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Dieser Stein, den ich aufgerichtet habe als Grundstein

273) „Dieser Stein, den ich aufgerichtet habe als Grundstein, wird ein Haus Gottes werden.“ Der Stein ist ein Grundstein, von dem aus die Welt gepflanzt wurde und auf dem der Tempel gebaut wurde.

274) Der Grundstein aber wurde schon gelegt, bevor die Welt erschaffen und aus ihm gepflanzt wurde. „Dieser Stein, den ich als Säule aufgestellt habe“, wie kann das bedeuten, dass Jakob ihn jetzt als Säule aufgestellt hat, wenn er bis jetzt nicht korrigiert wurde? Es steht geschrieben: „Und (Jakob) nahm den Stein, den er sich unter den Kopf gelegt hatte.“ So wurde der Grundstein korrigiert, noch bevor die Welt erschaffen wurde. Außerdem war Jakob in Beit-El und der Grundstein war in Jerusalem, da er an dem Platz des Tempels steht, der in Jerusalem ist.

275) Es steht geschrieben: „Bereite dich darauf vor, deinem Gott zu begegnen, o Israel“, und es steht geschrieben: „Sei still und höre zu, o Israel“, denn die Worte der Tora erfordern Absicht und müssen sowohl im Körper als auch im Willen korrigiert werden.

276) Die Worte der Tora erfordern die Korrektur von Körper und Herz. Wäre dem nicht so, würde er in seinem Bett liegen und über die Sachen in seinem Herzen nachdenken. Aber selbst mit jemandem, der sitzt und sich mit der Tora befasst, verbindet sich die Shechina. Wenn die Shechina hier wäre, würde er dann in seinem Bett liegen? Darüber hinaus erfordern die Worte der Tora Reinheit, und der Verstand von jemandem, der in seinem Bett liegt, ist nicht rein.

277) Auch wer sich ab Mitternacht, wenn der Nordwind erwacht, erhebt um sich mit der Tora zu befassen zu dieser Zeit kommt der Schöpfer herein, um mit den Gerechten im Garten Eden zu spielen, und Er ist mit allen Gerechten im Garten, und alle lauschen den Worten, die aus Seinem Mund kommen. Wenn der Schöpfer und alle Gerechten geläutert wären, um zu dieser Zeit Worte der Tora zu hören, würde er dann in seinem Bett liegen?

278) Wie konnte der Grundstein existieren, bevor die Welt erschaffen und aus ihm gepflanzt wurde? Das bedeutet, dass Jakob ihn jetzt an seinen Platz gebracht hat. Es steht auch geschrieben: „Und (Jakob) nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte.“

279) Jakob war in Beit-El, und dieser Stein war in Jerusalem. Er faltete das ganze Land Israel unter sich, und dieser Stein war unter ihm, obwohl er in Beit-El war. Es steht jedoch geschrieben: „den er gelegt hat“, und es steht geschrieben: „Dieser Stein, den ich als Säule aufgestellt habe, wird das Haus Gottes sein.“ Das bedeutet, dass er ihn jetzt korrigiert hat, wie aber wird ein Grundstein vor der Welt korrigiert?

280) Es steht geschrieben: „In Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen; ich werde gestillt werden, wenn ich mit deinem Ebenbild erwache.“ Die Zuneigung und Anhaftung von König David waren in diesem Grundstein, Malchut, genannt „Grundstein“ und „Gerechtigkeit“ (oder „Recht“). Er sagte darüber: „Der Stein, den die Bauleute verabscheuten, ist zum Eckstein geworden.“ Als er in der Vision die Herrlichkeit seines Herrn sehen wollte, nahm er zuerst den Stein in die Hand und trat dann ein.

281) Es ist so, weil jeder, der vor seinem Herrn gesehen werden möchte, einzig und allein durch diesen Stein eintritt, so wie es geschrieben steht: „Durch diesen Willen wird Aaron in die Heiligkeit eintreten.“ Malchut wird „diesen“ genannt. Und David lobt sich selbst und sagt: „Ich bin in Gerechtigkeit“, was Malchut ist, „ich werde Dein Angesicht schauen.“ Alles, was David vorhatte, war, sich auf angemessene Weise in Bezug auf diesen Stein, nach oben zu wenden.

Mochin von Chochma werden Ejnaim (Augen) genannt, ebenso wie „Sehen“ (oder „Vision“). Diese Mochin glänzen auf keiner Stufe über Chochma von AA hinaus, die verhüllt war, außer in Malchut, Nukwa von SA, die „Grundstein“ genannt wird. Und die Mochin des Sehens sind einzig und allein in ihr.

282) Abraham begründete das Morgengebet, das Chessed von SA entspricht, und verkündete die Essenz des Herrn in der Welt. Er korrigierte diese Zeit in ihren Korrekturen so, wie sie sein sollte, d. h. er korrigierte die Eigenschaft von Chessed, die am Morgen herrscht.

Isaak begründete das Nachmittagsgebet, das Gwura von SA entspricht, und verkündete in der Welt, dass es ein Din (Urteil) und einen Dayan (Richter) gibt, der die Welt retten und die Welt richten kann, der die Eigenschaft von Gwura korrigierte.

283) Jakob begründete das Abendgebet, das Malchut, Nukwa von SA, entspricht. Und weil er dieses Gebet gründete, das Adam zuvor nicht richtig begründet hatte, lobte er sich selbst und sagte: „Dieser Stein“, Malchut, „den ich als Säule aufgestellt habe“, den er begründet hat, denn bis dahin hatte ihn niemand anderes so begründet wie er.

284) Deshalb steht geschrieben: „Und (Jakob) nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, und richtete ihn als Säule auf.“ Eine Säule bedeutet, dass Malchut gefallen war und er sie aufrichtet. „Und richtete ihn als Säule auf und goss Öl auf seine Spitze“, da es an Jakob war ihn zu korrigieren, mehr als an allen Menschen auf der Welt, denn Jakob ist ein Merkawa für Tiferet. Er ist ihr Ehemann, und von ihm hängen die Korrekturen von Malchut, seiner Nukwa, ab.

286) Salomo saß auf dem Thron seines Vaters David und korrigierte sein Königtum in großem Maße. Das Lob Salomos ist, dass er den Grundstein korrigierte und darauf das Allerheiligste platzierte, indem er die Malchut korrigierte und für sie Mochin von GaR zog, die als Allerheiligste gelten.

287) Es steht geschrieben: „Und ich werde ihn sehen, um mich an den ewigen Bund zu erinnern“, denn die Begeisterung des Schöpfers gilt immer Malchut. Jemand, der nicht in ihr gesehen wird, der von ihr keine Mochin des Sehens, Chochma, empfängt, tritt nicht vor seinen Herrn, denn diese Mochin werden einzig und allein von ihr ausgebreitet. Deshalb steht geschrieben: „Und ich werde ihn sehen, um mich an den ewigen Bund zu erinnern“, denn das Sehen ist einzig und allein in ihr.

288) Was bedeutet „Und ich werde ihn sehen“? Auf welche Phase in ihr bezieht sich das Sehen? Auf das Din in ihr, das alle Mochin im Massach von Chirik verursacht, oder auf den Schlüssel in ihr, in dem die eigentlichen Mochin empfangen werden? Das Sehen betrifft den Buchstaben Taw in Malchut, das Din in ihr, so wie es geschrieben steht: „Und setzt ein Zeichen auf die Stirn des Volkes.“ Dieses Taw rettete das Volk, denn es wurde auf ihrer Stirn gesehen, weil es die Offenbarung der Mochin verursachte.

Und einige haben gesagt, dass sich das Sehen um das Reshimo des heiligen Zeichens dreht, das im Fleisch ist, in ihrer Einschließung in Ateret Jessod, dem Schlüssel, in dem die Mochin empfangen werden, weil es die Kelim von Ima und die Mochin von Ima auf sie ausgebreitet hat.

289) Es ist sicherlich alles in den Worten „ihn sehen“, sowohl das Taw darin als auch das Atara (Keter/Krone). Dieser Bogen aber wird in der höheren Welt, Bina, gesehen und steht nur im Atara in ihr, was sie mit Bina gleichsetzt, und sie empfängt die Mochin und die Kelim von ihr. Wenn Israel aus dem Exil zurückkehrt, wird dieser Bogen in seinen Farben geschmückt sein, so wie eine Braut sich für ihren Ehemann schmückt. Das heißt, die drei Farben – weiß, rot und grün – die Mochin in ihr werden stark leuchten.

290) Wartet nicht auf die Ankunft des Messias, bis dieser Bogen in der Welt zu sehen ist, sich mit leuchtenden Farben schmückt und für die Welt leuchtet. Dann könnt ihr den Messias erwarten.

291) Woher wissen wir das? Es steht geschrieben: „Und ich werde ihn sehen, um mich an den ewigen Bund zu erinnern.“ Jetzt, zur Zeit des Exils, wenn der Bogen in dunklen Farben gesehen wird, wird er nur gesehen, um sich daran zu erinnern, dass keine Flut über die Welt kommen wird. Aber wenn der Messias kommt, wird er in leuchtenden Farben gesehen, geschmückt mit seinen Korrekturen, so wie eine Braut sich für ihren Ehemann schmückt. Dann wird der Vers „um an den ewigen Bund zu erinnern“ wahr werden, und der Schöpfer wird sich daran erinnern, dass dieser Bund im Exil ist, und Er wird ihn aus dem Staub erheben.

Es steht geschrieben: „Und sie suchten den Ewigen, ihren Gott, und David, ihren König.“ „David, ihren König“ deutet auf Malchut, den Bogen, hin. Es steht geschrieben: „Und sie werden dem Ewigen, ihrem Gott, und ihrem König David dienen, den ich für sie erwecken werde.“ Das heißt: „Ich werde sie aus dem Staub erheben“, so wie es geschrieben steht: „Ich werde die gefallene Hütte Davids aufrichten.“ Deshalb hat man damals gesagt: „Und ich werde ihn sehen, um mich an den ewigen Bund zu erinnern“, und sie aus dem Staub zu erheben.

292) Deshalb werden die Erlösung Israels und die Erinnerung an Malchut in der Tora erwähnt, so wie es geschrieben steht: „Gedenke des ewigen Bundes“, was auf die Erlösung Israels und die Korrektur von Malchut hinweist. Zur Zeit der Erlösung steht geschrieben: „So wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollen, so habe ich geschworen, dass ich nicht zornig auf dich sein und dich nicht zurechtweisen werde.“ Er schwor, als Er den Bogen sah, dass Er keine Flut mehr über die Erde bringen würde, was auch zur Zeit des Exils so ist. Ebenso wird der Schöpfer zur Zeit der Erlösung, wenn der Bogen in leuchtenden Farben erstrahlt, sagen „Ich habe geschworen, dass ich nicht zornig auf dich sein und dich nicht zurechtweisen werde“, denn dann wird sich Davids gefallene Hütte erheben und der Vers „um des ewigen Bundes zu gedenken“ wird wahr werden.