Und Gott segnete Noah
248) „Der Segen des Ewigen macht reich, und Er fügt keine Traurigkeit hinzu.“ Der Segen des Schöpfers ist die Shechina, die über die Segnungen der Welt bestimmt, und aus ihr entstehen die Segnungen für alle.
249) „Und der Ewige hat zu Noah gesagt: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus!“ Am Eingang zur Arche steht geschrieben: „Und der Ewige hat gesagt“, was SA bedeutet. Am Ausgang steht geschrieben: „Und Gott hat gesprochen“, was Nukwa von SA bedeutet. Der Hausherr - SA - hat Noah die Erlaubnis zum Betreten gegeben. Anschließend fordert die Frau - Nukwa von SA - ihn auf, zuerst hinauszugehen. Er betritt das Haus mit Erlaubnis des Ehemanns - SA - und verlässt es schließlich mit Erlaubnis der Ehefrau - Nukwa von SA. Daraus lernen wir, dass der Hausherr den Gast in sein Haus lassen sollte und die Frau ihn hinauslassen sollte, so wie es geschrieben steht: „Und Gott sprach zu Noah und sagte: Geh aus der Arche hinaus“, da sie die Erlaubnis hatte, den Gast hinauszuführen, aber nicht, ihn hereinzulassen.
Inwiefern ähnelt dies einem Gast und dem Besitzer einer Herberge? Wenn ein Mensch in Vollkommenheit ist, wird gesagt, dass er im Haus wohnt. Das Wort „Haus“ deutet auf Nukwa von SA hin, die in Mochin von GaR leuchtet, so wie es geschrieben steht: „Ein Haus soll mit Weisheit gebaut werden.“ Deshalb wird von denjenigen, die von ihr empfangen, gesagt, dass sie im Haus wohnen.
Wenn ein Mensch jedoch Korrekturen benötigt, weil er unvollständig ist, muss er bewahrt werden, damit die Äußeren ihn nicht ergreifen und zur Sünde verleiten. Deshalb muss er das Haus verlassen, weil es ihm verboten ist, diese hohen Mochin zu empfangen, aus Furcht, dass die Äußeren von ihm saugen. Er muss hinaus auf den Pfad des Ewigen, um die Korrekturen zu erhalten, die er braucht. Zu diesem Zeitpunkt ist es ihm erlaubt, Mochin aus dem Siwug von SA und Lea zu erhalten, denn da sie Or Chassadim sind, das in Chochma gehüllt ist, können die Äußeren nicht von ihnen saugen.
Diese Mochin werden „Herberge“ genannt, weil sie für Reisende bestimmt sind. Obwohl Noah ein Gerechter war und von ganzem Herzen, war er einem Reisenden ähnlich, denn zur Zeit der Sintflut, als dem Verderber die Erlaubnis erteilt wurde, war es auch für ihn geboten, sich vor ihm zu verbergen. Aus diesem Grund war es ihm verboten, Mochin als Haus zu empfangen, sondern einzig und allein als Herberge, als Reisender, der vor den Äußeren verborgen war. Diese Mochin einer Herberge werden SA zugeschrieben - genannt HaWaYaH - da sie aus CHaGaT - SA - stammen.
Aber die Mochin eines Hauses werden nur der Nukwa zugeschrieben, die Elokim genannt wird, da die Mochin von Chochma in keiner Stufe in Azilut, sondern in der Nukwa offenbart werden. Es ist klar, warum, als er zur Arche kam, der Name HaWaYaH gesagt wurde, und bei seinem Ausgang der Name Elokim. Die Arche ist wie eine Herberge; daher, als ihm gesagt wurde: „Komm du und dein ganzes Haus in die Arche“, was bedeutet, dass er sein Haus - das Alef-Bet in direkter Reihenfolge - in eine Arche verwandeln soll - die aus den Buchstaben von Bajit (Haus) in umgekehrter Reihenfolge besteht. Dies wird als Mochin einer Herberge angesehen, die SA zugeschrieben und HaWaYaH genannt werden Deshalb steht geschrieben: „Und der Ewige sprach.“
Aus diesem Grund lässt der Ehemann - SA - den Gast in die Herberge, da die Mochin von ihm ausgebreitet werden. Aber um ihn aus der Arche herauszuholen und ihn zum Haus zurückzubringen - zu den Mochin von GaR, die sich einzig und allein im Bereich der Nukwa befinden - muss die Nukwa – Elokim – ihn herausholen und ihm die Mochin eines Hauses geben. Deshalb steht der Name Elokim zum Zeitpunkt des Ausgangs geschrieben, so wie es steht: „Und Gott sprach zu Noah und sagte: Geh aus der Arche hinaus.“ Ebenso verhält es sich, wenn der Gast die Herberge verlässt und in das Haus eintritt.
Wir könnten fragen: „Aber es gibt viele dazwischenliegende Stufen, die auch von SA empfangen werden könnten, da es hier um jemanden geht, der bereits die Mochin eines Hauses erlangt hat, wie Noah, nur dass er es aus irgendeinem Grund verlassen hat, um in die Herberge zu gehen. Wenn also der Grund wegfällt und er die Herberge verlässt, kehrt er unverzüglich in das Haus zurück, was einzig und allein von der Erlaubnis der Nukwa abhängt.
250) Als er die Arche verließ, gab er ihr Geschenke. Er brachte ein Opfer dar, weil sie im Haus ist und das Haus in ihren Händen liegt. Das heißt, die Mochin des Hauses sind einzig und allein in den Händen der Nukwa, und die Geschenke, die er ihr gab, sollten dazu dienen, dass ihr Ehemann sie liebte. Daraus lernen wir, wie sich ein Gast verhalten sollte: Er sollte der Hausherrin der Herberge Geschenke geben, wenn er geht. Deshalb segnete sie ihn, nachdem er ihr Geschenke gegeben hatte, damit ihr Mann sie liebte, so wie es geschrieben steht: „Und Gott segnete Noah und seine Söhne.“ Deshalb steht geschrieben: „Der Segen des Ewigen macht reich.“ Der Segen des Ewigen ist die Shechina, die über die Segnungen der Welt eingesetzt wurde und aus der Segnungen für alle entstehen.
251) „Und Er fügt keine Traurigkeit hinzu.“ Es steht geschrieben: „In Traurigkeit sollt ihr davon essen.“ Traurigkeit, Trübsinn und Wut sind ohne Leuchten des Angesichts, wenn der Mond sich verdunkelt und die Segnungen verschwunden sind. Traurigkeit ist die Seite des anderen Geistes der Klipot, der die Segnungen der Welt verhindert, weil er die Menschen zur Sünde verleitet. Es steht geschrieben: „Und Er fügt keine Traurigkeit hinzu.“ Es steht auch geschrieben: „Ich werde den Boden nicht mehr verfluchen“, denn “Traurigkeit” bezeichnet das Festsaugen der Sitra Achra, welche einen Fluch auf die Welt bringt. Daraus folgt, dass wenn Er keine Traurigkeit hinzufügt, Er nicht mehr verfluchen wird, denn das beides bedeutet ein und das selbe.