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Der Unterschied zwischen Moses und dem Rest der Welt

179) „Der den Arm seiner Herrlichkeit führt, zur Rechten Moses.“ „Der Arm seiner Herrlichkeit“ ist Abrahams Verdienst - Chessed - der zur Rechten Moses - Tiferet von Moses - ist. Das heißt, Moses ist Tiferet und Chessed ist zur Rechten von Moses. Der Arm ist der rechte Arm der Herrlichkeit Moses. Deshalb steht geschrieben: „Wer teilt das Wasser vor ihnen, um sich einen ewigen Namen zu machen?“ Denn Abrahams Verdienst ist Chessed; er teilt Wasser, und all das, um sich einen ewigen Namen zu machen.

180) Was ist der Unterschied zwischen Moses und dem Rest der Menschen auf der Welt? Als der Schöpfer zu Moses sagte: „Und nun verlasse mich, und mein Zorn wird gegen sie sein, und ich werde sie vernichten, und ich werde aus dir ein großes Volk machen.“ sagte Moses sofort: „Würde ich das Urteil über Israel zu meinem eigenen Wohl lassen, ohne um Gnade für sie zu bitten? Jetzt wird das ganze Volk der Welt sagen, dass ich Israel getötet habe, so wie Noah es getan hat.“

181) Weil der Schöpfer gesagt hat, dass er ihn in der Arche retten würde, und weil Er ihm gesagt hat, dass er und seine Söhne gerettet werden, hat er nicht um Gnade für die Welt gebeten, und sie waren verloren. Deshalb ist das Wasser der Sintflut nach ihm benannt, wie es geschrieben steht: „Denn das ist für mich wie das Wasser Noahs.“

182) Moses sagte: „Jetzt werden die Menschen der Welt sagen, dass ich sie getötet habe, weil Er zu mir gesagt hat: ‚Und ich werde aus dir ein großes Volk machen.‘ Ich würde jetzt lieber sterben, als dass Israel vernichtet wird.“ Sofort hieß es “Und Moses bat den Ewigen, seinen Gott.“ Er bat um Gnade für sie, und die Gnade erwachte auf der Welt.

183) Als er anfänglich um Gnade für sie bat, sagte er: „Ewiger, warum brennt Dein Zorn gegen Dein Volk?“ Warum hat Moses das Wort „warum“ gesagt? Da sie Götzenanbetung betrieben, so wie es geschrieben steht: „Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben sich davor gebeugt und gesagt: “Das sind deine Götter, Israel.“ Und Moses sagte: „Warum?“ Ein Mensch, der seinen Freund für einen Freund, der gegen ihn gesündigt hat, beschwichtigt, braucht nicht dieselbe schwere Sünde zu begehen. Stattdessen sollte er die Sünde vor ihm vermindern und sie dann vor dem anderen Sünder vergrößern.

Deshalb hat Moses zum Schöpfer gesagt: „Ewiger, warum verbrennt dein Zorn gegen dein Volk?“ Er hat die Sünde vermindert. Anschließend wandte er sich an Israel und vergrößerte die Sünde, so wie es geschrieben steht: „Du hast eine schwere Sünde begangen.“

184) Er wollte den Schöpfer nicht verlassen, bis er sich selbst zum Tode über Israel gegeben hat, so wie es geschrieben steht: “Und nun, willst du ihre Sünde vergeben? Und wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.“ Und der Schöpfer vergab ihnen, so wie es geschrieben steht: ‚Und der Ewige bereute das Böse, das Er gesagt hatte, Seinem Volk anzutun.‘ Noah aber tat das nicht, sondern suchte Rettung und verließ die ganze Welt.

185) Immer wenn das Urteil über die Welt kommt, sagt der Geist der Heiligkeit: „Wehe, dass es keinen anderen wie Moses gibt”, so wie es geschrieben steht: “Und er erinnerte sich an die alten Tage, Moses, sein Volk, der die Hirten seiner Herde aus dem Meer emporhebt.” Es steht geschrieben: “Und der Ewige sagte zu Moses: ‘Warum schreist du zu mir?’“ Weil er sie mit Gebet aus dem Meer erhob und weil er sich selbst im Gebet über Israel auf dem Meer platzierte, wird es nach ihm benannt, „der aus dem Meer erhebt“, dass er sie aus dem Meer erhob.

186) „Wo ist derjenige, der den Geist seiner Heiligkeit in sich trägt?“ Es ist Moses, der die Shechina in Israel einsetzte und sie durch die Tiefen führte, als sich das Wasser teilte und sie auf trockenem Land durch die Tiefen gingen, als das Wasser gefror. Und weil er sich selbst für Israel hingab, ist all das nach ihm benannt.

187) Obwohl Noah ein Gerechter war, war er es nicht wert, dass der Schöpfer die Welt für ihn beschützte. Moses schrieb nichts seinem eigenen Verdienst zu, sondern dem Verdienst der ersten Väter. Aber Noah hatte niemanden, dem er seinen Verdienst zuschreiben konnte, wie Moses.

188) Dennoch hätte er um Gnade für sie bitten sollen, weil der Schöpfer zu ihm gesagt hat: „Ich habe meinen Bund mit dir gegründet.“ Das Opfer, das er nach der Sintflut brachte, hätte er schon davor bringen sollen; vielleicht hätte er dann den Zorn von der Welt genommen.

189) Was hätte Noah tun können, da die Frevler der Welt den Schöpfer erzürnten? Könnte er für sie ein Opfer bringen? Tatsächlich fürchtete Noah um sich selbst, dass der Tod ihn unter den Frevlern der Welt ereilen würde, denn er sah den ganzen Tag ihre bösen Taten und wie sie den Schöpfer den ganzen Tag lang erzürnten.

190) Wenn sich die Frevler in der Welt vermehren, wird der Gerechte, der unter ihnen ist, zuerst bestraft, so wie es geschrieben steht: „Und bei Meinem Tempel wirst du beginnen.“ Sprich es nicht „bei Meinem Tempel“ aus, sondern „bei Meinen Heiligen“ (gleiche Buchstaben im Hebräischen). Wie also hat der Schöpfer Noah inmitten all diesen Frevlern gerettet? In der Tat hat Er ihn gerettet, damit er Generationen in der Welt hervorbringt, denn er war wirklich gerecht und war es würdig, korrigierte Generationen hervorzubringen.

191) Außerdem warnte er sie jeden Tag, aber sie wollten nicht auf ihn hören. In seiner Seele hielt er den Vers ein: „Und du, wenn du die Frevler gewarnt hast ... hast du deine Seele gerettet.“ Wer also die Frevler warnt – auch wenn sie nicht auf ihn hören –, rettet sich selbst, und der Frevler wird von seiner Sünde eingeholt. Wie sehr muss er ihn warnen? Bis er ihn schlägt.

192) Warum hielt es der Schöpfer für angebracht, alle Tiere des Feldes und alle Vögel am Himmel zusammen mit den Frevlern zu verzehren? Wenn die Menschen sündigten, worin bestand dann die Sünde der Tiere, des Geflügels und der übrigen Geschöpfe? Es steht geschrieben: „Denn alles Fleisch hatte seinen Weg auf der Erde verdorben“; sie alle verdarben ihren Weg, indem sie ihre Art verließen und einer anderen anhafteten.

193) Diese Frevler der Welt brachten alle Geschöpfe dazu, an etwas anzuhaften, das nicht ihrer Art entsprach. Sie versuchten, den Schöpfungsakt abzulehnen, was bedeutet, die Arten miteinander zu vermischen und ihre Form zu leugnen. Sie brachten alle Geschöpfe dazu, ihre Wege zu verderben, so wie sie ihre eigenen verdorben haben. Der Schöpfer sagte: „Ihr wollt das Werk meiner Hand leugnen, ich werde euren Willen ergänzen; ich werde die Welt wieder zu Wasser machen, wie die Welt am Anfang war, Wasser im Wasser“, wie geschrieben steht: „Und ich werde alles Lebendige, das ich gemacht habe, vom Angesicht des Landes tilgen.“ Von nun an werde ich andere Schöpfungen in der Welt machen; angemessene.