen. Solch ein Mensch kann sich dieses System vorstellen, Gedanken, Wünsche und die Annäherung des Schöpfers ihm gegenüber. So kann man seine Haltung gegenüber dem Schöpfer zunehmend verstehen. Das Modell, das man in sich erbaut, erlaubt es, in wechselseitiger Verbindung mit dem Schöpfer zu stehen, und so wird eine Person zu einem Menschen (Adam).
Vom Anfang der Schöpfung bis zum Ende durchlaufen wir einen Prozess, durch den wir uns korrigieren und aus unserer Welt in die Welt von Ein Sof (Unendlichkeit) aufsteigen. Wir müssen es in unserer inneren Struktur tun, so dass wir jedes Mal der Höheren Kraft ähnlicher werden. Dies ist die Arbeit, mit der dieser Teil beschäftigt ist.
Der Schöpfer lädt uns zu dieser Arbeit ein und hofft, dass die Menschheit antworten wird. Das ganze Werk gehört zu dem Teil von uns, der „Israel“ genannt wird und von dem geschrieben steht: „Und ihr sollt mir ein priesterlich Königreich und ein heiliges Volk sein“ (Exodus, 19:6). Die Priester sind diejenigen, die die Arbeit im Tempel leiten und alle anderen zu dieser Arbeit bringen, damit das ganze Volk sich korrigieren kann.
Ganz Israel gilt als Priester in Bezug auf den Rest der Welt. WaJikra (und der Herr rief) ist in erster Linie ein Ruf zu Israel, weil Israel verpflichtet ist, den Rest der Menschheit zu lehren, sich dem Schöpfer zu nähern. Es steht darüber geschrieben: „Alle, Klein und Groß, werden mich erkennen“ (Jeremia 31,34), und „denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt“ (Jesaja 56: 7), sobald es gebaut ist.
Deshalb ist WaJikra eine Aufforderung an die gesamte Nation Israel, sich so schnell wie möglich zu korrigieren und damit auch die globale Krise und die Probleme der Welt zu korrigieren und den Antisemitismus abzuschaffen. Dann werden alle wirklich wie eine Gruppe, eine einzige Nation sein.
Fragen und Antworten
Wir opfern dem Schöpfer, aber das Opfer geschieht tatsächlich zwischen Menschen. Was ist die Verbindung zwischen der Annäherung an Menschen und der Annäherung an den Schöpfer?
Hier ist eine Handlung, und da ist die Absicht. Um Korrekturen vorzunehmen, müssen wir uns anderen nähern. Wir können uns anderen nicht annähern, wenn wir nicht die Absicht haben, ihnen näher zu kommen, und wenn nicht die gemeinsame Kraft des Gebens, die in der Welt existiert, nämlich der Schöpfer, zwischen uns erscheint. Durch gegenseitige Annäherung bauen wir eine Möglichkeit, einen Ort, einen Raum gegenseitigen Verlangens auf, in dem die gegenseitige Kraft des Gebens erscheint, was die Kraft der Liebe bedeutet, die in unserer Welt nicht existiert. Diese Kraft haben wir nicht von vornherein, es sei denn, wir bemühen uns, sie zu erschaffen und Platz dafür zu machen. Der Ort, an dem die Kraft des Gebens erscheint, wird „Bewohner (Schochen)“ oder „die Offenbarung der Göttlichkeit (Shechina)“ genannt. Es bedarf drei Bedingungen, um zu existieren: du, ich und der Schöpfer.
Was ist die Reihenfolge zwischen diesen Dingen? Es scheint vernünftig, zu sagen: „Gib mir diese Art von Tempel und ich werde meine Kuh dort opfern.“
Es ist alles in uns, die Kuh auch.
Daraus folgt, dass wir uns dem Schöpfer annähern müssen, damit er uns die Kraft gibt, andere zu lieben. So erreicht man den Schöpfer nicht durch andere, sondern vom Schöpfer zu anderen, weil die Probleme zwischen uns liegen und nicht zwischen uns und dem Schöpfer?
Es stimmt, es gibt keinen anderen Weg. Wir hassen einander und haben keinerlei Lust, uns aneinander anzunähern. Nur durch Schwierigkeiten und Probleme – wenn wir fragen, wie und warum, was ist der Sinn des Lebens, was geschieht in der Welt – verstehen wir, dass wir unsere Natur korrigieren und nach einer Lösung suchen müssen. Unsere Korrektur geht vom Empfangen zum Geben, vom Hass zur Liebe, und wir verstehen, dass der Hass die Welt und unser Leben zerstört.
Heute beschäftigt sich die ganze Welt damit, die menschliche Natur zu korrigieren, denn der Mensch ruiniert alles, inklusive unseren Planeten. Viele Wissenschaftler warnen vor diesen Problemen, die unseren Zusammenbruch verursachen. Doch das Problem ist, dass wir die menschliche Natur nicht einschränken können. Wir marschieren wie Schafe zur Schlachtbank – unfähig, umzukehren.
Baal HaSulam schrieb, dass der Todesengel mit einem Tropfen Gift auf der Spitze seines Schwertes kommt; und du öffnest den Mund, um diesen Tropfen zu erhaschen, weil du ein letztes bisschen Freude daran genießt und du stirbst. Du kannst dich nicht überwinden, und selbst, wenn du es tust, musst du diesen Tropfen einfach haben. [3] Geh zu dem Handwerker, der mich erschaffen hat. Genau so, wir rücken blind vor, folgen unserer Natur in Kriege und Schwierigkeiten und ruinieren alles auf dem Weg, weil wir es ohne höhere Führung tun.
Wir brauchen die Höhere Kraft. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus den Schwierigkeiten und Problemen, die in der Welt auftreten, aber wir brauchen eine Erklärung. Und es gibt ein System, das Informationen bereitstellt, die wir, die Kinder Israels, an den Rest der Welt weitergeben müssen. Das ist die Bedeutung des „Königreichs von Priestern“. Die Priester sind diejenigen, die das Volk lehren, wie geschrieben steht: „Und ihr sollt mir ein priesterlich Königreich und ein heiliges Volk sein“ (Exodus, 19: 6).
Wir müssen den Grund für die Krise sowie die Mittel zur Korrektur der menschlichen Natur bekannt machen, um die Menschheit in Einklang mit der Natur zu bringen, oder wir werden nicht überleben. Obwohl die Voraussetzungen dafür geschaffen sind, müssen wir unseren Beitrag zu dieser Arbeit leisten. Wir erleben einen Anstieg des globalen Antisemitismus, der weiter zunehmen wird, solange wir die Methode der Korrektur und ihre Verwendung nicht rechtzeitig bekannt geben und ihre weltweite Umsetzung fördern.
Es ist daher klar, dass wir selbst mit dem Schöpfer verbunden studieren und die Offenbarung des Schöpfers fordern müssen, damit wir uns weiterentwickeln können. Alles, was wir brauchen, ist das Gefühl des Mangels und unser Streben, denn in dem Moment, in dem wir Seine Kraft brauchen, werden wir danach fragen und sie empfangen.
Was bedeutet es, dass wir eine Kuh, ein Schaf oder eine Ziege opfern?
Das Buch Sohar erklärt, dass es sich nicht um Kühe, Schafe oder irgendein anderes koscheres Tier handelt. Es handelt sich vielmehr um einen Menschen, der sich korrigieren muss, um in sich den tierischen Teil innerhalb des sprechenden Teils zu unterscheiden, der der Priester, der Levit und Israel ist. Der Mensch opfert einen Teil des Tierischen, der alles Tierische in uns ist. In Wirklichkeit betrifft es die Wünsche in uns, die sich in unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich einteilen.
Warum ist es so schwer, das Opfer darzubringen ?
Eine Person kann keine Korrektur durchführen, ohne vorher zu wissen, was zu tun ist und ohne intern gut von schlecht zu unterscheiden. Derzeit wissen wir nicht, was zu korrigieren ist. Sie könnten sagen: „Ja, manchmal lüge ich“, aber wie können Sie sagen, dass Sie das korrigieren müssen? Jeder kann das sagen, zumindest für sich. Aber selbst dann ist es kein aufrichtiges Geständnis. Wie weiß man, was einen davon abhält, sich dem Ziel zu nähern? Dafür brauchen wir die Offenbarung des Schöpfers, das Licht, das sich erneuert, um uns die Wünsche zu erhellen, die wir opfern können.
Aus dem Sohar, Sohar für alle, WaJikra (und der Herr rief), Punkt 63: Einer, der keine Frau heiratete, ist fehlerhaft
63. „Wenn jemand von euch ein Opfer bringt“ bedeutet, dass man jemanden ausschließt, der keine Ehefrau geheiratet hat, denn sein Opfer ist kein Opfer und es gibt keine Segnungen in ihm, weder Oben noch unten. Das bedeutet, wenn es heißt: „Wenn jemand von euch ein Opfer bringt“, und er ist anders, kein Mensch und nicht im Menschen enthalten, dann ist die Göttlichkeit nicht über ihm, weil er fehlerhaft ist und „verstümmelt“ genannt wird, und einer, der verstümmelt ist, wird von allem, noch mehr vom Altar, vom Opfern der Opfer entfernt.
Wenn man weiß und fühlt, dass man fehlerhaft ist, und immer noch eine egoistische Absicht hat, wie kann man sie opfern? Wie kann man dem Schöpfer näher kommen?
Solch eine Person muss zuerst ganz sein.
Fragen Sie die meisten Menschen und sie werden Ihnen sagen: „Mir geht es gut mit dem Schöpfer; ich komme mit ihm klar.“ Woher wissen sie das? Fühlen sie sich so? Wird so der Schöpfer für sie dargestellt?
Sie fühlen sich so, weil der Schöpfer vor ihnen verborgen ist, so dass sie sicher sind, dass sie mit Ihm einverstanden sind.
Wenn die Person mit dem Schöpfer einverstanden ist, warum versteckt sie sich?
Wir stellen uns diese Frage nicht. Wir sagen: „Ich zahle meine Steuern, ich bin freundlich zu meinen Nachbarn, ich habe sogar den Müll in die richtigen Mülltonne gelegt. Mir geht es gut.“
Wie erklären Sie den Menschen, dass es eine Verbindung gibt, dass wir die Eigenschaft des Gebens in uns entdecken müssen, dass dies der Schöpfer ist? Wie erklären Sie, dass WaJikra bedeutet, dass der Schöpfer uns dazu aufruft, etwas ganz anderes anzustreben ?
Wir bestimmen selbst die Skala des Verlangens nach der Höheren Kraft, die wohlwollend ist, in der es keinen Hass gibt, sondern nur Liebe. Wir messen im Vergleich dazu, wie ähnlich oder verschieden wir zu dem Einzigartigen sind, der alles erschaffen hat und zu Dem alles zurückkehrt. Zuerst müssen wir sehen und fühlen, wie verschieden oder ähnlich wir Ihm sind. Wir müssen uns auch auf die Weisheit der Kabbala einlassen, sonst werden wir keine Chance haben, uns Ihm zu nähern.
So denken alle, weshalb es unmöglich ist, sich auf diese Weise an jemanden zu wenden. Wir müssen uns Menschen im Vergleich zum Schöpfer messen, und dann werden wir sehen können, wie verpflichtet wir sind und wie der Schöpfer uns dafür gemacht hat. Wir könnten sagen: „Geh zu dem Handwerker, der mich erschaffen hat“, [4] da Er mich auf diese Weise erschuf und nur durch das Höhere Licht wird alles gelöst werden.
Unsere Eigenschaften wurden seit unserer Kindheit von unseren Eltern, der Erziehung, der Umwelt, dem Schöpfer, den Genen, Großeltern und früheren Generationen entwickelt. Dann gibt es unsere eigenen Ergänzungen. Über den Teil, den wir uns selbst hinzufügen, haben wir die Wahl und können sagen: „Das muss ich korrigieren.“ Dies ist die erste Prüfung. Es ist eine ganz besondere Arbeit, weshalb wir nicht sofort zu den Opfern kommen.
Während all der vorhergehenden Abschnitte gehen wir auf diese Arbeit zu und entdecken den Schöpfer – die Höhere Kraft – auf der Ebene, auf der wir uns befinden, durch die Eigenschaft von Moses in uns. Wir messen uns im Vergleich zu ihr, und nur dann können wir unsere Eigenschaften korrigieren und wissen, wie viele davon wir reparieren sollten und wie. Schließlich haben wir viele Qualitäten, die keine Korrektur brauchen, weil sie aus sich selbst korrigiert werden, da sie nicht von uns sind.
[1] Jerusalem Talmud, Seder Nashim, Masechet Nedarim, Kapitel 9, S. 30b.
[2] Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam), Die Schriften von Baal HaSulam, „Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen“, S. 482.
[3] Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam), Die Schriften von Baal HaSulam, „Einführung in das Buch, Panim Meirot u Masbirot (Strahlendes und einladendes Gesicht)“, S. 149.
[4] Babylonischer Talmud, Masechet Taanit, p. 20b.