Das Tor des inneren Hofes
361) „So hat der Ewige, der Gott, gesagt: Das Tor des inneren Hofes, das nach Osten gerichtet ist, soll an den sechs Werktagen geschlossen sein.“ Warum sollte es geschlossen sein?
362) Das sind doch die Werktage, und dieses Tor wird geschlossen, so dass das Weltliche nicht im Heiligen verwendet wird. „Aber es soll am Shabbat und am Tag des neuen Monats geöffnet werden“, denn dann wird das Heilige im Heiligen verwendet. Zu dieser Zeit scheint der Mond, die Nukwa, um sich mit der Sonne, SA, zu verbinden.
Der Platz des Gebens an die Unteren wird „Tor“ genannt. Das “Tor des inneren Hofes” ist der Platz, an dem das Or Chochma an die Unteren weitergegeben wird. Offen bedeutet, dass es an die Unteren gegeben wird, und geschlossen bedeutet, dass es vom Griff der Äußeren bewahrt wird. Weltlich bedeutet, dass die Klipot daraus saugen können und es nicht vor ihnen verborgen wird. Heilig bedeutet, dass es dort keinerlei Saugen für die Klipot gibt.
Es steht geschrieben, dass das Tor des inneren Hofes während der sechs Werktage geschlossen sein wird, aber am Shabbat geöffnet sein wird. Warum sollte es während der sechs Werktage geschlossen sein? Es soll vermieden werden, das Weltliche im Heiligen zu verwenden, damit sich die Sitra Achra nicht mit der Kedusha vermischt. Solange die Klipot saugen, erscheint die Fülle der Heiligkeit nicht. Nur am Shabbat und am (neuen) Monat öffnet es sich, denn dann gibt es einen Siwug von SoN, heilig in heilig. Wenn SoN zu AwI aufsteigen, die heilig in heilig sind, gibt es kein Saugen von dort zu den äußeren und den Klipot.
363) Dieses Tor öffnet sich während der sechs Werktage nicht, denn während der Werktage wird die untere Welt genährt, wo sich die Äußeren und die Klipot befinden, und all diese Werktage, die die Sitra Achra sind, regieren die Welt, außer im Land Israel.
364) Diese Werktage, die in anderen Ländern herrschen, herrschen nicht im heiligen Land, weil dieses Tor geschlossen ist. Aber am Shabbat und am Tag des (neuen) Monats verlassen alle - alle Klipot - die Welt und beherrschen sie nicht, da dieses Tor offen ist. Dann ist die Welt in Freude und wird von dort genährt, und die Welt wird keiner anderen Herrschaft gegeben.
Der Name „Land Israel“ wird in erster Linie verwendet, wenn SoN aufsteigt und AwI kleidet. Zu dieser Zeit wird SA „Israel“ und die Nukwa „das Land Israel“ oder „das heilige Land“ genannt. Das ist so, weil Mochin von AwI „heilig“ genannt werden. Zu dieser Zeit können die Kräfte der Sitra Achra nicht einmal an den sechs Werktagen saugen, die von SA - der Aba kleidet und Mochin von Chassadim ist, die vor Chochma bedeckt sind - ausgebreitet werden. Das ist so, weil das Tor des inneren Hofes, das im Leuchten von Chochma scheint, in einem reinen Ring von GaR von Bina von AA eingeschlossen ist und nur in Chassadim leuchtet, die vor Chochma verborgen sind.
Der Ring, der es so umgibt, dass kein Leuchten von Chochma in es eindringt, ist rein. Es gibt dort keinen Mangel, denn weil er von GaR von Bina von AA ausgebreitet wird, wird er, obwohl er Chassadim ist, als GaR angesehen, so wie das Licht von Chochma. Aus diesem Grund vertreibt dieser Ring die Sitra Achra und ihre Kräfte, denn die Sitra Achra flieht vor Vollkommenheit und kann sich nur einem Platz des Mangels nähern.
Während der sechs Werktage wird dieses Tor mit einem reinen Ring verschlossen, der die Werktage, die Kräfte der Sitra Achra, vertreibt. Der Shabbat und die Monatstage werden von der Nukwa ausgebreitet, die Ima - ISHSuT - kleidet die Mochin des Leuchtens von Chochma. Es steht geschrieben: „Aber es soll am Shabbat und am Tag des (neuen) Monats geöffnet werden.“ So entfernen diese Mochin die Sitra Achra und die Wochentage vollkommen vom Platz der Kedusha. Aber am Shabbat und an den Monatstagen verschwinden sie alle und herrschen nicht, weil dieses Tor, das dem Leuchten von Chochma geöffnet ist, die Äußeren vollkommen vom Platz der Kedusha entfernt.
Daher gibt es keine Herrschaft der Wochentage - der Kräfte der Sitra Achra - im Land Israel, weder an den sechs Werktagen, die von SA am Platz von Aba ausgebreitet werden, noch an den Tagen des Shabbat und des Monats, die von der Nukwa am Platz von Ima ausgebreitet werden. Weder an den sechs Werktagen, da dieses Tor mit einem reinen Ring von GaR von Bina von AA geschlossen ist, der die Äußeren vertreibt, obwohl es vor Chochma verschlossen ist. Noch am Shabbat, denn dann ist dieses Tor dem Leuchten von Chochma geöffnet, sodass die Kräfte der Sitra Achra und der Werktage vollkommen verschwinden. So haben die Wochentage keine Herrschaft im Land Israel, weder am Shabbat noch an den Wochentagen.
365) Aber herrschten all diese sechs Tage selbst, da der Wert des Empfangens von SA in Bezug auf das Empfangen von Nukwa so ist wie der Wert von GaR in Bezug auf WaK? Weil die Mochin nur am Shabbat und dem Monat ausgebreitet werden, was die Nukwa ist, werden nur WaK von Chochma ausgebreitet. Wenn aber SA - die sechs Tage - auch die Mochin empfangen würde, würden GaR von Chochma ausgebreitet werden. Es ist auch bekannt, dass die sechs Tage das Leuchten von Chochma so vom Shabbat Tag empfangen, dass sie es selbst beherrschen können, ohne in die Nukwa aufgenommen zu werden, was bedeutet, dass sie als männlich leuchten, GaR von Chochma. Aber es steht geschrieben: „nach Osten gewandt“ zum vorherigen Zustand, bevor die Klipot bereit waren zu herrschen, die dann immer die Welt betrachteten, auch während der sechs Tage. Aber es wurde nicht offenbart, dass die Welt von der Heiligkeit genährt werden würde, außer an den Tagen des Shabbat und des Monats. Daher ist es auch jetzt unmöglich, dass die sechs Werktage von selbst im Leuchten von Chochma erstrahlen, denn dann würden sie nicht wie bisher von der Heiligkeit genährt. Vielmehr haften alle sechs Werktage am Shabbat und werden von dort genährt.
Am Shabbat sind alle Tore offen und alle sind zufrieden – die Höheren und die Unteren. Aber die sechs Tage werden nicht leuchten können, wenn sie nicht am Shabbat haften, da es ihnen an der Fülle der Nahrung mangelt.
Es steht geschrieben: „Und der Ewige stieg herab, um zu sehen.“ Er stieg vom Heiligen zum Weltlichen (Wochentag) herab, um zu sehen, was sie gebaut und gegründet hatten, um die Stadt und den Turm - CHuB der Klipa - zu erhalten, um die Welt dazu zu bringen, sie anzubeten.
366) Was sahen sie, dass sie diese Torheit begingen, sich gegen den Schöpfer aufzulehnen, und dass sie sich alle darüber im Verstand einig waren? Es steht geschrieben: „Und es begab sich, als sie von Osten her kamen.“ Sie kamen von oben nach unten, aus dem Land Israel, und stiegen nach Babylon hinab. Sie sagten: „Hier ist der Platz, um anzuhaften.“ Zuvor waren sie im Land Israel, wo es so ist, wie es geschrieben steht: „Eine Sprache und eine Rede“, wo es keinen Kontaktpunkt mit den Äußeren gibt, da an den sechs Werktagen das Tor geschlossen ist und die Äußeren verjagt. Am Shabbat entfernen die Mochin der Chochma die Äußeren aus der Welt; deshalb konnte die Generation von Babylon dort nichts tun, da sie keinen Platz zum Anhaften hatte.
Aber als sie vom Osten, vom Lande Israel, nach Babylon, ins Ausland, wo die Wochentage regieren, reisten, sagten sie: „Hier ist der Platz, um anzuhaften und Chochma von oben nach unten zu ziehen, damit sie auch während der sechs Werktage leuchten. Das ist so, weil es hier keine Korrektur gibt, wo das innere Tor an den sechs Werktagen geschlossen ist, so wie im Lande Israel.“
367) “Und lasst uns einen Namen machen.“ Die Hilfe von unten wird sich an diesem Ort außerhalb des Landes verbinden, da es im Land Israel kein Leuchten von Chochma gibt, außer am Shabbat, an dem jegliche Hilfe von unten verboten ist, was das Verbot ist, Arbeit zu verrichten, da die Mochin einzig und allein in der Nukwa ausgebreitet werden, in der es keinerlei Handlungen gibt. Wir aber, „Lasst uns einen Namen machen“ und die Mochin des Männlichen ziehen, in dem die Erweckung von unten möglich ist.
Deshalb haben sie gesagt: „Und die Hilfe von unten wird an diesem Ort, außerhalb des Landes, eine Verbindung herstellen“, denn wenn das Urteil in die Welt kommt, wird dieser Ort ihm entgegengesetzt sein. Das heißt, indem man Lichter von oben nach unten an diesen Ort zieht, werden alle Urteile aus der Welt gestrichen, und die Welt wird sich von hier aus erfreuen und ernähren, da von oben - vom Leuchten von unten nach oben - die Welt nur spärlich genährt wird.
Außerdem werden wir uns zum Firmament erheben und Krieg gegen es führen, damit es nicht wie zuvor die Flut auf die Welt herabbringt. Die Parssa, die unter Azilut eingerichtet wurde, ist eine besondere Korrektur – um zu vermeiden, dass das Leuchten von Chochma von oben nach unten gezogen wird. Deshalb sagten sie: „Wir werden uns zum Firmament erheben und Krieg gegen es führen“, um diese Grenze aufzuheben und die Lichter von oben nach unten zu ziehen.