Der Schöpfer stellt Siwugim her
346) Alle Seelen, die dazu bestimmt sind, auf die Welt zu kommen, stehen in Siwugim - Siwugim vor Ihm. Jeder ist in männlich und weiblich unterteilt, und wenn sie auf diese Welt kommen, stellt der Schöpfer Siwugim her, so wie es geschrieben steht: „Die Tochter von so und so mit so und so.“
347) Was bedeutet es, wenn es heißt, dass der Schöpfer sagt: „Die Tochter von so und so mit so und so“? Schließlich steht geschrieben: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“, und alles wurde bereits im Schöpfungsakt vollbracht. Kann es sein, dass der Sachverhalt bei jedem Siwug neu geklärt werden muss, sodass es einen Bedarf gibt, zu erklären: „Die Tochter von so und so mit so und so“? In der Tat steht geschrieben: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Über der Sonne gibt es jedoch Neues. Warum erklärt Er hier also: „Die Tochter von so und so mit so und so“, wenn gesagt wurde, dass zur gleichen Zeit, in der ein Mensch auf die Welt kommt, sein Partner für ihn bereitgestellt wird?
348) Glücklich sind die Gerechten, deren Seelen vor dem heiligen König gekrönt werden, bevor sie auf die Welt kommen, um sich in einen Körper zu kleiden. Zu der Zeit, wenn der Schöpfer die Seelen auf die Welt hervorbringt, bestehen all diese Geister und Seelen aus männlich und weiblich, die sich verbinden.
349) Sie werden in die Hände des Beauftragten gegeben, des Abgesandten, der für die Befruchtung der Menschen bestimmt wurde und dessen Name „Nacht“ ist. Wenn sie auf die Welt kommen und in die Hände dieses Beauftragten gegeben werden, trennen sie sich voneinander. Manchmal kommt der eine vor dem anderen herab und steigt herab und kleidet sich in Menschen.
350) Wenn die Zeit für ihren Siwug gekommen ist, bringt der Schöpfer, der die männlichen und weiblichen Geister und Seelen kennt, sie so zusammen, wie sie am Anfang waren, bevor sie auf die Welt kamen, und erklärt über sie: „Die Tochter von so und so mit so und so.“ Und wenn sie sich vereinen, werden sie zu einem Körper und einer Seele, und sie sind Rechts und Links, wie es sein sollte. Das Männliche ist die rechte Hälfte des Körpers und der Seele, und das Weibliche ist die linke Hälfte.
Aus diesem Grund gibt es nichts Neues unter der Sonne. Auch wenn der Schöpfer ankündigt: „Die Tochter von so und so mit so und so“, ist es nichts Neues, sondern eine Rückkehr zu dem, wie sie vor ihrer Ankunft auf der Welt waren. Und da dies einzig und allein dem Schöpfer bekannt ist, kündigt Er sie an.
351) Aber wir lernen, dass einem Menschen ein Partner gemäß seinen Taten und Wegen gegeben wird. In der Tat, wenn seine Taten aufrichtig sind, ist die Vereinigung mit seinem Partner eine Belohnung für ihn, so wie sie vereint waren, als sie den Schöpfer verließen, bevor sie in einen Körper gekleidet wurden.
352) Wo wird derjenige, dessen Taten aufrichtig sind, seine Gefährtin suchen? Es steht geschrieben: „Man sollte immer alles verkaufen, was man hat, und die Tochter eines weisen Schülers heiraten.“ Das ist so, weil der weise Schüler das Pfand seines Herrn in seinen Händen hat und bei ihm mit Sicherheit seine Gefährtin finden wird.
353) Alle Seelen, die durch Reinkarnation kommen und keinen Gefährten haben, können ihren Gefährten durch Barmherzigkeit antreiben, indem sie sich beeilen und den Gefährten eines anderen Menschen nehmen. Die Freunde kommentierten dies und sagten: „Man heiratet keine Frau auf einem Fest, aber man heiligt, damit nicht ein anderer ihm mit Gnade zuvor kommt.“ Sie führten auch aus, dass derjenige, der ohne Partner inkarnierte, weil er herabstieg und zu Achoraim wurde, was selbst als Nukwa (Weibliches) angesehen wird. Deshalb hat er keinen Partner. Daher wird dieser Mensch „ein anderer“ genannt, um anzuzeigen, dass er vom Achoraim kommt, und deshalb verhält es sich so, dass er die Gefährtin eines anderen nimmt.
Deshalb sind die Siwugim für den Schöpfer schwierig, denn das Männliche und das Weibliche, die einen Siwug eingehen, sind zwei Teile einer Seele, die auf diese Weise geteilt wurden, noch bevor sie in die Welt kamen. Warum ist der Siwug des Menschen vor dem Schöpfer schwierig? Schließlich ist es einzig und allein eine Wiederholung von etwas, das bereits zuvor getan wurde. Aus dem, was erklärt wurde, geht jedoch hervor, dass es inkarnierte Seelen gibt, die keinen Partner haben und die sich beeilen und durch Barmherzigkeit den Partner eines anderen nehmen. Wenn sein Freund dann durch seine Handlungen mit der Belohnung belohnt wird, dass ihm sein Partner zurückgegeben wird, muss der Schöpfer dem einen nehmen und dem anderen geben. Und das fällt Ihm schwer – einen von dem anderen abzstoßen. Und doch sind „die Wege des Ewigen richtig“, das steht fest, und alles, was der Schöpfer tut, ist gut und gerecht.
354) Diejenigen, die durch Reinkarnation kommen und keinen Partner haben, woher werden sie ihren Partner nehmen? Die Geschichte der Söhne Benjamins beweist, dass die inkarnierten Seelen sich mit Barmherzigkeit beeilen und ihren Partner von einem anderen nehmen müssen. Es steht geschrieben: „Damit ihm nicht ein anderer mit Barmherzigkeit zuvorkommt.“
355) Sicherlich sind die Siwugim für den Schöpfer schwer, weil Er von einem Menschen nehmen und dem anderen geben muss. Glücklich ist Israel, denn die Tora lehrt sie die Wege des Schöpfers und alle Geheimnisse, die vor Ihm verborgen und verhüllt sind.
356) „Das Gesetz des Ewigen ist vollkommen“, weil es alles enthält. Glücklich sind diejenigen, die sich mit der Tora befassen und sich nicht von ihr trennen, denn wer auch nur eine Stunde von der Tora getrennt ist, für den ist es so, als hätte er sich vom Leben in der Welt getrennt. Und es steht geschrieben: „Denn es ist dein Leben und die Länge deiner Tage“, und es steht geschrieben: „Denn die Länge der Tage und Jahre des Lebens und des Friedens werden sie dir hinzufügen."