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Worauf steht die Welt?

4) Die Menschen sollten die Arbeit des Schöpfers befolgen. Schließlich wissen und bedenken nicht alle Menschen, worauf die Welt steht und worauf sie selbst stehen. Und diese beiden Dinge werden im folgenden Artikel geklärt.

Als der Schöpfer die Welt erschuf, machte Er den Himmel aus Feuer und Wasser, sie wurden miteinander vermischt und gefroren nicht. Danach gefror sie und stand im oberen Ruach. Das ist so, weil bei der Reihenfolge, in der die Mochin hervorgebracht werden, zuerst die beiden Linien – rechts und links – entstehen. Das sind die beiden Punkte – Cholam und Shuruk, die „Wasser“ und „Feuer“ genannt werden. Sie streiten miteinander, was bedeutet, dass jeder die Grenze des anderen übertritt und ihn sich selbst unterwerfen will, wie zwei feuchte Dinge, die sich miteinander vermischen. Schließlich erscheint die Stufe der Chassadim auf dem Massach von Tiferet, der dritten Linie, die zwischen ihnen entscheidet, so dass jeder nach seiner eigenen Art leuchtet und sie sich nicht mehr miteinander vermischen. Das heißt, dass die beiden Linien, die feucht waren und sich miteinander vermischten, nun durch die Mittlere Linie, die Tiferet ist, eingefroren wurden und sich nicht mehr miteinander vermischen werden.

Als der Schöpfer - Bina - die Welt - Nukwa - erschuf, machte Er den Himmel - SA - aus Feuer - der Linken Linie - und aus Wasser - der Rechten Linie. Sie vermischten sich und gefroren nicht, denn sie stritten miteinander und jeder übertrat die Grenzen des anderen, um ihn sich zu unterwerfen, so wie es die Natur von Flüssigkeiten ist, die sich miteinander vermischen. Nachdem die Mittlere Linie entstand, erstarrten die beiden Linien und blieben stehen, weil die Mittlere Linie, Tiferet, Ruach, sie zusammenhielt. Sie wurden wie feste Objekte, bei denen das eine nicht in die Grenzen des anderen eindringen kann.

Von dort - vom Himmel, SA - pflanzte Er die Welt - Nukwa - auf Sockel – die drei Linien von Nukwa - die in diesem Ruach - also der Mittlere Linie in ihnen - stehen. Und wenn der Ruach sie verlässt, werden sie alle locker und wackeln, und die Welt bebt. Das ist so, weil, als die Linien von SA gefroren sind und im oberen Ruach standen, die Linien von Nukwa, die sich von SA ausbreiten, nur in diesem Ruach stehen, denn ohne die Mittlere Linie gibt es kein Bestehen für das Leuchten der beiden Linien.

Alles steht auf der Tora, denn wenn Israel sich mit der Tora befasst, wenn sie MaN zu SoN erheben und die Mittlere Linie ziehen, die die Tora ist, existiert die Welt und diese Säulen und Sockel – die drei Linien von SA, die „Säulen“ genannt werden, und die drei Linien der Nukwa, die „Sockel“ genannt werden – sind in vollkommener Beständigkeit. Zu dieser Zeit wird über die Nukwa gesagt: „Wie schön sind deine Wohnstätten“, da die Wohnstätte die Nukwa ist und die Welt auf dem Ruach, der Mittleren Linie, steht.

Von hier an wird erklärt, dass auch die Menschen einzig und allein auf der Mittleren Linie stehen und bestehen.

5) Wenn die Mitternacht erwacht und der Schöpfer den Garten Eden betritt, um mit den Gerechten zu spielen, singen und preisen alle Bäume im Garten Eden vor Ihm, so wie es geschrieben steht: „Dann werden alle Bäume des Waldes vor dem Ewigen jubeln, denn Er ist gekommen.“ Die Nacht ist die Nukwa in Bezug auf ihre eigene Herrschaft. Sie ist im Wesentlichen das Leuchten der Linken Linie, von dem Leuchten von Chochma, das vom Punkt von Shuruk in Ima ausgebreitet wird. Zudem scheint Chochma nur unterhalb des Chase, weil oberhalb vom Chase jedes Parzuf das Schloss regiert, und das Leuchten von Chochma dort nicht erscheinen kann. Das ist die Teilung der Nacht in zwei Hälften, da der Punkt der Mitternacht der Punkt des Chase ist.

Die erste Mitternacht ist oberhalb des Chase der Nukwa. Und weil dort das Schloss regiert, ist sie Din. Die zweite Mitternacht ist unterhalb des Chase der Nukwa, wo die Malchut, die in Bina versüßt ist, regiert, der Schlüssel. Daher wird dort das Leuchten von Chochma, das in der Nukwa ist, offenbart, so wie es geschrieben steht: „Sie steht auf, während es noch Nacht ist.“ Auch in dieser Hinsicht wird die Nukwa „Garten Eden“ genannt, da ihr unterhalb des Chase ihr eigenes Wesen fehlt, d. h. die Malchut der Eigenschaft von Din. Daher ist sie vollkommen versüßt und wird wie Ima, die „Eden“ genannt wird, wenn Bina zu Chochma zurückkehrt. Deshalb wird sie „Garten Eden“ genannt.

Wenn die Mitte der Nacht - die Nukwa - erwacht, um die Versüßung von Bina zu empfangen, um unterhalb des Chase in ihr - dem Garten Eden - zu erstrahlen, betritt der Schöpfer den Garten Eden, um mit den Gerechten zu spielen. Mit anderen Worten: Die Gerechten erheben MaN und ziehen das Leuchten der Mittleren Linie dorthin, die der Schöpfer ist, der im Garten Eden erstrahlt.

Alle Bäume im Garten Eden singen und preisen Ihn, so wie es geschrieben steht: „Dann werden alle Bäume des Waldes vor Freude singen.“ „Die Bäume des Waldes“ sind unfruchtbare Bäume, die keine Früchte tragen. Vor dem Kommen des Schöpfers wurden die Sefirot von Nukwa als Bäume des Waldes angesehen, die keine Früchte tragen. Nachdem das Leuchten des Schöpfers durch die Gerechten in sie eintritt, „singen die Bäume des Waldes vor Freude vor dem Ewigen, denn Er ist gekommen“, und tragen Früchte.

6) Zu dieser Zeit kommt ein Herold heraus und verkündet laut: „Euch, heilige Helden, denen von euch, die den Geist in ihren Ohren zugelassen haben, damit sie hören können, deren Augen offen sind, um zu sehen, und deren Herzen offen sind, um zu wissen.“ Durch diesen Herold erwachen die Gerechten, um sich aus ihrem Schlummer zu erheben und sich mit der Tora zu befassen, und sie ziehen die Mittlere Linie.

Die Ohren sind Bina, und ihr Licht wird „Hören“ genannt. Die Augen sind Chochma und ihr Licht wird „Sehen“ genannt. Nachts sind die Augen geschlossen, da sie aufgrund der Dinim nicht leuchten können. Um Mitternacht kommt das Leuchten der Linken von Ima. Obwohl es das Leuchten von Chochma vom Punkt Shuruk in Ima ist, ist es trotz der bereits vorhandenen Sehkraft immer noch unmöglich, die Augen zu öffnen, da das Licht von Chassadim noch fehlt und Chochma ohne Chassadim nicht leuchtet.

Zu dieser Zeit erheben sich die Gerechten, um sich mit der Tora zu befassen und MaN zu SoN zu erheben, und Sa erhebt sich für MaN zu den zwei Linien, die dort von den zwei Punkten Cholam Shuruk in Bina ausgebreitet werden. Dann wird die Ebene dvon Chassadim über den Massach von SA ausgebreitet, der zwischen den beiden Linien entscheidet; und sie sind ineinander enthalten, Chochma in der linken kleidet sich in die Chassadim in der rechten und kann so leuchten. Dann öffnen sich die Augen.

Diejenigen unter euch, die Geist in ihre Augen legen, so dass sie hören können“, da die Gerechten durch die Beschäftigung mit der Tora MaN erheben und den Ruach - die Mittlere Linie, SA - in die Ohren bringen, welche die beiden Linien in Bina sind, durch die sich die Chochma in der Linken in die Chassadim in der Rechten kleidet. Zu dieser Zeit öffnen sich die Augen, Chochma, um zu sehen, da sie leuchten können, sobald sie in Chassadim gekleidet sind.

Die Mittlere Linie wird Daat genannt, und dann werden diese drei Linien zu CHaBaD in Bina, von wo aus sie zu CHaBaD von SoN ausgebreitet werden, und von dort zu CHaBaD der Seelen der Gerechten. All diese Mochin kommen durch ihre Beschäftigung mit der Tora zum Vorschein. Und dieses Daat, das die entscheidende Linie im CHuB des Rosh ist, kippt um und scheint von oben nach unten auf den Guf. Und Daat im Rosh breitet sich nach unten aus und füllt das Herz und den ganzen Körper.

Das ist der Herold, der um Mitternacht kommt, zu Beginn des Leuchtens der Linken Linie vom Punkt Shuruk, damit die Gerechten MaN zur Ausbreitung der Mittleren Linie erheben. Der Herold kommt heraus und ruft mit Kraft, weil er aus den verborgenen Dinim des Punktes von Shuruk kommt. Deshalb wird er so angesehen, dass er mit großer Kraft herauskommt und die Gerechten auffordert, ihn zu korrigieren.

Vor uns liegt die Klärung der Reihenfolge der Ausbreitung der drei Linien von Bina zu SA, von SA zu Nukwa und von Nukwa zu den Seelen der Gerechten.

Wenn der Wind, der die Wurzel aller Winde ist, die Süße der Seele erhebt und die Stimme, die die Wurzel aller Stimmen ist, von dort kommt, breiten sich die Kräfte in die vier Richtungen der Welt aus. SA, der sich erhebt und zwischen den beiden Linien in Bina entscheidet, wird der Ruach aller Ruchot (Plural von Ruach) genannt, weil er die Wurzel der Mittleren Linie ist, von der aus die Mittleren Linien auf alle Stufen ausgebreitet werden.

Neshama ist Bina, weil das Licht von Bina Neshama genannt wird, und sobald der Ruach, SA, zu den Osnaim (Ohren), die Bina sind, aufsteigt und zwischen den beiden Linien in ihr entscheidet, wird der Ruach zu einem hörbaren Klang. Das bedeutet, dass vor der Entscheidung des Ruach keine Lichter in Bina, die Osnaim genannt wird, zu hören waren; und der Ruach aktivierte das Gehör in ihnen, weil sie dadurch vollkommen wurden und nach außen glänzten.

Als SA zu Bina aufstieg und die Versüßung der Lichter von Bina, genannt Neshama, dorthin erhob, bedeutet dies, dass er dort die drei Linien CHaBaD offenbarte. Nachdem der Ruach die drei Linien offenbart hatte und eine Stimme erschaffen wurde, kommt sie von dort heraus und wird zur Wurzel aller Stimmen, weil sie herauskommt und sich nach unten ausbreitet. Ihre Kräfte breiten sich aus und zerstreuen sich in die vier Richtungen der Welt, zu SA und Nukwa unterhalb von Bina, weil Süden, Norden und Osten SA sind und Westen die Nukwa ist.

7) Eine steigt zur rechten Seite von SA auf. Das ist der Süden, der vom Punkt Cholam von Bina ausgebreitet wird. Eine andere steigt zur linken Seite von SA hinab, die der Norden ist, der vom Punkt Shuruk in Bina ausgebreitet wird. Eine, die zwischen beiden eintritt, ist die Mittlere Linie von SA, Osten, die vom Punkt Chirik in Bina ausgebreitet wird, also von SA, um zwischen den beiden Linien in Bina zu entscheiden. Diese drei Seiten – Süden, Norden und Osten – sind CHaGaT in SA.

Was er über das Leuchten der Rechten sagt – dass sie aufsteigt – bedeutet, dass ihr Leuchten von unten nach oben aufsteigt. Über das Leuchten der Linken wird gesagt, dass sie hinabsteigt, was bedeutet, dass ihr Leuchten von oben nach unten hinabsteigt, da das die Reihenfolge ihres Erscheinens vor dem Erscheinen der Mittleren Linie betrifft.

Am Anfang kommt die Rechte Linie als WaK ohne Rosh, MI, heraus. Danach kehrt die Linke Linie, ELeH, zu MI zurück und der verborgene Name Elokim ist vollkommen. Zu dieser Zeit leuchtet die Rechte von unten nach oben, so wie es die Natur des Leuchtens von WaK ist, und die Linke leuchtet von oben nach unten wie GaR. Sie sind jedoch verborgen, weil Chassadim fehlt.

Nach dem Hervorbringen der Mittleren Linie und ihrer Einbeziehung ineinander kehrt sich jedoch die Reihenfolge ihres Leuchtens um: Was vorher aufstieg, steigt nun hinab, und was vorher abstieg, steigt auf. So leuchtet die Rechte von oben nach unten und die Linke nur von unten nach oben. Die CHaBaD von SA werden nicht mitgezählt, da die CHaBaD von SA keine echten CHaBaD sind, sondern nur CHaGaT, die zu CHaBaD wurden.

Die beiden werden gekrönt und erleuchten, d. h. sie wurden zu dreien – CHaGaT – durch die Mittlere Linie, die zwischen ihnen entschied. Daher gehen drei in eine ein, weil die Mittlere Linie, Tiferet, von sich aus drei andere Linien – NeHJ – empfängt und in diese ausstrahlt. Das ist so, weil der Untere mit dem vollen Maß belohnt wird, das er im Leuchten des Höheren verursacht, da er dessen Ursache ist. Da also SA aufgestiegen ist, in Bina entschied und dort zur Mittleren Linie wurde, wurde SA selbst mit den drei Linien belohnt, die in Bina durch ihn entstanden, und er selbst erweiterte sich zu drei Linien – CHaGaT.

Ebenso wurde Tiferet von SA, die Mittlere Linie, die zwischen den beiden Linien – CHuG von SA – entscheidet, selbst mit allen drei Linien belohnt, und Tiferet breitete sich in die drei Linien – NeHJ – aus. Dies geschah, weil die beiden – CHuG von SA – durch Tiferet zu zwei Linien wurden, wodurch alle drei in eine, also Tiferet, eintraten, der sich wiederum selbst in drei Linien ausbreitete, die NeHJ sind. So entstanden in SA sechs Sefirot, CHaGaT NeHJ.

Derjenige, der entscheidet, Tiferet von SA, brachte Farben hervor. Er strahlte die Sefirot der Nukwa aus, die „Farben“ genannt werden: sechs von ihnen, CHaGaT NeHJ, auf der einen Seite, rechts, und sechs von ihnen, CHaGaT NeHJ, auf der anderen Seite, links. Daraus folgt, dass die sechs CHaGaT NeHJ in zwölf Sefirot eintraten. Die sechs Sefirot von SA breiteten sich in der Nukwa aus und wurden zu zwölf Sefirot, sechs zu ihrer Rechten und sechs zu ihrer Linken, und all diese zwölf Sefirot sind oberhalb ihres Chase.

Außerdem sind sie doppelt vorhanden, weil die Nukwa oberhalb ihres Chase zwei Jessodot (Plural von Jessod) umfasst, die von zwei Punkten ausgebreitet werden, die Schlüssel und Schloss genannt werden. Daher entstehen in ihr zwei Stufen von CHaGaT NeHJ – eine vom Schlüssel, im Leuchten von Chochma, und eine weitere von CHaGaT NeHJ, vom Schloss, ohne Leuchten von Chochma, aber mit bedeckten Chassadim. Deshalb wurden aus den sechs Sefirot von SA zwölf in ihr, zwei Stufen von CHaGaT NeHJ.

Die zwölf Sefirot von Chase und darüber breiten sich von Chase von Nukwa nach unten aus und werden zu zweiundzwanzig Sefirot. Das ist so, weil die sechs Sefirot von SA hier nicht zu zwölf werden, sondern in den zehn Sefirot eingeschlossen sind, da Zehn als eins stehen. Das ist so, weil die Nukwa von ihrem Chase abwärts keine Siwug hat, weil der Jessod des Schlosses, das Angesicht eines Menschen, fehlt. Es heißt daher, dass nur zweimal CHaGaT Nezach-Hod ausgebreitet werden, nicht aber die Jessodot, denn obwohl Jessod des Schlüssels sich vom Chase abwärts ausbreitet, ist es für einen Siwug ungeeignet, weil es dort kein Jessod des Schlosses gibt, das in ihn integriert werden könnte. Es wird also nicht als Sefira angesehen, und sie hat von Chase abwärts nur zehn Sefirot.

Die sechs Sefirot von SA von Chase abwärts bestehen also aus nur zehn Sefirot, die zweimal CHaGaT Nezach-Hod sind, und nicht aus zwölf Sefirot, weil zehn als eins stehen. Da diese zehn Sefirot nur in einem Jessod des Schlüssels stehen und er nicht in das Schloss eingeschlossen werden kann, ist er für einen Siwug ungeeignet und scheinbar abwesend. Deshalb fehlen hier zwei Jessodot, und es gibt hier nur zwei CHaGaT Nezach-Hod, die zehn Sefirot sind. Das ganze Leuchten von Chochma erscheint jedoch nur in diesen zehn Sefirot vom Chase abwärts. Aber der Siwug wird von dem Chase und darüber ausgeführt, und die Stufe des Siwug erstreckt sich in zehn Sefirot unterhalb des Chase, und von dort empfangen die Seelen der Gerechten.

8) Wehe denen, die schlafen, dass der Schlaf in den Löchern ihrer Augen ist, die nicht aus ihrem Schlummer erwachen, um sich mit der Tora zu beschäftigen, um die Mittlere Linie zu ziehen. So versperrt das Leuchten der Linken ihre Sicht und sie schlafen. Sie haben keine Augen, Mochin, sondern der Schlaf ist in den Löchern ihrer Augen. Sie wissen nicht und sehen nicht, wie sie im Urteil auferstehen werden, dass sie aufgefordert werden, Rechenschaft abzulegen, wenn der Körper entweiht ist und die Seele über die Mittagsluft streift, aufsteigt und fällt, und die Tore sich ihr nicht öffnen. Sie rollen wie Steine in der Mulde einer Schleuder. Wer wird nach ihnen fragen, wenn sie sich in dieser Läuterung nicht erheben und die Plätze des Genusses der Gerechten fehlen? Sie werden in die Hände des Engels Duma gegeben werden; sie werden in die Hölle hinabsteigen und nicht auferstehen, und es steht über sie geschrieben: „So wie die Wolke verzehrt wird und verschwindet, so wird derjenige, der ins Grab hinabsteigt, nicht mehr auferstehen.“

9) Zu dieser Zeit, um Mitternacht, erwacht eine Flamme aus dem Norden und schlägt in die vier Richtungen der Welt, denn dann breitet sich das Leuchten der Linken in der Welt aus, was das Urteil ist, und steigt herab und kommt zwischen die Flügel des Hahns, Gabriel. Und diese Flamme erwacht in ihm und er ruft. Dies ist der Herold, der herauskommt und laut ruft, und es gibt niemanden, der durch den Klang des Rufes erweckt werden kann, außer den wahren Gerechten, die sich zu dieser Zeit erheben und sich mit der Tora befassen und die Mittlere Linie ziehen. Dann hören der Schöpfer und alle Gerechten im Garten Eden auf ihre Stimmen, so wie es geschrieben steht: „Du, der du in den Gärten sitzt, Freunde lauschen auf deine Stimme; lass mich sie hören.“

Das erklärt, warum die Existenz aller Menschen auf der Mittleren Linie liegt, die einzig und allein durch das Befassen mit der Tora ausgebreitet wird. Gäbe es die Mittlere Linie nicht, hätten sie keinerlei Existenz. Vielmehr würden sie in die Hände von Duma gegeben werden, in die Hölle hinabsteigen und verschwunden sein.